Offener Brief (eines Frosches) an die CDU/FDP-VertreterInnen des Ausschusses für Umwelt und Energie im Kreistag Osnabrück

Offener Brief (eines Frosches) an die CDU/FDP-VertreterInnen
des Ausschusses für Umwelt und Energie im Kreistag Osnabrück
https://kis.lkos.de/bi/au020.asp?AULFDNR=8&altoption=Gremium

Wolln wir doch mal die Demokratie ein bisschen mit Leben füllen.
Ein Diskurs ist das Salz in der Suppe jeder Meinungsbildung.
Here we go!!!!!
Dieser offene Brief/Fragenkatalog ging heute an die relevanten VertreterInnen im Umweltausschuss, Presse etc.

Sehr geehrte Damen und Herren von CDU und FDP,

als Betreiber des ehrenamtlichen Insektenschutz-Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wöchten wir Ihnen, aufgrund Ihrer Haltung zur Gewässerrandstreifen-Thematik im Landkreis Osnabrück, nachfolgend innerhalb eines „offenen Briefes“ (wird über Facebook etc. öffentlich gemacht)
verschiedene Fragen stellen.
Einer Demokratie ist immanent, nicht immer einer Meinung zu sein. Zu den Stärken einer Demokratie gehört gleichfalls, dass
Entscheidungen immer im Rahmen einer Abwägung unterschiedlicher Interessen und unter Bezugnahme auf wissenschaftliche Fakten gefällt werden.
Gleichfalls gehört es zur Transparenz einer Demokratie, dass gewählte VertreterInnen der Bevölkerung ihre Entscheidungen offen begründen können.
Dieses soll an dieser Stelle nun von Ihnen ganz offen erbeten und schlussendlich auch eingefordert werden.

Fangen wir also an:

a)
Gemäß Artikel in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1882806/cdu-bleibt-bei-1-meter-randstreifen-in-schutzgebieten-im-osnabruecker-land
vom 19.9. ist zu lesen, dass Ihre Fraktionen im Umweltausschuss des Landkreises gegen eine Erweiterung des Gewässerrandstreifens
im FFH-Gebiets „Bäche im Artland“ auf 5 Meter votiert haben, es bleibt somit bei einem einzigen Meter.
Im Rahmen des Volksbegehrens Artenvielfalt wurde in Bayern beschlossen, dass dort Randstreifen von 5 Metern zu gelten haben.
In Baden-Württemberg sind es 5 bis 10 Meter.
Innerhalb des Aktionsprogrammes Insektenschutz der Bundesregierung wird bald bundesweit eine Verpflichtung von 5 bis 10 Metern gelten.
Eine Fülle von Wissenschaftlern der Uni Osnabrück hat unter anderem in Leserbriefen in der NOZ ihren Unmut, basierend auf wissenschaftlichen Fakten, begründet.
Zudem gab es Stellungnahmen von Landesbehörde und Bundesumweltministerium gegen einen 1-Meter-Streifen.
Verschiedene Umweltverbände machen sich (bundesweit) für Randstreifen von sogar 10 Metern stark.

Aus welchem Grunde haben Sie in der Sitzung des Umweltausschusses am 18.9. dagegen gestimmt, dass auch innerhalb eines FFH-Gebietes im Landkreis Osnabrück
diese 5 Meter gelten sollen?
Welche sachlichen Fakten lassen Sie zu dem Schluss kommen, dass anders als bereits in verschiedenen Bundesländern umgesetzt, hier nur 1 Meter ausreicht?

b) Aufgrund der Klimaerwärmung kommt es zwischen Mai und August vielfach auch im Landkreis Osnabrück zu intensiven Starkregen
mit den Folgen von Bodenerosion und Feinpartikelausschwemmung.
Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass Sie diese Niederschlagsintensitäten zu wenig in Ihre Entscheidung integrieren?

c) Wie stehen Sie zu dem Punkt, eine Entschädigung an Landwirte zu zahlen, wenn diese einen 5-Meter-Streifen zur Verfügung stellen? Was halten Sie vom dem Vorschlag, Flächen
an Gewässern zu kaufen und gänzlich einer agrarwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen?
Die CDU Melle beispielsweise hat einen Aantrag gestellt, Landwirte für die Anlage von Blühstreifen an Gewässerrändern zu bezahlen. Wie ist Ihre Position hierzu?

d) Medial hat die Gewässerransdstreifen-Thematik für ein „lautes Echo“ (auch überregional gesorgt). Wie stehen Sie zu dem Vorwurf, dass Sie mit Ihrer
„1-Meter-Reicht“-Entscheidung für einen massiven Imageschaden des Landkreises sorgen?

e)
Das Artensterben ist aktuell so präsent wie selten. Genau genommen befinden wir uns gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES)
im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine
globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.

Im NOZ-Artikel (CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land) war zu lesen, dass ein Landwirt und CDU-Mitglied aus Melle (Herr Niederniehaus)
die Äußerung getätigt habe,
dass der Landkreis keine verschärfte Verordnung zu Gewässerrandstreifen beschließen müsse, wenn das Bundesumweltministerium ohnehin in ein paar Jahren Randstreifen von fünf
bis zehn Metern Breite auf den Weg bringen wolle.

Diese Aussage hat in einigen Kreisen für Irritationen, Kopfschütteln und großen Unmut gesorgt.

Nun können selbstverständlich durch einen Presseartikel schnell auch einmal Missverständnisse auftreten, ggf. wurden Inhalte nicht in Gänze wiedergegeben etc.
Jedoch klingt die Aussagein etwa so, als ob jemand vor einem brennenden Haus stünde, um dann zu sagen: „Löschen ist aktuell nicht nötig. In einigen Stunden kommt doch die Feuerwehr.
Warten wir doch erstmal ab.“

Könnten Sie bitte zu diesem Punkt Stellung beziehen?

f)
In unserem ehrenamtlichen und mittlerweile mehrfach bundesweit ausgezeichneten Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de)
setzen wir uns seit 2017 gemeinsam mit einer Vielzahl namhafter Stiftungen und Sponsoren sowie einer hohen Zahl Bürgerinnen und Bürgern für eine Verbesserung
der Lebensbedingungen der Insekten im Landkreis Osnabrück ein.
Seit 2017 haben wir mit über 1000 Personen in etwa 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit über 140 Blühwiesen angelegt. In diesem Herbst folgen diverse Streuobstwiesen.
Im nächsten Jahr werden wir (bislang bundesweit) Einmaliges schaffen. Ende Mai 2020 planen wir „mit viel medialem und politischen TamTam“
die Fertigstellung eines Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. auf einer Länge von 35 Kilometern.
Gleichzeitig beschliessen einzelne Politiker innerhalb des Landkreises Gewässerrandstreifen in FFH-Gebieten auf einen Meter zu
begrenzen.

Die Stadt Melle ist gemäß der bundesweiten „Blühwiesenliga“ (http://bluehwiesenliga.de) eine der insektenfreundlichsten Kommunen im Bundesgebebiet.
Gleichzeitig hat der Kreistag im Meller FFH-Gebiet bereits einen 1-Meter-Streifen abgesegnet.

