Unterstützung durch den Ortsrat Melle/Oldendorf

Das ist Spitze!! Der Ortsrat Melle-Oldendorf unterstützt unsere Tier- und Naturschutzarbeit
mit einem nicht unbeträchtlichen Betrag 🙂 Wir sagen vielen vielen Dank an alle Beschlussbeteiligten, wow !!

Das Schöne ist: Unsere Tierschutztätigkeit im Rahmen des Gnadenhofs Brödel sowie des Naturparks Kreimerhof
ist ja, in Bezug auf die meisten Tiere, gleichzeitig auch aktiver Naturschutz. Wir versuchen, soweit es möglich ist, in natürlichen Kreisläufen zu denken und zu handeln.
Im nächsten Jahr werden wir einen Großteil unserer Ponys, Ziegen und Schafe für eine natürliche Pflege von Blühwiesen einsetzen.
Auch mit dem Umweltamt der Stadt Melle haben erste Gespräche begonnen (ebenfalls für eine Fläche in Oldendorf).
Hier geht es nicht um die Pflege von Blühwiesen sondern um eine Beweidung einer Kompensationsfläche,
um dadurch einem Entwicklungsziel für bestimmte Pflanzenarten zu dienen.

Wir freuen uns total über die Unterstützung des Ortsrates. Und wir merken: Es kommt ganz schön was Positives zusammen, wenn
alle an einem Strang ziehen. Der Meller Juibläumsweg (maßgeblich ins Leben gerufen vom TSV Westerhausen)
ist ein gutes Beispiel dafür.
Zuweilen berührt es uns richtiggehend, wenn wir aktuell sehen, wie viele Menschen für die Projekte spenden
oder diese durch andere Formen unterstützen. Dankeschön 🙂
In Melle/Oldendorf am Kreimerhof kommen immer mal wieder Menschengrüppchen zusammen, um sich die entstehenden Projekte
anzuschauen. An der Fläche am Wulberg hilft uns jetzt ein Jugendlicher aus einer betreuten Wohngruppe,
der sich in Richtung „Arbeit mit Tieren“ orientieren möchte.
Immer wieder gibt es auch hier Besuchsanfragen – uns freut das sehr. Leider ist es jedoch so, dass wir aus zeitlichen Gründen
oft bei Besuchen nicht anwesend sein können, die Umsetzung der Projekte ist sehr zeitintensiv und der Frühling
ist schneller da, als man „Pieps“ sagen kann (aber anschauen könnt Ihr die Projekte jederzeit,
nur bitte die Tiere nicht füttern (außer mit Zweigen oder mit Gras, eine Kolik wäre eine Katastrohpe,
aber dafür sind ja auch die Hinweisschilder vor Ort da ;-))

Wenn wir etwas bekommen (Spenden), dann wollen wir immer auch etwas zurückgeben.

Was werden wir 2019 im Ortsteil Oldendorf an neuen Projekten umsetzen?
Was wünschen wir uns noch?

1. Gesichert:

A) Umweltbildung – Kostenloses Angebot für Schulklassen an der Fläche am Wulberg
Gemeinsam eine kleine Ackerfläche (ca. 300-400 m²) aufbereiten, Düngen ohne chemischen Dünger, Pflanzenschutz ohne Pestizide,
Angepflanzt werden dann Kartoffeln, Radieschen, Gurken, Tomaten, Zuchinis etc.
Natürlich wird dann auch gemeinsam geernet und alle Kinder können etwas von dem Gemüse mit nach Hause nehmen

Lernziel: Bedeutung von Lebensmitteln schätzen lernen, Erfahrungen beim Anbau und der Wachstumspflege von Gemüse machen
(Verantwortung übernehmen, erlben, was eigenes Handeln bewirkt).
Erfahren, dass es auch Alternativen zur industriellen Landwirtschaft gibt und sehen, welche positiven Auswirkungen das auf die Flora und Fauna im direkten Umfeld haben kann.
Die Frage stellen:
Warum schmeckt das selbst angebaute Gemüse eigentlich viel intensiver als so manches „herkömmliches“ Gemüse aus so manchem Supermarkt?

B)
Bereits eingesät wurden in Melle „Am Wulberg“ 4 kleinere Blühflächen (ca. 20-80 m²),
3 mittlere Blühareale (jeweils bis zu 300 m²)
und ein großes Blühareal (1000 m²)
(dieses war auch Bestandteil eines ausgehandelten Kompromisses mit der Stadt Melle
im Zuge der Gnadenhof-Diskussion). Genutzt wurde erstklassiges (zum Teil regiozertifiziertes) Saatgut verschiedener Mischungen.
Von einer Feldblumenmischung bis hin zu einer Blühwiese für Sandmagerflächen).

Auch wird gesichert eine weitere Fläche (ca. 200 m²) direkt am Meller Jubiläumsweg eingesät.

Gesichert ist auch, dass unsere gemütlichen Tiere (die „Eumels“, wie wir sie liebevoll nennen)
auf verschiedenen Arealen grasen werden und damit Ruhe und Gemütlichkeit
(in einen manchmal stressigen Lebensalltag) einbringen können.
Wer eine stressigen Tag hatte und sich dann mal eine Stunde an eine der Flächen setzt und einfach nur den Eumels zuschaut,
der weiß, wie Stressabbau funktionieren kann 🙂

2. Mit ca. 80%iger Wahrscheinlichkeit
Aufbau mindestens eines weiteren Storchenkorbes (vermutlich aber sogar 2) „Am Wulberg“

3. Mit hoher Wahrscheinlichkeit:
Beweidung einer Kompensationsfläche in Melle/Oldendorf

4. Wahrscheinlich

Aufbau von Totholz-Haufen als Nistmöglichkeiten für Insekten
(Der gedeckte Blühwiesentisch ist schön, es sollen aber auch noch Unterkünfte her)

5. Vielleicht 2019, vielleicht aber auch erst 2020: Aufbau eines weiteren Feuchtbiotops (Ort noch unklar)

Nach wie vor würden wir uns über leihweise zur Verfügung gestellte Flächen (Mindestens 50m² bis zu 500 m²,
sehr wichtig wäre eine sonnige Lage)
am Meller Jubiläumsweg freuen, um auch hier Blühstreifen, Trockenmauern und Totholzhaufen anlegen zu können.

