Protestpetition gegen Gewässerrandstreifenentscheidung

Ein sehr großer und umfassender Artikel über unsere Projekte ist heute in der Zeitung. Eingegangen wird auch auf die hanebüchene Entscheidung des Kreistages, Gewässerrandstreifen IN NATURSCHUTZGEBIETEN (!!) auf einen Meter zu begrenzen (immer noch unfassbar! Ein Fanal und ein Tabubruch sondergleichen! So fährt der Planet mit 100 kmh an die Wand und das Artensterben schreitet in 7-Meilenstiefeln voran).

Bitte unterschreibt unsere Protestpetition: http://artensterben-aufhalten.de

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1901237/artensterben-meller-naturschuetzer-sieht-menschen-scheitern

Aktiver Naturschutz durch Gnadenhoftiere

Wie sich die Projekte in diesem Jahr entwickelt haben ist schon eine tolle Sache.
So viele neue Blühwiesen und vor allen Dingen:
So viele Flächenangebote, auf denen unsere Gnadenhoftiere aktiven Naturschutz betreiben dürfen.
Die Besitzer freuen sich, wenn sie an den Wiesen sitzen und sehen, wie die Tiere ruhig und gemächlich
frisches Gras und Kräuter futtern. Und wir freuen uns, dass die Tiere von Wiese zu Wiese ziehen
und sich Weideflächen „erholen“ können (das ist auch sehr wichtig für die Gesundheit der Tiere).

Bei Schafen und Ziegen gibt es eine alte Bauernregel:
„10 Tage weide, 30 Tage meide“ (oder so ähnlich).
Auf folgender Grafik könnt Ihr sehen, wo unsere Tiere (im Bereich Melle/Oldendorf) bereits weiden (rot)
und welche Flächen im nächsten Jahr dazu kommen (blau).
Und: Etwa 20 Tiere konnten in diesem Jahr vor dem Schlachthof gerettet werden.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Agrarwirtschaft im Einklang mit der Natur

Mittlerweile erreichen uns eine Vielzahl von Anfragen, ob wir nicht mal dieses oder jenes teilen und verbreiten können. Leider können wir nicht alles veröffentlichen, weil sonst das eigene „Profil“ zu sehr durchgewirbelt wird.
Hier aber ein sehr interessanter Text, u.a. zur industriellen und zur solidarischen Landwirtschaft (gibt es mittlerweile überall in Deutschland) und zu Permakulturen.

Verein ERZIEHUNG UND BILDUNG FÜR EIN LEBEN IM EINKLANG
MIT DEM NATURGESETZ gemeinnütziger e.V.
Sprecher: Dr. Helmut Brünger
Sekretariat: Föckinghauser Weg 9, 49324 Melle, Tel: 05422-9289779
helmutbruenger@web.de

Melle, 20. 9. 2019
Liebe Freunde,
in diesem Rundbrief geht es darum, dass Projekte Solidarischer Landwirtschaft unter Anderem auch den Charakter von Bildungsprojekten haben. Thematisch spannen wir jetzt einen weiten Bogen, der folgende drei Hintergrunds-Aspekte einbezieht:

1) Die Gefahren einer „industriell betriebenen Landwirtschaft“ – Zerstörung der Böden – Schädigung der Umwelt – negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung;

2) beispielhaft betrachten wir in diesem Zusammenhang das Thema Gentechnik; wir zeigen auf, mit welchen Strategien dieser Gefahr begegnet werden kann;

3) „Gentechnikfreie Zonen“ werden in diesem Zusammenhang als positive Gegenentwürfe thematisiert, und Projekte Solidarischer Landwirtschaft werden in den Zusammenhang mit der Schaffung Gentechnikfreier Zonen gestellt. Das
Projekt Solidarische Landwirtschaft auf unserem Biolandhof in Melle-Oldendorf, das sich inzwischen gut weiterentwickelt hat, wird beschrieben. Es wird aufgezeigt, dass Projekte dieser Art letztlich Bildungsprojekte sind.

4) Ausblick auf das übergeordnete Thema Permakultur: Im Einklang mit der Natur der Erde und im Einklang mit der Natur des Menschen

Zu 1) Schon vor mehr als zwei Jahrzehnten gab es in ökologisch und ganzheitsmedizinisch-spirituell orientierten Kreisen Warnungen vor den Gefahren der Gentechnik in der Nahrungsmittelproduktion. Es wurde gefordert, die Bevölkerung
müsse sich dagegen zur Wehr setzten. Da genmanipulierte Nahrungsmittel auf den Organismus nicht nährend-harmonisierend wirken, sondern verwirrend-entstellend,
gab es – nicht nur in diesen Kreisen – verschiedene Projekte, die diese Gegenwehr in Angriff nahmen; unser Verein verfasste mehrere Rundfunkbeiträge und trat in einem Symposium auf. Konsequente Schritte der Gegenwehr gab es allmählich immer mehr, und zwar in weiten Teilen der Gesellschaft und in mehreren europäischen Ländern.
Wie kam es eigentlich zustande, dass etwas so Unnatürliches, wie gentechnisch ausgerichtete Manipulationen des Erbguts von Organismen jemals als „wichtiger Fortschritt“ angesehen wurden? Der Hintergrund dafür war ursprünglich die
geradezu zwanghafte Tendenz der Marktwirtschaft, Wachstum um jeden Preis anzustreben. Rücksichtnahme auf die Menschen und auf die Natur war in diesem Zusammenhang zweitrangig, und so entstanden die landwirtschaftlichen
Großbetriebe mit ihren typischen Kennzeichen, wie hoher Spezialisierungsgrad, Verwendung hochtechnisierter Verfahren mit großen Maschinen, hoher Kapital- und
Energieeinsatz sowie der Übergang zu standardisierter Massenproduktion, wozu auch große Hallen für die Massentierhaltung gehören. Diese Art der Entwicklung ist
inzwischen in den USA für die Mehrzahl der Betriebe vollzogen und setzt auch Maßstäbe für den europäischen Raum. Die zunächst positive Folgeerscheinung war klar: Hohe Produktivität.

Aus der Sicht der marktwirtschaftlichen Wachstums-Ideologie und der hieraus sich ergebenden Forderung nach Ertragsteigerung-um-jeden-Preis ist die Entwicklung
gentechnischer Verfahrensweisen ein geradezu logisch-konsequenter nächster Schritt in derselben Richtung gewesen.

Bald jedoch zeigten sich die Schattenseiten: Eine industrielle landwirtschaftliche Produktionsweise ist mit einer Beeinflussung und Veränderung des Ökosystems
verbunden. Es kommt zu einer Abnahme der Artenvielfalt und einer künstlichen, einseitigen Manipulierung des ökologischen Gleichgewichtes zugunsten der
Nutzpflanzen und Nutztiere. Ursache sind die Anlage von Monokulturen und der massive Einsatz von Pestiziden. Die Landschaft muss überdies „maschinengerecht“
geformt werden, so dass natürliche Strukturen (Weiher, Randstreifen, Streuobstwiesen) in weiten Teilen entfernt werden. Solche verödeten Agrarlandschaften werden dann auch manchmal als „Agrarsteppe“ bezeichnet.
Monokulturen sind zudem hochgradig anfällig für Schädlinge aller Art und auch für schwer beherrschbaren Unkraut-Wuchs. Dem versuchte man entgegenzuwirken mit Einsatz von Glyphosat-haltigen Unkrautvernichtungsmitteln und mit massivem Pestizideinsatz. Die schädigenden Folgen für die Ökologie blieben nicht aus.Betrachtet man darüberhinaus auch die gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung
ergibt sich ein düsteres Bild: Pestizide machen krank.

Weltweit werden Pestizidwirkstoffe in rund 5.000 unterschiedlichen Spritzmitteln verwendet. Diese
große Vielfalt von Schadstoffen kann, je nach Wirkungsweise, jede unserer elementaren Körperfunktionen gefährden. Unser Organismus wird ja mit ganzen Pestizid-Cocktails konfrontiert. Wechselwirkungen der Gifte untereinander und deren
Abbauprodukte sind bislang kaum untersucht und stellen ein weiteres Risiko dar.
Pestizide sind eine der häufigsten Ursachen für akute und schleichende Vergiftungen.Gefördert werden dadurch Allergien und Beeinträchtigungen des Immunsystems.
Zudem fördern Pestizide bestimmte Krebsarten. Die allgemeine Zunahme von Krebserkrankungen in zivilisierten Gesellschaften ist sicherlich nicht unabhängig von den Praktiken der Industriellen Landwirtschaft zu sehen.

Das alles ist schlimm genug, aber mit der Gentechnik wird dann alles noch weit schlimmer – die erwähnten Fehlentwicklungen Industrieller Landwirtschaft können sich auf dieser Basis noch potenzieren. Das zeigte sich in diversen „Pannen“, die in
Verbindung mit Gentechnik auftraten.(So führte etwa der Verzehr von Gen-Kartoffeln bei Versuchsmäusen zu Magenblutungen; diskutiert wird auch die Entstehung neuer
Allergien und neuer Antibiotika-Resistenzen beim Menschen.) Die Problematik zeigte sich typischerweise und bezeichnenderweise auch in Vertuschungs-Strategien,
mit denen die Genfood-Lobby die möglichen Gefahren herunterzuspielen suchte.