Für Insekten sind nicht nur Blüh- und Streuobstwiesen oder beispielsweise Totholzbestände elementar. Nein, auch Gewässerrandstreifen haben für eine hohe Anzahl der so wichtigen Lebewesen eine herausragende Bedeutung.
Libellen, Stein-, Köcher- und Schwebfliegen sind auf eine entsprechende pestizidfreie Umgebung an Gewässern angewiesen. Eben jene Tiere sind integraler Bestandteil diverser Nahrungsketten.
Zudem wachsen an Gewässerrandstreifen viele Wildpflanzen, die Lebensgrundlage für (beispielsweise) unterschiedliche Wildbienenarten sind.
Ein sinnvoller Gewässerrandstreifen muss deshalb (unserer Meinung nach) eine Breite von mindestens 10 Metern aufweisen.

Unserer Meinung nach ist die Entscheidung Ihrer Fraktionen im Kreistag zudem eine schallende Ohrfeige ins Gesicht der Aktiven, welche sich aktuell unter
massivem Einsatz ihrer Freizeit
ehrenamtlich in einem hohen Maße für den Insektenschutz engagieren.
Unserer Arbeit wird dadurch konterkariert und sogar ganz massiv zerstört, da wichtige Lebensräume von Insekten mit Pestiziden belastet werden.
Wie stehen Sie zu diesem Vorwurf?

g) Die Entscheidung am 30.9. im Kreistag wird von vielen Naturschützern mit Argusaugen verfolgt.

Wir planen die Kreistags-Gewässerrandstreifen-Entscheidung ihrer Fraktionen ggf. massiv im Zuge des weiten Verlaufes des Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
zu thematisieren. So wollen wir Sie, als CDU/FDP-Mitglieder des Umweltausschusses Ende Mai 2020, zur Eröffnung des bundesweit einmaligen Blühwiesenkorridors zwischen
Melle und Hagen a.T.W. im Beisein diverser Pressevertreter und (hoffentlich) hoher Politprominenz zu einer
Podiumsdiskussion einladen.
In diesem Rahmen werden wir der Randstreifen-Thematik, welches in keinster (!!) Weise losgelöst von unseren Blühstreifen-Aktionen zu sehen ist,
noch einmal ein grosses Podium bieten, auf welchem auch Sie Ihren Standpunkt darstellen können. Bitte nennen Sie aus dem Umweltausschuss jeweils einen Vertreter
Ihrer Fraktionen, der bei dieser Veranstaltung mit auf dem Podium sitzen wird, um hier eine lebendige Diskussion mit Leben zu füllen.

Mit freundlichen Grüßen, Dr. Kai Behncke

P.S. Dieser Brief und auch Ihre Stellungnahmen wird öffentlich über soziale Medien, Webseiten, Presse etc. verteilt.

Haben einige (nicht alle!) MitgliederInnen von CDU und FDP immer noch nichts begriffen?

Haben einige (nicht alle!) MitgliederInnen von CDU und FDP im Landkreis Osnabrück immer noch nichts begriffen? 😫🧐🤬😳😳😤😭
Und: Lob für einen Vorschlag der Meller CDU 🙂👍👍

Abstimmung im Umweltausschuss des Kreistages Osnabrück votiert gegen 5 Meter-Schutzstreifen (für 1-Meter-Pestizid-Schutzstreifen) in weiterem FFH-Gebiet

Leserbrief zum Artikel
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1882806/cdu-bleibt-bei-1-meter-randstreifen-in-schutzgebieten-im-osnabruecker-land, 18.9.
CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land

sowie zum Artikel:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1867733/cdu-melle-jetzt-fuer-bluehstreifen-an-gewaessern, 6.9.
CDU Melle jetzt für Blühstreifen an Gewässern

Mit gleichzeitiger Freude und Fassungslosigkeit wurde hier der Artikel „CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land“ (18. September 2019)
aufgenommen.

Diese Thematik hat in den letzten Monaten für viel Unruhe und Empörung (nicht nur regional im Landkreis Osnabrück) gesorgt.
Nachdem Landrat Dr. Michael Lübbersmann im Juni den klugen und nachhaltigen Vorschlag gemacht hatte,
Landwirte für die Bereitstellung eines Schutzstreifens zu entschädigen, war die Hoffnung groß, dass nun endlich Ruhe und Einsicht einkehren würde.
Doch scheinbar weit gefehlt.

Gewässerrandstreifen dienen einer wichtigen Aufwertung und Vernetzung dringend benötigter Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen.
Eine natürliche Ufervegetation sorgt für eine großflächige Verbesserung des jeweiligen Mikroklimas. Sie reduzieren direkte und indirekte Stoffeinträge umliegender Flächen und sorgen für eine natürliche Erhöhung der Wasserspeicherung (z.B. bei den klimaerwärmungsbedingten Starkregenfällen).
Neben einer Fülle von Vogelarten, Fischen, Amphibien, Reptilien und Kleinsäugern profitieren auch diverse Insekten von diesen wichtigen Schutzstrukturen.
In diesem Sinne herrscht Freude über den Richtungswechsel der SPD vor, welche sich mittlerweile für einen 5-Meter-Streifen ausspricht.
Eine Meinungsänderung unter Berücksichtigung aller vorliegenden Fakten ist kein Zeichen von Schwäche, das Gegenteil ist der Fall.

Das Artensterben ist aktuell so präsent wie selten. Genau genommen befinden wir uns gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES)
im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine
globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
Anders formuliert: Klimaerwärmung und Artensterben bedrohen die Fortexistenz der Menschheit auf diesem Planeten ganz massiv.

Die Bundesregierung wird in Kürze im Rahmen des Aktionsplanes Insektenschutz per Gesetz beschließen, dass Schutzstreifen an Gewässern eine Breite von 5 bis 10 Metern haben müssen.

Wenn nun aber zu lesen ist, dass Mitglieder der CDU, FDP und AFD im Landkreis-Umweltausschuss (Landkreis Osnabrück)
(der sich am 18. September im Kreishaus traf) dafür votierten, dass auch das FFH-Gebiet „Bäche im Artland“ lediglich einen 1-Meter-Schutzstreifen erhalten solle, so ist in Bezug auf die Kreistagssitzung am 30. September (ab 15 Uhr im Kreishaus, großer Sitzungssaal) Schlimmes zu befürchten. Aus fachlichen Gründen muss hier sogar von einem weiteren „Schreckensszenario“ gesprochen werden.

In unserem ehrenamtlichen und mittlerweile mehrfach bundesweit ausgezeichneten Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de)
setzen wir uns seit 2017 gemeinsam mit einer Vielzahl namhafter Stiftungen und Sponsoren sowie einer hohen Zahl Bürgerinnen und Bürgern für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Insekten im Landkreis Osnabrück ein.
Seit 2017 haben wir über 140 Blühwiesen angelegt. In diesem Herbst folgen diverse Streuobstwiesen.
Im nächsten Jahr werden wir (bislang bundesweit) Einmaliges schaffen. Ende Mai 2020 planen wir „mit viel medialem und politischen TamTam“ (es muss richtig laut sein! Und insbesondere die am 30.9. befürchtete Entscheidung wird dafür sorgen, noch einige Dezibel draufzulegen – auch das gehört zu einer Demokratie dazu) die Fertigstellung eines Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. auf einer Länge von 35 Kilometern.

