Menschenschlangen an der „Jahrhundertblühwiese“ zwischen Melle und Bissendorf
– Busse aus den Niederlanden reisen an – Rotes Kreuz hilft bei Hitzeschocks

Die entstehende „Jahrhundertblühweise“, 6000 m², unweit des Campingplatzes Ludwigsee (zwischen Bissendorf und Melle)
erweist sich immer mehr als überregionaler Tourismusmagnet.
Am heutigen Sonntag stauten sich Busse voller interessierter Blühwiesenfans aus dem gesamten Bundesgebiet.
Auch aus Belgien und den Niederlanden reisten Interessierte an.
„Das ist der großartigste Tag meines Lebens. Das ich das noch erleben darf.“, so ein 80jähriger Biologe aus Amsterdam.

Die Warteschlangen wiesen teilweise Längen mehrerer Hundert Meter auf. Das Rote Kreuz half mit kühlem Wasser, da
etliche Touristen offensichtlich nicht mit der großen Hitze gerechnet hatten. Mehrere Fernsehsender schalteten Liveberichte.

Eine weitere Besucherin, Gaby aus München: „Gerne zahle ich auch den Eintrittspreis von 80 Euro. Wann kriegt man schon einmal so etwas geboten? Ein Traum!“

Auch das Ordnungsamt weist an dieser Stelle noch einmal auf folgendes hin:
„Die Blühwiesen dürfen nicht betreten werden.
Es handelt sich hier um wichtige Schutzrefugien für Insekten. Aber auch viele Vögel und Kleinsäuger suchen hier ihre Nahrung und wünschen sich etwas mehr Ruhe.
Wir bitten die anreisenden Touristen daher, sich nur flüsternd an der Fläche vorbei zu bewegen.“

Bundestourismus-Minister Rico Reiselustig findet blumige Worte: „Ein schönes Beispiel
wie Tourismus und Umweltschutz harmonieren können. Die Jungs zeigen wie es geht. Man muss nur wollen!“

Im Ernst: Anschauen gerne, vom Rand aus. Bitte NICHT betreten!

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