Erstbesiedlung der Biotopfläche bei Thomas Philipps.

Erstbesiedlung der Biotopfläche bei Thomas Philipps.
Die Schafe sind im Paradies 🙂 😊😊🦋🐞🐛🌻🌼🌸🌺

Auf dem Areal wurde in diesem Jahr bereits die “Osnabrücker Mischung” ausgesät sowie eine kleine Parzelle “Blühende Landschaft Nord”.
Und wie man sieht: Es blüht noch so einiges. Etliche Insekten sind noch unterwegs.
Die Flugsaison endet auch erst Ende Oktober.

Einige der Kollegen haben heute noch die Klauen geschnitten bekommen und wurden entwurmt.
Mittlerweile leben hier 40 Schafe und Ziegen, da bliebt ein bisschen Arbeit nicht aus.
Das schöne ist: Fast jedes Tier hat ganz besondere Eigenarten. Man erkennt sie zuweilen tatsächlich an ihrem Verhalten.
Und fröhlich zuckelten sie dem Sonnenuntergang entgegen, mit einem beruhigenden “Mampf…Mampf…Mampf…Mampf”.

Blumiger Landkreis Osnabrück + 500 AKA
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

10 unserer Ziegen haben heute frisch geschnittene Klauen bekommen

10 unserer Ziegen haben heute frisch geschnittene Klauen bekommen. 🙂😊 Nach der feinen Fusspflege wurde die abgeweidete Wiese am Wulberg verlassen
und die Truppe flitze munter durch den Dschungel am Schürenort. Hoch im Kurs: Zu den Ästen mit den leckeren Blättern recken.

Eine weitere Fläche wird schonend beweidet. Von den Schaf- und Ziegenhinterlassenschaften profitieren übrigens etliche Insekten – und von diesen wiederum Fledermäuse 🙂

Wenn alles klappt, dann folgen morgen die restlichen Ziegen dort hin.

Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Gemeinsames Projekt mit IKEA Osnabrück

Das nächste größere Projekt steht an. Gemeinsam mit dem per se! e.V. Verein Sozialer Dienste
und IKEA Osnabrück wird das IKEA-Gelände noch artenreicher gestaltet, als es sowieso schon ist.
Innerhalb des 500 AKA-Projektes folgen hier gemeinsam verschiedene Aufwertungen. Nistkästen an dem großen Gebäude, Trockensteinmauer, eine Totholzhecke wird ausgebaut.
Blühwiesen, vielleicht sogar ein kleines Feuchtbiotop.
Das alles in unterschiedlichen Gemeinschaftsaktionen. Danke an das Unternehmen!

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Wie läuft eigentlich eine Blühwiesenbeweidung ab?

Wie läuft eigentlich eine Blühwiesenbeweidung ab?
Hier einmal im Zeitraffer: Mit 35-, 55- und 75-facher Beschleunigung. 🦋🌻🐏🐏🐑🐑🐈🐇🐾😊😊
Man achte auf die Veränderung des Tageslichtes und der Himmelsformationen.
Genau das Richtige zum Runterkommen am Feierabend… 🙂

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.
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Fortführung des Projektes zunächst “auf kleiner Flamme”

Auch wenn Blumiger Landkreis Osnabrück zwar Ende August “offiziell” ausläuft, so wird es natürlich dennoch, in einem kleineren Rahmen weitergeführt.

Kontinuierlich gepflegt (gemäht und extensiviert) werden die Blühwiesen bei jenen Personen, die sich gesundheits- oder altersbedingt nicht selber darum kümmern können.
Es wäre einfach ein Jammer, wenn so viele Flächen bereits ausgemagert sind, diese nun “verkrauten” oder “vergrasen” zu lassen.
Auch werden nächstes Jahr noch einige Blühwiesen angelegt.
Aufgrund nicht mehr vorhandener Fördergelder für Saatgut & Co. wird es sich jedoch um eine geringe Anzahl handeln.
Das Ziel ist es jedoch insgesamt noch auf eine Anzahl von 250 Blühwiesen zu kommen (Gesamtvolumen dann etwa 420.000 m²).