Für Insekten sind nicht nur Blüh- und Streuobstwiesen oder beispielsweise Totholzbestände elementar. Nein, auch Gewässerrandstreifen haben für eine hohe Anzahl der so wichtigen Lebewesen eine herausragende Bedeutung.
Libellen, Stein-, Köcher- und Schwebfliegen sind auf eine entsprechende pestizidfreie Umgebung an Gewässern angewiesen. Eben jene Tiere sind integraler Bestandteil diverser Nahrungsketten.
Zudem wachsen an Gewässerrandstreifen viele Wildpflanzen, die Lebensgrundlage für (beispielsweise) unterschiedliche Wildbienen sind.
Ein sinnvoller Gewässerrandstreifen muss deshalb eine Breite von mindestens 10 Metern aufweisen.

Das Insektensterben ist auch im Landkreis Osnabrück, wie überall auf der Welt, hausgemacht und ein Resultat von Flächenversiegelungen, Monokulturen und den desaströsen Folgen einer intensiven Landwirtschaft.
Dass sich Landwirte dagegen wehren, Gewässerrandstreifen als Puffer unentschädigt zur Verfügung zu stellen, ist nachvollziehbar.
Wir benötigen eine massive gesellschaftliche (vom Einzelkonsumenten bis zur politischen Ebene) Unterstützung der Agrarwirtschaft, die sich auf den Weg zu ökologischeren, nachhaltigen Produktions- und Anbaumethoden macht. Anders werden wir das Artensterben nie und nimmer in den Griff bekommen.
Gemeinsam mit der Landwirtschaft jedoch lässt sich viel erreichen.
Wir stellen auch im „Blumiger Landkreis Osnabrück-Projekt“ vermehrt fest, dass Landwirte bereit sind, sich umweltfreundlicheren Alternativen zu öffnen.
Selbstverständlich wird das sehr viel Geld kosten. Geld, das kein Landwirt einfach so aus dem Ärmel schütteln kann, zumal viele Betriebe schlichtweg „mit dem Rücken zur Wand“ stehen.

Positiv und sehr begrüßenswert ist daher ein Vorschlag der Meller CDU, welche sich dafür ausspricht, dass Landwirte,
die im Stadtgebiet an Fließgewässern Blühstreifen von mehreren Metern anlegen, eine Vergütung von der Stadt Melle erhalten.
Eine sinnvolle und gute Idee, welche einen hohen Nutzen für Flora und Fauna bringen kann und gleichzeitig Interessen der Landwirte berücksichtigt.

Wenig, um genau zu sein: garkein (!) Verständnis jedoch soll an dieser Stelle für die Haltung der CDU/FDP/AFD-Mehrheit im Umweltausschuss des Kreises ausgesprochen werden. Diese Entscheidung ist schlichtweg erschütternd und macht fassunglos.

Im Blumiger-Landkreis-Osnabrück-Projekt haben wir binnen 3 Jahren mit mittlerweile über 1000 Personen (Firmen, Vereinen, Schulen, Kirchengemeinden, Gemeindevertretern etc.) in insgesamt etwa 7000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit Vorzeigestrukturen (in kommunalem Rahmen) für den Insektenschutz geschaffen.

Dieses ehrenamtliche Engagement wird durch diese politische Entscheidung im Umweltausschuss des Kreises –
allen fachkundigen Ratschlägen von Behörden und Wissenschaftlern zum Trotz – konterkariert und in Teilen sogar zerstört.

Die Entscheidung jener CDU-/FDP-/AFD-Mitglieder ist unserer Meinung nach sachlich nicht zu begründen.
Vielmehr: Sie ist ein nasser und pestizidbelasteter Schlag ins Gesicht aller Naturschützer und umweltbewussten Menschen im Landkreis. Es macht traurig und zornig zugleich,
dass auch im Jahre 2019 (trotz der Vorgeschichte des „Randstreifen-Diskurses“) so etwas noch möglich ist.
Es entsteht der Eindruck, dass hier eine Entscheidung einiger „Ewiggestriger“ gefällt wurde, welche leider immer noch nicht den Ernst der Lage begriffen haben.

Im NOZ-Artikel (CDU bleibt bei 1-Meter-Randstreifen in Schutzgebieten im Osnabrücker Land) war zu lesen, dass ein Landwirt und CDU-Mitglied aus Melle die Äußerung getätigt habe, dass der Landkreis keine verschärfte Verordnung zu Gewässerrandstreifen beschließen müsse, wenn das Bundesumweltministerium ohnehin in ein paar Jahren Randstreifen von fünf bis zehn Metern Breite auf den Weg bringen wolle.

Das nun klingt in etwa so, als ob jemand vor einem brennenden Haus stünde, um dann zu sagen: „Löschen ist aktuell nicht nötig. In einigen Stunden kommt doch die Feuerwehr. Warten wir doch erstmal ab.“

Die PolitikerInnen des Kreistages könnten hier mit gutem Beispiel vorangehen und ein wichtiges politisches Zeichen setzen, stattdessen beharren einige VertreterInnen scheinbar stur und betonköpfig auf einer faktenfernen und verantwortungslosen Entscheidung, welche das Artensterben massiv fördert.

Nun gehört es natürlich zu einer Demokratie dazu, nicht immer einer Meinung zu sein.
Als betroffener Naturschützer bleibt jedoch nur die ganz sachlich formulierte Bewertung: „Das !!! ist eine Schande!“.
Offenbar waren die Wahlschlappen der letzten Monate wohl noch nicht deutlich genug.

Dr. Kai Behncke
Ehrenamtlicher Projektleiter „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de)
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Patenschafts-Taufe und weitere Blühwiese (?)

Heute gab es ein nettes Treffen und Patenschafts-Taufe am Kreimerhof.
Danke an Anita Agarius, Bernd Thye und Dieter Finke-Gröne.

Das Schaf „Quinti“ hat nun mit Anita und Bernd zwei Paten gefunden.
Auf der Patenschafts-Taufe heute mit Bio-Sekt gemeinsam angestossen.

Der Name passt zu dem neuen Regionalmagazin „Quintessenz“ von Bernd und Anita.

Im aktuellen Heft wird auch intensiv über unsere Projekte berichtet:
http://verlag-am-bleistift.de/quint-2/index.html

Sehr zu empfehlen! Von uns wird es dort aller Voraussicht nach eine regelmäßige Kolumne geben.

Danke auch an Dieter Finke-Gröne, Ortsbürgermeister von Buer, der eine große Privatfläche in Buer zur Gesatltung einer artenreichen Blühwiese
angeboten hat. Zeitnah schauen wir uns das einmal an. Eventuell können dort auch ab und an unsere Gnadenhof-Tiere grasen.

Wir freuen uns sehr über die stattfindende Unterstützung.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Deutscher Engagementpreis für Blumiger Landkreis Osnabrück ?

Das „Unmögliche“ wahr werden lassen!🐝😃🙋‍♀️🙋‍♂️🐞🦋🐛🌻🏆🏆🏆♥️♥️♥️♥️♥️♥️
Erhalten die Tiere eines kleinen Gnadenhofes (Gnadenhof Brödel Melle) und ihre Betreiber den „Deutschen Engagementpreis 2019“?
10.000 Euro für Insektenschutzprojekt und Gnadenhofbetrieb?

