Bereits über 1300 Blühwiesen, -inseln, -streifen in der Blühflächen-Vernetzungskarte auf Insektenrettung.de.

Auch die Blühflächen von Bienenstrom.de wurden nun integriert.

Bienenstrom
Bienenstrom ist ein Kooperationsprojekt der Stadtwerke Nürtingen GmbH und des Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Bienenstrom ist 100% Ökostrom, der Lebensräume für Pflanzen und Insekten schafft. Mit der Zahlung des Blühhilfe-Beitrags von 1 Cent pro kWh verbrauchten Stroms wird der Aufbau und die Pflege von Blühflächen – anstelle von z.B. Mais – finanziert. So lässt Energie Landschaften aufblühen.
Im und um das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurden Ende April 2018 Wildpflanzen zur Energiegewinnung in Biogasanlagen ausgesät. Diese blühenden Wildpflanzenmischungen dienen als Ersatz von bisher angepflanzten Reinkulturen, wie beispielweise Mais. Sie schaffen damit neue Lebensräume für Insekten und erweitern die biologische Vielfalt auf der Schwäbischen Alb. Zehn Landwirte bzw. agrarwirtschaftliche Unternehmen haben die Pflanzenmischungen ausgebracht. Sie werden so zu Bienenstrom-Blühpaten.
Im ersten Projektjahr schufen sie damit eine Gesamtfläche von ca. 14 ha neue Blühflächen. Die Finanzierung der Projektkosten erfolgt durch den bundesweiten Verkauf von Bienenstrom auf www.bienenstrom.de.
Im Jahr 2019 konnten bereits fünf weitere Hektar Ackerfläche in das Bienenstrom-Projekt aufgenommen werden. Damit sind zwei weitere Blühpaten dabei. Ihre Flächen liegen ebenfalls im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Das ergibt insgesamt 19 Hektar Lebensraum für Wildtiere, Bienen und andere Insekten.

Bienenstrom ist ein Stromprodukt, das Ökostrom und die privatwirtschaftliche Finanzierung von artenreichen Blühflächen kombiniert. Der hochwertige Ökostrom wird in alpinen Wasserkraftwerken erzeugt. Mit jeder durch die Stadtwerke Nürtingen GmbH verkauften Kilowattstunde Bienenstrom fließt ein Cent als Blühhilfe-Beitrag in das Projekt zum An- und Ausbau von Blühflächen. Die Käufer von Bienenstrom werden durch ihre aktive Unterstützung über den Blühhilfe-Beitrag zu Blühhelfern. Die am Projekt beteiligten Landwirte erhalten zur Finanzierung erhöhter Anbaukosten bzw. Ertragsminderungen dauerhaft einen festgelegten, jährlich zur Auszahlung anstehenden Beitrag pro Hektar Anbaufläche.
Biologische Vielfalt:
Im Rahmen des Projektes gibt die Stadtwerke Nürtingen GmbH den beteiligten Landwirten die verwendete Blühmischung vor. In dieser Blühmischung enthalten sind die heimischen Pflanzen Steinklee, Buchweizen, Malve, Eibisch, Flockenblume, Rainfarn und weitere. Insgesamt besteht die Mischung aus mehr als 20 verschiedenen Pflanzensorten, die zusätzlichen Lebensraum für Wildtiere schafft. Die innovative Blühmischung ist eine Synergie aus dem Bedarf nach Lebensraum für Insekten und andere Wildtiere, sowie aus ökonomischen Gesichtspunkten bei der Verwendung in Biogasanlagen.

Auch im Winter bietet die Blühmischung Vorteile gegenüber der Anpflanzung von z.B. Energiemais. Wildtiere finden Deckung auf den Äckern, denn die mehrjährigen Pflanzen sind über die kalte Jahreszeit nicht völlig verschwunden. Im verbleibenden Grün finden beispielsweise Feldhasen einen natürlichen Rückzugsort.

Tragt gerne Eure Blühinsel (z.B. in Privatgärten, auf kommunalen Flächen, Randstreifen etc.) in die Karte ein.

http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen/

Welchen Nutzen hat das?

Du hilfst damit ein dringend notwendiges Monitoring aufzubauen (wo sind Blühwiesen vorhanden, basierend auf welchem Saatgut? Wo können z.B. „Lücken“ geschlossen werden um dadurch Wildblumen-Korridore anzulegen? Wo empfiehlt es sich für Kommune XY aktiv zu werden, da Gemeinde ABC in der Nähe bereits eine Fläche geschaffen hat?)

Mit Deinem Eintrag hilfst Du dabei eine gezielte Planung zu ermöglichen. Im Sinne eines Insektenschutzes ist es wichtig, lokale/regionale „Blühbänder“/“Blühkorridore“/“Blühinseln“ anzulegen und Biotope zu vernetzen. Das klappt jedoch nur dann, wenn wir (als Gesellschaft, Kommune, Landkreis, BürgerInnen, Naturschutzgruppen etc.) wissen WO (!) bereits Areale vorhanden sind. Das Ziel muss es sein, einen regionsübergreifenden genetischen Austausch zu fördern. Dieser genetische Austausch ist elementar für eine Arterhaltung. Heißt: Wir müssen lokale/regionale Schutz-Korridore schaffen, damit Insekten von Blühfläche/-insel/-streifen/-wiese zu Blühfläche/-insel/-streifen/-wiese fliegen können. Dieses kann jedoch nur dann funktionieren, wenn wir wissen WO bereits Blühareale angelegt wurden, um somit das „Blüh-Netzwerk“ zu erweitern. Durch die Verortung von Blühwiesen in der Karte wird sichtbar, WO WELCHE Blühwiesen (WELCHER Größe? Basierend auf WELCHEM Saatgut?) vorhanden sind, um somit dort in der Nähe weitere Flächen zu schaffen. Zu bedenken ist: Gerade Wildbienen haben einen geringen Flugradius (etwa bis zu 2 Kilometern). Viele dieser Arten schaffen sogar nur eine Distanz von 500 Metern.

Auch im Zeitalter des Insektensterbens wissen wir viel zu wenig über Insekten. Es fehlen grundlegende Daten für wissenschaftliche Untersuchungen. Mit Deinem Eintrag hilfst Du, einen wichtigen Datenbestand anzulegen. Die Daten werden für die Allgemeinheit auf Anfrage kostenlos zur Verfügung gestellt und können in Forschungsprojekten einen sehr hohen Nutzen bringen. Die Daten werden unter der „Creative Commons-Lizenz (Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)“ veröffentlicht.

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