Alle Maschinen schrott – was für ein Riesenmist

Es ist „zum Mäusemelken“ – Aktuell alle Maschinen Schrott.
3 Motoreinachser und sogar unser Quad. Zum Glück sind es fast ausschließlich
Gewährleistungs-Verschleißerscheinungen – sind ja auch munter im Einsatz die Dinger. Maschinenausfall ist das definitv nervigste (und größte) Problem in unseren Projekten. Die Ersatzteile sind schon bestellt:
Ein neuer Motor, neue Zündkerzen, ein neuer Bremsschlauch. Nervig ist aber die „Keine-Maschinen-Zwangspause“,
in dieser Zeit könnte man auch gut z.B. Blühwiesen vorbereiten. Wertvolle Zeit geht verloren (Shit!!!), aber ist halt manchmal so.
Grrrrr……
 
Naja, machen wir das Beste draus. Für den Transport-Notfall haben wir noch unser „Oldschool-Mobil“.
Hat ca. 0,25 PS (wird einfach von zwei Händen gezogen ;-)).
 
Das Trinkwasser unserer Blühwiesen-Beweidungstiere wird zu Eisblöcken, also mit dem Handkarren frisches Wasser und Futter gebracht.
Die Wassertränken dampfen richtig bei der Kälte.
Alle Tiere erhalten bei diesem Wetter regelmäßig auch Kraftfutter. Ziege Elli, Kuno und Catrinchen zögern nicht lange und springen dann schon mal gerne
auf den Tisch. Stellt man Ziegen was zum Klettern hin, so sind sie sofort dabei.
 
Als Belohnung nach dem Transport-Sport dann in der Sonne
nen Becher heissen Fitness-Saft getrunken (mit Brennenesselsud, Löwenzahn, Artischocken). So wird eine Zwangspause dann irgendwie doch ganz nett. Drinks dieser Art (sehr zu empfehlen nach einer bierseligen Nacht) gibt es in der Regel
im örtlichen Bioladen. Man tut nicht nur sich selbst etwas Gutes sondern fördert auch einen ökologischen Anbau, weit weg
von industrieller und Öko-schädlicher Landwirtschaft.
Kostet zwar etwas mehr als Mainstream-Saft, aber vermutlich werden wir dahin kommen (müssen), dass für nachhaltige Lebensmittel eben ein
höherer Preis zu bezahlen ist (zumindest wenn wir noch länger etwas von unserem Planeten haben wollen).
Eventuell wird man den dringend notwendigen Wandel in der Landwirtschaft so hinbekommen….
Wie man das sozialverträglich (für alle Konsumenten realistisch) umsetzt? Puh, schwierige Frage….

Blühwiesenheu fürs kleine Lamm

Unser kleines Schaf-Lamm macht sich prima.
Simone Brockmann und Julia Gommer ziehen es im Naturpark Kreimerhof mit der Flasche auf.
Es hüpft munter durch die Gegend, hat schon einige Schaf-Freundschaften geschlossen und wird größer und größer 🙂
Man kann sagen: Es hat einen „gesegneten Appetit“.
 
Vielen Dank an Knipse Rita für eine Spende für die kleine Maus. Danke auch an eine anonyme Spenderin für eine Zugabe für frisches Saatgut.
 
Ihr seid beide nun in der Hall of Fame integriert:
 
 
Aus dem Blühwiesen-Saatgut wird erstklassiges Heu erwachsen, mit sehr sehr vielen Kräutern. Auch darüber werden sich unsere Tiere freuen.
Mittlerweile futtert die ganze Rasselbande bei der jetzigen Anzahl (4 Ponys, 25 Schafe + Ziegen) etwa 800 Kilogramm Heu im Winter, da macht es Sinn, das selber zu produzieren.
 