Bitte stimmt hier für uns ab:
1. Auf diese Seite gehen: https://www.deutscher-engagementpreis.de/publikumspreis/
2. In der Suche „Blumiger Landkreis“ eingeben
3. Abstimmen 🙂

Und teilt, teilt, teilt diesen Beitrag.

Im Rahmen des Insektenschutzprojektes „Blumiger Landkreis“ haben wir in den letzten 3 Jahren ehrenamtlich
über 140 Blühwiesen für Insekten geschaffen (300.000 m²).
Diverse dieser Artenschutzwiesen werden schonend und nachhaltig von unseren Gnadenhoftieren (http://gnadenhof-melle.de) beweidet.
So konnten wir eine hohe Anzahl von Tieren vor dem Schlachthof retten.

Durch die schonende Beweidung entstehen bei der Mahd keine Verluste bei Kleintieren, Vögeln, Amphibien, Insekten etc.🦋🐛🌻🐞🐾🦔🌺🌺🌸🐥🐝🐌🐌🐜
Im nächsten Jahr planen wir die Fertigstellung des Blühwiesen-Vernetzungs-Korridors auf einer Länge von 35 Kilometern (zwischen Melle und Hagen a.T.W.):

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=11

Das Preisgeld von 10.000 Euro werden wir in die Fertigstellung des Projektes, die Anlage von Streuobstwiesen und den Ausbau unseres Gnadenhofes stecken.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Noch Flächen für Blühwiesen-Korridor gesucht

Im Jahr 2020 soll das Ding fertig werden, der Insektenschutz-Blühwiesen-Vernetzungs-Korridor im südlichen Landkreis Osnabrück zwischen Melle und Hagen a.T.W.

Nach dann 4 Jahren Arbeit, etwa 8000 Stunden im Ehrenamt und einer Beteiligung von über 1000 Personen.
Aber noch fehlen uns dafür einige kostenlos und leihweise zur Verfügung gestellte Areale (Größe etwa 500 m²).

Konkret: In Melle-Gerden und rund um den Segelflugplatz Melle

In Bissendorf-Holte-Himbergen

In Georgsmarienhütte, Harderberg und Kloster Oesede

Die Arbeit (fräsen und umbrechen, einsäen und anwalzen) übernehmen wir. Kostet keinen Cent 🙂 Wir säen artenreiches (40 Arten) regionales Saatgut ein.

Allerdings wäre es bitte wichtig, dass die Flächeneigentümer die Pflege der Blühwiese übernehmen (ein bis zweimal im jahr mähen und das Mahdgut abtragen).

In den gekennzeichneten Bereichen suchen wir noch Flächen. Gerne bei uns melden.

Danke 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück

Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

http.//blumiger-lkos.de

https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Wieder eine Blühwiese geheut

Heute war es mal wieder an der Zeit eine Blühwiese abzutragen.
Das Mahdgut hat eine Woche schön in der Sonne gelegen und konnte seine Saatgut-Körnchen abwerfen.
Hier wird es auch nächstes Jahr wieder eine bunte und artenreiche Wiese für Insekten geben.
Unsere Tiere haben sich sehr gefreut über das frische Heu. Insbesondere trockene Schafgarbe lieben sie.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt seigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Platz 3 im „Deutschland summt“-Wettbewerb

Grosse Klasse! Beim renommierten und bundesweiten Wettbewerb von „Deutschland summt“ (https://wir-tun-was-fuer-bienen.de/home.html) (251 Teilnemer) hat die gemeinsame Aktion innerhalb von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ in Venne/Ostercappeln Platz 3 in der Kategorie „Kommunale Flächen“ erreicht.
Zum Wettbewerbsbeitrag:

Blumiges Venne

Dieses hat deswegen so gut geklappt weil verschiedene Akteure gemeinsam viele Stunden Arbeit investiert haben 🙂 Danke an die Firma „Häcker Küchen GmbH“, die Walburgis Kirchengemeinde (Philip Ufer, sehr gute Arbeit!!!), den Golfclub Varus, die Gemeinde Ostercappeln, den Heimat, und Wanderverein Venne, die Mühlenbachgrundschule und verschiedene Privatpersonen. Gemeinsam haben wir alle für eine Verbesserung der Lebensbedingungen vieler Wildbienen, Schmetterlinge und Co. gesorgt, klasse !!!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Planung für Fertigstellung des Blühwiesenkorridors nahezu abgeschlossen

Gestern Abend die Planung für den Blühwiesenkorridor nahezu abgeschlossen.
Das wird noch einmal ein gutes Stück Arbeit. Wenn alles klappt,
dann können auch Insekten mit geringen Flugradien im nächsten Sommer auf einer Strecke von 35 Kilometern (Melle nach Hagen a.T.W.)
von Blühwiese zu Blühwiese fliegen, was sehr sehr wichtig für einen genetischen Austausch ist.
Nach 3,5 Jahren Arbeit ist das Werk dann vollendet (natürlich müssen die Flächen regelmäßig gemäht werden, dafür sind gemäß Vereinbarung
dann in den meisten Fällen die Eigentümer zuständig).

Gestern bei einem sehr netten Herrn direkt neben dem neu entstehenden Gewerbegebiet gewesen.
2 Areale stellt er für das Projekt zur Verfügung (insgesamt ca. 1500 m²).
Es existieren dort schon Totholzhaufen, ein Sandberg, Obstbäume etc. Das wird ein Paradies. 2 regionale Blühmischungen werden ausgebracht.
Und der nette Mann hat es auf den Punkt gebracht: „Es gibt Dinge, die schöner und wichtiger sind als Geld“.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Steuerlich abesetzbare Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Die höchste Spende aller Zeiten, danke!!

Großartig!!!! Die höche Spende, die wir jemals bekommen haben. 😃😃😃👑👑👑🐝🐝🦋🦆🐤🐦🐃🐐🐐🦜🦜🦜🦜🐇🐇🐇🐇🐓🐓🐓🦙🐑
Gestern auf unser Spendenkonto bei Betterplace geschaut und dachte, ich seh nicht richtig.
Die höchste Spende aller Zeiten (für uns) ist dort eingegangen. DANKE DANK DANKE !!! an Herrn W. (möchte gerne anonym bleiben).
Ein Großteil des Geldes wird für unsere Gnadenhofstationen,Tierarzt- und Futterkosten ausgeben.
Zudem werden wir weitere Areale einzäunen können um dort unsere Tiere eine schonende Blühwiesenbeweidung durchführen zu lassen.

Und außerdem: Wir werden von verschiedenen Geldern Bäume kaufen und Saatgut, für weitere Blüh- und Streuobstwiesen
UND: Bäume, die dem Klimawandel trotzen.

Die Klimazonen verschieben sich.
Aus diesem Grunde werden Fichten, Buchen und Eichen in den nächsten Jahren massive Probleme bekommen.
Heisst: Wir kaufen noch dieses Jahr Setzlinge ein, welche sich insbesondere auch in Südeuropa wohl fühlen, um diese auf einer
Schau- und Begehungsfläche in Melle als Mischkultur anzupflanzen:
Weißtanne, Douglasie, italienischer Ahorn, Manna-Esche, Edelkastanie und Robinie (zum Beispiel).

Das ist etwas, was wir ALLE tun können. Bäume pflanzen um CO2 zu sparen.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
Steuerlich absetzbare Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Mit Wut und Spaß in den grünen Untergrund gehen

Durch Wut und Spaß: Eine sich immer wieder selbst aufladende Batterie für Arten- und Umweltschutz
Manchmal werden wir gefragt, wo eigentlich die Enegrie zum Handeln herkommt.
Ganz einfach: Durch eine zuweilen schier unbändige Wut (🔥🔥😠😠😣💥💥💥💥🌪🌪🥊🥊🥊🎇🎇✴️✴️‼️‼️‼️‼️📣📣📢!!!!!), über das, was wir alle dem Planeten und seinen
Lebewesen antun.

Es ist nicht schwer „unbändig wütend“ zu sein, ein Blick in die Zeitung genügt:
https://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/1840225/artensterben-wir-wissen-alles-und-aendern-doch-nichts

Und wenn wir dann immer wieder lesen, wie wenig Mensachen bereit sind, „härtere“ Gesetze (für den Artenschutz, gegen die Klimaerwärmung) zu akzeptieren,
es doch auch auf frewilligem Wege gehen sollte oder man doch „mehr Vertrauen in die Landwirtschaft“ haben sollte (Thank you for nothing!!)
dann wird schnell klar, dass hier auf der Wut- und Empörungsskala noch viel Luft nach oben ist.
Wut ist ein ganz ausgezeichneter Handlungsmotor und Wut steht einem zuweilen auch ganz schön im Weg.
Dann wird es Zeit einen Schritt nach hinten und nach links zu machen, und dann beginnt der Spaß 🙂

Vielleicht wird es Zeit „radikaler“ zu agieren (und gleichzeitig friedlich, es geht nur über einen friedlichen Weg) und in den „grünen Untergrund“ zu gehen.
Heute schon einmal geprobt und eine grüne Tarnung für den Kampf im Verborgenen ausprobiert.
Energie kommt auch durch Spaß und Vergnügen.
Gemeinsam mit George Trenkler (einer der wenigen, der wieder und wieder bereit ist für den Artenschutz auch Zeit und Geld zu investieren)
traditionell die Wiesen-Mahd „auf der Wiese hinter den 7 Bergen“ gemäht (gehört mittlerweile fest zum jährlichen Programm, irgendwann in etlichen Jahren werden wir mit Rollator, Krückstock
und Senioren-Balkenmäher die Mahd für Schmetterlinge & Co. durchführen).
Danach gabs ein Bio-Feierabendbier (gehört auch zum Spaß des Ganzen, und Arten- und Umweltschutz kann WIRKLICH Spaß machen) und die grüne Tarnung
wurde an einige unserer Gnadenhoftiere verfüttert.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Bläuling und kleinen Feuerfalter entdeckt

Ordentlich geackert heute wieder
Die Schmetterlinge Billy „The Kid“ Bläuling und Freddy „Fight Club“ Feuerfalter sowie unsere Schafe und Ziegen freuen sich über ein schönes weiteres Refugium 🌳🌻🐝🐝🦋🦋🐞🦘🦘🐑🦜🐇🐩🦌🌴🌴🦔
Und: Parkplatz am Hauptquartier Kreimerhof nahezu abgeschlossen

Gestern auf einer unserer gepachteten Gnadenhof-(Blüh-)Wiesen einen „Bläuling“ entdeckt, eine echte Sternstunde.
Für solche Momente lohnt es sich, aktuiv zu sein!

Gestern Nacht noch einen kleinen Dialog belauscht:

Billy „the Kid“ Bläuling: Es ist höchste Zeit, dass unsere Wiese gemäht wird. Wenn das Refugium so bleiben soll, wie wir es brauchen,
dann muss langsam was passieren. Schafgarbengesellschaften auf magerem Boden, etwas Leimkraut, viele Gräser, Mohn, Kornblumen, wird Zeit dass die Schafe und Ziegen
loslegen und die Pflege übernehmen. Was ist da los? Die sollen mal in den Quark kommen“

Freddy „Fight Club“ Feuerfalter:
„Ich regel das. Ich flatter da hin, nehm die Naturfreaks in den Schwitzkasten, hau denen zwei, drei aufs Maul. Dann spuren die schon….“

Billy „the Kid“ Bläuling: „Warum nur musst Du immer so aggro sein? Wir können das doch auch nett regeln? Einfach mal höflich fragen…
Wir sind doch keine Rocker-Gang, wir sind selten gewordene kleine Schmetterlinge…Dezentes Auftreten ist gefragt finde ich… Die machen das doch nicht als Beruf oder so….“

Freddy „Fight Club“ Feuerfalter: Du bist viel zu vorsichtig! Mach Dir doch in die Hose, Mann!
Das ist so wie das, was bei den Menschen immer in der Zeitung steht, die FDP und so, „wir
brauchen freiwillige Verpflichtungen, mehr für den Naturschutz zu tun“. Freiwillig! Selten so einen Blödsinn gehört. Frewillig macht niemand was!
Freiwillig passiert bei den Menschen garnix (holt einen kleinen Schlagring und ein winziges Butterfly-Messer raus).
Ich flatter da jetzt hin, hau denen was auf die Schnauze, das beschleunigt
die Entscheidungsfindung…“

Billy „the Kid“ Bläuling: „Nein, verdammt noch mal. So geht es nicht. Gewalt ist keine Lösung.“

Freddy: „Gewalt ist keine Lösung???? Schau Dich doch mal um, wie allgemeinhin mit unseren Refugien umgegangen wird. DAS (!!) nenne ich Gewalt, oder nicht, oder was????!!!“

Gestern dann um 23.30, kleines, leises Klopfen an der Haustür.
Ich öffne…Ein kleiner Bläuling flattert aufgeregt vor mir hin und her und scheint kommunizieren zu wollen.
Gleichzeitig versucht er hektisch einen „kleinen Feuerfalter“ (Flügelspannweite etwa 25 Millimeter) im Zaun zu halten.
„Kleine Feuerfalter“ gehören übrigens ebenfalls zur Familie der Bläulingen. Dieser fuchtelt wirr mit irgendwas winzig kleinem vor meiner Nase herum…
Ich schnalle sofort: Verdammt, die Mahd, es wird Zeit!

Heute war es dann soweit. Gemeinsam mit Philipp Horstmann 1000 m² umzäunt und den Zaun eingegraben [sonst hauen die Ziegen ab] (danke!!),
sodass die Schafe, Ponys und Ziegen nun auch hier schonend eine Fläche beweiden können.
Feuerfalter (heute gesehen, ein Foto scharf (Wikipedia, Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleiner_Feuerfalter#/media/Datei:Kleiner_Feuerfalter1.jpg), ein Foto SelfMade) UND einen „Bläuling“ auf EINER Fläche. Fast vor Begeisterung ohnmächtig geworden.

Freddy „Fight Club“ Feuerfalter saß zufrieden auf einem vertrockneten Grashalm herum und spielte mit seinem Butterfly-Messer rum. Auch der Bläuling atmete auf.
„Ist ja noch noch mal alles gut gegangen“.

Unsere Gnadenhof-Tiere waren glücklich, dass endlich ein neues Areal abgeweidet werden kann (mangels Regen ansonsten alles vertrocknet und verdorrt,
es wächst ja kaum noch etwas nach). Zwischendurch alkoholfreies Bier getrunken und Topfkuchen gefuttert (also wir, nicht die Tiere).

Danke auch an Minne Minna Minza und Lu Grengo für eine Patenschaft für die Ziege „Mobby Dick“. Danke an Valentina Andreev für eine Patenschaft für Kunigunde.
Danke an alle anderen Paten der Tiere (Merlin Dumke, Ulrike Zinn, Ute Hellige, Karin Kattner-Tschorn, Lars Albertmelcher, Tanja Menke, Lara Art,
Ulrike Zinn, Ele Luise Haine, Maike Niemann, Catrin & Jens, Christina Sudbrock, Ella Propella, Laura Geisler, Barbara Koebe, Meike Bdm, Philip Ufer & Johanna) sowie viele viele weitere regelmäßige Unterstützer, welche es uns ermöglichen, aktive Natur- und Tierschutzprojekte umzusetzen
(Lisa Fuchs,Thomas Allewelt, Marco Helm, Conny Knopf, Sarah Sara Kaufmann, Sonja Giesecke und und und :-)).

Und auch am Kreimerhof geht es toll weiter.
Karsten Wachsmuth und Simone Brockmann haben den Parkplatz fast fertig (eine Auflage der Stadt).
Gerade noch Billy und Freddy mit winzigen Limousinen (mit Pedalantrieb und Sonnensegel) gesehen, wie sie sich die Vorzeigeplätze auf Parkdeck A gesichert haben.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Insektenhotels hoffnungslos ausgebucht

Das Konzept der Blühwiesen greift. Insektenhotels hoffnungslos ausgebucht. Zwar ist es „nur“ Symptomkuriererei (ohne eine umfassend-nachhaltige Landwirtschaft (die wir durch den Kauf von Bio-Produkten unterstützen können) wird
der Insektenschutz nicht funktionieren), aber Blühwiesen sind weit mehr als „nichts“
und für viele Arten eine echte Überlebenschance (auf kleinem Raum).
Heute eine besonders schöne Wiese begutachtet (blüht mittlerweile im dritten Jahr). Wegwarte, Rainfarn, Wild Möhre, Königskerze und und und….

Und Blühwiesen sind ansteckend: Auf der gegenüberliegenden Strassenseite hat der Landwirt eine Sonnenblumen-Ringelblumen-Mischung ausgesät.
Sieht auch toll aus.
Und an den Insektenhotels ist ein echtes Gedränge. Viele Niströhren sind hoffnungslos ausgebucht.
An Wildbienen-Strand setzt sich das Gedränge fort. Jede Menge unterschiedliche Insekten liegen dort faul in der Sonne rum,
hören dem Meeresrauschen zu und freuen sich ihres Daseins.
„Eiiiiisssssscrrrreeeeme, möchte jemand Eiiiiisssssscrrrreeeeme?“ brüllt ein kleiner Buchfink.
„Hier!“, „Hier!“ und „Hier!“ (eine dicke Hummel paddelt eilig auf ihrer kleinen Luftmatraze zum Strand hin).
„Ich möchte 8 Kugeln, mit Sahne und Wiesenflockenblumenpollen!!! Kann ich mit Karte zahlen?“
„Logo!“, zwitschert der Buchfink fröhlich.
Was für ein Gedränge. Insekten im Urlaub, es lohnt sich, sich das mal anzuschauen.
Geht sehr gut an Blühwiesen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Danke für das schöne Fest. Wie geht es jetzt weiter?

Noch ein großes Dankeschön für die schöne Gnadenhof-Blühwiesenfeier. Und: Wie geht es weiter in unseren Projekten?

Der Bericht in der Zeitung: <a href=“https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1830217/feiern-und-dabei-das-klima-in-melle-schonen“>https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1830217/feiern-und-dabei-das-klima-in-melle-schonen</a>

Heute schon eine ganze Menge aufgeräumt.
Es gab sehr schöne Geschenke gestern und viele viele Unterstützungsangebote.

Im Bewusstsein der Unvollständigkeit:

Danke an Nora und Till Habeck. Die beiden haben an der 20Nations-Chayrity-Rally teilgenommen (https://20nations.com/)
und in diesem Zusammenhang viele viele Spenden für unsere Projekte gesamelt. Dankeschön 🙂

Danke an Catrin und Jens R., welche namentlich lieber im Hintergrund bleiben, uns aber schon sehr lange fördern und unterstützen.

Danke an Thomas Täger, der uns die Nachricht verkündet hat, dass wir ruhig mal wieder einen Förderantrag beim Ortsrat Oldendorf stellen können.

Danke an Mirco Bredenförder, welcher uns eine schöne Vogelbeeren-Eberesche geschenkt hat. Der Baum wurde heute noch eingepflanzt (auch hier haben wir Schafwolle
an die Wurzeln gesetzt, damit das Wasser nicht „in einem Guss“ durch den sandigen Boden rauscht. So können die Wurzeln das Wasser aus dem „Wollschwamm“ nach und nach aufsaugen).
Der Baum wird das Mikroklima begünstigen und vielen Tieren
als Vitamin C-Spende helfen. Entgegen des Volksglaubens sind die Beeren übrigens nicht giftig und wurden früher auf Seefahrt sogar gegen Skorbut eingesetzt:
https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelbeere

Danke an Philip Ufer und Johanna, die uns für die entstehende Streuobstwiese einen Apfelbaum mitgebracht hatten. Auch dieser wurde heute sofort eingepflanzt und angegossen.
Gelernt: Pferdemist soll garnicht so gut sein, um Bäume anzupflanzen.

Das Essen war hypergalaktisch, tierleidfrei, massiv CO2-reduziert und einfach unglaublich gut und lecker.
Danke an Simone Brockmann, Julia Behncke und Sandra Hielscher, welche in einer eine Extra-Nachtschicht voller Magie und Kreativität einiges hervorgezaubert haben.

Danke für die vielen tollen Fotos von Sabine Kö und Christian (die 360GradBilder laden wir über Nacht herunter und posten diese dann morgen):

Danke an Sebastian Kluge, der eine schicke Insektentränke aus Kronkorken gebastelt hat. Die Tränke wurde heute noch gefüllt und in den Boden gesetzt.
Eine total gute Idee, wie aus Reststoffen etwas für die Natur getan werden kann.

Danke an den TSV Westerhausen, der ja ebenfalls sehr aktiv im Natur- und Umweltschutz ist.
Danke an Frank Strötzel und Stefan (?, grosses Sorry, mein Namensgedächtnis ist definitiv ausbaufähig)
Ein schönes Vogelhaus haben wir erhalten. Dieses wurde heute an einem der Storchenmasten angebracht (Innogy-Storchenmast).
Oben können dann die Riesenvögel brüten und einige Stockwerke tiefer die kleinen Meisen.
Insekten gibt es dank der vielen Wildblumen jedenfall noch einige.

Danke an George Trenkler für eine schöne Wasser-Minze-Pflanze. Diese wird auf jeden Fall im Uferbereich des Feuchtbiotops am Kreimerhof angepflanzt.
Danke an Anja Lange-Huber für eine hohe Spende und ein schickes Frosch-Schaf (wird auch am Kreimerhof aufgestellt und unter Schafen und Fröschen für neugierige Blicke sorgen. „Wer bist denn Du?“ :-))

Danke an Eike Stolzenburg, Conny und Georgs Bioladen, welche eine ganze Menge Getränke gesponsert haben 🙂

Danke an die vielen vielen netten Menschen, welche Spenden hinterlassen haben. Spitze! So können wir solche Events stemmen.
Danke auch an die netten Personen der „Tierhilfe Knabbernuss Osnabrück“.

…………

Und auch einige Tiere freuen sich über neue Paten.
Viele unserer Kaninchen (bis auf „Mandy“, die hatte schon eine Patenschaft) freuen sich über die Patin Valentina Andreev.
Danke auch für die Futterspende.

Danke an Karin Kattner-Tschorn. Unsere Ziege Kuno (eines der ersten Tiere, welches bei uns im Jahre 2016 eingezogen ist) freut sich sehr.

Danke an Laura im Namen des Ponys Nika.

Danke an Sabine Kö im Namen von „Neptun“ (die entsprechenden Unterlagen bekommst Du morgen zugeschickt) 🙂

Danke an Meike Bdm, welche eine Patenschaft für Olaf übernommen hat.

Es kann gut sein, dass ich im Eifer dees Gefechts leider jemanden vergessen habe? Bitte kurz anschreiben und mich noch einmal dran erinnern 😉

Alle Patenschafts-Unterlagen werden morgen bzw. übermorgen digital verschickt.
Zudem bauen wir eine Seite auf, wo sich unsere Tiere auf Ihrer „Gras-Eating-Naturschutz-Förderungs-Tournee“ gerade befinden, damit ihr immer wisst, wo Ihr sie
besuchen könnt. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Was großartig ist: Das, was aktuell passiert (schon auch in den Projekten „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis“) zeigt, wenn VIELE Menschen sich beteiligen, dann kann schnell etwas
GROSSES daraus entstehen. Die Fläche, auf welcher gestern gefeiert wurde, wollen wir in den nächsten Jahren weiter umgestalten und zu einem Hotspot der Artenvielfalt umwandeln.

—————————-

Wie geht es weiter?
Durch die immer stärker werdende Unterstützungswelle ist es jetzt so, dass wir nahezu 50% der Gnadenhofkosten mittlerweile durch Spenden abdecken können (der Rest kommt aus privaten Eigenmitteln oder zuweilen auch von Stiftungen).
Das ist sehr sehr sehr viel. Danke! Und es gibt uns neue Möglichkeiten (verbesserte Ställe, weitere Aufnahmen von Tieren in Not, ggf. sogar die Pacht einer weiteren Fläche)

Die nächsten (Klein-/Mittel-/Groß-)-Projekte:

* Diese Woche: Erneuerung des Paddocks für die Ponys basierend auf nicht mehr benötigtem Holz der Firma „Zentrale Autoglas GmbH“ Melle.
Klassisches Upcycling. Nicht mehr benötigte Stoffe sorgen für viel Freude bei uns

* Diese Woche: Pilotprojekt „Kommando Tierische Rasenmäher“
Unsere Tiere werden zur Rasenpflege künftig auch mietbar sein. Eingesetzt werden diese jedoch nur auf Flächen im Umkreis von maximal 2 Kilometern rund um Melle-Westerhausen/Oldendorf.
Uns ist es wichtig, dass wir sowohl morgens und Abends einmal nach den Tieren schauen können (sicher ist sicher)
Mitte der Woche werden diese in einem Pilotprojekt einen Privatgarten an der Eisenbahnstrasse abweiden.

* Demnächst:
Hauptquartier Kreimerhof:
Ausbau eines Freilaufgeheges für die dort lebenden Schweine, welche bislang (noch) im Stall leben

* Herbst:
Anlage und Ausbau von zwei Streuobstwiesen (Melle/Buer und Melle/Oldendorf)

Blühwiesenmahd verschiedener Flächen, damit dort nächstes Jahr wieder eine tolle Artenvielfalt zu sehen ist

* Bis Sommer 2020:
Fertigstellung des Blühwiesen-Korridors von Melle nach Hagen a.T.W. (35 Kilometer, bundesweit der erste seiner Art (nach aktuellem Wissensstand)
Die Eröffnung wird mit großem „TamTam“ stattfinden.

Danke auch an George Trenkler, welcher durch seine Kontakte Flächen dort vermitteln konnte, wo wir bislang noch „Lücken“ haben

Eigentlich hatten wir ja im nächsten Jahr noch „ein dickes Ding“ geplant. Das jedoch haben wir verschoben.
Wir mussten dann doch auch ,al einsehen, dass wir uns zeitweilig (mal wieder) ein wenig übernommen hatten. Dann lieber 2 Gänge runterschalten.

Wer für den Gnadenhof und die Blühwiesen- und Streuobstwiesen-Projekte spenden möchte.
Das geht. Steuerlich absetzbar:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Ein schönes Fest war es

Sommerfest 2019 des Gnadenhofs Brödel und offener Brief an die Menschheit (insbesondere in Melle, im Landkreis OS und umzu)

Liebe Leute, was für ein schönes
Sommerfest heute. Es ist schier unmöglich, sich nanemtlich bei allen Anwesenden bedanken zu können.
Der zum Scheitern verurteile Versuch hier trotzdem:
Danke an Simone Brockmann, sandra Sandra Hielscherr
, Julia Behncke für die tollen Co2-reduzierten Gerichte.
Danke an Philipp Horstmann für die tatkräftige Unterstützung.
Danke an Mirco Bredenförder und Philip Ufer & Johanna für 2 weitere Baumspenden (sehr sehr wichtig im Zeitalter der Klimaerwärmung).
Danke an Anja Lange-Huber für die finanzielle Förderung, Danke an Karin Kattner-Tschorn für eine Patenschaft (Ziege Kuno freut sich).
Danke an Valentina Andreev und Meike Bdm für die Patenschaften. Danke an Susann und Jörg.
Danke an Georgs Bioladen (z.B. an Eike Stolzenburg) und George Trenkler, Felicitas und insbesondere Conny.
Danke an Benno & Ute Hellige
Danke an Till Habeck und Nora (eine gesonderte Meldung für Euer wochenlanges Engagenment folgt noch)
Danke an Thomas Täger und den Ortsrat Oldendorf,
Danke an Philip Ufer & Johanna
Danke an den TSV Westerhausen.
Danke an die Tierhilfe Osnabrück Knabbernuss.
Danke an Sebastian Kluge (ein separater Bericht folgt noch)
Danke an Heidrun für das Sammeln der Spenden, grossartig!

Leider sind zum derzeitigen Zeitpunkt (00:35) noch nicht alle Dankesbotschaften klar definiert sind.
Es tut uns leid, wenn wir Personen hier namentlich (noch) nicht erwähnen.

Es war ein großartiger Abend. Die Presse war vor Ort und weit über 100 BesucherInnen.
Das Essen war gigantisch (vegan, oder vegetarisch).
Es knistert im Gebälk. Es passiert etwas hier. Hier in Melle und hier auf diesem Planten. Menschen tun sich zusammen,
egal von welcher Partei, egal welcher Herkunft, und überlegen gemeinsam, was WIR ALLE, gemeinsam (!!!) TUN können,
um dem Artensterben Einhalt zu gebieten, um der Klimaerwärmung etwas entgegen zu setzen.
Handeln, aktiv werden, einfach nur TUN – heute haben wir hier vielle positive Beispiele erlebt.

——————-
Der offene Brief:
Wie mir mit unserer Ernährung den Planeten retten können
Oder: Warum gibt es hier das zu Essen / zu Trinken, was es gibt?

Überall auf der Welt werden Hitzerekorde gebrochen. Letzte Woche ist eine umfassende Studie in der „Nature“ erschienen, in welcher klar und deutlich steht, dass es sich hierbei nicht um „Wetter-Phänomene“ sondern um einen globalen Temperaturanstieg handelt (sprich: Klimaerwärmung).
Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz verkündete diese Woche recht präzise, dass auch in Niedersachsen das Wasser knapper werden wird und der aktuelle Stand „nur ein Vorgeschmack auf das ist, was noch kommen wird“.
Deutlich wird gesagt: Beim Wasserverbrauch in Niedersachsen wird es künftig zu Konflikten kommen.
Viele Lebensmittel (und deren Produktions- bzw. Anbauweisen) sind hochgradig mitverantwortlich, für den Treibhauseffekt und das Artensterben (das größte Artensterben seit 66 Millionen Jahren). Wir selber haben es in der Hand so zu handeln, dass wir gegensteuern, dass wir helfen und einen lebenswerten Planeten „zurückbekommen“. Wir wollen Niemandem vorschreiben, was er / sie essen soll. Einige Informationen, welche jedoch nicht unwichtig sind, werden an dieser Stelle einmal veröffentlicht:
In Kürze die Co2-Bilanz einiger Lebensmittel:
(von den viel schädlicheren Treibhausgasen wie Methan und Distickstoffmonoxid mal ganz zu schweigen):
https://www.co2spiegel.de/heidelberg/co2_spiegel.pdf
Ein Kilogramm Schweinefleisch: ca. 3000 Gramm Co2 (und etwa 10.000 Liter Wasser für die Futterbereitstellung)
Ein Kilogramm Rind: ca. 13000 Gramm Co2 (und etwa 15.000 Liter Wasser !!)
Ein Kilogramm Butter: ca. 23000 Gramm Co2 (!!!)
Ein Kilogramm Kartoffeln (frisch): ca. 197 Gramm
Ein Kilogramm Gemüse (frisch): ca. 150 Gramm
Zum Vergleich: Ein gepflanzter Baum speichert im Jahr ca. 10 kg Co2 (wenn er denn „groß ist“)
…und nicht zu vergessen beim Fleischkonsum: Das schlimme, grausame Tierleid, welches in der intensiven Massentierhaltung täglich und millionenfach stattfindet.

Übrigens: Der Bio-Landbau verursacht rund 20% weniger Co2 und Methan als der konventionelle Landbau. Dass unweit von hier (ca. 4 Kilometer) ein neuer Massen-Schweinestall für mehrere Tausend Tiere gebaut wird, ist im Zeitalter der Klimaerwärmung ein Doppelt-Schlechter-Witz und schlichtweg ignorant und hochgradig verantwortungslos…
Wo wir einkaufen, was wir essen, können wir alle selber entscheiden.
Bio-Produkte (z.B. von Georgs Bioladen in Melle) tragen oftmals zu einer hohen Artenvielfalt bei (anders als Pestizide in der intensiven Landwirtschaft, welche auch durch ihre Monokulturen hauptverantwortlich für das Artensterben ist).
Produkte aus der solidarischen Landwirtschaft (auch in Melle gibt es zwei Anbieter, siehe https://www.solidarische-landwirtschaft.org), welche nachhaltig arbeiten und tolle ökologisch-wertvolle Produkte anbieten (bei einem sind wir selbst Kunde). Dort wird derart gearbeitet, dass sogar Hot-Spots der Artenvielfalt entstehen.
Weg vom Fleisch, mehr Gemüse, tut auch der eigenen Gesundheit gut und schont das Klima.
Und nun: Guten Appetit (reinen Gewissens) [Klingt ein wenig wie Klugscheisserei, soll aber nicht so gemeint sein]

Gnadenhof Brödel Melle, „Blumiger Landkreis Osnabrück“ und gUG Umweltschutz und Lebenshilfe, Melle im August 2019

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

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Gnadenhof-Blühwiesenfest, Vorbereitung (Teil 3)

Vorbereitung für das Gnadenhof-Blühwiesen-Sommerfest (Tag 3) 🦆🌻🐝🍏🐸🌺🌸🌼🌻🌳🌳🌳🌳
Morgen gehts los (Am Wulberg 31, Melle, Ab 16:00 Uhr)
Ist schon ne ganz schöne Action das Ganze, zum Glück helfen viele viele Menschen auch aus der Nachbarschaft mit
Es ist überhaupt mittlerweile gigantisch, wie viele Nachbarn das Projekt mittlerweile mittragen, z.T. sogar BIO-Futter für die Hühner kaufen, Danke!!!!

Danke an dieser Stelle an Jens und Katrin R., welche die Unkosten durch eine hohe Spende subventioniert haben.
Danke an Philipp Horstmann, der viel Unterstützung angeboten und bereits tatkäftig beim Umzug der Tiere geholfen hat.
Danke an Jörg und Susann, welche die Stromversorgung morgen sicherstellen und sich rührend um die Hühner kümmern..
Danke an Simone Brockmann, Sandra Hielscher und Julia Behncke, welche seit gefühlt drölfunddreissig Stunden dabei sind großartige Köstlichkeiten zuzubereiten.
Unser Öko-Garten wurde heute erst einmal leer geräumt. Garantiert BIO-Gemüse, frei von Pestiziden und absolut regional (um genau zu sein:
Gewachsen etwa 100 Meter vom Ort der Feier entfernt).
Gesessen wird morgen hauptsächlich auf Strohballen. Für Menschen, welche jedoch damit z.B. körperliche Schwierigkeiten haben, sind natürlich auch „normale“
Sitzplätze vorhanden.
Toiletten gibt es natürlich auch.

Wir haben zwar auch einige Parkplätze für Menschen, die mit dem Auto anreisen,
Ihr könnt aber auch mit dem Zug kommen (Bahnhof Westerhausen).
Vom Bahnhof aus sind es zu Fuß etwa 5 Minuten bis zur Party.

Morgen bereiten wir „den letzten Schliff“ vor und werden noch zwei mobile Weidehütten rübertragen (falls es regnet). 4 Obstbäume für den Beginn einer Streuosbtweise und um die anfallenden CO2-Emissionen auszugleichen, werden wohl schon morgen früh auf dem Gelände gepflanzt. Heute noch einige Zäune repariert, die Infrastruktur aufgebaut, aufgeräumt (ist ja schon des öfteren etwas Kuddel-Muddel bei uns ;-)),
eingekauft und und und….
Essen und Getränke sind morgen für alle kostenlos. Über kleine Spenden jedoch würden wir uns freuen (absolut freiwillig). Bei der Verpflegung achten wir darauf, dass es CO2-reduziert ist, BIO (wichtig für den Artenschutz) und tierleidfrei.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck