Blühwiesenmahd hat Hochsaison

Gestern war ganz schön Action. Jetzt ist die Zeit der Blühwiesenmahd – mit unserem Schweiß die Wiesen gewässert 😉
Wilde Möhe, Rainfarn (ab und zu), Schafgarbe und die Wiesen-Flockenblume stehen oft in voller Blüte.
Auf verschiedenen Flächen 50% der Wiesen gemäht. Nur durch eine mehrmalige Mahd im Jahr bleibt das Artenreichtum der Wiesen erhalten.
Damit die Insekten nicht plötzlich verhungern werden aber nur Teile der Areale gemäht. Der Rest der Teilflächen folgt in ca. 3 bis 4 Wochen.

Pures Glück auf kleinem Raum

Wir freuen uns immer sehr, wenn uns Bilder der Blühwiesen erreichen.
Diese Flächen hier wurden im Rahmen von Blumiges Melle + Blumiger Landkreis Osnabrück in Gesmold und in Neuenkirchen angelegt.
Nahrung im Überfluss für die Insekten, welche wir doch alle so dringend brauchen.

Es blüht überall

Und Karsten Wachsmuth gibt ordentlich Gas. Die Gnadenhoffläche „Am Kreimerhof“ (http://gnadenhof-melle.de) wird stetig ausgebaut,
sodass dort bald die ersten Tiere einziehen werden.
Und anbei noch einige Bilder von der (jetzt amtlichen) Jahrhunderblühwiese zwischen Melle und Bissendorf.

Blühwiese blüht von 9.30 bis 12.30 Uhr

Melle: Blühwiese blüht von 9.30 bis 12.30 Uhr
Ein echtes Phänomen. Die Blühwiese in Melle/Westerhausen auf unserem Gnadenhofgelände (http://gnadenhof-melle.de),
welche im Auftrag der Heinz Sielmann Stiftung wissenschaftlich untersucht wird,
blüht aktuell zwischen 9.30 und 12.30 Uhr besonders intensiv.
Der Grund ist das dort wachsende Ferkelkraut. Dieses öffnet seine Blüten nur an sonnigen Tagen und nur vormittags.
Es sieht toll aus, goldgelb 🙂
Ansonsten sind dort unterschiedliche Malven, Wilde Möhre, Königskerzen und Natternkopf zu sehen.
Aktuell lassen wir unsere Tiere dort nicht grasen, damit die Wiese erst einmal wieder ordentlich hochwächst.

Gigantisches Wildbienenrefugium in Georgsmarienhütte – Tolles Beispiel für aktiven Naturschutz

Georgsmarienhütte: Die Riesenblühwiese (2 Hektar) liefert Pollen und Nektar in Massen

Am Freitag gemeinsam mit der Stiftung Stahlwerk Georgamarienhütte und der Presse die 2-Hektar-Blühwiese
auf dem Stahlwerksgelände begutachtet. Ein gigantisches Rückzugsrefugium für Wildbienen entwickelt sich hier.
Kornblumen, Wild Möhre, Roter Lein, Wiesensilge, echte Kamille, Koriander blühen in voller Pracht. Das riesige Gelände bietet zudem viele Nistmöglichkeiten (Sandige Offenflächen, Brombeersträucher)
für eine Vielzahl von Wildbienenarten.
Vielen Dank an dieser Stelle an die Stiftung Stahlwerk.
Das Areal wurde bereits einmal teilgemäht, sodass sich fortan eine neue Wildblumenwiese entwickeln kann. Bis tief in den Herbst hinein können so eine Vielzahl von Insekten versorgt werden.
Innerhalb kurzer Zeit hohe Anzahl unterschiedlicher Schmetterlingsarten entdeckt. Tagpfauenauge, Admiral, Zitronenfalter, Bläuling und und und.

Sehr gut auch, dass die Neue Osnabrücker Zeitung immer wieder berichtet. Je mehr Menschen über die schlimme Situation der Insekten lesen, desto mehr werden aktiv.
Das freut uns immer wieder 🙂

Heute Hunderte Wildblumensträuße verschenkt

Heute mehrere hundert Wildblumensträuße verschenkt.
Einfach mal Menschen eine Freude machen (und Tieren sowieso)!
Insektenschutzprojekt Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück im Finale des Niedersächsischen Umweltpreises 2018.
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Heute wieder eine Mahd durchgeführt. Es „tut zwar weh“, aber Blühwiesen müssen gerade im Sommer geschnitten werden
(so können Insekten dann nämlich bis in den späten Oktober Pollen und Nektar ernten).
Natürlich wurden nur 50% der Blühwiesen gemäht (so bleibt der Tisch reich gedeckt).