Bei der Heumahd ist es wichtig Wiesen (Blühwiesen oder Heuwiesen) auf keinen Fall öfter als 2 mal im Jahr zu mähen
(aus dieser Nutzungsform ist ja auch die klassische „Blühwiese“ entstanden).
So haben Wildblumen und Wildkräuter die Möglichkeit zu blühen und eine Wiese wird kontinuierlich ausgemagert (wodurch sie wiederum eine Lebensinsel für noch
mehr Blühpflanzen wird. Bei Wildblumen gilt: Je nährstoffärmer desto besser). Ein sich selbst verstärkendes Prinzip im positiven Sinne.
 
In der insensiven Landwirtschaft leider werden Wiesen teilweise bis zu 5 mal im Jahr gemäht…
Chancenlos, dass sich hier Leben entwickelt.
 
„Moderne Mähwerke sind wahre Todesfallen; kommt ein sogenannter Aufbereiter zum Einsatz, sterben rund 60 Prozent aller auf den Pflanzen sitzenden Insekten.
Vielfach wird innerhalb weniger Stunden eine riesige Fläche gemäht und gleich für das Silo [;] abgeräumt. Insekten finden oft keine Ausweichflächen mehr.“
Seger und Rosenkranz (2018, S. 95) (Das grosse Insektensterben)
 
…geht zum Glück auch anders 🙂
 
 
Gnadenhof Brödel Melle

Totholz als zusätzliche Nisthilfe für Insekten

Heute ein interessantes Treffen mit dem Meller Bezirksförster Herrn Scholz gehabt.
Für das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ sind wir aktuell auf der Suche nach Totholz,
um zusätzliche Nisthilfen für Insekten zu schaffen. Einige Holzstapel haben wir uns dafür heute angesehen.

An verschiedenen Blühwiesen sollen diese Nistmöglichkeiten dann platziert werden – sofern wir für eine Finanzierung „grünes Licht“ bekommen (ein Förderantrag wurde bei einigen Stiftungen eingereicht).
Eine klassische Win-Win-Situation. Verschiedenes Holz ist als Bauholz nicht mehr zu gebrauchen, weil es schon anfängt zu modern oder aber bereits von Käfern „durchhöhlt“ wurde. Genau das richtige für uns 🙂 Viele Wildbienen würden sich freuen, in den Käfergängen ihre Larven abzulegen.
Ein gedeckter Tisch und nebenan ein tolles Totholz-Hotel. Das wärs 🙂

Gute Nisthilfen von der „AlpenBiene“ – Nisthilfen & Naturschutzprodukte

Gute Nisthilfen für Wildbienen zu finden ist garnicht so einfach.
Es ist unglaublich, wie viel sinnloser Schrott an „Insektenhotels“ z.B. in Baumärkten verkauft wird.
 
Segerer und Rosenkranz (2018) schreiben dazu (in „Das große Insektensterben“):
„Doch wer die teils gewagten Konstruktionen kauft, ist einem PR-Gag aufgesessen – als habe man für einen luxuriösen Preis ein Billighotel ohne Frühstück gebucht.
Im Grunde ist schon der Name bezeichnend: Hier ist nichts von Dauer. Aber Insekten sind keine Jetsetter,
sie suche eine sichere Bleibe für sich und ihre Nachkommen, und sie brauchen mehr als ein paar Holzriegel, unsachgemäße Holzstücke mit noch unsachgemäßeren Bohrungen.“
 
Zum Glück gibt es einige Unternehmen, welche sehr solide und vor allen Dingen sinnvolle Konstruktionen anbieten.
Zum Beispiel: „AlpenBiene“ – Nisthilfen & Naturschutzprodukte“
 
In unserem Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ setzen wir diese Nisthilfen ab diesem Jahr regelmäßig ein, da sie für unterschiedliche Wildbienen sinnvolle Brutröhren anbieten.
Die Konstrukte sind sauber produziert, halten auch was aus und der Preis ist in Ordnung.
 
Wir sind mit den Erstellern der Nisthilfen übrigens weder verwandt noch verschwägert ;-), sondern ich schreibe dieses, weil wir auch schon viel teuren „Müll“ gesehen haben.
Da ist es erfreulich, dass es Nisthilfen gibt, welche diesen Namen auch verdienen.
 
