Die Grünen des Osnabrücker Landes rufen auf, gegen das Insektensterben aktiv zu werden

Auch die Grünen im Osnabrücker Land rufen dazu auf, gegen das Insektensterben in der Region aktiv zu werden:

Aussterben von Insekten stoppen!

Immer wieder hören wir und beobachten auch selbst, dass seit vielen Jahren die Zahl der Fluginsekten dramatisch zurückgeht. Nicht nur Naturschutzverbände warnen vor einem Insektensterben mit bislang unbekannten Folgen. Alarmierende Berichte weisen außerdem schon lange auf zurückgehende Bestände von Fasanen und anderen bodenbrütenden Wildvögeln hin, weil deren Küken nicht nur mangels Deckung frühzeitig sterben, oftmals schlicht verhungern.
Über die Ursachen des Insektensterbens wird viel diskutiert: Der überhand nehmende Einsatz von Insektiziden – hier besonders die Neonicotinoide-, der Klimawandel mit besonders warmen Wintern mit sich anschließendem zu kalten oder zu trockenem Frühjahrsbeginn, eine ausgeräumte Landschaft, die sich auch im Osnabrücker Land immer noch durch viel zu wenige Wege- und Gewässerrandstreifen auszeichnet.

Wir alle können und müssen aktiv werden !

Die Anlage verschieden großer Blühwiesen und ihre Vernetzung durch Naturschutzverbände wie die „Umweltschutz und Lebenshilfe“ ist ein großartiges Engagement und verdient uneingeschränkt Unterstützung und Anerkennung. Aber auch jeder einzelne, nicht verbandlich organisierte Bürger, der zu Hause einen noch so kleinen Flecken Garten zu bewirtschaften hat, kann einen eigenen großen Beitrag leisten:
Privatgärten müssen keine Kieslandschaften sein, sondern könnten durch die pflegeleichte Anlage heimischer blühender Stauden und Sträucher oder durch die Aussaat von Wildblumen viel dazu beitragen, die Insekten zu fördern. Informationen dazu gibt es auf http://blumiger-lkos.de .
Wir Grünen im Kreistag und im Kreisverband Osnabrück-Land begrüßen ausdrücklich alle Initiativen, die sich für eine Förderung der Insektenvielfalt einsetzen. Darüber hinaus fordern wir schon seit vielen Jahren, dass der Landkreis die zahlreichen Kompensationsflächen erfasst, egal ob sie unter Verantwortung des Kreises oder der Gemeinden stehen, um so deren dauerhafte Nutzung auch für den Insektenschutz zu ermöglichen.

Melle wird Blühwiesenparadies

Eine weitere „Groß-Blühwiese“ entsteht in Melle an der Sondermühlener Straße – 6000 m² -Spitze!!!.
Wir werden hier in unserer kleinen Stadt noch das Blühwiesen-Paradies schlechthin 🙂
Danke an Karsten Wachsmuth. Danke aber insbesondere auch an die Flächeneigentümer.
Großartiger Einsatz. Die Leute haben das Fräsen der Fläche komplett übernommen, auch beim Walzen und Aussäen wurde geholfen.
Es gibt Augenblicke in diesem Projekt, da bekommt man Tränen der Rührung in die Augen.
Unser ehrgeiziges Ziel: In den nächsten 2 Jahren einen Biotopverbund zu schaffen, in welchem Blühwiesen möglichst nur 500 Meter von der nächsten Blühwiese entfernt sind.
Das wärs!!!

Mittelfristiges Ziel: Blühwiesen-Biotopvernetzung

Wo haben wir bislang die Blühwiesen angelegt?

Ganz ganz wichtig bei der Anlage von Blühwiesen ist letztlich, als mittelfristiges Ziel, eine Biotopvernetzung.
Während Honigbienen ja ca. 5-6 Kilometer fliegen können, schaffen viele Wildbienenarten maximal 2 Kilometer (verschiedene Arten auch deutlich weniger!!).
In diesem Sinne ist es wichtig, Blühwiesen möglichst eng zu vernetzen.
In der Karte seht Ihr die angelegten Flächen in 2017 (rot) und 2018 (gelb) mit einem 2 Kilometer-Einflugradius.

Das Ziel ist aber ganz eindeutig, im nächsten Jahr weitere Blühareale anzulegen, um möglichst einen Abstand von 1 Kilometer zueinander zu schaffen (und später dann 500 Meter – Wir brauchen ehrgeizige Ziele).
Durch eine Biotopvernetzung wird ein genetischer Austausch gefördert, welcher für eine Arterhaltung elementar ist.

Für mehr Blühwiesen brauchen wir dringend mehr Geld, den regionales Saatgut ist teuer (1 kg bis zu 170 Euro, reicht für 500 m²). Vielleicht kommt bald sehr viel Geld von Google (20.000 Euro).
Bitte stimmt hier für uns ab (kostenlos, ohne Registrierung):
https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz

Weitere Blühwiesen in Melle und Bissendorf – Einlauf auf der Zielgeraden (für dieses Jahr)

Und die letzten Meter schaffen wir auch noch. Einige wenige Flächen werden noch bearbeitet.
Dann haben wir auch das letzte Körnchen des Saatgutes ausgesät (Blühende Landschaft Nord kann bis Mitte Juni ausgesät werden).