Sofern es nicht direkt am Meller Jubiläumsweg möglich ist (es macht den Anschein, als ob wir hier keine Angebote finden):
Wir würden ansonsten gerne auch Flächen abseits davon anlegen (auch in Privatgärten, oder z.B. auf nicht genutzten
landwirtschaftlichen Arealen?).
Wer also gerne ein Areal (wichtig ist viel Sonne, im Schatten wird es leider nichts) für ein Insektenparadies leihweise
für einige Jahre zur Verfügung stellen möchte
(In Melle/Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf, Niederholsten) schreibt uns gerne eine Mail an:
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Kosten fallen nicht dafür an, wir machen das ehrenamtlich und es ist nahezu sicher, dass wir auch im nächsten Jahr
genügend erstklassiges Saatgut zur Verfügung haben werden 🙂

Es macht uns Spaß ein Teil einer insgesamt sehr aktiven Bewegung im Ort und in der Stadt zu sein, Danke!! 🙂
Vom Lokalen zum Globalen – Wir haben noch viel vor!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Frühsport und Vorbereitungen für 2019

Die Vorbereitungen für 2019 sind in vollem Gange. Täglich kommen Materiallieferungen,
Abstimmungen mit Sponsoren, Flächenanbietern etc. werden getätigt und und und…
Und auf touristische Besonderheiten sollte man aufmerksam machen, gerade wenn Sie Besonderheiten des Naturschutzes sind 🙂
Unser genialer Zeichner Markus Hamburger hat ein neues Schild zur „Deutschlands Naturwunder Blühwiese“ erstellt,
das wird am Wochenende hinter dem Gasthof Hotel Hubertus Wiesehahn in Melle/Westerhausen (Oldendorf) aufgestellt (direkt an der Wunderfläche).
So werden auch viele Besucher die Infos aufnehmen.
Dank vieler Spenden und einem guten Verkauf der „Einpflanzbücher (http://das-einpflanzbuch.de) haben wir schon mal eine Menge
Zaunpfosten für die nächsten Beweidungsflächen gekauft (Schonende Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere). Der Buchstapel wird kleiner und kleiner 🙂
Und dann kam heute noch Heu, 300 Kilogramm. Unsere Tiere haben Kohldampf. Bevor es ins Büro geht noch ordentlich Frühsport, hah!
Und am Wochenende geht der Sport weiter: Heu in die Schuppen bringen. Riecht gut, macht Spaß und hält fit.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Tolle Buchbewertung im ZenDeNa-Blog zum Einpflanzbuch

Wir freuen uns sehr über eine schöne Buchbewertung zu „Die Wubbjes helfen der Natur – Das Einpflanzbuch) im ZenDeNa-Blog (Zentrum für Nachhaltigkeit – Für eine bessere Welt).
Siehe dazu: https://zendena.de/buecher/die-wubbjes-helfen-der-natur-das-einpflanzbuch/

Wer noch ein wirklich orginielles, einzigartiges, ökologisches und tierschutzfreundliches Geschenk zu Weihnachten sucht:
http://das-einpflanzbuch.de

Oder bei Ebay: https://www.ebay.de/itm/Die-Wubbjes-helfen-der-Natur-Das-Einpflanzbuch/332637348094

Weitere Beweidungsfläche geplant

Die Gespräche um Beweidungsmaßnahmen einer weiteren Fläche in Melle/Oldendorf haben begonnen.
Insbesondere mit dem Umweltamt der Stadt lässt sich gut zusammenarbeiten.
Durch eine gezielte extensive Beweidung ist es möglich, dass eine natürliche Mahd durchgeführt wird und zugleich Aspekte des Naturschutzes berücksichtigt werden.
Die Tiere erhalten frisches Futter, die Stadt spart Kosten und für viele Insekten (z.B.) entwickelt sich ein hilfreiches Areal.
Alle profitieren 🙂

Ziegen sind optimale „Landschaftspfleger“ wenn es um die Stutzung von Gehölzen geht.
Derweil planen wir für das nächste Jahr mit vier unterschiedlichen regionalen Saatgutmischungen für verschiedene Blühwiesen aufzuwarten.
Blühende Landschaft Nord (mit vielen Kulturpflanzen), Schmetterlings- und Wildbienensaum, einer Feldblumenmischung und einem
Blühmischung für magere Sandböden. Das wird ein Paradies für die Aufgaben.
Eine hohe anonyme Spende hat uns erreicht, welche auch gezielt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ fördert.
Dankeschön 🙂 Davon kaufen wir Saatgut, Zaunpfosten und einen Sicherungszaun, damit Schafe und Ziegen nicht auf die Straße flitzen
(Ziegen sind sprungakkrobaten, 1,60 Meter schaffen die, wenn die wollen).