Der aktuell geschaffene Blühwiesenkorridor des Projektes ist hier einsehbar:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12

Projekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” läuft aus – Wir arbeiten an einer Fortführung

Das Projekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” läuft in wenigen Wochen aus – 💪🦋🌺🙂😎 Danke an alle, die mitgewirkt haben 🙂
Verschiedene Flächen werden selbstverständlich weiter gepflegt und natürlich versuchen wir, eine fortführung zu erreichen.

In wenigen Wochen ist es soweit…
Nach dem Projekt “Blumiges Melle” (2018) läuft im August das Projekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” aus.

Im September 2016 hat alles mit einer Feststellung begonnen (“Das geht so nicht weiter. Wir müssen etwas machen!”).
Seitdem wurdem von uns im Landkreis etwa 400.000 m² Blühwiese, verteilt auf 225 Flächen geschaffen.

Mehrere Hundert Kilogramm regionales und mehrjähriges Saatgut (mindestens 40 Arten) wurden eingesetzt. Beteiligt waren knapp 1500 Personen
aus den unterschiedlichsten Bereichen (Kirchenkreise, Vereine, Kindergärten, Schulen, Firmen, Parteien, Landwirte, Kommunen, Privatpersonen).
Der ehrenamtliche Gesamtaufwand liegt bei ca. 9000 Stunden.
Nach einer Grobschätzung wurden und werden von den 225 Arealen etwa 60-70% nachhaltig von den Flächenbesitzern gepflegt.

Die Kartenübersicht der Blühwiesen: http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12

Gezeigt wurde, dass die Welt (im Kleinen) verändert werden kann. Dafür braucht es nur wenige Personen, die ein solches Projekt initiieren…wenn sich denn dann viele weitere Menschen begeistern lassen (genau genommen bestand der “harte Kern” eigentlich immer nur aus 2 Personen).
Das hat gut geklappt.

Viele viele Spenden sind eingegangen. Im Laufe der Jahre wurden 9 Einachser/Fräsen/Balkenmäher verschlissen.
Wie viele Lebewesen haben profitiert? Schwer zu sagen…Mit Sicherheit einige Millionen. Die Landschaft wurde bunter und artenreicher.

Wie geht es weiter?
Etliche Wildblumenwiesen werden natürlich weiter von uns gepflegt. Gerade einige Areale, die über die Jahre kontinuierlich ausgemagert wurden, haben sich zu echten Artenvielfalts-Hotspots entwickelt.
Das geben wir natürlich nicht auf.
Durch das Projekt ist es zudem gelungen insgesamt knapp 5 Hektar Blühwiesen mit statischen Zäunen einzugrenzen. Hier übernehmen unsere Schafe, Gänse, Ponys und Ziegen die Pflege.
Auch im nächsten Jahr (im Projekt 500 AKA) werden natürlich noch weitere Wildblumenwiesen dazu kommen. Wir versuchen zudem eine Weiterfinanzierung des Blumiger LKOS-Projektes zu erreichen.

Hier schonmal der Link zu verschiedenen Mitmach-Aktionen:

https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/mitmachen/

Nach wie vor gibt es leider deutlich zu wenige Naturschutzgruppen im Landkreis.
Für einige Menschen sind Vereinsstrukturen genau das Richtige. Leicht lässt sich auch eine gemeinnützige UG gründen. Dafür braucht es genau eine Person – und 1000 Euro Startkapital.
Dann liegt der Status der Gemeinnützigkeit vor und es kann losgehen. Nur Mut! Die Welt braucht mehr Aktive! Und mehr Visionen! Loslegen!

Rückblickend kann gesagt werden: Es hat viel viel Spaß gemacht. Aberwitzig viel gelernt, über sich selbst und die Menschen. Sehr sehr viel war gut, toll und positiv. Einiges jedoch war auch ganz fürchterlich und mindestens zwei- oder drei Mal wurde auch ans Aufgeben gedacht.
Der Glaube an die Vision jedoch hat das verhindert und nun ist es geschafft (also das Projekt zumindest).
Die Insektenvielfalt ist damit nicht gerettet – dafür braucht es noch deutlich mehr Entscheidungen auf politischer Ebene. Und noch deutlich mehr Aktive! Diese Feststellung bleibt.
Unmöglich jedoch ist garnichts! Jede und jeder EinzelnE kann sehr viel bewegen. Das war schon immer so und wird nie anders sein.