Ein Teil des Mahdgutes bliebt für eine Samenausbreitung erstmal liegen und wird in den nächsten Tagen entfernt.
Und wohin mit dem Rest? Unsere Tiere auf dem Gnadenhof Melle („Brödel“) freuen sich über Frischfutter (http://gnadenhof-melle.de).
Und dennoch hatten wir heute so viele Wildblumen „über“.
Also: Einfach mal Menschen eine Freude machen.
Im südlichen Landkreis haben wir zig Menschen, die wir spontan getroffen haben, einen kleine Blumenstrauß überreicht (mit Flyer).
Zum Beispiel der Feuerwehr, der Polizei, einem Krankenhaus, einem Altersheim…und vielen, vielen, die einfach den Weg kreuzten.
Es ist ein schöner Anblick, wie sich Menschen darüber freuen – Das benötigen wir in einer sinnvollen, achtsamen Gesellschaft!

Auf unserem Gnadenhof fand es auch guten Anklang.
Ganz wichtig: Aufgrund verschiedener Nachfragen werden wir unsere Tiere verstärkt zur Mahd insektenfreundlicher Blühwiesen einsetzen.
Warum? Aus „Naturschutzgründen“ ist das sinnvoll. Die Tiere verdichten bei der Mahd den Boden nicht so stark wie unsere Maschinen.
Viele Wildbienen nisten im Boden und sind „not amused“ wenn unsere z.T. mehrere Hundert Kilo schweren Apperate auf einmal die Nistgänge
„zumachen“. Und: unsere Ponys, Schafen und Ziegen sorgen dafür, dass das Saatgut auf natürliche Art und Weise verbreitet wird, besser geht es nicht!

Ergänzend dazu: Einge haben ja mitbekommen, dass die Tierbeweidung auf der Gnadenhoffläche in Melle/Westerhausen (http://gnadenhof-melle.de)
eine klassische Meinungsverschiedenheit mit dem Bauamt Melle geschaffen hat.
Aber: Jetzt sind neue Fakten (aufgrund vielfältiger Unterstützungsangebote aus der Bevölkerung) vorhanden.
Und: Wir haben als zusätzliche Unterstützung eine renommierte Kanzlei beauftragt, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
Ok, ganz günstig sind die nicht, aber es sind DIE BESTEN (und um Tier- und Naturschutz mit herrschenden Rechtsbedingungen in Einklang zu bringen, sind DIE BESTEN gerade gut genug).
Wir glauben nach wie vor, dass sich eine Lösung findet, von welcher der Natur-, Artenschutz und Tierschutz in Melle in höchstem Maße profitieren kann.
Und wir freuen uns drauf!! 🙂 Sicherlich können wir gemeinsam und bundesweit ein Zeichen setzen! Win-Win-Win-Win-Situationen schaffen.

Anbei noch einige Zusatzinformationen:
Die Projekte Blumiges Melle/Blumiger Landkreis (in Kombination) sind ins Finale des Niedersächsischen Umweltpreises eingezogen.
Ende August wird der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Klimaschutz
und Bauen, Herrn Olaf Lies, den Preis verkünden.

Und: Blumiges Melle/Blumiges Niedersachen steht bald für den renommierten Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN zur Abstimmung bereit.

Beides ist uns eine Ehre!!

Und dennoch ist es so:
Unsere Naturschutzarbeit und die juristische Unterstützung in Meinungsverschiedenheiten kosten Geld, viel Geld.
Vielleicht wollte Ihr Spenden:

https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen?utm_source=project_widget&utm_medium=project_61174&utm_campaign=widget

https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck?utm_source=project_widget&utm_medium=project_61252&utm_campaign=widget

Falls Ihr „nicht nur“ spenden wollt, sondern gerne eine adäquate Gegenleistung erhalten möchtet:
Kauft gerne unser einpflanzbares Naturschutzbuch für Kinder und Erwachsene:
http://das-einpflanzbuch.de

Förderung durch Landschaftsverband Osnabrücker Land

Auch der Landschaftsverband Osnabrücker Land fördert „Blumiger Landkreis Osnabrück“ mit einem beachtlichen Betrag.
Wir freuen und bedanken uns 🙂
Das bedeutet, dass wir auch 2019 weitere Flächen anlegen können, super ist das 🙂

Aus Hasbergen haben uns einige Bilder von einer Fläche erreicht, welche wir im April angelegt haben.
Dort ist einiges los 🙂

