Heute Dschungelkampf in Melle/Oldendorf am Sch├╝renort ­čî┤­čî▒­čî┐­čŹé­čÄä­čî▓­čî│­čîÁ­čî┐­čÉů­čÉů­čÉů­čÉů­čÉŐ­čÉŐ­čÉŐ­čÉխ莏­čŽŹ­čŽŹ­čÉś­čŽŤ­čÉŐ­čÉů

Diese Tage sind die H├Ąrtesten. Zun├Ąchst erstmal 1 Liter Benzin getrunken.
Selbst knallharte Natursch├╝tzer wie wir wagen sich sonst nicht in den Urwald.
Zun├Ąchst mit dem Quad 20 Kilometer auf holprigen Steinstra├čen dem Dschungel entgegen.
Alles matschig, Ger├Âll, aus dem Dickicht schaut ein Leopard.
Links geht es 400 Meter tief in den Abgrund.
Irgendwann ist jede Stra├če zu Ende – Alles ! ist irgendwann zu Ende. Das wird mir hier wieder bewusst. Die Zivilisation h├Ârt hier auf.
Aber ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Ein Entw├Ąsserungsgraben muss heute bearbeitet werden.
Maschine abladen, nochmal einen Liter Benzin trinken. Machete raus, Pistole im Halfter entsichert. Ich habe 8 Schuss und bin entschlossen, diese im Zweifelsfalle auch abzufeuern.
An Lianen schwinge ich mich mit der KM5-Fr├Ąse durch den Urwald. Anerkennende Blicke von einigen Wei├čschwanz-Gibbons. Aber dann: Einmal nicht aufgepasst! Wie ein nasser Sack plumpst der 80-Kilo-Orang-Utan (also ich) auf den Boden. Verdammt!! im Dschungel h├Ârt Dich keiner! Sowas kann hier t├Âdlich sein! Ein Haufen Makaken (eine Primatenart aus der Familie der Meerkatzen) w├Ąlzt sich vor Lachen auf ihren B├Ąumen.
„Whahahaha – Nasser Sack, Whahahahah“.

„HaHaHa“, denke ich. „Wenn ich wieder in der Stadt bin, dann kaufe ich mir Erdn├╝sse, so viel wie ich will! Und Ihr?“
Bockig schiebe ich die Maschine vor mir her und lichte den Dschungel mit meiner Machete. Es ist schw├╝l, der Schwei├č flie├čt in Str├Âmen.
Giftige Spinnen und Schlangen.
Endlich, nach 4 Stunden Weg bin ich am Ziel. Jetzt aber schnell, damit ich vor Sonnenuntergang wieder in der Stadt bin.
Die Indios erz├Ąhlen, in diesen Teil des Dschungels geht man hinein, aber tritt niemals wieder heraus. Ich habe Respekt.
Ich bearbeite den Entw├Ąsserungsgraben und m├Ąhe alles frei.
Pl├Âtzlich ein Knacken im Dickicht. ├äste splittern, und dann tritt es aus dem Dschungel heraus. Ein riiiieeesiger Vogel, ein Hyazinth-Ara. Mythen ranken sich um diese Art. Es hei├čt, sie sei gef├Ąhrlicher als jedes andere Lebewesen in der Welt. Ich zittere und will nach meiner Pistole greifen.
„Das l├Ąsst Du sch├Ân sein, Du Vogel! Und ├╝berhaupt, was glaubst Du wer Du bist?!“

Er hat tats├Ąchlich „Du Vogel“ gesagt, und das als Papagei.

„Hier im Dschungel gelten eigene Gesetze! MEINE Gesetze!“

Was f├╝r eine epische Aussage!

„K├Â-K├Â-K├—nnen w-w-w-wir nicht verhaa-aa-a-a-ndeln? Ich h-a-a-a-be Erdn├╝ssse“, stottere ich.

„Erdn├╝sse? Ok, zeig mal her!“
Eilig nestel ich eine Packung N├╝sse aus meinem Rucksack.

„Ok, konfisziert! Sind jetzt meine! Und siehst Du da den Busch? Da sind 2 Eier im Nest drin!
Den Busch r├╝hrst Du nicht an, ansonsten bist Du mausetot“, erkl├Ąrt mir der Ara freundlich aber unmissverst├Ąndlich pr├Ązise.

„O-O-Ok, Chef!“, wisper ich.

„Mach den Rest fertig, aber zackig! Komm in 4 Wochen nochmal vorbei, und bring 100 Kilo Erdn├╝sse mit!“, raunt der Ara, ehe er davon fliegt.

Ich beeile mich und rase zur├╝ck durch den Dschungel. Die Makaken johlen: „Erdn├╝sse!!!“
Mann Mann Mann, als Natursch├╝tzer macht man was mit…

Im Ernst: Hat Spa├č gemacht, war mal was anderes ­čÖé
Den Busch mit dem Nest lassen wir unber├╝hrt, wenn die Brut ausgeflogen ist, dann wird an dieser Stelle weitergearbeitet. Der Rest ist erledigt. Das Schnittgut lassen wir nun eine Weile trocken und transportieren es dann mit einem Helikopter aus dem Dschungel ab. Erdn├╝sse lassen wir sicherheitshalber dann auch gleich da.

Blumiger Landkreis Osnabr├╝ck
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

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