Es profitieren davon folgende Arten:
Z.B.:
– Löcherbiene (Heriades truccum) 2-4mm
– Maskenbiene (Hylaeus communis) 3-4mm
– Scherenbienen (Chelostoma spec.) 3-5mm
– Natterkopf-Mauerbiene (Osmia adunca) 4-5mm
– Blattschneiderbienen (Megachile spec.) 5-7mm
– Blaugrüne Mauerbiene (Osmia caerulescens) 6-8mm
– Mauerbiene (Osmia brevicornis) 6-7mm
– Rote Mauerbiene (Osmia rufa) 6-8mm
– Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta) 7-9mm
– Große Wollbiene (Anthidium manicatum) 8-10mm
– solitär lebende Einsiedlerwespen
 
Übrigens: Die großen XXL-Insektenhotels, die man ja hier und da sieht, sind natürlich schick und ein echter Hingucker (und können eine sinnvolle Brutmöglichkeit bieten).
Wenn diese jedoch von Parasiten befallen werden, dann kann schon einmal die gesamte Nachzucht drunter leiden bzw. sterben.
Deswegen werden viele „kleine“ Nisthilfen (an unterschiedlichen Plätzen) oftmals als sinnvoller
als eine „Große“ angesehen.
 
Wer Nisthilfen selber bauen möchte: http://blumiger-lkos.de/insekten-nisthilfe/
 

Meter machen

Bei dem Wetter macht es draussen keinen Spaß zu arbeiten, dennoch muss die
Arbeit weitergehen. Heute wieder ordentlich „Meter gemacht“ und eine weitere Fläche schon mal mit Zaunpfählen versehen.
Morgen folgt der Zaun.

Hier werden im Frühjahr zwei unterschiedliche Blühwiesen erstrahlen – bei dem jetzigen Schmodderwetter kaum vorstellbar.
Eine tolle regionale Feldblumenmischung und ein regionale „Sand-Magerrasen-Mischung“ wurden hier im Herbst ausgesät.
Ja, und gemäht wird: Durch unsere Tiere. Die sind schon ganz heiss: „Wann kommt denn enmdlich der Frühing?“.

„Dauert nicht mehr lange“ 🙂

Blühwiesensoftware

Im Frühjahr muss ja die erste Version unserer Websoftware zur Darstellung der räumlichen Auswirkungen von Blühwiesen fertig werden (von Google gefördert). Ohne wissenschaftlichen Input geht da nix. Gestern ist das Buch von Paul Westrich angekommen: Die Wildbienen Deutschlands. Ganz schöner Schmöker 🙂

Vorbereitung für den Großeinsatz

Morgen steht in Melle/Bissendorf die Umwandlung einer Großfläche (Teil 1)
in eine insektenfreundliche Blühwiese an. Auf knapp 7000 m²
wird es einiges zu Tun geben.
Damit wir dann auch wieder ordentlich durchstarten können
heute noch einmal das Quad zum Arzt gebracht. Chefarzt Marcus Hermann vom Roller-Service-ATW
www.roller-service-atw.de hat das Gerät noch einmal auf Herz und Nieren gecheckt.
Puls gefühlt, Fieber gemessen, hier geklopft, da geklopft, ne kleine Spritze gesetzt.
Einige Organe erhalten eine Auffrischung und dann geht es weiter – mit Karacho 🙂
Wer eine gute Werkstatt oder einen guten und fairen Händler für Roller und Quads sucht, der ist dort prima aufgehoben.

In diesem Jahr werden die Insektenschutzprogramme der Bundes- und Landesregierung bekannt gegeben.
Mittelsfristig, wenn wir etwas „reißen“ wollen, dann benötigen wir noch etwas bessere Maschinen.
In diesem Jahr steht neben der Anlage von Blühwiesen auch die Ablagerung von Totholzhaufen (wurmstichig) als zusätzliche Nisthilfe auf der Agenda.
Heute schonmal vorsichtig in ein Prospekt gelukt (wow, ein Fahrzeug mit einer Seilwinde…das wäre schon was).
Insgesamt planen wir in dieser Saison unseren „Maschinenpark“ noch etwas auf Vordermann zu bringen.

