Die “harte” Phase auf dem Gnadenhof ist vorbei – jetzt geht es endlich wieder aufw├Ąrts ­čÖé
Von Oktober bis Mitte April ist die Zeit, in der wir sehr viel zuf├╝ttern m├╝ssen. Da jetzt jedoch Gras und Kr├Ąuter mit Karacho wachsen sinken nun auch unsere Heu-Kosten ­čÖé
Etwas Heu kriegen nat├╝rlich alle Tiere nach wie vor, da ein gewisser Rauhfaser-Anteil
f├╝r eine gesunde Ern├Ąhrung unerl├Ąsslich ist (insbesondere f├╝r Ponys, Schafe und Ziegen), w├╝rden die ausschlie├člich eiwei├čhaltiges Futter (Gras) kriegen,
dann w├Ąre bald “Schicht im Schacht”.

Eine im Sp├Ątsommer letzten Jahres ausges├Ąte Bl├╝hwiese wurde heute eingez├Ąunt und die Tiere freuen sich.
Das Bl├╝hwiesen-Saatgut (Mager-Sand-Mischungen) steht kurz vor der Keimung, da ist eine Beweidung noch m├Âglich und sogar f├Ârderlich:

ÔÇ×So f├Ârdert ein kurzfristiger intensiver Besatz vor Beginn der Vegetationsperiode den Bl├╝tenreichtum und f├╝hrt gekoppelt mit einer
Sto├čbeweidung am Ende der Vegetationsperiode zu einer starken Aushagerung der Fl├ĄcheÔÇť (LLUR).

ÔÇ×Beweidete Sandrasen sind zudem deutlich bl├╝tenreicher als unbeweidete Fl├Ąchen, sodass auch das Bl├╝tenangebot f├╝r Wildbienen langfristig scheint.
Eine hohe Wildbienen-Diversit├Ąt korreliert mit geringer Vegetationsdeckung, und trockenen, offenen Bodenverh├ĄltnissenÔÇť (Lorenz, Tischew 2015, S. 92).

LLUR, Landesamt f├╝r Landwirtschaft, Umwelt und l├Ąndliche R├Ąume des Landes Schleswig-Holstein (2010), Beweidung von Offen- und Halboffenbiotopen

Lorenz, A.; Tischew, S. (2015): Trockene kalkreiche Sandrasen. In: Bunzel-Dr├╝ke, M.;
B├Âhm, C.; Ellwanger, G.; Finck, P. et al., Naturnahe Beweidung und Natura 2000. S. 45-53

Ansonsten wars mal wieder ne kurze Nacht. Bei einigen Schaf- oder Ziegenrassen erleben wir die Lammaufzucht v├Âllig problemfrei, ohne jeglichen Probleme und Schwierigkeiten.
Bei unseren Ouessant-Schafen jedoch ist das definitiv nicht so, also wieder Nachtschichten und die Flasche geben.
Das Lamm nimmt jedoch kontinuierlich an Kraft zu, rennt herum und bl├Âkt sogar, sehr gut ­čÖé

Der Nachwuchs ist eine tolle Sache, trotzdem kommt n├Ąchste Woche der Tierarzt mit der Kneifzange vorbei (Kastration).
Die kleine bunte Truppe ben├Âtigen wir auch, damit wir im Projekt “Blumiger Landkreis Osnabr├╝ck (plus)”
f├╝r eine entsprechende Bl├╝hwiesenbeweidung sorgen k├Ânnen, das f├Ârdert die Artenvielfalt.

ÔÇ×Beweidung f├Ârdert durch kleinr├Ąumig variierende Weideintensit├Ąt in Verbindung mit stand├Ârtlichen Differenzierungen
wesentlich st├Ąrker als reine Mahdsysteme die Ausbildung von Lebensraumkomplexen (ÔÇŽ).
Eine Reihe von Ressourcen k├Ânnen allein Weideregime bereitstellen: Dung (z.B. als Nahrungsressource f├╝r Dungk├Ąfer und -fliegen sowie Substrat f├╝r Pilze),
(ÔÇŽ) Tierpfade und allgemein Offenbodenstellen, ├╝berst├Ąndige Pflanzenst├Ąngel (z.B. als ├ťberwinterungshilfe f├╝r Wirbellose) (ÔÇŽ)(Jedicke 2015, S. 46, vgl. auch LLUR 2010, S.9).

Blumiger Landkreis Osnabr├╝ck
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Schonenden Bl├╝hwiesenpflege durch den Gnadenhof Br├Âdel Melle
http://blumiger-lkos.de
http://gnadenhof-melle.de

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

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