In Melle an der Bifurkation gab es einen Sreifen sandige Offenfläche. Für Wildbienen eigentlich toll, aber einige BürgerInnen haben
sich beschwert, dass dort nichts wächst. Also wurde gefräst und nachgesät. Und keine Sorge: In direkter Nähe, aber für den Menschen kaum sichtbar,
sind heute in aller Frühe trotzdem sandige Offenflächen entstanden…So freuen sich alle 🙂
In Melle Riemsloh (Bushaltestelle zur Post) haben die Stadt Melle und die Stiftung für Ornithologie und Naturschutz ein tolles Projekt initiiert.
Eine große Unterkunft für Schwalben. Und Schwalben mögen: Insekten. Also wurde auch dort heute von uns eine ca. 200 m² große Blühfläche ausgesät.

In Bissendorf/Nemden fanden zudem heute die Vorarbeiten für die Abschluss-Blühwiesenparty auf dem Hof Luckmann statt.
An der Eichenstraße wurde heute zunächst einmal extensiviert. Mit nem Balkenmäher ordentlich Gras gemäht. Danke an Michael Grave für die unterstützung.
Auf ca. 1000 m2 haben wir gemäht und auch schon teilweise abgetragen. 2 Katzen und ein kleiner Igel fandens auch gut.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Bitte stimmt hier für uns ab:
https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz

Einige Blühwiesen aus dem letzten Jahr blühen schon in allen Farben – Das Extensivieren hat sich gelohnt

Heute mal einige Flächen besucht, hauptsächlich Areale, welche schon im letzten Jahr angelegt und dann extensiviert wurden.

Einfach toll: Bei der Tischlerei Huth in Melle blüht es schon in allen Farben.
Großartig auch das Areal an der Oldendorfer Straße (gegenüber vom Lidl-Parkplatz).
Letztes Jahr wuchs hier fast nur weißer Gänsefuß. Dann haben wir gemäht und Stunden über Stunden abgeharkt.
Und jetzt? Ein Kracher!! Margeriten, Phacelia, Ackersenf. Und ein Gesumme ist dort zu hören 🙂
Auch eine Ackerwitwenblume wurde erspät, ebenso einige Kuckucks-Lichtnelken.

Eine Wahnsinns-Blühwiese findet sich an Brockmeyer´s Gasthaus zur Bifurkation.
Was für eine gigantische Farbenvielfalt, unglaublich!!

Samstag, 26.5.18, Blühwiesenparty Melle + Bissendorf/Nemden

Diese startet an der Grenze zwischen Melle und Bissendorf, um eine gemeindeübergreifende Biotopvernetzung zu realisieren.

Homepage http://blumiger-lkos.de

10.00 Uhr, Nemdener Straße 44 (bei Franz Josef Pabst, Melle), gemeinsam eine herrliche Blühwiese für Insekten anlegen
11:30 Uhr, Eichenstrasse 2, Bissendorf/Nemden, wir legen die nächste Blühwiese an, Bienen, Hummeln und Schmetterlinge werden sich freuen
Anschließend: Gegen 13.00 Uhr, gemeinsames Essen und Trinken auf dem Hof Luckmann – Toller Biergarten und mehr in Bissendorf/Nemden, Kummetstr. 5,
Dort befinden sich bereits zwei tolle Blühareale, herrlich anzusehen.

Essen und Trinken ist für alle freiwilligen HelferInnen kostenlos. Anmeldungen werden unter
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/impressum/ erbeten. Organisiert vom BUND (Kreisgruppe Osnabrück, BienenBündnis Landkreis Osnabrück Süd) und der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle.

Blühwiesenparty Melle + Bissendorf

Und endlich blüht es – Belohnung für harte Maloche

Und endlich blüht es 🙂 🙂 . Auf den Arealen welche wir im letzten Jahr in Melle angelegt haben (wichtig dabei: Blühwiesen müssen möglichst zwei Mal im Jahr gemäht werden,
damit sie auch im Folgejahr wieder Pollen und Nektar liefern) fängt es an zu blühen. Ackersenf, Rote Lichtnelke, Kornblumen, Margeriten.
Erstmalig heute auch eine Acker-Witwenblume gesehen. Das ist die Belohnung für die ganze Menge harte Maloche 🙂

Erstellung von Nisthilfen ebenfalls sehr wichtig

Blühwiesen sind eine Sache für die Stabilisierung der Insektenvielfalt,
genauso wichtig sind jedoch auch Unterkünfte für Insekten. Haben im Laufe des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (Artenvielfalt stabilisieren, Insektensterben stoppen) auch diesbezüglich etwas gemacht.
Wildbienen mögen z.B. gerne sandige Offenflächen oder Trockenmauern, Totholz ist ebenfalls ganz ausgezeichnet (gerne ganze Stämme). Auch „Wildbinennisthilfen“ werden gerne angenommen.
Die Dinger aus dem Baumarkt sind jedoch oftmals nicht so gut geeignet.