Auf der Suche nach weiteren Blüharealen

Mal sehen, wie lange der gute „Sport-JahresVorsatz“ anhält.
Heute mal den ollen Kadaver den Meller Jubiläumsweg langgejoggt und geschaut, wo noch Platz für Blühwiesen und Insektenschutzmöglichkeiten wäre.

Der Wanderweg ist klasse! Tolle Hinweisschilder zu Besonderheiten der Natur – und auch zu Sportübungen.
Bislang haben wir ja noch keine Flächenangebote für weitere Blühareale bzw. -streifen in der Nähe des Weges bekommen.
Wir werden nun gezielt Postwurfsendungen verteilen – schließlich hat nicht jeder Facebook – um die Flächenbesitzer auf diesem Wege zu fragen.
Wäre doch gelacht, wenn sich da nicht etwas machen ließe.
Es gibt keine Alternative: Nächstes Jahr MUSS wieder viel im Naturschutz passieren – und das wird auch so sein!

Startschuss für Blühwiesensaison 2019 gefallen

Heute war absoluter Actionday.
Der Startschuss für die „Blumige Landkreis Osnabrück“-Saison 2019 ist heute gefallen.

Die Naturschutzfläche „Am Wulberg“ wurde weiter eingezäunt damit auch hier unsere Gnadenhoftiere verschiedene Blühwiesen schonend beweiden können.
Danke auch an Simone 🙂
Weitere 1200 m² (Fläche 4, siehe Karte) sind jetzt geschafft und die Tiere freuen sich sehr über (endlich) wieder frisches Grün.

Bei einer Beweidung ist ein Weidemanagement sehr wichtig.
Es ist zu empfehlen, dass Flächen nach dem Abweiden mindestens 6 Wochen nicht mehr von den Tieren betreten werden (trotz „Abäppelns“).
Grund: Ansonsten werden durch das Gras, Moos etc. auch wieder Würmer aufgenommen (welche ja durch eine regelmäßige Entwurmung eben nicht da sein sollen, kann sogar für die Tiere tödlich enden).
Aus diesem Grund empfiehlt es sich die Flächen immer mal wieder zu wechseln.

In der Karte (Quelle: Google Earth) sind die unterschiedlichen Blühwiesen eingetragen (rötlich eingefärbt) , welche unsere Tiere auf der Wulbergfläche dann pflegen werden
(und durch Anhaftung des Saatgutes an Fell und Klauen/Hufen) auch sogar noch erweitern.
In einem Blauton ist die Fläche markiert, auf welcher gemeinsam mit Schulkindern dann ökologisch Gemüse angebaut wird.
Für die unterschiedlichen Blühareale wurde 6 unterschiedliche Saatgutvariationen eingesetzt – ausschließlich regionales Sptzensaatgut.
Wiedetiere sind erstklassige Naturschützer – Wenn man sie lässt 🙂
Zum Ende des Tages dann noch ein Blühwiesenschild aufgestellt (an einer Fläche direkt an einer gut befahrenen Fahrradstrecke zwischen Melle und Bissendorf).
Wir müssen dringend noch mehr Leute erreichen, sonst wird das alles nichts…
Wenn wir 2019 und 2020 (also wir alle, wir als Gesellschaft und so) nicht den „Turnaround“ schaffen (in Bezug auf das Insektensterben) dann siehts übel aus. Aber wir alle können eine Menge „reißen“, ist garnicht so schwer und macht sogar noch Spaß 🙂

Tollwutimpfung – Kann bei einer Blühwiesenbeweidung Sinn machen

Heute war unsere Tierärztin da.
2 unserer Ponys (Elsa und Honey) waren noch nicht gegen Tollwut geimpft, das wurde heute nachgeholt.

Zwar ist eine Tollwut-Erkrankung sehr sehr selten, wenn sie jedoch da ist, dann gibt es kein Heilmittel.
In seltenen Fällen wird diese von Fledermäusen übertragen.