Falls Ihr mit dem Gedanken spielt, eine Kleingruppe für den Klima- oder Artenschutz ins Leben zu rufen.
Hilfreich ist Folgendes:

* Eine klare Vision (dann kommt der Rest von ganz allein)
* Neugierde, um ein Projekt als (soziologisches/psychologisches) Experimentierfeld zu betrachten, mit “Mut zur Lücke”, “Zocken und Bluffen” und der Freude darauf, noch sehr viel Lernen zu können
* Das Bewusstsein, dass jede “Niederlage” auch gleichzeitig ein “Sieg” sein kann
* Sich selbst und die Menschheit nicht so fürchterlich ernst nehmen, manchmal aber auch das genaue Gegenteil! Je nach Bedarf.

* Ganz gut ist es, wenn man ne kleine Macke und im Zweifelsfalle “ordentlich einen Nebenherlaufen hat” 😉

———–
Einige Fakten:

Die Positiven:

* Ca. 400.000 m² Blühwiese
* Etwa 700 Kilogramm regionales Saatgut
* Knapp 60 Schafe und Ziegen (gesamt) im Einsatz
* 1500 beteiligte Personen
* 18 Kilogramm an Gewicht verloren
* Zeitaufwand durch alle Beteiligten etwa 9000 Stunden, vielleicht auch deutlich mehr
* Viele viele tolle Menschen kennengelernt
* Gesamt-Finanzvolumen: Vielleicht so 130.000 Euro
* Ein irrsinnig umfangreicher Pressespiegel mit einigen TV-Auftritten: https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/presse/

Die Negativen:

* einige wilde Streitereien
* 3 Hausverbote ausgesprochen, eines erteilt bekommen
* Ca. 20-25 schlaflose Nächte
* Manchmal blanker als blank liegende Nerven
* Einige wenige Komplett-Flachpfeifen kennengelernt
* Ein Konto, das auch schonmal 5stellig in den “roten Zahlen” war…

…und dann war da noch die Sache mit dem pädagogischen Instrument des Vorschlaghammers und den anschliessend kaputten Auto-Scheinwerfern (einer Komplett-Flachpfeife). Man darf sich schließlich auch nicht alles gefallen lassen.
Humor ist, wenn man trotzdem lacht 🙂 Und: War vielleicht nicht ganz nett und nicht in Gänze “richtig”, doch offen gesagt: Allein der Blick war es das wert…

Weiter geht es im Projekt
500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.

Mitmachen:

Mitmach-Aktionen

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

Westfalen-Chaostag

Westfalentag – schwere Ausschreitungen im Baumarkt 😑😑😐😬🤥
Dennoch ging es heute weiter auf der Mühleninsel in Ostercappeln/Venne.

Die üblichen Maschinen-Schaden-Erfahrungen schrecken uns schon lange nicht mehr. Gestern ist unser Frickel-Balkenmäher-Anbauteil zersprungen. Vermutlich für immer! Hat aber auch 5 Jahre seinen Dienst getan. Der Balkenmäher für unseren neuen Star „Miracolo Blu“ liegt noch in irgendeinem Container in Italien. Ein Ersatzteil für einen weiteren Balkenmäher ist seit 4 Wochen nicht zu kriegen. Ein weiteres neues Gerät (Detlev Kröger, so lange dauert es leider noch) wird erst Ende Juni erwartet.

Also heute mit ner guten alten Motorsense gearbeitet. Dafür heute (am „Westfalentag“) in den Baumarkt gerast. Apokalyptische Szenen. Menschen reißen sich gegenseitig die Rasenmäher aus den Händen. Security, Polizei, 2 Autos brennen. „Die Westfalen nehmen uns unsere Parkplätze weg!“ hallt es aus vielen Kehlen. „Westfalen raus aus Niedersachsen! Wir wollen keine Fremden!“

Ist mir egal. Ich komme auch mit Westfalen gut klar. Im Baumarkt vorbei an der Rasenmäher-Abteilung. Schlimme Szene. Kinder weinen. Ein Westfale hält etliche Niedersachsen mit einer großen Heckenschere in Schach. Flammen lodern aus einem Regal. „Rasenmäher sind für Anfänger!“, denke ich.