Damit sind wir beim nächsten Thema:
Zu 2) Gentechnik am Beispiel der Kombination von Glyphosat und der Züchtung von glyphosatresistenten Gentech-Pflanzen
Da das Gentechnik-Thema sehr umfangreich und hochkomplex ist, müssen wir uns hier auf dieses eine Beispiel-Thema beschränken. Glyphosat wird in der Industriellen
Landwirtschaft als Unkraut-Killer eingesetzt. Bekannt ist das relativ billig herstellbare Produkt unter dem Markennamen „Roundup“. Das Problem dabei ist: Es wirkt nicht-selektiv gegen Pflanzen, dies bedeutet, dass alle damit behandelten
Pflanzen absterben. Ausnahmen bilden Nutzpflanzen, die gentechnisch so verändert
worden sind, dass sie eine Resistenz gegenüber Glyphosat besitzen. Seitdem also in einigen Ländern gentechnisch veränderte Pflanzen mit Glyphosatresistenz zugelassen
sind, ist es möglich geworden, Glyphosat ganzjährig, also auch nach der Aussaat und während des gesamten späteren Wachstums der Pflanzen einzusetzen.
Diese Kombination von genmanipulierten Pflanzen und Glyphosat-Einsatz erschien anfangs wie eine geradezu geniale Geschäftsidee: Sie schien allen Beteiligten
ausschließlich Vorteile zu bieten. Die Landwirte hätten ohne viel Arbeits- und Kostenaufwand ganzjährig unkrautfreie Anbauflächen, sie könnten also ihre Produkte
billiger als die Konkurrenz auf den Markt bringen, wovon dann auch wiederum die Verbraucher profitieren würden. Den größten Trumpf hätte die Produktionsfirma – in
diesem Fall der Marktführer MONSANTO – in der Hand.

Die Firma könnte in einem Zuge an die Landwirte gleich beides verkaufen: Das genmanipulierte Saatgut und das Glyphosat. Hier ginge das Eine nicht ohne das Andere, und das wird idealerweise dann auch gleich patentrechtlich festgelegt. Im Zuge der transgenen Industriellen Landwirtschaft müssen Bauern jedes Jahr patentiertes Saatgut kaufen, was
vertraglich mit dem Produzenten festgelegt ist. In den USA hat MONSANTO viele Landwirte aufgrund einer Verletzung dieser Verträge verklagt. Das Problem für Landwirte besteht offenbar nicht nur darin, dass Saatgut nicht aufbewahrt und im
nächsten Jahr wiedergepflanzt werden kann, sondern auch darin, dass die Produktionsfirma eine Monopolstellung aufgebaut hat. Die Landwirte sind wehrlos
gegenüber den steigenden Kosten für transgenes Saatgut, und sie kommen aus dieser monopolistischen Vertragsfalle nicht so leicht heraus. Viele kleinere Betriebe wurden dadurch in den Konkurs getrieben.

Man sieht: Die Methoden, mit denen diese Art von Monopolkapitalismus arbeitet, sind nicht gerade zimperlich. Prekär wurde die Situation für MONSANTO, als von wissenschaftlicher Seite auf mögliche Krebsrisiken durch Glyphosat hingewiesen wurde. MONSANTO reagierte mit Vertuschungs-Strategien und lobbyistischen Methoden. Eine peinliche Enthüllung sorgte für Aufsehen: MONSANTO führte geheime „schwarze Listen“ mit Freunden und Feinden. Die SPD-Politikerin Barbara Hendricks beispielsweise wurde als
„Glyphosat-Kritikerin“ geführt und sollte zum Umdenken bewegt werden; dies ist kein Einzelfall. Auch ein Mitglied unseres Vereins erhielt einmal einen Telefonanruf von einer
zweifelhaften Pro-Gentechnik-Lobbyorganisation, die eine solche „Umerziehung“ anstrebte. MONSANTO machte sich selber einen schlechten Ruf mit seiner agressiven Lobby-Politik.
Nach Enthüllungen von Wikileaks gab es von politischer Seite einen Vorschlag an die USRegierung,
eine Strafliste für die EU-Staaten aufzustellen, die den Anbau von Gentech-Pflanzen amerikanischer Unternehmen verbieten wollen. Möglich werden solche Schachzüge dadurch, dass MONSANTO z.B. PR-Kampagnen mit kooperationswilligen
US-Wissenschaftlern einfädelt, die auf Verharmlosungs-Strategien hinsichtlich möglicher Gefahren hinauslaufen. Ein Teil der Wissenschaftler hat finanzielle Zuwendungen erhalten,
anderen wurden Reisen nach Washington bezahlt, um dort die Interessen der Gentech-Industrie zu vertreten. Weiterhin hat die Biotech-Industrie Dutzende von Artikeln unter dem
Namen prominenter Akademiker veröffentlicht, die in Wirklichkeit von Beratern der Industrie verfasst worden sind. Es gibt offenbar korrupte Akademiker, die bereit sind, solche
vor-formulierten Artikel zu unterschreiben. Das alles sind keine Kavaliersdelikte: Hier geht es um großangelegte Produktionsabläufe im Lebensmittelbereich und die Vertuschung von Gefahren; es stehen immerhin Menschenleben auf dem Spiel.

Zwischen dem 14. und dem 16. Oktober 2016 fand in Den Haag das Monsanto Tribunal statt. Diese internationale Initiative verfolgte das Ziel, MONSANTO für
Menschenrechtsverletzungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und für Ökozid zu verklagen. Es ging um internationale Menschenrechte, wie Recht auf eine gesunde Umwelt, Ernährung, körperliche Unversehrtheit, Wissenschaftsfreiheit, usw. Angesehene Richter
erstellten Zeugenberichte von Opfern und verfassten Gutachten für weitere Vorgehensweisen des Internationalen Gerichtshofes. Am 18. April 2017 stellte die Gruppe ein umfangreichen Abschlussbericht vor, in dem die Geschäftspolitik des Konzerns heftig kritisiert wurde: dies betraf auch die enthüllten Versuche einer unredlich-lobbyistischen Einflussnahme auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse. Zudem wurde über
Umweltverbrechen und Komplizenschaft in Kriegsverbrechen verhandelt, im Zusammenhang mit dem von Monsanto entwickelten und von der US-Armee im Vietnamkrieg verwendeten Entlaubungsmittel Agent Orange.

Das alles war sicherlich geeignet, den Ruf dieser Firma, die inzwischen vom Großkonzern BAYER übernommen wurde, sehr gründlich zu schädigen. Hinzu kamen weitere
Imageschäden durch die Glyphosat-Klagewelle in den USA. Rund 13400 Klagen wegen der Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter sind bisher eingegangen – Tendenz
steigend. Das hatte bekanntlich für den BAYER-Konzern, der die Rechtsrisiken des MONSANTO-Deals offenbar völlig unterschätzt hatte, sehr negative Folgen. Die Bombe platzte bei der Bayer-Hauptversammlung: Verärgerte Aktionäre haben die Bayer-Führung auf der Hauptversammlung wegen der Monsanto-Übernahme gründlich abgestraft und in Grund und Boden kritisiert. Man fürchtet nun um die Zukunft des Traditionskonzerns, der jetzt angeblich einem „Scherbenhaufen“ gleiche, wie ein Großaktionär sagte. Gleichzeitig
protestierten vor der Kongresshalle ca. 700 Demonstranten. Mark Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sagte zu dieser Situation: „Nie
zuvor hat ein Dax-Konzern Reputation und Wert so schnell eingebüßt – das ist eine Schande.“

Die Klagezahl steigt vor allem seit August beständig, nachdem ein Geschworenen-Gericht einem Krebspatienten hohen Schadenersatz zugesprochen hatte. Mit der MONSANTOÜbernahme hat sich BAYER offenbar ein Kuckucks-Ei ins Nest geholt.
Für die Gegner der Gentechnik, zu denen auch wir uns rechnen, ist diese Entwicklung im Grunde positiv zu sehen. Die Gentechnik-Pharma-Giganten haben eine Schlappe
erlebt, da sie den von der Bevölkerung ausgehenden Widerstand zu spüren bekamen.
Das ist gut so.
Interessanter als diese konflikthaften Auseinandersetzungen ist für uns allerdings die Suche nach überzeugenden positiven Gegenentwürfen im Bereich Landwirtschaft.
Dies ist ein hochinteressanter kollektiver Lernprozess und hat eine hohe pädagogische Relevanz. Projekte, in denen gemeinsam solche Gegenentwürfe erprobt
werden, sind letztlich auch Bildungsprojekte. Das wird in den folgenden Abschnitten deutlich und damit sind wir beim dritten Thema.

Zu 3) Gentechnikfreie Zonen / Solidarische Landwirtschaft
Inzwischen gibt es einen Bewusstseinswandel: Man spricht von der „Agrarwende“.
Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamts zeigt: Die Mehrheit der Deutschen sieht die derzeitige Landwirtschaftspolitik in der Krise und geht davon aus, die gegenwärtige Fehlentwicklung gehe in eine gefährliche Sackgasse. Man fordert einen agrarpolitischen Kurswechsel: weg von der Ausbeutung von Tier, Natur und Umwelt und hin zu einer umweltverträglichen und sozusagen „Enkel-tauglichen“ Landwirtschaft, die auch späteren Generationen noch eine Perspektive bietet.
Die 170 in Deutschland existierenden Höfe Solidarischer Landwirtschaft bilden untereinander so etwas, wie eine große Familie und haben in sich den Charakter von
„Gentechnikfreien Zonen“. Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass sich das Bewusstsein der Bevölkerung im Bezug auf Risiken der Gentechnik schärft.
Das Gleiche gilt für die Siedlungsprojekte des Global Ecovillage Network, das daran arbeitet, die Entstehung von experimentellen Ökodorf-Siedlungen zu unterstützen,
also Siedlungen im menschengemäßen Maßstab, die durch Gemeinschaftsprozesse bewusst gestaltet werden, um langfristige Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür müssen
die wesentlichen Aspekte der Nachhaltigkeit – das heißt Ökonomie, Ökologie, Soziales und Kultur – berücksichtigt werden, damit sich eine ganzheitliche
Gemeinschaft entwickeln kann. Die Kraft menschlicher Gemeinschaften gemeinsam
ihren Weg in die Zukunft zu gestalten ist eine wichtige Triebkraft für positiven Wandel. Das Global Ecovillage Network fördert die Bildung von solidarischen Gemeinschaften als Kernelemente einer widerstandsfähigeren Gesellschaft. Teil
dieser Vision ist die Entstehung eines vielfältigen und gemeinsamen Pools an Wissen für einen nachhaltigen Lebensstil.