Der Rest des Geldes für den Gnadenhof wurde und wird in Futter investiert. Unsere 4 Ponys erhalten ab und an kleine Mengen Mineralfutter.
Zudem in unregelmäßigen Abständen eine kleine Gabe Kräuter-Müsli-Mix. Das allerbeste aber ist natürlich frisches und gutes Heu. Davon erhalten die soviel, wie sie wollen.
Danke an die anonyme Spenderin. Auch Du bist jetzt in unserer Hall of Fame:

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Gnadenhof Brödel Melle und Blumiger Landkreis Osnabrück
http://gnadenhof-melle.de
http://blumiger-lkos.de

Briefe an den Weihnachtsmann? Für mehr Blühwiesen…

Sonntagabendbeschäftigung. Bettelbriefe an den Weihnachtsmann?
Naja, so ähnlich. Um genügend Geld für die Insektenschutzprojekte und den Gnadenhof „Brödel“
zu bekommen, müssen wir im Prinzip permanent aktiv sein.
Im juristischen Verzeichnis der gemeinnützigen Einrichtungen als Empfänger von Geldauflagen sind wir.
Nun müssen wir aber auch die entsprechenden Richter davon überzeugen, dass wir
als Empfänger von Geldbußen (welche z.B. Straftätern auferlegt werden) auch „Gehör finden“.
Also werden heute ca. 100 Briefe verpackt. Inklusive Aufkleber „Blumiger Landkreis Osnabrück“
(Die Blühwiesenpiraten. Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen).
Katze Yemi und Hund Merlin leisten mir Gesellschaft und müssen mein Gequatsche ertragen.
Hund Merlin stellt sich vorsorglich schonmal schlafend. Ich merke das 😉
Katze Yemi fährt irgendwann dieselbe Strategie. Labere ich halt nachher den Mond voll, ich nehme das nicht persönlich.

Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Wer für unsere Projekte zu Weihnachten etwas spenden möchte bekommt für das nächste Leben 1000 Karmapunkte:
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
Und:
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Unser Jahresfazit

Auch der Bürgermeister gratuliert: Zeit für ein Jahresfazit
Wir freuen uns über die Glückwunsche von Herrn Scholz und Frau Rauer (siehe Bild).
Kriegt man ja auch nicht jeden Tag 🙂

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. An dieser Stelle einmal ein subjektives Jahresfazit (Kai)

Was haben wir in diesem Jahr geschafft?

******** Anlage von etwa 40 Blühwiesen (ca. 90.000 m²) (7 davon gemeinsam mit Schulen, sieht dann
ungefähr so aus:
)

* Errichtung eines neuen Gnadenhof Hauptquartiers in Melle/Oldendorf
* Errichtung eines Winterquartierts (Blühwiesenbeweidungsstation)
* Aktuell beherbergen wir knapp 50 Tiere (vom Meerschweinchen bis zum Ponys)
* Fertigstellung eines Feuchtbiotops (ok, etwas Lehm fehlt noch, kommt demnächst)
* Aufbau eines Storchenkorbes
* Mitwirkung beim Meller Jubiläumsweg (super Projekt!!)

******** Preise:

Auszeichnung „UN Dekade Biologische Vielfalt“ für Blumiges Melle (2018)
3. Platz Niedersächsischer Umweltpreis
Gewinn Google Impact Challenge 2018
1. Platz Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten der Heinz Sielmann Stiftung und EURPOARC Deutschland
Platz 2, Deutschland summt. Kategorie: „Firmen-, Institutions- und Vereinsgärten“
Platz 1 Bereich Umwelt (2018): Niedersächsischer Engagementspreis „unbezahlbar und freiwillig“

Viele Hände durfen wir schütteln. Danke für die Glückwünsche.
Sind wir aber mal ganz ehrlich: Hätte es die Preise nicht gegeben, dann gäbe es uns heute nicht mehr (siehe weiter unten: Der Konflikt um unseren Gnadenhof).
Dann wären wir Geschichte. Der Räumungskonflikt hätte uns mit hoher Wahrscheinlichkeit „pulverisiert“ (auch wenn wir noch zwei „Kampf-Asse“ in der Hinterhand hatten).
Wir heben hervor: DANKE DANKE DANKE, an alle, die uns in unterschiedlicher Form unterstützt haben oder unterstützen. IHR gehört zu den Guten!

******** Weiterentwicklung der Strukturen

Zum Glück ist das Team größer geworden. Julia, Simone und Sabine sind am Kreimerhof dazu gekommen.
Auch am Wulberg wirkt jetzt noch jemand mit (Steffen).
Danke !!! 🙂
Wir haben mehrere Flächen dazu gepachtet, haben Ausweichareale für unsere Tiere, bessere Zäune, noch mehr Zaunpfosten, viele viele Kooperationspartner mittlerweile, gut!

******** Energie

Schier unerschöpflich, aber eben doch (leider) manchmal endlich. Wir machen das alles ehrenamtlich in unserer Freizeit
und gehen ansonsten „ganz normal“ arbeiten. Haben mehrfach im Jahr gemerkt, dass wir uns zuweilen „verhoben“ haben.
Dann sind wir genervt, schlecht gelaunt und einmal hatten wir sogar überlegt, die Brocken hinzuwerfen (hätten wir nie gemacht ;-)).
Hoffentlich haben wir draus gelernt. Nächstes Jahr wird es etwas weniger.