Weit am Ende des Ganges sehe ich sie! Eine Motorsense! Die letzte im Baumarkt verbliebene! Mit Honda 4-Takt-Motor! Für den Notfall reicht das! Ich MUSS einen Schröpfschnitt auf der Mühleninsel in Ostercappeln durchführen! Ne Motorsense ist besser als nichts. Wie von Sinnen rase ich durch den Baumarkt. Sicherheitshalber eine Uzi-Maschinenpistole mitgenommen.
Plötzlich, direkt bei der Sense, taucht ein 2 Meter-Hüne vor mir auf. Ein Westfale! Nennen wir ihn „Machinegun Maik“.
„Pech gehabt!“, sagt er. „Ist jetzt meine!“
„Ich hab sie zuerst gesehen!“, brülle ich und gebe sofort einen Warnschuss aus meiner Knarre ab.
„Schwirr ab!“, sagt er. Und: „Ihr seid Niedersachsen, klein, dumm und verwachsen!“
Ich kenne diese Spielchen. Wer zuerst zuckt hat verloren. Nicht mit mir, Sportsfreund! Nicht mit mir! Bämm, Bämm, Bämm, Bämm!!!! …landen 4 Schuss aus meiner Maschinenpistole in seinem Oberschenkel. Wenn Argumente nicht helfen…

Glücklich und zufrieden latsche ich mit der Honda 4-Takt-Motor-Sense zur Kasse und schüttele schmunzelnd den Kopf über die Niedersachsen und Westfalen, die sich im Kampf um Rasenmäher gegenseitig traktieren. „Ihr Anfänger! Rasenmäher!!!”

Der Schröpfschnitt auf der Mühleninsel ist wichtig! Auf 1400 m² läuft mit der Blühwiese alles nach Plan. Auf 1600 m² überwuchert Gras die Wildblumen. Diese Ecke ist viel viel zu nährstoffreich und muss zwingend weiter ausgemagert werden. Zudem war es zu kalt. Ein Schröpfschnitt wird Besserung bringen.
Über ein Spinnenforum ist es gelungen, Infos über die Tausenden von Spinnen zu bekommen, die sich auf einem unbearbeiteten Stück auf der Mühleninsel herumtreiben. Hier wird auch keine Blühwiese angelegt. Dieses Habitat soll auf keinen Fall umgewandelt werden. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um „Pardosa amentata“ (Dunkle Wolfsspinne, auch Ufer-Wolfsspinne genannt). Gehört zu den Lauerjägern, die ihre Beute ohne Netze fangen. Mit dieser Info kann man bei einem schönen Spaziergang auf der Mühleninsel mit Sicherheit mächtig beeindrucken.
Auf dem Rückweg kaufe ich einen Blumenstrauß für den Westfalen „Machinegun Maik“. Ich besuche ihn im Krankenhaus und erläutere, warum ich ihm in den Oberschenkel schießen musste. „Der Schröpfschnitt musste sein, verstehst Du! Wir müssen alle Opfer für die Artenvielfalt bringen“.
Machinegun äußert Verständnis. Ja, er beglückwünscht mich sogar zu dem erfolgreichen Schröpfschnitt. Ein schönes Beispiel für inter-föderales Verständnis in der Bundesrepublik. Es geht nur miteinander!

Blühwiesen-Schröpfschnitte

Abends bei zwei Blühwiesen einen sog. “Schröpfschnitt” durchgeführt. 🦋🐌🐞🐝🐛
Melle-Westerhausen (Heroldweg) und “am Schürenort” in Melle/Oldendorf.

Bedeutet: Auf einem Teil der Wiese wird alles bis zu einer Höhe von 6-7 cm gekappt. Notwendig ist so etwas zuweilen, wenn es (wie in diesem Jahr) sehr lange kühl und nass war. Wenn dann noch bestimmte Areale recht nährstoffreich sind, dann “gewinnt” das Gras gegen die Wilblumen. Ein Schröpfschnitt sorgt dafür, dass wieder Gleichstand herrscht und auch die Wildblumen die Sonne sehen können.
Jetzt, in Kürze, können viele Blumen zur Blüte kommen. In Melle-Westerhausen am Heroldweg wurde scheinbar in den letzten Jahren sehr viel Grünabfall dort abgeladen.
Die Folge: Viele Nährstoffe und Brennnesselkulturen (gut für viele Schmetterlingsraupen).
Ist aber keineswegs so aussichtslos, wie es auf den Bildern erscheint. Also dort jede Menge geschnitten. Insbesondere der herrlich gelb blühende Ackersenf wird sich in den nächsten 4-5 Tagen entfalten können.
Am Ackersenf einige Käfer in zeimlich eindeutiger Pose gesichtet, naja, geht mich ja nichts an…
An der Bushaltestelle Schürenort in Melle/Oldendorf, neben der Wiese unserer Schafe, wurde vor 2 Monaten ein 200m²-Blühstreifen angelegt. Durch das abschüssige Gelände und die starken Regenfälle jedoch massiv mit Nährstoffen überfrachtet. Die kalte Witterung tat ihr Übriges.