Und genau deswegen macht die Impfung Sinn. Die Ponys werden ja bei uns auch gezielt zur Beweidung von unterschiedlichen Blüharealen
eingesetzt – zur Förderung einer Artenviefalt.

Davon profitieren in erster Linie Insekten und Vögel und ganz besonders auch:
Fledermäuse!

So wurde ermittelt, dass durch eine Weidenutzung beispielsweise ein Anstieg von Fledermausarten verzeichnet werden kann, welcher mit
sog. „korophagen“ Insekten in Verbindung gebracht wird (Schorcht et al. 2003).
Fledermäuse gehören neben Insekten und Vögeln zu den „großen Gewinnern“ einer geplanten
Beweidung: „Aufgrund ihres aus Fluginsekten bestehenden Nahrungsspektrums profitieren diese Arten in
besonderem Maß von strukturreichen Weidelandschaften, die durch verschiedene Faktoren
auch Insektenbestände fördern“ (LLUR 2010, S. 24).
Insbesondere Dungkäfer sind auf beweideten Flächen ein bedeutendes Nahrungsangebot für insektenfressende Tierarten,
wie zum Beispiel Fledermäuse [1].

In diesem Sinne. Dann doch besser die Ponys impfen 😉

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Schonende Beweidung durch die Tiere des Gnadenhofs Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

[1] https://www.anl.bayern.de/fachinformationen/beweidung/5_auswirkung_auf_fauna.htm

Schorcht, W.; M. Biedermann M.; I. Meyer, I.; Reisinger E.(2003):
„Extensives Weideland“ – auch Lebensraum für Fledermäuse? Landschaftspflege und Naturschutz
in Thüringen 40: 41-47.

LLUR, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen
Jedicke, E. (2015): Einführung Lebensraumtypen. In:
Bunzel-Drüke, M.; Böhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53

Samstag geht es los

Am Samstag geht es los, der Startschuss für 2019 fällt, weitere Flächen für eine Blühwiesenbeweidung werden eingezäunt.
Zunächst beginnen wir „Am Wulberg“. Eine weitere Fläche wird das Areal sein, welches wir beim Assmann-Parkplatz in Melle/Westerhausen gepachtet haben (dort jedoch werden unsere Tiere im Sinne einer Stoßbeweidung nur einige Wochen im Jahr weiden)

Die durchgeführte Form der extensiven aber auch der Stoßbeweidung, welche wir einsetzen, ist naturschutzbezogen sehr interessant.

In der entsprechenden Fachliteratur ist unstrittig, dass diese Form der Bewuchskürzung auch die Lebensumstände von Insekten begünstigen kann.
In Bezug auf die durchgeführte „Stoßbeweidung“ wird angemerkt: „Die Stoßbeweidung ist eine kurzfristige intensive Beweidung mit einer hohen Besatzdichte.
Sie kommt in ihrer Wirkung auf den Pflanzenbestand einer Mahd nahe, die aber Amphibien und Insekten schont“ (LLUR 2010, S. 15).
Und weiter: „So fördert ein kurzfristiger intensiver Besatz vor Beginn der Vegetationsperiode den Blütenreichtum
und führt gekoppelt mit einer Stoßbeweidung am Ende der Vegetationsperiode zu einer starken Aushagerung der Fläche“ (ebda.).
Auch Jedicke (2015, S. 46) hebt hervor: „Mahd ist stets mit hohen Tierverlusten verbunden, Beweidung hingegen in wesentlich geringerem Maße“.

Weitere Flächen folgen….
Vielen Dank für eine Spende an Jana Führing.
Von dem Geld kaufen wir Zaunrollen und Saatgut

Natürlich bist jetzt auch Du in der Hall of Fame:

Hallo of Fame (Spenden)

Danke 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Schonende Blühwiesenbeweidung durch Tiere des Gnadenhofs Brödel
http://gnadenhof-melle.de

LLUR, Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen
Jedicke, E. (2015): Einführung Lebensraumtypen. In:
Bunzel-Drüke, M.; Böhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53

Genug Plätzchen gegessen

So schön Weihnachten auch ist: Irgendwann hängt mir das Gedudel zu den Ohren raus.
Also wieder ab aufs Feld…ran an die Arbeit!
Heute zwei Riesen-Hinweisschilder am Gasthaus Hotel Hubertus Wiesehahn aufgestellt.
Einmal zur Blühwiese „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“
und einmal zum Meller Jubiläumsweg.
Auf der Karte sind nämlich auch alle Blühflächen im Umkreis eingetragen.