Dank des Widerstands der Bevölkerung finden zurzeit in Deutschland weder Anbau noch Freisetzungen von gentechnisch veränderten Pflanzen statt. Dass dies auch so bleibt, ist aber nicht garantiert. Der politisch sehr mächtige BAYER-Konzern wird
zweifellos versuchen, politische Entscheidungen und Gesetze in seinem Sinne zu beeinflussen.
Umso wichtiger ist es, dass immer mehr Landwirte und Kommunen Selbstverpflichtungserklärungen abgeben, keine Gentech-Pflanzen auf ihrem Land anzubauen. Durch die Gründung Gentechnikfreier Regionen schützen Landwirte ihre
Region nicht nur vor Kontaminationen durch Gentechnik – sie senden auch ein starkes Signal an Politik und Konzerne.
Denn: Gentechnikfreie Regionen fördern die Partnerschaft zwischen Bauern und Verbrauchern und schaffen durch diese Einigkeit eine gewisse politische Stärke.
Verbraucher wollen keine gentechnisch veränderten Lebensmittel. Landwirte wollen marktorientiert wirtschaften und sich das Vertrauen der Verbraucher auch in Zukunft
sichern. Gelingen wird ihnen dies auf Dauer jedoch nur dann, wenn die Gesamtwirtschaft in einer insgesamt gentechnikfreien Region abläuft, also keine Kontamination der Ernten (etwa durch Pollenflug) möglich ist.

Abgesehen von den 170 gentechnikfreien Regionen in Deutschland gibt es im Ausland Entwicklungen, die schon wesentlich weiter sind. Inzwischen haben vereinzelt schon ganze Nationen sichergestellt, dass sie gentechnikfrei gehalten
werden. Das trifft zu für ganz Österreich und in noch viel bedeutenderem Ausmaß für Russland. Putin geht davon aus, dass Russland künftig der weltweit bedeutendste
Exporteur gentechnikfreier Bio-Lebensmittel sein könnte.
Auf der Suche nach Gegenentwürfen zur Industriellen Landwirtschaft spielen inzwischen die Projekte der „Solidarischen Landwirtschaft“ (SOLAWI) eine wachsende praktische und auch pädagogische Rolle, besonders dann, wenn sie mit dem Ökodorf-Konzept verknüpft sind. Die SOLAWI, die auf unserem Bauernhof inzwischen entstanden ist, entwickelt sich gut. Es gibt jetzt, schon in der ersten Anfangsphase, über 20 Mitglieder, die monatlich einen Betrag von 80.- EUR
bezahlen. Das ist nicht als kommerzieller Kaufpreis für Obst und Gemüse zu verstehen, sondern als Solidarbeitrag für den Hof. Wir wollen damit erreichen, dass der Hof floriert. Das tut er nun inzwischen. Die Erntefülle, die hier einmal wöchentlich unter die Mitglieder aufgeteilt wird, ist recht üppig. Man teilt sich hier
die Erträge, die Verantwortung und das wetterbedingte Ernterisiko. Eine bezahlte Vollzeit-Gemüsebau-Expertin sorgt für Anbau und Ernte, und sie koordiniert die
freiwilligen Helfer. Es wurde auch nebenher das Terra-Preta-Projekt begonnen, über das wir im letzten Rundbrief berichteten: Die Holzkohle-Produktion läuft bereits in
allerersten Anfängen – und so entsteht die berühmte „Schwarze Erde der Indianer“, die seit Jahrhunderten im Amazonasgebiet hervorragende Bodenqualitäten liefert. Wir
gehen weiter unten noch darauf ein, wie diese Terra-Preta-Produktion in modernen technischen Anlagen mit der Erzeugung von Heizenergie für die Wohnungen einer Land-WG gekoppelt werden kann.

Es ist natürlich klar, dass alle Projekte Solidarischer Landwirtschaft ausschließlich auf der Basis der Erzeugung von Bio-Landwirtschaftsprodukten arbeiten und jegliche Gentechnik,
die es praktisch ohnehin nur im Rahmen großangelegter Industrieller Landwirtschaft gibt, prinzipiell ablehnen. Die rund 190 bisher in Deutschland aktiven oder in Gründung
begriffenen SOLAWIs sind also allesamt in sich betrachtet kleinräumige gentechnikfreie Zonen. Nun gilt es, daran zu arbeiten, dass diese Zonen großräumiger werden. Das geschieht über die Vernetzung solcher SOLAWIs untereinander.
In vielen Gegenden entstehen zurzeit Solawi-Regionalgruppen, in denen sich Solawis und Initiativen in räumlicher Nähe vernetzen. So kann in der jeweiligen Region ein intensiver
Austausch stattfinden und es können gemeinsame Projekte entstehen. Hier besteht die Möglichkeit für die regionalen Besonderheiten gemeinsam (solidarische) Lösungen zu
finden und somit Solidarische Landwirtschaft auf eine neue Stufe zu heben. Die Ideen reichen von Austausch über Anbau, Gemeinschaftsgestaltung, Finanzierung bis hin zu
gemeinsam organisierter Jungpflanzenanzucht und Betriebskooperationen. Idealerweise
können so mehrere SOLAWI-Höfe zu einem Ökodorf schrittweise zusammenwachsen.
Soweit es zusätzlich dazu noch gelingt, diejenigen Bauernhöfe, die nicht zum Solawi-Netzwerk gehören, dazu zu inspirieren, dass sie im Zuge von Selbstverpflichtungserklärungen
zur Entstehung einer großräumigen gentechnikfreien Zone beitragen, wäre dies schon ein sehr großer Schritt nach vorn. Dann gilt es noch, die Kommunen insgesamt mit
ins Boot zu bekommen. Motivationen dazu gibt es hinreichend:

Die Konsumenten wollen keine Gentechnik und begrüßen gentechnikfreie Regionen. Solche Regionen wirken dann
auch als Magnet für Menschen, die sich dort neu ansiedeln wollen und sind auch touristisch attraktiv für die wachsende Zahl von Menschen, die sich zu einer naturbezogenen
Lebensweise hingezogen fühlen.

Es ist klar, dass wir es hier mit einem größeren und längerfristig angelegten Umdenk-Prozess zu tun haben, der wie alle Lernprozesse in Bildungsprogramme umgemünzt werden
kann. Gesellschaftliche Lernprozesse, die sich pädagogisch verarbeiten lassen, gibt es sogar dort, wo Fehlschläge auftreten, beispielsweise im Rahmen der Schlappe, die der BAYERKonzern einstecken musste. Je früher Fehlentwicklungen in eine Sackgasse geraten, desto weniger können sie späterhin noch weiteren Schaden anrichten.
Im Rahmen der konstruktiven Suche nach Alternativen und Gegenentwürfen zur herkömmlichen Landwirtschaft sind die Lernprozesse noch relevanter, da sie in diesem Fall vorwärtsgerichtet sind: Man lernt aus Erfolgen und macht aus Erfolgen Modellfälle, die dann in Form von Bildungsprogrammen weitergegeben werden. Von daher ist es nur logisch, dass auf vielen Solawi-Höfen pädagogische Arbeit in den
Hoforganismus integriert wird. Es laufen Seminare mit vielfältigen Themenschwerpunkten, insbesondere Basiskurse für Solawi-Neueinsteiger, Netzwerker und Gründer neuer Solawi-Projekte.

Zu 4) Ausblick auf das Thema Permakultur: Im Einklang mit der Natur der Erde und im Einklang mit der Natur des Menschen.
Auf unserem Bio-Bauernhof unweit Melle wird sich das ursprüngliche Konzept „Solidarische Landwirtschaft“ voraussichtlich ausweiten. Der übergeordnete Begriff
heißt dann „Permakultur“. Ging es ursprünglich noch lediglich um das Schaffen alternativer autonomer Wirtschaftskreisläufe auf der Basis von Biolandbau, also ein Sich-Befreien von der jetzigen naturwidrigen kommerzialisierten Praxis, geht das
Denkprinzip der Permakultur noch einen wesentlichen Schritt weiter und bezieht auch Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung
sozialer Infrastrukturen mit ein. Ursprünglich nur für die Landwirtschaft entwickelt hat sich der inzwischen ausgeweitete Begriff als eine Kurzform von „permanent
agriculture“ international eingebürgert. Grundprinzip ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, also nachhaltigen und naturnahen Lebens-
Kreisläufen, Energieprozessen und sozialen Gemeinschaftsformen zielt. Es geht um die Unterhaltung von landwirtschaftlich produktiven Ökosystemen mit allen für
solche natürlichen Systeme typischen Eigenschaften, wie Diversität, Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Statt Ausbeutung der Natur steht die Achtung vor den natürlichen Evolutionsabläufen im Vordergrund.