Die Wildblumen hatten hier Null Chance. Alles heute radikal auf 1 cm runtergemäht und erneut abgemagert. Mit etwas Glück wird das dieses Jahr noch etwas. Immerhin: In direkter Nähe blüht der Streifen, der vor 2 Jahren angelegt wurde.
Wiesen-Margerite, Kuckucks-Lichtnelke, scharfer Hahnenfuss.
Belohnung für die Arbeit. Und die Schafe und Ziegen haben sich über frisches Schnittgut gefreut.
Die Wiese ist nahezu abgegrast, in Kürze ziehen die Tiere weiter.

Blumiger Landkreis Osnabrück + 500 AKA
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

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Weiter ging es heute in Ostercappeln/Venne. Blühwiese auf Fläche 1, Teil 3.

Weiter ging es heute in Ostercappeln/Venne. Blühwiese auf Fläche 1, Teil 3. 🙂🦗🦗🐛🐝🕷🕷
Noch mal 1000 m² ausgesät (“Blühden Landschaft Nord”). Zuvor wurde die Fläche bereits vor einiger Zeit gemeinsam mit Erik Ballmeyer ausgemagert.
Dabei erneut eine ganze Armada von Fröschen vorsichtig umgesetzt.

Ist schon beeindruckend, wie viele Ehrenamtliche am Wochenende auf der Museumsinsel aktiv sind.
Da kann man direkt neidisch werden. Einige Menschen pflegen den Bauerngarten, andere kümmern sich um das Gelände rund um die Schmiede, und und und…
Vorzeigecharakter! Ein schönes Beispiel, und gleichzeitig eine Anregung, selber so etwas (in einem viel viel kleineren Rahmen vielleicht erstmal) umzusetzen.

Die in diesem Jahr neu geschaffenen Blühwiesen sind (verglichen mit bereits erstellen Wiesen aus dem letzten Jahr)
“um etwa 5 Wochen zurück”. Dazu kommt: Es war im April und Mai viel zu kalt (und zu hohe Niederschläge – also für Wildblumenwiesen wohlgemerkt).
Resultat: Das Gras ist deutlich schneller gewachsen als die Wildblumen. Auch dafür gibt es ein Mittel: In den nächsten zwei Wochen
wird auf einigen Flächen ein sog. “Schröpfschnitt” durchgeführt. Bis auf 7 cm wird alles runtergeschnitten, der Wettlauf von Gras und Wildblumen beginnt dann erneut.

Auf einem Teil der Fläche der Mühleninsel (gegenüber des Parkplatzes) wird von uns keine Biotopveränderung umgesetzt.
Hier leben Tausende von Spinnen. Naturschutz muss immer auch Augenmaß bewahren. Bei artenarmen Grünlandflächen fällt eine Veränderung leicht.
Bei bereits dicht besiedelten Biotopen wären eine Umgestaltung natürlich kontraproduktiv.

Offen gesagt: Ich bin ein lausiger Spinnenbestimmer (auch einer der Sätze, von dem ich nie gedacht hatte, ihn
einmal zu schreiben). Möglich, dass die Exemplare zur Familie der Wolfsspinnen gehören, wird demnächst mal in einem Spinnenforum ermittelt.
Fragen, denen man nachgehen muss…

Wer Naturschutz betreut, der braucht auch eine Stärkung. Vor der Arbeit also zum Bioladen “Dicke Eiche” in Bissendorf gefahren.
Hier können Lebensmittel direkt vom Landwirt abgenommen werden. Und es gibt Bio-Cola 🙂

500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.

