Artensterben stoppen! Durch praktische Verbesserung von Lebensräumen, und:auf politischer Ebene
Und: Der „Nach uns die Sintflut“-Preis für die Gewässerrandstreifen-Entscheidung des Kreistages (CDU+FDP) ist fertig.

Eigentlich hatten wir NIE (!) vorgehabt, uns politisch einzubringen (fühlen uns (z.B.) auf dem Acker, Wiese, Wald, beim Anlegen von Blühwiesen, Anpflanzen von Bäumen, Ausmisten von Ställen unseres Gnadenhofes (z.B.) deutlich wohler. Aber:
Die Gewässerrandstreifen-Entscheidung im Landkreis lässt ja schlichtweg keine andere Wahl! Also dann, protestieren wir im Rahmen demokratischer Meinungsbildung und:
Treiben wir den politischen Preis in die Höhe für diese, unserer Meinung nach, unzumutbare Signalwirkung!)

Der „Nach uns die Sintflut“-Preis ist fertig.

Der „Nach-uns-die-Sintflut-Preis“ wurde aus der Empörung über die Gewässerrandstreifen-Entscheidung
ins Leben gerufen. Er wird fortan im Landkreis Osnabrück einmalig während der jeweiligen Legislaturperioden an Gremien, PolitikerInnen, Ausschüsse oder Parteien vergeben.
Maßgeblich für den Erhalt des Preises sind Entscheidungen mit:

* einem hohen Schaden für biologische Vielfalt und/oder Klimaschutz
* ein hohes Maß an wissenschaftlicher Ignoranz
* ein „Alleinstellungs-„ oder „Randstellungs-Merkmal“ innerhalb eines umweltpolitischen Kontextes in der Bundesrepublik Deutschland

Der Preis wird kurz vor der Kommunalwahl 2021 symbolisch an die Kreistagsfraktionen der CDU und FDP verliehen. Wofür? Für ihre Entscheidung, Gewässerrandstreifen (Pestizidschutzstreifen) in Naturschutzgebieten auf einen 1 Meter zu begrenzen.

Die Entscheidung wird das Insekten-/Artensterben im Landkreis weiter massiv fördern.
Die Signal- und Außenwirkung ist fatal!
Im Zeitalter des größten Artensterbens der Menschheitsgeschichte lautet die Botschaft der Kreistags-CDU-/-FDP (vermutlich so nicht gemeint, aber so kommt es rüber):

Naturschutzgebiete? Werden ignoriert, wenn es kurzfristig dem Geldbeutel einiger Interessenvertreter dient.
Nachhaltigkeit? Ökologisches Bewusstsein? Insektensterben? Wissenschaftliche Studien?
Nanananana….das kann doch nicht sooooooooo wichtig sein.

Die symbolische Aussagekraft des Preises

Wenn wir Menschen (also in diesem Falle: „Ihr Menschen aus den Kreistagsfraktionen der CDU und FDP“) es nicht hinbekommen, das Artensterben kurz-/mittelfristig zu stoppen, dann können uns (und jetzt kommen auch wir „anderen Menschen“ ins Spiel) nur noch überirdische Kräfte einer „höheren Lebensform“ helfen…denn dann sind wir hoffnungslos verloren. Wir Menschen (alle) und andere Lebewesen sowieso (jetzt schon, sonst wären die empirischen Zahlen zum Artensterben ja nicht so dramatisch).

Und da kommt wieder „Ihr“ ins Spiel („Ihr von der CDU“).
Denn wenn Ihr das „C“, was Greenpeace sich geliehen hat, zurückbekommen wollt, dann wäre es „allerhöchste Eisenbahn“ einen nachhaltigen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten.
Positiv: Auch bei der CDU gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die das immer stärker auf die Agenda setzen (selber schon viele kennengelernt).
Im Kreistag Osnabrück und seiner Fraktion leider jedoch ist das ja gründlich schiefgegangen.
FDP?
Subjektive Sichtweise einer Einzelperson (Kai): Die FDP wirkt bei Fragen zum Klima- und Artenschutz oftmals hoffnungslos und komplett überfordert. Weniger Regeln? Die technischen Innovationen werden es lösen! Hmh..genau! Und ich bin der Kai-ser von China.
Das (zumindest) [also die Überforderung] kann man von der CDU sicherlich nicht behaupten, da sind schon diverse gute Ansätze dabei. Wird Zeit, das auch umzusetzen.

Der Nach-Uns-Die-Sintflut Preis besteht aus Pflaumenholz (ein Schelm, der Böses dabei denkt, meinte vorhin: Passt ja hervorragend ;-)). Die Flügel wurden aus einer Weide und einem Drahtschwamm gefertigt. Sieht aus wie ein Schmetterling irgendwie. Passt ja auch ganz gut.

Zur Protestpetition gegen die Randstreifen-Entscheidung

Bitte unterschreiben!
http://artensterben-aufhalten.de/

Sehr interessant und sehr lesenswert (z.B.) ist diesbezüglich die Studie des Umweltforums Osnabrücker Land:
http://www.umweltforum-osnabrueck.de/wp-content/uploads/20190520FFHWRRL.pdf

Wichtig in diesem Zusammenhang: Nichts gegen die Landwirte, deren Felder an den Gewässern liegen. Diese verdienen eine deutlich fairere (deutlich! Höhere) Bezahlung für ihren hohen Einsatz. Sie verdienen massive finanzielle Unterstützung auf dem Weg zu nachhaltigen und ökologischeren Anbaumethoden.
Wenn „die Gesellschaft“ nur Cent-Beträge für Nahrungsmittel ausgeben will, dann hat die Landwirtschaft 0,0 (in Worten: keine!) Chance, ökologisch wertvoll zu arbeiten.

Also: Bringen wir uns ein, als Konsumenten in der solidarischen Landwirtschaft z.B.: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/
Oder durch den Kauf von Bio-Produkten. Oder durch den Kauf bei Direktvermarktern (gibt es auch im Landkreis Osnabrück).
Und: Selbstverständlich müssen Landwirte entschädigt werden, wenn diese ihr eigen Grund und Boden für Schutzstreifen zur Verfügung stellen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Für das Projekt spenden. Die Krombacher-Brauerei bezuschusst jede Spende um 25%:
https://www.startnext.com/blumiger-landkreis-osnabrueck

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