Saatgut „Osnabrücker Mischung“ blüht mit etwas mit etwas Verzögerung

Eine ganze Menge Leute haben ja etwas genörgelt. „Die Osnabrücker Mischung bringt ja garnichts. Da kommt ja garnichts“.
Und offen gesagt: Auch wir wurden etwas nervös, zumal ein Kilogramm Saatgut bei 130 Euro liegt. Es hat sich nun aber doch gezeigt, dass „Gut Ding Weile haben will“ 🙂
Auf einer Fläche in Bissendorf haben wir einen Teststreifen angelegt.
„Blühende Landschaft Nord“ und „Osnabrücker Mischung“ im Vergleich (Aussaaten wurden jeweils am 26.3. und am 26.5.) vorgenommen.
Während die „Blühende Landschaft Nord“ (ausgesät am 26.3.) schon im Mai anfing zu blühen ist der „Knalleffekt“ der „Osnabrücker Mischung“ erst jetzt
ersichtlich (3 !! Monate nach Aussaat). Schafgarbe in Massen, Kornblume, Mohnblumen, wunderschön :-).

Ganz offensichtlich wird es bei den Vergleichsaussaaten vom 26.5.
„Blühende Landschaft Nord“ fängt jetzt schon an, prächtig zu blühen (der erste Ackersenf ist da).
Die „Osnabrücker Mischungs“-Fläche sieht aus, wie eine Fläche auf dem Mars nach einem Sandsturm. Da brauchen wir noch etwas Geduld 🙂

Sparkasse Osnabrück fördert „Blumiger Landkreis Osnabrück“

Eine richtig gute Nachricht. Die Sparkasse Osnabrück (Sparkassenverband Niedersachsen) unterstützt das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“
[Artenvielfalt stabiliseren, Insektensterben stoppen, http://blumiger-lkos.de] mit einem hohen Betrag aus der Lotterie „Sparen und Gewinnen“.
Wir freuen uns sehr darüber und sagen danke. Das eröffnet dem Projekt weitere Möglichkeiten 🙂

Wir wünschen einen farbigen bunten und schönen Tag :-)

Einen schönen blumigen Tag wünschen wir Euch 🙂

Anbei einige Bilder, welche gestern an verschiedenen Blühwiesen im Landkreis gemacht wurden.
Zudem erhalten wir immer wieder Aufnahmen, was aus dem verschickten Saatgut geworden ist.
Danke an Marie und Mechthild für einige weitere Bilder, welche wir hier veröffentlichen.

Die „Jahrhundertblühwiese“ zwischen Bissendorf und Melle

Menschenschlangen an der „Jahrhundertblühwiese“ zwischen Melle und Bissendorf
– Busse aus den Niederlanden reisen an – Rotes Kreuz hilft bei Hitzeschocks

Die entstehende „Jahrhundertblühweise“, 6000 m², unweit des Campingplatzes Ludwigsee (zwischen Bissendorf und Melle)
erweist sich immer mehr als überregionaler Tourismusmagnet.
Am heutigen Sonntag stauten sich Busse voller interessierter Blühwiesenfans aus dem gesamten Bundesgebiet.
Auch aus Belgien und den Niederlanden reisten Interessierte an.
„Das ist der großartigste Tag meines Lebens. Das ich das noch erleben darf.“, so ein 80jähriger Biologe aus Amsterdam.

Die Warteschlangen wiesen teilweise Längen mehrerer Hundert Meter auf. Das Rote Kreuz half mit kühlem Wasser, da
etliche Touristen offensichtlich nicht mit der großen Hitze gerechnet hatten. Mehrere Fernsehsender schalteten Liveberichte.

Eine weitere Besucherin, Gaby aus München: „Gerne zahle ich auch den Eintrittspreis von 80 Euro. Wann kriegt man schon einmal so etwas geboten? Ein Traum!“

Auch das Ordnungsamt weist an dieser Stelle noch einmal auf folgendes hin:
„Die Blühwiesen dürfen nicht betreten werden.
Es handelt sich hier um wichtige Schutzrefugien für Insekten. Aber auch viele Vögel und Kleinsäuger suchen hier ihre Nahrung und wünschen sich etwas mehr Ruhe.
Wir bitten die anreisenden Touristen daher, sich nur flüsternd an der Fläche vorbei zu bewegen.“

Bundestourismus-Minister Rico Reiselustig findet blumige Worte: „Ein schönes Beispiel
wie Tourismus und Umweltschutz harmonieren können. Die Jungs zeigen wie es geht. Man muss nur wollen!“

Im Ernst: Anschauen gerne, vom Rand aus. Bitte NICHT betreten!