Vorhin noch die Eumels versorgt. Die Lämmer sind mittlerweile eine Woche alt.
Leni (die kleine braun weiße) springt schon munter in der Gegend umher und erkundet neugierig ihr Umfeld.
Catrinchen bleibt lieber noch bei ihrer Mutter und schläft gerne etwas länger. Auch sehr schön 🙂

JAHRHUNDERTBLÜHWIESE auserwählt

JAHRHUNDERTBLÜHWIESE liegt an der Grenze zwischen Melle und Bissendorf
Im Rahmen von „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“ haben sich ja eine Vielzahl ganz ausgezeichneter Blühwiesen entwickelt.
Insgesamt wurden knapp 100 Areale angelegt.
Nun haben wir von all diesen Flächen die JAHRUNDERTBLÜHWIESE gewählt.
Diese liegt an der Grenze zwischen Melle und Bissendorf, in Sichtweite des Campingplatzes „Grönegau-Park Ludwigsee“ (https://www.camping-ludwigsee.de/).

Warum diese Blühwiese?
Zunächst einmal besticht sie in ihrer Größe. Der Betreiber des Campingplatzes hat hierfür ein Areal von 6000 m² zur Verfügung gestellt.
Dazu kommt, dass diese Fläche ein wertvolles Bindeglied zwischen den Blühbiotopen in Bissendorf und Melle darstellt.
Außerordentlich beeindruckend ist insbesondere aber die Vielfalt der sich hier entwickelnden Blühpflanzen.
Während es im Jahre 2018 auf einigen Flächen aufgrund der hohen Trockenheit relativ artenarm blieb, so konnten wir hier eine Biodiversität entdecken, welche ihresgleichen sucht. Ein weiteres Kriterium zur Wahl der JAHRHUNTERTBLÜHWIESE ist die Lage an einem touristisch gut genutzten Radweg. Durch das Schild sollen hier viele Spaziergänger und Radfahrer auf die Wichtigkeit des Insektenschutzes aufmerksam gemacht werden.
Besonders positiv hervorhebenswert ist zudem das ehrenamtliche Engagement des Campingplatzbetreibers Peter Grothaus, welcher das Areal ehrenamtlich mäht und pflegt.
Von verschiedenen Naturbeobachtern wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Fläche tatsächlich eine Art „Rettungsinsel“ inmitten „grüner Wüsten“ darstelle. Insbesondere die Schmetterlingsvielfalt sei hier beachtlich.
Ein Ornithologe wies uns im Herbst darauf hin, dass ein ganzer Schwarm Stare auf seinem Zug nach Süden die Fläche als „Energiespende“ aufgesucht hätte. Das ist großartig!!

Im Frühling, wenn es dort wieder blüht (man wird sich kaum „sattsehen“ können) wird die Fläche im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung
(mit Presse) ausgezeichnet und das Schild (natürlich DIN-A0) eingeweiht.

Wir haben den Umwelt- und Naturschutzpreis der Teutoburger Energie Netzwerk eG gewonnen!!!

Wir haben den Umwelt- und Naturschutzpreis der Teutoburger Energie Netzwerk eG gewonnen!!!
„Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurde gestern Abend offiziell ausgezeichnet.
Vielen Dank an die TEN eG (https://www.ten-eg.de) sowie die Volksbank GMHütte-Hagen-Bissendorf eG.

Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth nahmen gestern in Bad Iburg den Preis entgegen.
Wir freuen uns sehr. Im Rahmen einer Online-Abstimmung fielen 42 % der Stimmen auf unser Projekt.
Vielen Dank an alle, die für „Blumiger Landkreis Osnabrück“ abgestimmt haben,

Mit dem Geld werden wir z.B. in Hagen a.T.W. sowie in weiteren Gemeinden/Städten des südlichen Landkreises Osnabrück Blühwiesen anlegen.
Das ehrgeizige Ziel: Bis 2020 wollen wir einen Flugkorridor für Wildbienen schaffen, der von Hagen a.T.W. bis nach Melle reicht (siehe Bild, Rot= Blühwiese 2017 angelegt,
Gelb= Blühwiese 2018 angelegt).
Wildbienen weisen geringe Flugradien auf (maximal 2000 Meter, oftmals sogar deutlich weniger, je nach Art).
Das Ziel soll es sein, Schutzzonen und Rettungsinseln (Blühwiesen) zu schaffen, auf welchen unsere Insekten Pollen und Nekar finden.
Gleichzeitig gilt es für die Erhaltung der Arten einen genetischen Austausch zu fördern.
Dieser kann nur dann sinnvoll stattfinden, wenn er auch über größere Distanzen ermöglicht wird. Dafür müssen die Blühareale auch „flugtechnisch“ erreichbar sein.
Zudem wollen wir zusätzliche Nisthilfen durch Totholz anbieten.
Zwar nisten ca. 75 % aller Wildbienen in Bodensubstraten, jedoch gibt es auch diverse Arten, welche z.B. in Stängeln oder eben in altem, vertrocknetem Holz ihre Nachzucht ablegen.

Wir alle können diesbezüglich aktiv werden. Im Garten Wildblumen aussähen, Nisthilfen schaffen. Jeder Beitrag zählt.
Unsere Tiere des Gnadenhofes Brödel (Melle) freut das auch, werden diese doch im nächsten Jahr beginnen sehr schonend Blühwiesen zu beweiden.
Durch die dadurch stattfindende Mahd (bei Blühwiesen für eine langfristige Erhaltung sehr wichtig) werden kaum
Insekten oder Kleintiere in Mitleidenschaft gezogen.

Wir freuen uns und sagen Danke!!!


Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Blühwiesen schonend beweiden durch Gnadenhoftiere.
http://blumiger-lkos.de

Die Bewegung zur Rettung der Insekten wird größer und größer

Blumiger Landkreis Osnabrück
Gestern wurden die Preise für den Foto-Wettbwerb vergeben.
Marianne Wünning und Tanja Menke nahmen tolle Wildbienen-Nisthilfen in Empfang.

Die Fotos waren aber auch wirklich außergewöhnlich gut.

Hier nochmal die Top-Bilder aus 2018:
http://blumiger-lkos.de/die-schoensten-bluehwiesenfotos-2018/

Und hier aus 2017:
http://blumiger-lkos.de/schoenste-bluehwiesenfotos-2017/

Im nächsten Jahr gibt es natürlich wieder einen Foto-Wettbwerb 🙂

Nachmittags gab es noch netten Besuch.
Werner Meyknecht plant in einer Gemeinde in der Nähe des Landkreises Osnabrück die Anlage von Blühwiesen.
Ehrenantlich, aus freien Stücke, einfach, weil unbedingt noch mehr passieren muss,
GROSSARTIG!! Das war ein schöner Austausch, viele gute Ideen erfahren (Insbesondere die Gewinnung von Saatgut gemeinsam mit Schulklassen durch eine
„Schlägel-Waschtrommel“ (mit ein paar Steinen gefüllt) ist eine schöne Idee).
Eventuell können wir unsere Projekte irgendwie vernetzen. Wir brauchen größere Flugkorridore, damit sich die Insekten auch genetisch austauschen können.
Danke auch für die Spende 🙂
Natürlich bist auch Du jetzt in der Hall of Fame.
Das Geld wird in gänze im Jahre 2019 für regionales Saatgut verwendet.

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Eine gute Idee auch: Werner hat einen Bierdeckel eines „Hummel-Biers“ mitgebracht (Werner, wie heißt nochmal die Biersorte?)
und hinten eine Anstecknadel angebracht. Perfekt!! Eine Art Logo einer stetig wachsenden Bewegung, sehr schön 🙂