Letztlich geht es um die optimale Kombination von wirtschaftlichem Ertrag und Regenerationsfähigkeit der Natur. Landwirtschaft zielt ja zunächst immer auf
ertragreiche Nahrungsmittelproduktion ab, also auf menschliche
Bedürfnisbefriedigung. Diese muss aber – um sich nicht selbst ad absurdum zu führen – dauerhaft funktionieren, nachhaltig sein. Sie muss auch für spätere Generationen noch funktionieren. Genau das ist aber heute im Rahmen der industriell betriebenen Landwirtschaft in eine gefährliche Schieflage geraten. Permakultur arbeitet dieser Gefahr entgegen, indem sie die Bedürfnisbefriedigung (die Sucht nach
„Ertrag“) in Einklang bringt mit der Bewahrung der natürlichen
Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (Pflanzen, Tiere, Ökosysteme), weil die Dauerhaftigkeit über Generationen hinweg nur dann gewährleistet ist.

Es ist beinahe überflüssig, zu erwähnen, dass in klassischen Kulturen, etwa im vedischen Indien im Rahmen der ayurvedisch geprägten Landwirtschaft, Permakultur eine natürliche Selbstverständlichkeit war. Auch „Solidarische Landwirtschaft“ war in dezentralen kleinräumigen Wirtschaftskreisläufen klassischer Kulturen das Selbstverständliche und Normale. Diese Normalität ist aber heute weitgehend aus dem Blickfeld geraten, besonders extrem in Landwirtschaftsformen, die auf
Monokultur oder Gentechnik basieren. Hier agiert ein aus den Fugen geratener Turbo-Kapitalismus, der nach Monopolbildung strebt, und in seiner Hybris auf die vitalen Lebens- und Gesundheitsbedürfnisse der Menschen keine Rücksicht nimmt.
Das Selbstbestimmungsrecht der Menschen wird dabei gröblich verletzt.
An dieser Stelle wird deutlich, dass es nicht nur Nahrungs-Bedürfnisse, also um Landwirtschaft, geht. Permakultur bezieht auch die soziale Komponente mit ein.
Eigentlich geht es hierbei um das alte Thema der Beziehung zwischen Freiheit und Verantwortung. Allen Menschen das Recht auf eine frei gestaltbare Nutzung der Lebensgrundlagen zu gewährleisten, erfordert eine Balance zwischen individuellen
und gemeinschaftlichen Bedürfnissen – und zwar generationsübergreifend. Es geht um die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit: Alle Menschen sollen das gleiche
Recht auf Zugang zu den wichtigen Lebensgrundlagen haben.

In den verschiedenen bereits konkret laufenden Permakultur-Projekten (vielfach überregional organisiert im European Permaculture Network) geht man vom
Grundsatz „global denken – lokal handeln“ aus . Auf dieser Grundlage entstehen kleinere, überschaubare dezentrale Wirtschaftsformen im Stil kollektiver Selbstversorger-Wirtschaft. Die Projekte zeigen recht gut, wie sich Gemeinschaften
mit einem geringen Ressourcen-, Platz- und Zeitaufwand und einem Verständnis für natürliche Kreisläufe weitgehend kollektiv selbst versorgen können. Permakultur-Projekte nutzen dabei u. a. die Speicherung von Regenwasser und Sonnenenergie,
verwenden sie effizient, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und praktizieren eine naturnahe Abfallvermeidung, bei der der Output des einen Systemelements als Input
für die anderen genutzt wird.
Lehrmeisterin ist bei allen diesen Ansätzen die Natur. Diese erzeugt bekanntlich keinen Müll. Es wird alles wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgespeist. Eine
nachhaltig effiziente Gestaltung im Sinne der Natur nutzt die vorhandenen Ressourcen besser. Diesen Vorteil von nachhaltiger gegenüber kurzfristiger Effizienz
zeigen uns die abfallfreien Nährstoffkreisläufe in der Natur. Das funktioniert deshalb, weil Pflanzen und Tiere Teil eines nachhaltigen Systems sind, das die Überreste des einen als Nahrung für die anderen wiederverwendet, zum Beispiel als Futter oder Dünger. In unverdorbenen Ökosystemen stellt sich in dynamischen Fließgleichgewichten die Balance immer von selbst wieder her. Alles funktioniert in Recycling-Kreisprozessen. Je höher die Vielfalt im System, desto nachhaltig effizienter werden die vorhandenen Ressourcen genutzt. Das negative Gegenstück wäre eine Monokultur: Ein rein auf kurzfristige Effizienz ausgelegtes System würde nur darauf achten, eine einzige Ressource bestmöglich zu nutzen, bis sie schließlich aufgebraucht ist; die anderen Ressourcen bleiben ungenutzt und verkümmern. Darum sind auf bloß kurzfristige Effizienz ausgelegte monokulturelle Systeme langfristig
unproduktiver als nachhaltig effizient genutzte.

Auf unserem Bauernhof-Projekt zwischen Melle und Schledehausen bekommt die Permakultur-Planung noch eine sehr interessante Zusatz-Variante: Großangelegte
Kompost-Erzeugung nach dem „Terra-Preta-Prinzip“ wird gekoppelt mit der Gewinnung von Heizenergie für die verschiedenen Wohnbereiche der Land-WG.
„Terra Preta dos Indios“ kommt als Begriff aus dem brasilianischen Portugiesisch und bedeutet „Die schwarze Erde der Indianer“. Schon seit Jahrtausenden erzeugen
die Indianer Nordbrasiliens ein Dünger-Material von höchster Qualität auf der Basis von organischen Abfällen in Kombination mit Pflanzenkohle.

Pflanzenkohle ist für sich genommen kein Dünger, sondern vor allem ein Trägermittel für Nährstoffe sowie idealer Wohnraum für Mikroorganismen, da Pflanzenkohle extrem porös ist und eine sehr hohe spezifische „innere Oberfläche“ hat. Dadurch kann Pflanzenkohle bis zur fünffachen Menge ihres Eigengewichtes an Wasser mitsamt den den darin gelösten Nährstoffen aufnehmen. Um ihre bodenverbessernden Eigenschaften zur Wirkung zu bringen, muss die Pflanzenkohle
also zunächst physikalisch mit Nährstoffen aufgeladen und außerdem biologisch aktiviert werden. Das geschieht, indem Pflanzenkohle in natürliche Kompostierungsvorgänge eingebracht wird. Ein so gewonnenes Pflanzenkohle-
Kompost-System führt zu einer sehr günstigen mikrobiellen Belebung des Bodens, was Symbiosen von Mikroorganismen und Pflanzenwurzeln zugutekommt. Das sorgt u.A. für eine effizientere Nährstoffdynamik und Verbesserung der Pflanzengesundheit durch induzierte Resistenz. Auf der Basis von Pflanzenkohle können sich sogar verdorbene und teilweise vergiftete Böden regenerieren. Die ursprüngliche Terra
Preta der Indianer besteht aus einer Mischung von Pflanzenkohle, kompostierten Abfällen aus der Nahrungszubereitung und Ernterückständen, tierischen und
menschlichen Ausscheidungen, gelegentlich durchsetzt mit Knochenresten und Fischgräten. Die so bewirtschafteten Böden im Amazonasbecken sind oft Jahrhunderte alt, da die Pflanzenkohle sich nicht oder nur sehr langsam biologisch
abbaut.
Mit modernen Pyrolyse-Verfahren hergestellte Terra Preta, bei der fast alle pflanzlichen Rohstoffe verarbeitet werden können, bietet die zusätzliche interessante Möglichkeit, dass die im Produktionsprozess entstehende Abwärme für Energiegewinnung genutzt werden kann, beispielsweise für Heizzwecke. So ist es längerfristig in unserem Bauernhof-Projekt geplant.

Uns kommt dabei entgegen, dass es mittlerweile auch kleinere Pyrolyse-Anlagen gibt, die z.B. in einem ländlichen Permakultur-Projekt einsetzbar sind. Bei der
Produktion von Pflanzenkohle mittels Pyrolyse entstehen je Anlage bis zu 150 Kilowattstunden (KWh) an Wärme. Dieser Abwärme-Ausstoß reicht jedenfalls aus,
um in einer kleinen Fernheiz-Anlage mehrere Wohnungen in mehreren Gebäuden mit Heizenergie zu versorgen, während gleichzeitig die Pflanzenkohle-Produktion für die
Terra Preta läuft, die in der Landwirtschaft gebraucht wird.
Man darf gespannt sein, wie sich dies alles in der Praxis umsetzen wird.
Herzliche Grüße von Helmut Brünger

Insektensterben und Wildtiere – Unterstützt die Wildtierhilfe Osnabrück

Die Folgen des Insektensterbens sind brutal!
Als Folgewirkung verursacht es das Artensterben in unserer Region in einem hohen Maße.
Anbei einige Fotos von Tieren, die „in letzter Sekunde“ noch gefunden und aufgepäppelt wurden –
Wäre das nicht passiert, dann wären sie jetzt nicht mehr auf dieser Welt.

Unterstützt die Wildtierhilfe Osnabrück (Melli Tomanek, Sara Kaufmann), https://www.facebook.com/Wildtierhilfe-Osnabr%C3%BCck-957447477611450!
Besonders betroffen sind vom Insektensterben
die Vogelwelt, Igel, Amphibien, Reptilien und auch verschiedene Mäusearten.

Die Wildtierhilfe Osnabrück springt in vielen vielen Fällen ein, um z.B. die Symptome des Insektensterbens
(als Folge intensiver Landwirtschaft, Versiegelungen oder politischer Maximal-Fehlentscheidungen wie der Gewässerrandstreifentscheidung im Landkreis [http://artensterben-aufhalten.de])
durch ein hohes ehrenamtliches Engagement und hohe Kosten aufzufangen.
Im Jahr werden dort von ehrenamtlichen Personen zwischen 500 bis 900 Tiere aufgepäppelt.