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Gemeinschaftsprojekt mit Landwirtschaft, Artenschützern und Gesellschaft

Danke an diverse Landwirte, die SPD Georgsmarienhütte, den Hauptverband des Osnabrücker Landvolkes, die Firma “Thomas Philipps GmbH & Co. KG”,
die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und das Projekt “500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück.
Gemeinsam den Planeten retten. Wir alle. Lokal und regional.”
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de

Anbei ein kleiner Film (ok, am Ton müssen wir demnächst wohl noch etwas besser werden ;-)…kriegen wir auch noch irgendwie hin):

Pressemeldung:

Landwirtschaft und Naturschutz ziehen an einem Strang: 15.000 m² Blühfläche für GM-Hütte

Dass zwischen LandwirtInnen und NaturschützerInnen hin und wieder Uneinigkeit herrscht, ist kein Geheimnis. Doch im Grunde verfolgen sie das gleiche Ziel: ihre Umwelt zu erhalten und zu schützen.
Margit Spreckelmeyer, die für die SPD im Stadtrat von Georgsmarienhütte sitzt, brachte den Stein ins Rollen. Sie möchte in der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Arbeit der LandwirtInnen schaffen. Gemeinsam mit dem Landwirt und Landvolk-Ortsvorsitzenden Mathias Suttmeyer wurden hierzu verschiedene Ideen entwickelt und anschließend gemeinsam mit der Natur- und Klimaschutzgruppe „gUG Umweltschutz und Lebenshilfe“ (Melle) ein Konzept entworfen.
Gemeinschaftlich wurde das zunächst auf zwei Jahre angelegte Kooperationsprojekt „Landwirtschaft – Naturschutz – Gesellschaft“ ins Leben gerufen. Nach einer Vorstellung der Idee durch die Initiatoren war auch der Hauptverband des Osnabrücker Landvolkes (HOL) überzeugt von dem gemeinsamen Vorhaben.

Bei der Anlage einer mehrjährigen, artenreichen Blühwiese möchten die Beteiligten am 28. Mai (11.00 Uhr, Treffpunkt Wanderparkplatz Hankenberge, Navi: nahe Hilter, Zum Limberg 17) aufzeigen, welcher auch finanzielle Aufwand mit der Durchführung von Naturschutzmaßnahmen einhergeht. 15.000 m² in und um Georgsmarienhütte sollen in Blühflächen umgewandelt werden. Dazu wird regio-zertifiziertes Saatgut wie z.B. die sog. „Osnabrücker Mischung“ verwendet. Angedacht ist, dass bei der Pflege einzelner Blühwiesen Schulklassen und interessierte Bürgerinnen und Bürger mithelfen können. Somit soll exemplarisch ein Eindruck vermittelt werden, welche landwirtschaftlichen Tätigkeiten bereits für den Artenschutz geleistet werden. Ab dem Jahre 2022 können zudem Patenschaften für Blühwiesen abgeschlossen werden.

Anders als oftmals kritisiert, haben Bäuerinnen und Bauern ein ureigenes Interesse am Erhalt der Natur. Sie ist die Basis für ihr Wirtschaften und damit ihre Lebensgrundlage. Blühflächen und andere Naturschutzmaßnahmen, die auf landwirtschaftlicher Nutzfläche umgesetzt werden, schränken die wirtschaftliche Nutzung ein. Hier können kein Getreide, Gemüse oder Futtermittel angebaut werden. „Deshalb ist es wichtig, der Bevölkerung zu zeigen: Landwirte sind bereit, Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt umzusetzen, aber das geht eben nicht zum Nulltarif“, sagt Friedrich Brinkmann, Geschäftsführer des HOL.

Margit Spreckelmeyer: „Das Projekt ist eine win-win Situation für die Landwirtschaft und den Klimaschutz!
Hiermit kann den Bürger*innen gezeigt werden: wenn für Naturschutz ein berechtigter Preis gezahlt wird, kann etwas Fantastisches für den Klimaschutz getan werden. Die Landwirtschaft zeigt hier auf vorbildliche Weise, wie es gehen kann! Jetzt liegt es an uns, sensibel für dieses Thema zu bleiben und weiter mit kreativen Ideen unsere Umwelt zu unterstützen.“

Bei dem Kooperationsprojekt handelt es sich um eine Erweiterung des AKA 500-Projektes der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sowie des TSV Westerhausen-Föckinghausen e.V. In dem 500 AKA-Projekt ist es das Ziel, im Landkreis Osnabrück in Gemeinschaftsaktionen Biotope für die Artenvielfalt sowie Klimaschutzmaßnahmen (Baumpflanzungen) durchzuführen.
Finanziert wird das Kooperationsprojekt Landwirtschaft – Naturschutz – Gesellschaft durch eine Spende des Unternehmens „Thomas Philipps GmbH & Co. KG“ sowie durch Mittel der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe.

Dr. Kai Behncke (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe): „Ein besonderer Dank geht an das Unternehmen Thomas Philipps GmbH & Co. KG sowie allen im Projekt mitwirkenden Personen. Hut ab vor den beteiligten Landwirten! Als Vertreter einer Naturschutzgruppe ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass Landwirte für Naturschutzmaßnahmen auch finanziell entsprechend entlohnt werden müssen. Es ärgert mich oftmals sehr, wenn ich in sozialen Netzwerken lese, wie unverhältnismäßig Bäuerinnen und Bauern angegangen werden und was von ihnen alles gefordert wird. Die Situation ist deutlich komplexer, als dass man einzelnen Landwirten Schuldzuweisungen ob des Artensterbens machen könnte.
Entscheidend ist, dass wir eine gesamtgesellschaftliche Unterstützung für Landwirtschaft und Artenvielfalt erreichen. Dabei sind auch jeder einzelne Bürger und jede einzelne Bürgerin gefragt. Gemeinsam mit der Landwirtschaft lassen sich im Naturschutz große Ziele erreichen – wenn wir als Gesellschaft bereit sind, unseren Teil dazu beizutragen. Das sind wir nachkommenden Generationen schuldig.“

André Philipps, Geschäftsführer der Thomas Philipps GmbH & Co. KG “Im Sinne der Nachhaltigkeit haben wir gerne eine Spende für das Vorhaben “500 AKA” und seine Erweiterungsprojekte getätigt. Dass sich daraus nun ein Gemeinschaftsprojekt von Naturschützern und Landwirten entwickelt freut uns sehr. Auch der Bildungsaspekt, der Inhalte der Landwirtschaft mit Naturschutzmaßnahmen kombiniert, ist ein wichtiger Positivbeitrag für die Gesellschaft.“

Insektenhotspot bei der Firma Avermann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Osnabrück geschaffen

Insektenhotspot bei der Firma Avermann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG in Osnabrück geschaffen 😁🏋🐜🌼🌼🦋🦋🐞🐝

Im Rahmen der Projekte “Blumiger Landkreis Osnabrück” und “500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück”
heute einen echten Insektenhotspot an der Lengericher Landstraße geschaffen. Die Blühwiesen Nummer 216, 217 und 218.

Die wertvolle Vernetzung lässt sich gut in der Karte erkennen:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=886095&mlon=6843383&zoom=13
Die Firma Avermann hat hier zudem schon eine artenreiche Streuobstwiese geschaffen.
Was für ein Leben dort, herrlich!!
Bei der Anlage einer der Blühwiesen gab es einen kleinen Disput mit einem Grasfrosch
und einer Rötelmaus (glaube ich). Als diese jedoch ohne Schaden umgesetzt werden konnten – und ihnen erklärt wurde,
dass es hier bald NOCH MEHR Insekten gibt, waren sie schon etwas wohlgesonnener.
Zudem taperten einige Kanadagänse mit ihren Lütten neugierig vorbei.

Auf dem Nachhauseweg noch an verschiedenen in den letzten Jahren geschaffenen Wildblumenwiesen vorbei gefahren.
Jede Stunde Arbeit “im Matsch” ist es das wert! Was für ein Leben! Was für eine Vielfalt!
Weitermachen!

“Blumiger Landkreis Osnabrück” und “500 AKA – 500 Menschen aktiv für Klima- und Artenschutz in Stadt und Landkreis Osnabrück”
https://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/

Spenden, damit es weitergeht:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz

Nummer 215

Heute bei herrlichem “Hamburger Wetter” Blühwiese Nummer 215 geschaffen. 🌼🐜😊🦋🐝🐛
Vielen Dank an die Firma EnRa GmbH & Co. KG aus Hopsten/Schale.
Das Unternehmen stellt nicht nur Hundefutter her: https://www.ich-will-futter.de/

…sondern hat uns letztes Jahr mit einer sehr hohen Spende bedacht.
Heute war es Zeit, sich zu revanchieren 🙂
300 m² blühen in ca. 10-12 Wochen herrlich bunt für die Insektenvielfalt 🙂

gUG Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Nummer 214

Vielen Dank an Frank Tietz, Jürgen Lindemann und die Mitgliederinnen der
Niedersächsisch-Westfälischen Anglervereinigung e. V. 🐝🐝🐞🐛🦋🐜

1000 m² Blühwiese heute gemeinsam angelegt (die Nummer 214). Bärenstark!
Ausgesät wurden die Mischungen “Blühende Landschaft Nord”, “Schmetterlings- und Wildbienensaum”
sowie eine Sand-Mager-Mischung (diese wird von uns im Landkreis nur ganz ganz selten ausgesät). Mit etwas Glück blühen hier demnächst einige “Rote-Liste-Arten”.
Das hat viel Spaß gemacht, wieder ein ganz besonders wertvolles Refugium zur Unterstützung der Artenvielfalt.
Total gut, dass so viele mitangepackt haben.

Ausgesät wurde an den Heideseen. Herrlich ist es hier. Viele viele wertvolle Biotope,
Totholzstapel, demnächst entsteht hier eine Eisvogel-Wand.
Man hat hier sofort das Gefühl, “in einer anderen Welt” zu sein. Biologische Vielfalt überall.

Im letzten Jahr wurde das Basisgerüst des “Blühwiesen-Korridors Osnabrücker Land” geschaffen.
Wenn das Tempo so weiterläuft, wenn weiterhin so viele mitmachen,
dann ist in 2 Jahren ein Korridor geschaffen, der (hoffentlich) in einigen Regionen merklich gegen
das Insektensterben helfen kann.
Für 2023 streben wir an, dass sich dann 280 Wildblumenwiesen durch das Osnabrücker Land ziehen.
Die aktuelle Vernetzungskarte:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=913503&mlon=6822109&zoom=11
Wie zu erkennen ist:
Die Lage an den Heideseen ist ein wichtiges Element um die Wildblumenwiesen zwischen Glandorf
und Dissen zu verbinden.
Warum ist das wichtig?

Erst durch eine Vernetzung von Blühwiesen wird ein wichtiger genetischer Austausch von Insekten gefördert.
Viele hochgradig bedrohte Wildbienen haben geringe Flugradien (oft unter 1000 m).
Leben diese auf Blühwiesen in Insellagen, dann kommt es zu Inzest und zur Verarmung der genetischen Vielfalt (mit dem Endergebnis
des Aussterbens). Eine “Fluglinien-Vernetzung” durch viele viele Blühflächen zwecks genetischem Austausch ist elementar.

Blumiger Landkreis Osnabrück + 500 AKA
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Farbexplosion

Nur noch wenige Tage und ein paar mehr Grad – dann geht die Farbenexplosion los. 🐝🐝🌞🐞😊
Die Blühwiesen stehen in den Startlöchern. Färber-Waid, die ersten Wiesen-Margeriten,
Inkarnatklee, Ackersenf, die Acker-Witwenblume, Rote Lichtnelke…

Wiesen-Margeriten sind ein Schlüsselindikator: Sobald die ersten blühen, dann weiß man: In wenigen Tagen beginnen paradiesische Zustände.
Verblühen die ersten, dann ist es Zeit die ersten 50% einer Blühwiese zu mähen.

Interessant ist: Wenn man sich um die Pflege der Wildblumenwiesen kümmert, dann wird von Jahr
zu Jahr die Artenvielfalt im direkten Umfeld immer größer.
Immer mehr Nistkästen werden bewohnt, Amphibien, Reptilien. Man sollte dann aufpassen, wohin man tritt. 🙂
Es ist so, als ob man sich einen eigenen Kosmos auf seine Fläche (+ Umgebung) holt.

P.S. Heute noch ein großer Augenblick: Die erste Flatterulme treibt aus 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck