Blühwiese an der Bushaltestelle „Alte Post“ Riemsloh
Aus „hässlichen Entlein“ werden manchmal „wunderschöne Schwäne“ – es braucht einfach nur Geduld

Mit Blühwiesen ist das immer so eine Sache.
Wenn sie blühen, dann sehen sie ganz fantastisch aus.
Wenn sie nicht blühen, also im frühen Frühling z.B., dann ist das nicht immer so.

Über die Blühwiese in Riemsloh an der Bushaltestelle „Zur Post“ gab es ja zuletzt unterschiedliche Meinungen.
Zunächst einmal: Die Blühfläche wurde innerhalb des Projektes „Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück“ ehrenamtlich auf einer städtischen Fläche angelegt.
Dort befindet sich zudem ein großes Schwalbenhotel – errichtet von der SON (Stiftung für Ornithologie und Umwelt).

All unsere Blühwiesen werden in der Regel von uns „gemonitort“ (schlechteste Punktzahl 1, höchste Punktzahl 10).

Im letzten Jahr hat die Fläche in Riemsloh völlig zu Recht eine sehr hohe Punktzahl erhalten: 8
Ein toller Erflog, hauptsächlich auf Basis des regionalen Saatgutes „Schmetterlings- und Wildbienensaum)“ (….der Goldstaub schlechthin):
https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/08-schmetterlings-und-wildbienensaum.html

Siehe dazu auch: http://blumiger-lkos.de/naturschutz-extreme/

Wie das bei Blühwiesen aber eben so ist, basierend auf mehrjährigem Saatgut blühen sie auf jedem Fall auch im Folgejahr, man weiß jedoch nie wann (?).
In diesem Jahr war es im April und im Mai deutlich zu kalt, heisst: Es blüht mit Verzögerung.
Das kann dann auch schon mal etwas „urselig-ungepflegt“ und „artenarm“ aussehen (das ist leider so).
Zuweilen kann es Sinn machen, diese mit regionalen Akzeptanzarten dann etwas „aufzupeppen“
(letztlich sind Blühwiesen im öffentlichen Raum immer auch irgendwie politisch….).

In der Regel jedoch reicht es, einfach Geduld zu beweisen.
In den lezten 2 Wochen hat die Blühfläche in Riemsloh nun einen großen Sprung gemacht.
Wir erleben das übrigens immer wieder, dass auch „einjähriges“ Saatgut auf den Wiesen häufig wiederkommt, so wie hier z.B.
Kornblumen und Mohn.
Aber nicht nur das: Heute echte Kamille dort erspäht, Schafgarbe, Phacelia, Ackersenf, wilde Stiefmütterchen, Färberwaid (Isatis tinctoria),
eine Vielzahl unterschiedlicher Malven entwickelt sich dort, ebenso die mehlige Königskerze (Verbascum lychnitis).
Ein kleines Highlight: Einige Exemplare der gelben Resede dort gesichtet (Reseda lutea).
Auch der Wiesen-Bockbart(Tragopogon pratensis) und Rainfarn (Tanacetum vulgare) kündigen sich schon an.
Viele Keimlinge der Zaunwicke zudem im Wachstum (Vicia sepium).

Perfektus!!
Um Naturwunder zu sehen brauchen wir manchmal einfach etwas mehr Geduld.
Und: Noch ca. 2 Wochen – dann erleben wir dort eine Farbenexplosion!!

Und: Auch jetzt schon: Es summt und brummt dort „wie Hulle“. Die Blühwiese in Riemsloh ist ein wichtiger Beitrag gegen das omnipräsente Artensterben.
Zudem existieren auf dem Areal einige sandige Bodenoffenflächen: Ein wertvolles Nistrefugium für unterschiedliche Wildbienenarten.
Ein herrliches Kleinod mitten in Riemsloh 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

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