Noch 178 Tage bis zum „Tag A“ (A wie Artenvielfalt, A wie Artensterben stoppen, A wie „Auch Gewässerrandstreifen sind sehr wichtig“). Heute schonmal die Prominenz aus der Politik und Verwaltung eingeladen. Gefeiert wird in Melle/Oldendorf.

Sehr geehrte/r, Liebe/r
Anna, Karin, Anja, Frau Kuddes, Frau Bahlo, Frau Frank, Barbara, Frau Balks-Lehmann, Herr Lies, Herr Richter, Herr Halfter, Herr Gausmann, George, Herr Scholz, Herr Elixmann, Herr Escher, Herr Ebert, Matthias, Andreas, Michael, Herr Bludau, Herr Möllenkamp, Thomas, Herr Kavermann, Herr Rehme, Herr Büttner, Herr Gottlöber, Herr Lindemann,

an dieser Stelle möchte ich Sie/Dich zur Eröffnung/Fertigstellung des (unseres Wissens) Bundesweit ersten gemeindeübergreifenden Blühwiesenkorridors (ca. 35 Kilometer) zwischen der Stadt Melle und Hagen a.T.W. am 20. Mai 2020 (14.00 Uhr) in Melle/Oldendorf (Fläche an der Strasse „Vinckenaue“, hinter dem Parkplatz der Firma „Assmann“, siehe Anhang) einladen.

Der Blühwiesenkorridor wurde/wird ehrenamtlich innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) erstellt und beinhaltet (in seiner Vollendung) eine Vernetzung artenreicher Blühwiesen.

Die Vernetzung dieser Areale berücksichtigt, dass eine Vielzahl der massiv bedrohten Wildbienenarten (z.B.) nur geringe Flugradien (maximal 2000 Meter, oftmals deutlich weniger) aufweisen. Erst ein regionaler genetischer Austausch aber ermöglicht eine Bestandserhaltung des (regionalen) Genpools, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.

Zum aktuellen Stand haben sich – seit Frühjahr 2017 – etwa 1000 Personen im hauptsächlich südlichen Landkreis Osnabrück an der Gestaltung des Projektes (aktuell 141 Blühwiesen, 300.000 m²) beteiligt.

Integriert wurden diverse Schulklassen, Firmen, Landwirte, Kirchengemeinden, Vereine, Privatpersonen, PolitikerInnen etc.

Den aktuellen Pressespiegel können Sie hier einsehen:

Presse

Am 20. Mai werden in etwa folgende Fakten präsentiert werden:

* Beteiligung von ca. 1300 Personen im Verlaufe des Projektes

* Beteiligung einer Vielzahl z.T. bundesweit aktiver Stiftungen

* Erstellung von etwa 170 Blühwiesen auf insgesamt etwa 350.000 m²

* Ankauf von etwa 700 Kilogramm mehrjährigem, regionalem Saatgut mit einer Mindestanzahl von 40 Wild- und Kulturpflanzen

* Ehrenamtlicher Einsatz aller Beteiligten (ca. 9000 Stunden)

Ein hervorgehobener Dank gilt auch der Stadt Melle (z.B. Frau Kuddes, Herrn Richter, Herrn Täger), der Stadt Georgsmarienhütte (z.B. Herrn Möllenkamp) sowie der Gemeinde Hagen a.T.W. (z.B. Herrn Elixmann), welche in vielerlei Hinsicht eine ausgezeichnete Arbeit für eine biologische Vielfalt und gegen das Insektensterben geleistet haben und leisten.

Auch der Ortsrat Melle/Oldendorf soll diesbezüglich dankend hervorgehoben werden (z.B. Frau Kattner-Tschorn, Frau Lange-Huber, Herr Trenkler). Ein besonderer Dank gilt zudem dem Bundesweit aktivem Netzwerk „Blühende Landschaft“ [http://bluehende-landschaft.de/], deren VertreterInnen das Projekt u.a. durch fachkundigen Rat begleitet haben.

Den aktuellen Verlauf des Blühwiesenkorridores können Sie hier einsehen:

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=11

Vorhandene Lücken werden im nächsten Frühjahr geschlossen. 2021 erfolgt dann eine Verdichtung und -sofern unsere Maschinen es dann noch mitmachen- eine Anknüpfung an das Stadtgebiet Osnabrück.

Sofern kommunal (Stadt Melle, Gemeinde Bissendorf, Gemeinde Hagen a.T.W., Stadt Georgsmarienhütte) noch Blühwiesen angelegt werden, so bitte ich Sie um Übermittelung der Standorte, da diese elementar für unsere Planung und Umsetzung des Projektes sind.

Für den 20. Mai werden zudem VertreterInnen der unterschiedlichen fördernden Stiftungen eingeladen.

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/blumiges-melle-de-vielen-dank-an-unsere-unterstuetzer/

http://blumiger-lkos.de/unterstuetzer/

Der „Lückenschluss“ an diesem Tag wird durch Anlage eines 10 Meter breiten Gewässerrandstreifens (Blühwiese mit etwa 80 Wildblumenarten) auf einer von uns gepachteten Fläche (siehe Anhang) erreicht.

Neben der Freude über das Erreichte werden wir den Tag nutzen, um -so fordert es die Demokratie- gegen die Entscheidung der Kreistagsmehrheit des LK Osnabrück (Begrenzung von Gewässerrandstreifen in FFH-Gebieten auf einen Meter) zu protestieren. Diese Entscheidung hat – unserer Auffassung nach – den Insekten- Arten- und Naturschutz im Landkreis Osnabrück um Jahre zurückgeworfen, schadet den Zielen des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ ganz massiv und gefährdet somit die Zielerfüllung des Projektes (da insbesondere im Meller FFH-Gebiet eine wesentliche Beeinflussung des Blühwiesenkorridores stattfindet). Da (keine Feier ohne umweltpolitische Botschaft) Blühwiesen im ökologischen Gesamtgefüge natürlich nur ein Teil wichtiger Strukturen für den Insekten- und Artenschutz sind, so wird auch diese Thematik auf der Veranstaltung angeschnitten.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wird es ein kleines (Bio- und tierleidfreies [dann stimmt auch die CO2-Bilanz…]) Buffet und einen kleinen Umtrunk geben.

Allgemein