In der letzten Woche wurde hier bei uns ein bereits geschwächter Igel auf unserem Gnadenhof abgegeben.
Dank der Wildtierhilfe Osnabrück wird dieser nun sicher über den winter gebracht und ist in guten Händen.
Das hat hier sehr nachdenklich gemacht, denn:

Genau wie auf dem Gnadenhof bedeutet ein: „Nein, wir können uns leider aus diesen oder jenen Gründen nicht um das Tier kümmern“
für das Lebewesen den (fast) sicheren Tod. Es ist bei „Aufnahmeablehnung“ auf sich allein gestellt,
erfriert oder verhungert – und geht elendig zu Grunde. Mal ganz klar und deutlich formuliert.

Würde es die Wildtierhilfe nicht geben, so würde eben genau dieser Hunger- oder Kältetod, von uns Menschen unbemerkt, noch viel häufiger passieren.

Wer ist die Wildtierhilfe?
https://www.facebook.com/Wildtierhilfe-Osnabr%C3%BCck-957447477611450
Eigenaussage:
„Die Wildtierhilfe besteht offiziell seid 2015. Am häufigsten nehmen wir Igel und Singvögel auf.
Die Hauptaktivität liegt in der Aufzucht und Pflege verwaister und verletzter Wildtiere und Vögel.
Dazu besuchen wir noch Schulen und Kindergärten und machen Aufklärung.

Eine Alltagswoche sieht ungefähr so aus:
* 3 Stunden am Tag reinigen aller Gehege und Käfige etc.
* 1 Stunde am Tag für die Zubereitung von Futter
* 30 Minuten Medikamentengabe und 30 Minuten für Dokumentationen
* Dazu kommen Fahrten (in Privatwagen) zu Findern und Tierärzten.

In der Jungvogel-Zeit ist zudem ein stündliches füttern von 6 bis 22 Uhr nötig.
Bei vielen Säugetieren wie Wildkaninchen muss auch nachts gefüttert werden.

Wir erleben mittlerweile regelmäßig verhungernde Singvögel und Igel und das häufig schon im Jungtier-Alter.
Die Finanzierung läuft privat über unsere Jobs, die Amazon Wunschliste und Schenkungen.

Zur Amazon-Wunschliste:
https://www.amazon.de/hz/wishlist/ls/IRE2C1BVYK4D/?ref_=lol_ov_le&fbclid=IwAR0advdHcBzICLRSqNxmHGmZIJ4H4anS-60mpqBt8k0Ru9mRW1QbMwl0CJE
Paypal-Schenkungen:
wildtierhilfeosna@gmail.com

Zudem wird in einigen Tagen die Abgabe von Spenden über Betterplace möglich sein.
Denkbar ist zudem, dass es in der Zukunft gemeinsame Aktivitäten vom Gnadenhof Brödel, Blumiger-Landkreis-Osnabrück-Projekt und Wildtierhilfe Osnabrück geben wird.
Das Insektensterben ist kein abstraktes Problem mehr, im Gegnteil. Bereits jetzt hat es massive und schwerwiegende Konsequenzen, mit steigender Tendenz.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Inbsektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Natur-, Umwelt- und Klimaschutz – Es passiert etwas in der Gesellschaft

Es passiert etwas in der Gesellschaft. Das Interesse an Natur- und Klimaschutzaktivitäten ist so groß wie nie.
Und: Tolle Unterstützung für „Blumiger Landkreis Osnabrück“

Heute wieder „auf die gute alte Art“ den Pachtvertrag einer 7000m²-Fläche verlängert.
Per Handschlag. Der nette Herr (mit dem Setzling einer Mittelmeerkiefer in der Hand) unterstützt unsere Vorhaben.
Auf der Pachtfläche in Melle/Oldendorf (hinter dem Assmann-Parkplatz) werden wir nun nicht nur einen Gewässerrandstreifen von 10 m anlegen (Blühwiese)
sowie eine Klimaschutzfläche (heimische und südeurop. Bäume) schaffen. Schritt für Schritt folgt dort auch eine Streuobstwiese, mehrere Trockensteinmauern
und zwei kleine (baugenehmigungsfreie) Feuchtbiotope auf Lehm- und Tonbasis. Selbst bei sehr heissen und trockenen Sommern wird hier eine Rettungsinsel für viele viele Arten vorhanden
sein. Die beiden Feuchtbiotope erhalten Regenwassertanks (in diese wird z.B. Wasser aus den sommerlichen Starkregen eingeleitet), durch welche sie zur Not gespeist
werden. Das Projekt soll (zum Großteil) am (oder aber bis zum) „Tag A“ (20. Mai 2020, Verkündung des Lückenschlusses des Blühwiesenkorridores zwischen Melle und Hagen a.T.W.)
fertiggestellt werden. Auf der Fläche ist bereits ein Blühwiesenschriftzug angelegt (gefräst und ausgesät wurde in diesem Frühjahr die Botschaft „Insektenrettung.de“)).

Klingt nach einem Großprojekt? Ist es auch.
Bei all unseren Projekten gibt es genau 3 Hemmnisse:

a) Zeit
b) Man und Womanpower
c) Geld

Da wir diese Großprojekte (XXL-Biotop auf 7000m²) alleine nicht mehr bewältigen können, werden wir (für die einzelnen Etappen) auf Facebook immer mal wieder
zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen (mit anschliessender Verpflegung) aufrufen.
Toll in diesem Zusammenhang:
Eine Firma aus Osnabrück hat angefragt, ob in unseren Projekten auch deren Mitarbeiter tätig werden könnten.
Unter Umständen werden von dort dann MitarbeiterInnen, welche sich für Natur- und Artenschutzprojekte einbringen wollen, für einen halben Tag freigestellt
und engagieren sich dann bei uns.

Was in diesem Jahr passiert ist ist absolut toll!!!
Gemeinsam mit der Firma Spies aus Melle z.B. haben über 100 Personen eine Blühwiese angelegt.
Die Firma Thomas Philipps hat eine sehr hohe Anzahl von Obstbäumen gespendet, welche (z.B.) von über 40 SchülerInnen und Lehrern der Grundschule Westerhausen eingepflanzt wurden.
Bei der Baumpflanzaktion (Klimaschutzfläche) am Schlochterner Weg waren fast 50 Personen dabei.
Gestern in Wellingholzhausen trotz der frühen Uhrzeit und klirrender Kälte immer noch 12 Personen.

Viele Menschen WOLLEN etwas tun, wir können mehr erreichen, alle gemeinsam, als wir manchmal glauben.
Geld jedoch ist leider fast immer eine große Herausforderung.

Gestern jedoch auf einem Geburtstag eines sehr netten Menschen gewesen (vielen Dank an Gislen :-)). Er hat sich keine Geschenke gewünscht sondern Spenden für das
Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“. Absolut toll. Vielen Dank 🙂 Die Spenden werden wir in die Anschaffung eines neuen Fräsaufsatzes investieren.
Danke !!! 🙂
Toll auch: Das Buffet beinhaltete eine Vielzahl vegetarischer Speisen und auch ein veganes Angebot war vorhanden – auch das ist wichtiger ein Teil des „Großen und Ganzen“. Fleischfreie Speisen z.B. habe eine massiv bessere CO2-Bilanz als fleischhaltige Ernährung.

Unterschreibt auch unsere Protestpetition gegen die Entscheidung des Kreistages Osnabrück, Gewässerrandstreifen im Landkreis in Naturschutzgebieten (FFH-Gebiete))
auf einen Meter zu beschränken (bietet keinerlei Schutz mehr für eine
hohe Anzahl von Lebewesen). Leider haben es einige Menschen offensichtlich immer noch nicht begriffen! Dann muss
es halt politisch teuer werden! Selber Schuld. Wollen doch mal sehen, ob hier nicht eine ganz besondere Signalwirkung
möglich ist.

http://artensterben-stoppen.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, Gewässerrandstreifen erweitern
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Waldstück aufgeforstet – Praktischer Klimaschutz

Und weitere 100 Bäume heute in Melle gepflanzt. Hat Spaß gemacht 🙂
12 Leute waren wir heute, vielen lieben Dank an alle, die dabei waren
(z.B. Svenja Kreusel, Simone Brockmann, Meike Bdm, Julia Behncke, Karsten Wachsmuth).

In einem (bislang tendentiell) eher artenarmen Waldstück, in welchem viele Fichten der Dürre
und den Borkenkäfern zum Opfer gefallen sind, wurde heute diverse Setzlinge eingepflanzt und Schutzzäune gegen
Rehfraß gezogen.
Es ist ein Versuch, wir werden in 10,20,30 Jahren sehen, wie und ob sich die Bäume dort entwickeln.

In der Südeuropa-Ecke z.B.: Zypressen, Mittelmeer-Kiefern, Blumen-Eschen, Zerr-Eichen, Schwarz- und Pekanuss-Bäume
Zudem: Roteichen, Schwarz- und Roterlen, Spitzahorn, Heimische Kiefer, Douglasien

Es ist herrlich diese Arbeit. Bewegung an der frischen Luft, etwas Sinnvolles und Nachhaltiges schaffen, bei dem man
jedes Jahr (hoffentlich) von Neuem sehen kann, wie es sich entwickelt. Nette Menschen dabei, etwas für Klima und Artenvielfalt leisten.
Großartig!
Die ca. 100 Bäume von heute speichern im Jahr etwa 1 Tonne Co2 (wenn sie denn groß sind).
Die Artenvielfalt in dem Waldstück wird steigen.

Ok, heimische Fauna ist nicht an fremdländische Flora angepasst, aber:
In den nächsten 10,20,30 Jahren werden wir – das ist so sicher wie das Amen in der Kirche –
noch diverse Dürrejahre erleben. Dann brauchen wir Arten, welche der Trockenheit „die Stirn bieten“ können.
Durch diese Arten wird (hoffentlich) ein Mikroklima geschaffen, welches heimischen Bäumen (vielleicht) verbesserte Chancen
geben wird, Trockenheit zu überstehen. Wir wissen nicht, was kommt. Die Ratlosigkeit in Bezug auf das Sterben vieler heimischer Bäume ist groß.
Etwas zu versuchen ist ein Mittel, um etwas zur Klimastabilisierung zu leisten.

Insgesamt in diesem Jahr gepflanzt: Bislang 720 Bäume, immerhin ein Anfang.

Und danach gab es das traditionelle „Chili sin carne“ (Bio und vegan) sowie Apfelkuchen und Bananenbrot.
Fleischliche Ernährung ist einer der Hauptverursacher der Klimaerwärmung (Co2, Methan, Distickstoffmonoxid). Wenn wir den Planeten retten wollen, dann kommen wir nicht umhin, diese Ernährungsform einzuschränken oder komplett darauf zu verzichten. So sind die Fakten nun einmal.
Bio-Lebensmittel fördern vielfach eine Artenvielfalt. Durch den Pestizid-Verzicht entstehen z.B. keine Massivschäden
in der Insektenfauna. Ist teuer als herrkömmliche Produkte aus der konventionellen Landwirtschaft. Ökologie und Nachhaltigkeit hat ihren Preis – und das ist auch voll in Ordnung so!!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Noch 192 Tage bis zum „Tag A“

Der Countdown läuft, noch 192 Tage bis zum Tag „A“

Wird Melle/Oldendorf ein Vogelparadies?
Und: Noch 192 Tage bis zum Tag „A“ und zur Fertigstellung des Blühkorridors (ebenfalls in Melle/Oldendorf), der Countdown läuft….

Heute noch Urlaub, also raus inne Natur. Vogelkästen in Oldendorf sauber machen. Eine ganze Menge davon haben wir direkt neben Blühwiesen aufgebaut.
Von 25 Stück, die heute besucht wurden, waren dieses Jahr offensichtlich 21 Stück besetzt, das ist eine super Quote (deutlich besser als letztes Jahr).
Noch besser: Es waren dieses Jahr kaum tote Jungvögel drin. Ein hervorgehobener Dank gilt auch dem TSV Westerhausen und seinen Natur- und Artenschutzaktivitäten (Frank Strötzel, Stefan Schimmel, Jens Rüffer, Lars Albertmelcher), welcher eine Vielzahl von Nisthilfen erstellt hat. Diese sind nicht nur hilfreiche Brutstätten sondern auch (eben durch die schlüpfenden Vögel) ein guter Schutz gegen den Eichenprozessionsspinner.

Allerdings auch: Natürlich ist die Vogelwelt rund um Blühareale viel ausgeprägter als fernab dessen.
Es zentriert sich dort ja alles. Trotzdem immerhin etwas. Irgendwie ist es gut zu sehen, dass Aktivitäten „Früchte tragen“ und einen Nutzen bringen. Zwar nicht die Weltformel, aber Stück für Stück geht es voran.

In Oldendorf an der Eisenbahnstraße werden nächstes Jahr auf vier weiteren Grundstücken Blühflächen angelegt.
Es passiert etwas! Heute noch ein Teilstück gemäht und „Nisthaufen“ (für Kleinsäuger) aufgeschichtet. Für dieses Jahr ist die Mahd damit erledigt.

In 192 Tagen:
Der Tag „A“ (A wie Artenvielfalt, A wie „Artensterben stoppen“, A wie „Absolut wichtige Gewässerrandstreifen“)

Noch 192 Tage. Wenn nichts dazwischen kommt und alles „glatt geht“, dann werden wir unter Beisein von Prominenz in Melle/Oldendorf am 20. Mai auf einer von uns gepachteten Fläche (Vinckenaue, hinter dem „Assmann-Parkplatz“), den Blühwiesenkorridor (Stufe 1) zwischen Melle und Hagen a.T.W. (35 Kilometer) fertigstellen. Angelegt wird dort ein Gewässerrandstreifen von 10 Metern (denn das Thema bleibt weiter hochaktuell) mit regionalem Saatgut.

Eine Besonderheit: Das Areal wurde in den letzten 10 Jahren oft von Schafen abgegrast. In den letzten 4 Jahren haben wir es kontinuierlich ausgemagert (gemäht und abgetragen). Bereits in diesem Jahr waren Anzeichen von einem Sandmagerrasen erkennbar (das ist für Naturschützer in etwa so wie ein doppelter Hattrick in der Bundesliga oder das Bernsteinzimmer für Kunsthistoriker).

Heute wird es ein Treffen mit jemandem vom bundesweiten Netzwerk „Blühende Landschaft“ geben.
Wird Zeit, die Thematik noch etwas „höher zu hängen“.

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Brigade „Rote Morgensonne“ im Einsatz

Brigade „Rote Morgensonne“ im Einsatz

Heute morgen mit Beginn der Dämmerung. An der nächsten Blühwiese gearbeitet, muss alles abgemäht werden.
6:58 Uhr: Fahnenappell, Trompetensolo. „Brigade Rote Morgensonne! Seid Ihr bereit???!!“
„Immer bereit!!!“, schallt es aus Tausenden von Kehlen. Na also, geht doch!
Motoreinachser angeworfen, 200 Dezibel. Alle Nachbarn geweckt, wer nicht freiwillig rauskam:
Sturmklingeln!!
„Ja Hopp Hopp Hopp, arbeiten fürs Kollektiv! Aber flott!!! Glaubt Ihr, das Artensterben und die Klimaerwärmung
besiegen wir durchs Nichtstun, oder was???!!“

Auf der Wiese daneben arbeitet die Brigade „Internationale Solidarität“
(Walliser Schwarzhalsziegen aus der Schweiz) bereits mit Feuereifer an einer naturschutzgerechten Gründlandpflege.
Erhalten heute alle den Orden „Freunschaft und Solidarität, Sektion 3“.
„Freundschaft!“, brülle ich herüber.
„Freundschaft!“, schallt es mit geballten Klauen zurück!

Anschließend noch das Eis bei den Gänsen und Enten zerhackt, die wollen ja auch
ihren Morgenkaffee. Zudem auf der „Kollektiver-Klimaschutz-Kolchose-Süd-SüdWest-Freiheitsrevolution-Südeuropa“
noch die Baumarten aus südlichen Gefilden mit Stroh abgedeckt. Sollte es noch kälter werden
gibt es Kombinatsschutzhauben.

Hoch die internationale Solidarität.

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Weitere Blühwiese für 2020 vorbereitet

So gut wie alle Blühwiesen, die wir selber mähen, sind nun für das nächste Jahr vorbereitet.
Heute 6000 m² klar gemacht, das Schnittgut wird in den nächsten Tagen zusammengeharkt und dient dann als Winterschlafhilfe.
10 % der Stängel bleiben stehen, nach etwa 2 Jahren sind diese porös genug, um auch von stängelbrütenden Wildbienen bezogen zu werden.
Auch im November blüht noch ein klein wenig. Einige Königskerzen, eine Kuckuckslichtnelke, einige Ringelblumen, Färberkamille….
Irgendwer (wer auch immer) hat auf unserer Fläche an der „Alten Hase“ einen Gewässerrandstreifen von 4 Metern (??) gemäht.
Nett gemeint, Gewässer sollen ja auch nicht eutrophieren, so weit so gut, trotzdem kommt da jetzt ein Zaun hin 😉

Das Areal ist für die Artenvielfalt unglaublich wichtig. Nördlich ist es von einer Heuwiese umgrenzt, welche gefühlt 6 bis 7 mal im Jahr gemäht wird.
Dort kann sich natürlich nichts Besonderes entwickeln.
Und südlich ist ein Monokultur-Maisacker. Frisch gepflügt, kein Leben ersichtlich weit und breit.

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Unsere Projekte sind offen gesagt auf Dauer kostenintensiv.
Jede Spende hilft:
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Weltnaturerbe Wulberg in Melle/Oldendorf

„Was ist denn das für ein Stock in der Sendung?“

Aktuell ist wieder die Zeit, in welcher kleine Aufmerksamkeiten an unsere Tier-Paten verschickt werden.
Bereits 5 Nachfragen gab es: „Was ist denn das für ein Stock in der Sendung?“

Verschickt wurden z.B. Setzlinge der Blumen-Esche (lieben sonnige Standorte) und Weidenstecklinge 😉
Es klappt tatsächlich 🙂 Einfach den Stock in den Boden stecken, 4-5 Zentimeter. Der Rest passiert von allein.
Die Stöcker wurzeln und treiben aus (benötigen anfänglich viel Wasser) und Weiden stellen im Frühjahr das erste Insektenfutter bereit (Weidenkätzchen, sehr wichtig).
Anbei ein Bild von zwei Weiden, die vor 6 Jahren bei uns „eingesteckt“ wurden (sind jetzt ungefähr 7-8 Meter groß) 🙂

Bei dem trüben Wetter wird man ja bekloppt, wenn man sich nicht bewegt.

„Geh doch mal an die frische Luft, Junge!!“

„Jaaaa doch!“

Also heute auf einer Fläche von uns 20 Bäume gepflanzt, damit unsere Tiere in den heissen Sommern etwas mehr Schatten haben und etwas mehr CO2 eingespeichert wird.
20 Bäume sind nicht viel, für das (Mikro-lokale) Mikroklima jedoch ist es Gold wert. Auch so können kleine Schutzrefugien geschaffen werden.
Douglasien, Weiden, Kiefern, Roteiche, Schwarzerle. Und – weil das Artensterben einfach keine Pause gönnt – noch eine
kleine „Obstbaumallee“ eingepflanzt. Kirschen, Äpfel, Birnen, eine Walnuss.
Das ganze in Melle/Oldendorf (Am Wulberg) direkt am Rande von einigen bestehenden Blühwiesen.
Hier entsteht das UNESCO-Welt-Kulturerbe „Wulberg-Artenvielfalts-Hotspot“. Man muss sich ja Ziele setzen.

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2. Meller Baumpflanzaktion am 16.11.

Die zweite Meller Baumpflanzaktion findet am 16.11. statt.

Die Aktion am 16.11. (8.30 Uhr, Vessendorfer Straße) ist eher etwas für „Hartgesottene“ (und nicht optimal für Kinder geeignet).
Anmeldung bitte per PN oder an info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Hier gilt es z.B. Brombeersträucher zu entfernen, um in Lücken (wo Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen sind)
Baumarten aus Südeuropa sowie heimische Laubarten dazwischen zu setzen. Zudem wird es hier das Ziel sein, Baumsetzlinge mit Pfosten und Draht vor Rehfraß zu schützen.
Aufgewertet wird hier ein Waldstück, welches (bislang) hauptsächlich aus heimischen Nadelhölzern besteht.

Blumiger Landkreis Osnabrück erhält bundesweite Auszeichnung

Ein Hammerkracher, Blumiger Landkreis Osnabrück hat den Bundesweiten „BeeBetter“-Award der Burda Medien im Bereich
„Private Initiativen und Engagement“ gewonnen!!!!

Zum Film:

Zum Artikel:
https://www.beebetter.de/gewinner-beebetter-award-private-initiativen-und-engagement

Das Positive und Schaffende:
Ausgezeichnet wurden von der Jury „Preisträger, die mit ihrem Einsatz nicht nur Bienen retten, sondern auch die dahinterstehende Problematik
erkannt haben und aktiv helfen, die Folgen für die Umwelt zu beheben.“ Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt damit eine bundesweit hohe mediale Beachtung findet.

Das Preisgeld fließt im nächsten Jahr in regionales Saatgut. Und 2020 wollen wir zeigen, dass Menschen, wenn sie zusammenhalten und gemeinsam mitanpacken, das
„Unmögliche wahr werden lassen“ können
und den Blühwiesenkorridor zwischen Melle und Hagen a.T.W. fertigstellen werden.
Beteiligt haben sich dann im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ verschiedene Schulen, Kirchengemeinden, Landwirte, Vereine, Firmen, viele Privatpersonen aber auch die Gemeinden
Melle, Hagen a.T.W. und die Stadt Georgsmarienhütte. Der Korridor auf einer Länge von 35 Kilometern wird dann nach 4 Jahren Arbeit bundesweit einzigartig sein und hoffentlich in vielen vielen Regionen Nachahmer finden.

Gleichzeitig stellt dieser zunächst nur einen Anfang dar. Er soll ermöglichen, dass auch verschiedene Wildbienenarten von Blühwiese zu Blühwiese fliegen können,
um sich genetisch auszutauschen. Im Jahr 2022 werden dann weitere Blühflächen angelegt, um die Abstände zwischen den Arealen zu verkleinern.
Hintergrund: Massiv bedroht sind die Wildbienen (weniger die Honigbienen, die Flugdistanzen von ca. 5-6 Kilometer schaffen).
Die Wildbienen jedoch können je nach Art nur zwischen wenigen Hundert Metern und bis zu 2000 Metern fliegen.
Das bedeutet: Im Zweifelsfalle leben sie auf einer Insel. Das führt zu Inzest und auf lange Sicht zum Aussterben.

Das Negative:
Insektenschutz im Landkreis Osnabrück wird leider nicht von allen Menschen unterstützt. Die Gewässerrandstreifenentscheidung der CDU + FDP hat
wertvolle Schutzstrukturen innerhalb des Korridors ad absurdum geführt. Insbesondere die Randstreifen im Meller FFH-Gebiet waren als wertvolle Vernetzungsstrukturen fest erhofft.
Nun müssen Bürgerinnen und Bürger ganz offensichtlich etwas mehr leisten, um die Scharte der Kreistagspolitik auszuwetzen.
Eine umfangreiche Anleitung basierend auf den Erfahrungen der letzten Jahren haben wir hier veröffentlicht:

http://insektenrettung.de/eine-bluehwiese-anlegen/
Die Protestpetition gegen die Gewässerrandstreifenentscheidung findet sich hier:

http://artensterben-aufhalten.de
Die Einordnung in den größeren Kontext

Die Anlage eines Totholzhaufens, einer Blühwiese, von Feuchtbiotopen stellt die Schaffung von wertvollen Strukturen gegen das Artensterben dar.
Damit ist sie nicht nur eine Artenschutzaktion sondern gleichzeitig eine Maßnahme innerhalb eines größeren politischen Kontextes,

Den Lückenschluss des Blühwiesenkorridors werden wir am 20. Mai 2020 auf einer von uns gepachteten
Fläche, direkt an einem Fließgewässer (Alte Hase) anlegen. Hier werden wir einen 10-Meter-Randstreifen schaffen, auf einer Fließlänge von 60 Metern.
um anhand dessen zu demonstrieren, welch wertvolles und schützenswertes Leben sich hier einfindet.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Über jede Spende für unsere Artenschutzaktivitäten freuen wir uns:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Gemeinsam Berge versetzen

Tolle Baumpflanzaktion in Melle für eine höhere Artenvielfalt und mehr Klimaschutz (Co2-Speicherung durch Bäume)

DANKE AN ALLE, DAS WAR BÄRENSTARK!!

47 (!!) Teilnehmer sorgten dafür dass heute in Melle Schlochterner Weg/Hornstraße innerhalb von 1,5 Stunden 400 Bäume eingepflanzt wurden. Ein Teilstück von 3000 m², auf welchem ein Fichtenbestand der Dürre und den Borkenkäfern zum Opfer fiel, wurde somit innerhalb kurzer Zeit aufgeforstet. Die Besonderheit: Die Fläche wurde innerhalb von mehreren Zonen aufgewertet.
a) Am Rande der Hornstraße entsteht eine wertvolle Streuobstallee (Apfel, Kirsche, Zwetschken, Mirabellen, Birnen) für die Artenvielfalt. Vielen Dank an die Firma Thomas Philipps aus Melle, welche zu diesem Zwecke Obstbäume, Gießkannen und Spaten gesponsert hat.
b) Auf einem Teilstück von 500 m² wurde eine „Südeuropa-Fläche“ angepflanzt (Manna-Eschen, Mittelmeerkiefern, Feigenbäume, Oliven, Zerreiche, Dattelpalmen, Mittelmeer-Zypresse, Zedern, Douglasien, Peka- und Schwarznuss
c) Auf weiteren 2800 m² wurde eine Kombination aus südeuropäischen Arten und heimischen Arten (Rotbuche, Blutbuche, Waldkiefer, Lärchen, Rot- und Schwarzerle, Roteiche, Spitzahorn, Schlehe, Weiden).
Unter den AktivistInnen waren auch Teilnehmer aus Bielefeld, Gütersloh und Hannover. Eine weitere Besonderheit: Zu den HelferInnen gesellten sich auch LehrerInnen und diverse SchülerInnen der Peter-August-Böckstiegel-Gesamtschule aus Borgholzhausen, welche im Sommer bereits in Kenia 3000 Bäume gepflanzt hatten.
Das Projekt stellt einen Versuch dar, dessen Ausgang ungewiss ist.
Kai Behncke: „Wir alle haben unser Schicksal selbst in der Hand. Kürzlich ist eine Studie erschienen, welche beschreibt, dass durch den globalen Meeresanstieg schon 2050 Teile des Emslandes und Ostfriesland überschwemmt werden könnten. [<a href=“https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/1923624/land-unter-in-niedersachsen-diese-gebiete-sind-2050-ueberflutet“ rel=“noopener“ target=“_blank“>https://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/1923624/land-unter-in-niedersachsen-diese-gebiete-sind-2050-ueberflutet</a>] Wir müssen dringend Treibhausgase, z.B. aus der Massentierhaltung begrenzen und Co2 speichern, am Besten durch die Anpflanzung von Bäumen.“
Karsten Wachsmuth, Aktivist der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „In all unseren Projekten, egal ob Tierschutz, Artenschutz oder Klimaschutz stellen wir mittlerweile ein deutlich steigendes Interesse fest. Es passiert etwas in der Gesellschaft. Die Menschen wollen handeln und mitanpacken, das ist toll!“
Diverse heimische Bäume in Melle und im Landkreis Osnabrück sind in den letzten Jahren aufgrund der Dürre geschädigt worden oder mussten gefällt werden. In den nächsten 20, 30, 40, 50 Jahren jedoch kommt noch einiges an Temperaturanstieg und Wassermangel auf uns zu. Bäume benötigen den Schutz weiterer Bäume, um gedeihen zu können – ohne ein geeignetes Mikroklima hat deren Wachstum und langfristiger Verbleib, insbesondere in trockenen Sommern, keine Chance.. Wenn nun aber die heimischen Arten der Klimaerwärmung zum Opfer fallen, dann kann (vielleicht) die Kombination heimischer Arten mit Hitze- und Dürreresistenteren Individuen das nötige Wachstumsklima und den entsprechenden Schutz schaffen. Es ist ein Versuch. Wir wissen nicht, ob es funktioniert. Entscheidend jedoch ist, dass wir jetzt (!) handeln, eine „Wartefrist“ haben wir nicht mehr. Die Hoffnung ist, dass sich so Zusammenhänge von Co2-einsparenden Waldstrukturen halten, wenn diverse Baumarten auch längere Zeiten mit geringem Niederschlag aushalten können.

Alle eifrigen Teilnehmer wurden anschließend mit Bio- und tierleidfreien Speisen und Getränken versorgt. Damit wollen wir (neben des Genusses pestizidfreier und gesunder Nahrung) auch darauf aufmerksam machen, dass das Artensterben nur durch eine Landwirtschaft gerettet werden kann, welche sich auf den Weg hin zu ökologisch nachhaltigen Produktionsweisen macht. Dieses jedoch kann nur dann funktionieren, wenn Verbraucher auch bereit sind, hohe und faire Preise für die Leistungen der Landwirte zu zahlen. Wir müssen einen Markt schaffen, eine Nachfrage, welche es Bauern und Bäuerinnen ermöglicht faire Löhne zu erhalten und gleichzeitig ökologisch hochwertige Produkte zu produzieren. Zudem ist eine industrielle Massentierhaltung einer der Hauptverursacher der Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid und fördert einen immensen Wasserverbrauch, der zum Absinken von Grundwasserspiegeln führen kann. Eine massive Düngung mit den Hinterlassenschaften der Massentierhaltung führt oftmals zu Nitratanreicherungen im Grundwasser.

Mit dem heutigen Tag wollen wir demonstrieren, dass wir durch das Pflanzen von Bäumen dafür sorgen können, dass Artenreichtum und Co2-Einspeicherungen (ein Baum speichert im Jahr etwa 10 kg Co2) möglich sind und dass wir durch unsere eigene Ernährung und eigenes Kaufverhalten einen direkten Einfluss auf landwirtschaftliche Produktionsweisen, und damit auf Klimaerwärmung und Artenvielfalt besitzen.
Kai Behncke: „Viele Menschen scheinen sich dem Schicksal der Klimaerwärmung und des Artensterbens ergeben zu wollen. Oft hören wir: „Wir können ja doch nichts tun“. Dem möchten wir widersprechen. Jeder Mensch kann Bäume pflanzen, Baumsetzlinge verschenken oder eine kleine Fläche mit Wildblumen anlegen. Jeder Mensch kann seinen Fleischkonsum reduzieren und dadurch Treibhausgase minimieren. Jeder Mensch kann zumindest in kleinem Rahmen beginnen, Bio-Produkte zu kaufen. Durch viele kleine Schritte reduzieren wir Treibhausgase und fördern die biologische Vielfalt.“
Karsten Wachsmuth: „Draußen in der Natur zu agieren und etwas für die Artenvielfalt zu leisten oder für eine Co2-Speicherung durch Bäume macht glücklich. Frische Luft, viel Bewegung. Und nach einigen Monaten oder Jahren sieht man den Erfolg – das gibt ein tolles Gefühl.“
Allerdings ist zu berücksichtigen: Jeder Bundesbürger produziert im Durchschnitt etwa 9 Tonnen Co2. Um dieses auszugleichen müsste (theoretisch) jeder Bürger und jede Bürgerin 900 Bäume pflanzen.

Kai Behncke: „Unserer Meinung nach wird seitens der Politik viel zu wenig für den Klima- und Artenschutz geleistet. Sowohl auf Bundesebene als auch im Landkreis Osnabrück. Die Gewässerrandstreifenentscheidung ist ein Katastrophenbeispiel für mangelhaftes Verantwortungsbewusstsein, zu welcher wir nun eigens eine Protestpetition angelegt haben (http://artensterben-aufhalten.de). Wir benötigen deutlich schärfere und klar definierte Regelungen, Vorgaben und Gesetze, wie es sie ja schließlich im Straßenverkehr und im gesellschaftlichen Miteinander auch gibt. Wenn wir uns auf Freiwilligkeiten oder technische Innovationen verlassen, dann haben wir keine Chance. Dann sind wir im nächsten Jahrhundert selber eine aussterbende Art. Wenn 2050 tatsächlich viele Insektenarten ausgestorben sein sollten, Landstriche im Emsland und Ostfriesland dauerhaft durch den Meeresanstieg überschwemmt sind und wir in Mitteleuropa gefühlt in einem Backofen leben, dann ist es zu spät.“

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Unsere Projekte sind teuer (Saatgut, Zäune, Futter, Maschinen, Bäume) , trotzdem wir im Ehrenamt arbeiten. Spenden immer willkommen: https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Morgen große Baumpflanzaktion – Für Klimaschutz und biologische Vielfalt

Allright, die Vorbereitungen für die große Baumpflanzaktion morgen sind abgeschlossen.
10.00 Uhr Melle, Schlochterner Weg Ecke Hornstraße

35 Personen haben sich angemeldet, klasse!!!
Ihr könnt gerne auch spontan (und unangemeldet) vorbeikommen, die Aktion ist auch für Kinder geeignet.
Bringt wenn möglich bitte Spaten mit.
Alle HelferInnen können sich zudem ein paar Baumstecklinge für zu Hause mitnehmen.

Wer für Klima- und Naturschutz aktiv ist, der soll natürlich auch was gutes zu Futtern kriegen (ausschließlich Bio
und tierleidfrei). Also gibt es morgen Chili sin Carne, Baguette, tolle Aufstriche, Saft, Bier (mit Alk), Glühpunsch (ohne Alk).
Soll ja klassisches Novemberwetter werden, alsgo gibts auch nen zünftigen Bioschnaps/Likör (mit Alk), um den Magen zu wärmen.
Heute nen Großeinkauf bei Georgs Bioladen in Melle getätigt.

Danke insbesondere auch an die Firma Thomas Philipps, welche viele Bio-Obstbäume, Gießkannen und Spaten gesponsert hat.

Was passiert morgen?

A) Für eine hohe Biodiversität und gegen das Artensterben

Der erste Teil einer Obstbaumallee wird angelegt. Verschiedene heimische Apfelsorten, Birnen, Mirabellen, Kirschen etc. werden angepflanzt.
Da werden sich etliche Insekten und viele viele andere Nutznießer freuen.
Der zweite Teil der Obstbaumallee wird Anfang Dezember angelegt.

B) Für den Klimaschutz

Zudem werden wir einen Versuch starten. Feigenbäume, Datteln, Schwarznüsse, ein Olivenbaum (alle winterhart) werden angepflanzt.
Die Klimaerwärmung ist jetzt schon da, und in den nächsten 20, 30, 40, 50 Jahren kommt noch einiges an Temperaturanstieg auf uns zu.
Co2 müssen wird trotzdem speichern.
Gleichzeitig werden wir südeuropäische Nadel- und Laubbäume kombinieren.
Manna-Eschen, Zypressen, Zedern, Mittelmeerkiefern, Zerreichen, um zu sehen, wie sich diese Bäume in den nächsten Jahrzehnten hier so machen.
Der Nutzen fremdländischer Pflanzen für die heimische Artenvielfalt ist jedoch gering (heimische Arten sind an heimische Bäume angepasst).

Da eine Vielzahl heimischer Bäume jedoch massiv unter der Dürre der letzten Jahre leiden und vielfach sogar dadurch abgestorben sind,
versuchen wir zudem etwas anderes.

Die Kombination heimischer Arten mit südeuropäischen Arten und Douglasien. Auf diese Art und Weise kann (vielleicht) ein Mikroklima geschaffen werden, welches ein kleines Waldstück auch bei weniger Niederschlag entstehen lässt und dort für eine Erhaltung der Bäume sorgt.

Bäume benötigen den Schutz weiterer Bäume, um gedeihen zu können. Wenn nun aber die heimischen Arten der Klimaerwärmung zum Opfer fallen, dann kann (vielleicht) die Kombination heimischer Arten
mit Hitze- und Dürreresistenteren Individuen das nötige Wachstumsklima und den entsprechenden Schutz schaffen. Es ist ein Versuch. Wir wissen nicht, ob es funktioniert.
Handeln müssen wir jetzt, darauf warten dass andere Handeln ist zuwenig.

C) Wieso ist die Ernährung für alle Beteiligten Bio und vegan?
Die Bio-Landwirtschaft ist in der Lage, das Insektensterben zu stoppen (welches die konventionelle Landwirtschaft maßgeblich mitverursacht).
Die Bio-Landwirtschaft schafft artenreiche Strukturen ohne Pestizide, ökologisch nachhaltig.
Damit es mehr Bio-Landwirte gibt muss der Markt wachsen. Mehr Verbraucher müssen Bio-Produkte kaufen. So einfach ist es. Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Fleischliche Ernährung ist massiv für die Klimaerwärmung verantwortlich. Die Fleischproduktion sorgt nicht nur für schlimmes schlimmes Tierleid und einen exorbitant hohen Wasserverbrauch, sie sorgt gleichzeitig für enorme Mengen an Co2, Distickstoffmonoxid und Methan, welche aus unserem Planeten auf kurz oder lang einen Backofen machen werden (nur dann werden „Wir“ gebacken!!!). Fleisch ist ein „Auslaufprodukt“ (obwohl die wenigsten Tiere Auslauf genießen dürfen). Auf den Schaden, den die Fleischproduktion verursacht, wollen wir mit der Aktion hinweisen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, Klima schützen
http://blumiger-lkos.de

Wir benötigen Geld für unsere Projekte. Wer spenden möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Hulk Hogan arbeitet jetzt im Blumiger Landkreis-Team

Mit Vollgas voraus für die Artenvielfalt.
Unsere neue Maschine „Hulk Hogan 16“ ist da (mit 16 PS).
Hat ein Vermögen gekostet, knapp 3500 Euro.
Danke an die Bingo! Umweltstiftung Niedersachsen, welche das Gerät bezahlt hat.
Damit können wir schneller Blühwiesen mähen und auch deutlich leichter fräsen, also artenreiche Wildblumenwiesen vorbereiten.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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