******** Der Konflikt rund um unseren Gnadenhof (alte Flächen)
Im Sommer mussten der Gnadenhof umgesiedelt werden, weil sich (gemäß Aussage der Stadt Melle) eine Person verbal beschwert hatte
(Tiere zu laut und würden stinken…ach sei doch ruhig!!) [wohlgemerkt in einer landwirtschaftlich geprägten Region, ca. 100 Meter entfernt von der Bahnlinie Amsterdam – Berlin].
Ok, der Konflikt ist erledigt, der Stadt machen wir keinen Vorwurf. Diese musste handeln und gemeinsam wurde ein guter Kompromiss gefunden.
Gute Arbeit vom Bauamt, soll auch mal hervorgehoben werden.

Uns hat das Theater ca. 9000 Euro gekostet, viel Zeit geraubt und Energie gekostet.
Es zeigt: Wir leben in einer Welt, in der trotz hohem ehrenamtlichen Einsatz und viel Engagement es immer noch Menschen gibt, die
etwas kaputt machen können (und wollen?). Das ist schade. Wir sind, man kann es nicht anders sagen, einige Zentimeter an der Insolvenz
der gemeinnützigen Einrichtung vorbeigeschrammt. Danke Danke Danke an alle, die gespendet haben!! Ohne Euch wären wir (wahrscheinlich) nicht mehr.

Noch ein Wort zu der Person, welche sich nach Angaben der Stadt beschwert hatte: Von dieser kam kein Wort der Entschuldigung, kein Wort des Bedauerns.
Vielleicht ein gutes Wort und die Bereitschaft einen Teil der horrenden Kosten zu übernehmen?
Im Gegenteil: Sie drohte sogar noch mit mit einer Zivilklage wegen Beleidigung (***** !!!). DAS !! hätte einen Knall gegeben.
Während der Karsten beispielsweise ja eine besonnene Person ist, sieht es beim Kai da schon mal anders aus.
Gerne wird da schon mal mit viel Gebrüll und schnell pochender Halsschlagader aus 50 Metern Anlauf genommen und zur „Blutgrätsche“ angesetzt.
Rüdes Foul? Rote Karte? Blödsinn! Wann wir vom Platz gehen bestimmen wir immer noch selber…

Naja, trotzdem, auch wir haben derbe Kratzer abbekommen und haben gelernt. wir sind vorsichtiger geworden. Während das Credo „früher“ lautete: „Erstmal machen, dann fragen“, so gestalten wir das mittlerweile
anders. Schlimm war insbesondere jene Erfahrung:
Es gibt Menschen, welche sich nicht im Ansatz darum scheren, was ihre „Beschwerde“ anrichten kann.
Das Ende einer Gnadenhof-Tierhaltung und den finanziellen Exitus einer ehrenamtlichen Einrichtung (mit dem damit verbundenen Ende aller Projekte) war denkbar und nahe.

Nun gut, selbstverständlich legen wir die Gesamtheit „unserer Karten“ nie komplett offen. Eines ist gewiss: Ein oder zwei Asse (zur Not auch gezinkt) hatten wir natürlich
noch in der Hinterhand. Wir sind aber froh, dass wir diese nicht ausspielen mussten, denn das wäre wirklich unschön geworden. Im Sinne der Tiere: Schwein gehabt
(alle Beteiligten) 😉
In der Tiersprache ausgedrückt: Wenn eine Ratte in die Ecke gedrängt wird, dann ist sie zu allem bereit.

Was wir nicht wussten (bevor wir mit unseren Projekten angefangen haben): Auch bei Natur- und Tierschutzprojekten kann es massiven Gegenwind gegeben.
Es gibt einige Personen, bei welchen wir vermutlich „verhasst“ sind (vielleicht). Einer Person mussten wir ein Hausverbot aussprechen.
Man muss (sollte) leider auch bei solchen Projekten in der Lage sein zuweilen auch mal seine Ellenbogen „mit Schmackes“ einzusetzen. Leider! Schöner wäre es anders.
Herzlich willkommen in der Realität der Menschheit.
Arbeit ohne Emotionen? Ein Graus! Geht nicht. Trotzdem ist die „Hitzkopf-Herangehensweise“ die Ausnahme, zum Glück. Eta 98% der Arbeit läuft freundlich, nett, sachlich, höflich, konstruktiv,
gemeinschaftlich, nachhaltig, politisch zukunftsträchtig, bedacht, geplant, korrekt.
Mittlerweile werden auch wir ruhiger und flippen nicht mehr bei jedem Nervtöter sofort aus.

Und: Der Streit hatte auch etwas Gutes. Sehr Sehr Sehr viel Aufmerksamkeit, sehr viel Implementierung von sinnvollen Inhalten in einen politischen Diskurs.
Oder anders ausgedrückt: wer gegen uns klagt (oder eine Räumung/Verlagerung oder was auch immer für Probleme macht), der wird von uns:
Politisch „instrumentalisiert“. Ohne Schonung, ohne Schonfrist, mit (fast) allen Mitteln, ohne besondere Rücksicht.
Wer auf uns keine Rücksicht nimmt oder unsere Arbeit (massiv) behindert oder beinträchtigt (und das im Zeitalter des größten Artensterbens seit ca. 66 Mio Jahren),
der kriegt eine Quittung serviert (nicht auf dem Silbertablett, mindestens aber im Schweinetrog, mit politischer Tragweite).
Das kann dann auch manchmal nicht so nett ausfallen. Und?
Wie man es in den Wald hineinruft so schallt es heraus. Eine Behindungen von Tier- und NAturschutzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Das war es noch nie und wird es auch nie sein.

Naja, ist ja noch mal gut gegangen. Zum Glück ist der Streit ja auch Geschichte. Dieser Jahresrückblick musste aber sein.
Ein „Sturkopf“ vergisst nie. Nicht im Guten (1000 Dank an so viele Menschen,
welche sich (teilweise bundesweit) mit uns solidarisch erklärt haben. Das war großartig!!!!)…
und auch nicht im „Schlechten“.

Finanzen:

Die ganz ganz schlimme Zeit haben wir mit einigen Dellen überstanden. Gottseidank!
Trotzdem bleibt unsere Lage immer noch „angespannt“.
Wer spenden möchte:

Gerne:
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere?
Oder hier:
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen?

Oder hier:

Ihr kriegt dafür einen Platz in der Hall of Fame und in den Herzen unserer Tiere:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/
Definitiv können wir nach wie vor jeden Cent gut gebrauchen.

In diesem Sinne. Einen schönen 2. Advent.

Umweltbildung mit Schulklassen: Blühwiesen und Öko-Landbau

Alles „Scheiße“ oder was? Umweltbildung mit Pferdemist?

Sieht zwar „gewöhnungsbedüftig“ aus, ist aber ein wertvoller Rohstoff.
Eine Weidehygiene, mehrfach in der Woche durchgeführt, ist ganz wichtig, damit die Tiere gesund bleiben.
Die Pferdeäppel und auch gröberer Schafs- und Ziegenmist werden also regelmäßig eingesammelt.

Zum Teil landet er dann auf unserer Wurmfarm:

https://www.youtube.com/watch?v=ZDlJDwzpY6Q&t

Der Tiermist wird dann ganz schnell zu wertvollem biologischen Pflanzendünger umgewandelt.
Das spart sogar Treibhausgase ein. Dafür gab es von der stadt Melle 2017 einen der Klimaschutzpreise:

http://wurmpalast.de/regenwurmprojekt-erhaelt-innogy-klimaschutzpreis-2017-der-stadt-melle/
Und im nächsten Jahr werden wir mit Schulklassen ein gemeinsames Öko-Landwirtschaftsprojekt beginnen.
Wir stellen dafür ca. 400 m² zur Verfügung. Mit den Schülern wird dann Gemüse angebaut (Setzlinge ausschließlich aus Bio-Betrieben werden eingepflanzt).
Kartoffeln, Gurken, Zucchini, Tomaten, Bohnen, Radieschen etc.
Gut gedüngt mit dem Tiermist der Blühwiesen-Beweidungs- und Gnadenhoftiere. So pflegen diese nicht nur wertvolle
Blumenwiesen für Insekten sondern helfen mit ihrem „Mist“ sogar noch dabei, dass Kinder etwas über die Bedeutung
von natürlicher Landwirtschaft (ökologisch wertvoll) lernen.
Kein Witz: In den vergangenen Jahren haben wir manchmal erlebt, dass Kinder nicht wissen, wie man eine Schaufel oder einen Spaten ansetzt,
da wollen wir etwas machen. Die IGS Melle hat sich schon bereit erklärt, mitzumachen. Weitere Schulen werden folgen.

Wie läuft das dann ab: Die Schulklassen kommen vorbei, lernen etwas über ökologische Anbaumethoden und sollen dann selber auf den Flächen loslegen.
Jederzeit können diese dann auch mit ihren Eltern vorbei kommen und sich ein Bild von der Entwicklung der Pflanzen machen.
Sie können dann natürlich auch wann immer sie wollen bei der Pflege des Gemüses helfen (Unkraut zupfen, Nachdüngung etc.).
Und wenn das Gemüse so weit ist, dann wird gemeinsam geernet und alle Kinder sollen natürlich ordentlich was davon mit nach Hause nehmen.
Fördert die Identifikation mit „ihren“ Projekten und sorgt für eine Wertschätzung von Lebensmitteln.
Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die „industrielle Landwirtschaft“ (mit Pestiziden & Co.) ein „Auslaufmodell“ ist und
schon sehr bald für eine noch größere Katastrophe sorgen wird, als sie bereits schon vorhanden ist.

Interessant ist: In diesem Jahr gab es zuweilen schon Mißbekundungen, weil Gemüseernten in Privatgärten so schlecht ausgefallen sind. Kein Wunder, ohne Bestäbung und ohne Insekten.
An der öffentlichen Umweltbildungs-Schulgartenflächen werden wir daher in direkter Nähe unterschiedliche Blühareale anlegen, damit sich die Gemüseernte durch viele viele Insekten auch lohnt.

Attraktiver als das Louvre

Ok, touristisch ist eine Blühwiese vielleicht nicht das Louvre oder das Kolosseum oder so.
Dennoch hatten wir im Sommer einige Liebhaber, welche gezielt angereist sind, um die in allen Farben blühenden Blumenwiesen zu bestaunen (einer kam sogar aus Frankfurt :-)).

Eine durch unsere Gnadenhoftiere abgeweidete Wildblumenwiese (direkt beim Hotel Restaurant Wiesehahn Hubertus) hat ja im Sommer den Titel
„Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“ gewonnen (ausgezeichnet von der Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e.V.). Nominiert durch den Naturpark TERRA.vita.

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/pokaluebergabe-fuer-deutschlands-naturwunder-2018/
https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/blumenwiese-in-niedersachsen-ist-deutschlands-naturwunder-2018/
Darauf werden wir nun mit einem tollen Tourismus-Umweltbildungs-Hinweisschild aufmerksam machen (DIN A0).
Das Hotel hat einen gut besuchten (und lohnwenswerten) Biergarten. Somit ist wahrscheinlich, dass das Schild und die Wiese auch oft bestaunt werden.
Wenn einige die dargestellten Informationen mitnehmen und zu Hause umsetzen, dann ist wieder etwas gewonnen. 🙂

Weitere Förderung für Blumiger Landkreis Osnabrück

Tolle Sache.
Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, erhält weitere Förderung


Im Rahmen einer Online-Abstimmung der Teutoburger Energie Netzwerk eG sind 42 % der Stimmen auf unser Projekt gefallen.
Wow!!! Das bedeutet, dass wir eine zusätzliche Förderung des Unternehmens erhalten, mit welcher wir Saatgut für 2019 erhalten werden.

https://ten-eg.de/news?newsid=145

Im nächsten Jahr werden wir ja auf verschiedenen Flächen unsere Gnadenhof-Tiere für
eine Mahd der kräuterreichen Blühwiesen einsetzen – die freuen sich schon. Und die Wiesen werden viel schonender bearbeitet, als wenn
wir diese mit Maschinen mähen.

Die Biotopvernetzung der bisherigen Blühwiesen schreitet somit weiter voran.
Wir bedanken uns bei der TEN eG und bei allen, die für uns gestimmt haben, richtig gut!!! 🙂

Preise für die schönsten Blühwiesenfotos

Die Preise für die „Schönsten Blühwiesenfotos 2018“ sind da und werden demnächst an
Tanja Menke, Suse und Marianne Wünning verschickt/vergeben. Tolle Nisthilfen warten darauf, im nächsten Frühjahr
bezogen zu werden.
Noch einmal herzlichen Glückwunsch:
http://blumiger-lkos.de/die-schoensten-bluehwiesenfotos-2018/

Die Vorbereitungen für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 laufen auch Hochtouren.
Es sind mittlerweile genügend Flächen gefunden worden (lediglich in Ostercappeln/Venne, Hasbergen
und rund um den „Meller Jubiläumsweg“ suchen wir noch Areale.

Vielen herzlichen Dank an David J. Seifert für eine Spende. Von dem erhaltenen Geld werden wir auf jeden Fall Saatgut für 2019
kaufen. David, auch Du bist jetzt in der Hall of Fame:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Vielen Dank an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“

Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“ [https://ostundkoch.de/immobilien/]
Ein schönes Beispiel, wie es auch gehen kann…

Vielen herzlichen Dank an die Firma „Ost & Koch Immobilien GmbH“ (insbesondere an Frau und Herrn Ost) für eine erneute (und sehr hohe) Spende.
Angelegter Storchenkorb wird den Namen der Firma tragen

Das gespendete Geld wird komplett in den Artenschutz fließen.
Zum Einen wird davon eine große Menge frisches Saatgut für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 gekauft.
Auch bei der „OKI“ haben wir in diesem Jahr mit toller Unterstützung der Firma sowie Schülern der IGS Osnabrück eine solche Wiese angelegt:
http://blumiger-lkos.de/bluehwiese-in-der-stadt-osnabrueck-angelegt/
https://ostundkoch.de/immobilien/blumiger-landkreis-osnabrueck/
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1189340/gesamtschueler-der-igs-osnabrueck-saeen-fuer-die-artenvielfalt
Auch 2019 soll es natürlich weitergehen. Im März werden wir wieder erstklassiges Saatgut erwerben, um weitere artenreiche Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
In diesem Jahr haben wir alles bis auf das letzte Körnchen ausgesät.

Ein Anteil der Spende wird zudem in die Errichtung eines Storchenkorbes fließen.
Der Storchenkorb wird auf einem 9 Meter-Mast (unterhalb 10 Meter sind diese Masten genehmigungsfrei)
auf dem Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier „Am Wulberg“ in Melle/Westerhausen errichtet.
Die neue Storchenheimstätte wird „OKI“-Storchenkorb heißen (Ost & Koch Immobilien GmbH).

Da bekannterweise Nisthilfen nur ein Teil des Artenschutzes und Nahrungsquellen mindestens ebenso wichtig sind, wird der größte Teil der Spende
jedoch in den Ankauf einer großen Menge Lehm fließen (eine entsprechende Firma wurde bereits beauftragt, kann noch etwas dauern,
Lehm ist immer schwer zu kriegen).
Lehm wofür?
Nun, die Feuchtbiotope am Kreimerhof sind „nicht ganz dicht“. eine ganze Truppe Maulwürfe macht sich am Kreimerhof den Spaß, immer wieder den Stöpsel
aus den bereits mit einigen Tonnen Lehm ausgelegten Biotopen zu ziehen (kein Witz, stimmt wirklich in gewisser Weise :-/).
Das Wasser der sog. „Himmelsteiche“ fließt ja von einem Stall in die beiden Biotope, doch offenbar ist die Lehmschicht noch nicht dick genug.
Immer wieder graben sich die kleinen Kollegen von unten oder von der Seite zum Biotop hin. Wir haben ihnen 1000mal gesagt, sie sollen das lassen,
doch das interessiert sie bislang nicht. Manchmal sieht man ganze Kolonnen von Ihnen in Badelatschen und mit einem Handtuch bewaffnet zu den Teichen stromern.
Davor haben sie sich sogar eine Art Ministrand eingerichtet, auf welchem sie zuweilen in kleinen Sonnenstühlen sitzen und Dosenbier trinken (nehmt mal lieber Flaschen).
Im Spätsommer haben wir einige auf Luftmatratzen mit kleinen Cocktailgläsern (mit winzigen Sonnenschirmchen) gesehen.
Dann buddeln sie wieder etwas und plötzlich ist der Teich leer. Fließt in die unterirdische Maulwurfs-Lagune. Kucken wir dann mit
Taschenlampen da rein, dann sehen wir die Stinker auf Banana-Booten über ihren unterirdischen Privat-See flitzen.
Was sind die am Johlen….Spaß haben sie scheinbar (sei ihnen ja auch gegönnt).
Unter dem Wasser blitzen zuweilen dann im Taschenlampenlicht Fragmente des Bernstein-Zimmers auf, da ist es also. Wer hätte das gedacht…(kann leider nicht geboren werden, die
Feuchtbiotope haben Vorrang).
Wie dem auch sei: Die Maulwürfe können ja gerne den Bachlauf der Biotope als ihren Privatstrand nutzen, die Teiche jedoch erhalten jetzt noch eine große Schicht Lehm,
damit das Wasser auch drin bleibt.

Wofür ist Lehm wichtig?
Der Landesbund für Vogelschutz z.B. warnt, dass Schwalben kaum noch Baumaterialien für Ihre Nester finden:
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-haus/voegel-am-haus/schwalben/baumaterial-fuer-schwalben/
Zitat: „Aus dem Mangel an feuchten Lehm- und Erdböden folgt, dass die Nester der Rauch- und Mehlschwalben
teilweise nicht richtig fertig gebaut werden können. Sie sind instabil und drohen, auseinanderzubrechen.
Dadurch sind nicht nur die Jungvögel in Gefahr, die Nester halten den Witterungsbedingungen auch weniger stand
und werden im nächsten Jahr eventuell nicht mehr vorhanden sein.“

Wildbienen z.B. nisten gerne in lehmigen Steilwänden (welche sich auch nachbauen lassen).
Auch als Wasserquelle sind feuchte Lehmböden außerordentlich wichtig. Im Sommer konnten wir das am Kreimerhof oft beobachten,
als Schmetterlinge und verschiedene Bienenarten die wenige vorhandene Feuchtigkeit aus dem Lehm sogen.

Zu künstlich angelegten Lehmbiotopen siehe auch:
https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf
Und: Verschiedene Insekten nutzen Lehm um ihre Brutröhren zu verschließen.
https://www.nabu-oldenburg.org/fragen-zum-naturschutz/insekten/

In diesem Sinne: Die Spende der OKI hilft uns, eine große Lehmquelle anzulegen. Danke 🙂

Denn: Wir als gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sind nachwievor „kleine Krauter“ mit viel Energie (aber wenig „Masse“).
Zwar sind bei uns ehrenamtlich – mit hohem zeitlichen Einsatz – nicht mehr nur zwei Personen aktiv (insbesondere am Kreimerhof würde es nicht funktionieren,
wenn wir nicht mit Julia und Simone zwei weitere Personen in unserem Team hätten), aber dennoch sind wir eine „Mini-Gruppe“,
welche aber mit viel Herzblut eine ganze Menge hinbekommt.
Danke an alle Personen, welche uns in unterschiedlicher Weise unterstützen.
Danke auch an die Stadt Melle, welche uns beispielsweise Flächen, für unsere Naturschutzarbeit zur Verfügung stellt. So kann es gehen 🙂

Magische Streuobstwiese – Wichtig für die biologische Vielfalt

Heute mit George Trenkler auf seiner Streuobstwiese gearbeitet.
Auch hier ist eine Mahd wichtig, damit sich verschiedene Arten nächstes Jahr wieder durchsetzen können.
George gehört zu den „Guten“. Es gibt wohl nur wenige Menschen, welche sich ein Stück Land kaufen, einfach „nur“, um dort
eine Artenvielfalt zu fördern und dafür zu sorgen, dass es bestimmte Lebensformen „gut“ haben.
Der Ort ist ein Kleinod und einzigartig, es ist ein Genuss dort zu verweilen oder auch zu arbeiten.
Mysthische Obstbäume, eine einzigartige Stimmung und viel viel Leben.

Wo liegt der Ort? Geheimer als geheim. Nur so viel: Durch den dunklen Wald am Knusperhäuschen vorbei, dann über den Fluss, welchen schon der Rattenfänger
von Hameln überquerte, als er, verärgert über die Hamelner Bürger, von dannen zog.
Dann durch das Tal, in welchem Rübezahl wohnt (wir haben mit ihm vorhin noch ne Tasse heißen Bio-Familienpunsch getrunken)
[gibts in Melle bei Georgs Bioladen, http://georgs-bioladen.de],
schlussendlich an Draculas Schloss vorbei (er winkte uns fröhlich zu, als er einige Fledermauskästen an seinem Turm anbrachte)
und dann nur noch über den Hügel,
welchen Hexe Rumpeldei oftmals in der Dämmerung auf ihrem Besen überfliegt.

Im Sommer dort auf einem Wiesenbärenklau (ich glaube zumindest, dass es einer ist) fantastische Schmetterlinge gesehen (siehe Foto).
Übrigens: Wiesenbärenklau ist jene Pflanze, welche von den meisten Insektenarten angeflogen wird (91 Arten)
(gemäß: Das grosse Insektensterben. Segerer & Rosenkranz 2018, S. 153).

Von George noch tolle Äpfel und eine Kiste Familienpunsch bekommen.
Und eine Spende für die neuen Storchenmasten in Westerhausen gibt es auch noch. Dankeschön 🙂
Einige Äpfel haben unsere Gnadenhoftiere vorhin bekommen. Einen schönen Dank dafür soll ich ausrichten.

Auf dem Nachhauseweg dann noch vom KGB, CIA, Mossad und MI5 verfolgt worden. Lauter Topspione.
„Wo liegt die Fläche??? Nun sag schon, wo liegt die Fläche????“

Ich dann einfach mit dem Quad quer durch die Meller Berge, auf einem Geheimpfad geflüchtet. Mit Karacho, da haben die doof gekuckt.
„Geht Euch nix an“, gerufen. So kanns gehen.

Weitere 200 m² Blühwiese – Wetten, dass die etwas wird?

Sonntagmorgen, 7.30 Uhr, bei uns in der Siedlung, mit röhrenden Maschinen donnern wir vor.

Die nächste Blühwiese. Mit Megaphonen wecken wir die Nachbarn auf: „Aufstehen, Naturschutz!!! Ran ans Werk!!“

Langsam werden die ersten Jalousien hochgezogen, Gardinen bewegen sich, plötzlich brüllt
jemand: „Erna, ey komma. Die Blühwiesenspinners! Das musst Du gesehen haben, geil ey! Die mit ihre Blühwiesens wieder!“

Die ersten Nachbarn rennen raus, im Laufstil Champagnerflaschen köpfend. Einer, noch im Nachthemd, serviert vegetarische Schnittchen.
Die Leute werfen sich in ihre Arbeitsklamotten, unsere Fräsen röhren…“Super, dass Ihr das macht, das ist voll toll!! Wir machen mit,
wir sorgen für Artenvielfalt“. Viele Anwohner haben Tränen der Rührung in den Augen. Die ersten Champagnerflaschen sind schon leer.

Vielleicht war es auch ganz anders :-/ Aber es KÖNNTE so gewesen sein, das zählt auch im Leben.

Heute ca. 200 m² Blühwiese in Westerhausen (Am Wulberg) angelegt
(naja, 7.30 Uhr war es nicht, eher 11.00…Und: War auch nur ne 20minütige Ausnahme, eigentlich
respektieren wir Sonntagsruhe ;-)).

Achtung: Natürlich ist der späte November NICHT der richtige Zeitpunkt, um Blühwiesen anzulegen.
Andererseits haben wir in den letzten 2 Jahren oft gemerkt, dass Natur eh macht, was sie will.
2017 im März ausgesät, dann wurde es einige Tage sehr warm, danach wieder kalt. Die ganzen Keimlinge tot, Saatgut für 300 Euro futsch…
2018: Im Frühjahr nach Vorschrift ausgesät. Dann die krasse Trockenzeit. Die „Osnabrücker Mischung“ kam auf einigen Flächen so gut wie garnicht.

Wir wetten 5 Kisten Biobier, dass die heute angelegte Blühwiese („Osnabrücker Mischung“) etwas wird, denn: Irgendwas kommt immer.

Blumiges Melle wird mit Niedersächsischem Preis für Bürgerengagement ausgezeichnet

Pressemeldung: Das Projekt „Blumiges Melle“ wurde im Rahmen des Niedersachsenpreises für Bürgerengagement 2018 („unbezahlbar und freiwillig“) mit Platz 1 im Bereich Umwelt ausgezeichnet. Aus 300 Bewerbungen wurde somit das Projekt der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle zu einem der 11 Sieger gekürt.
Gewürdigt wurde insbesondere die Ausdauer, die Kreativität und ein weit überdurchschnittlicher
Einsatz „rund um die Uhr, ohne Pause im Jahresverlauf, nun schon über mehrere Jahre“ der beiden Betreiber Kai Behncke und Karsten Wachsmuth.
Im Rahmen des Projektes wurden eine Vielzahl insektenfreundlicher Blühwiesen teilweise in Kooperation mit Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden und Firmen angelegt (innerhalb des übergeordneten Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ mittlerweile
– gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe Osnabrück – 98 Stück im Umfang von nahezu 200.000 m²). Für diverse Insekten – und damit innerhalb unterschiedlicher Nahrungsketten auch für Amphibien, Reptilien, Vögel und Kleinsäuger – stellen diese wichtige Rettungsinseln dar. Die ausführende Organisation ist zugleich Regionalgruppe im Netzwerk „Blühende Landschaft“ [http://www.bluehende-landschaft.de/].

Auf der ehrenvollen Veranstaltung in Hannover, auf welcher auch Ministerpräsident Stephan Weil den beiden Preisempfängern gratulierte, dankte Kai Behncke allen Unterstützern des Projektes.
Gleichzeitig mahnte er:
„Eine Vielzahl von Wissenschaftlern hebt mittlerweile begründet hervor, dass wir uns in einer Phase des größten Artensterbens seit 66 Millionen Jahren befinden. Damals starben z.B. die Dinosaurier aus.
Wir als Gesellschaft müssen nun zeigen, dass wir die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam konstruktive Lösungsansätze entwickeln können, jeder Einzelne.“

Karsten Wachsmuth: „Innerhalb der kürzlich stattgefundenen öffentlichen Bürgerbeteiligung zum Aktionsprogramm Insektenschutz der Bundesregierung hat sich gezeigt,
dass eine ökologische Tierhaltung bzw. Tierbeweidung einen wichtigen Beitrag zum Insektenschutz leisten kann. In diesem Sinne freuen wir uns, dass wir auch im nächsten Jahr die Tiere unseres „Gnadenhofs Brödel“ auf verschiedenen Flächen in Melle als wertvollen Beitrag zur biologischen Vielfalt einsetzen werden“.

Die beiden Projektinitiatoren heben hervor, dass „Blumiges Melle“ trotz des offiziellen Endes der Projektlaufzeit auch 2019 weiter betreut wird.
„Das Artensterben kennt keine Projektlaufzeiten. Natürlich machen wir weiter“, so Wachsmuth.
Kai Behncke: „Sowohl in Melle als auch innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ werden wir weitere Blühwiesen schaffen und verstärkt auch für zusätzliche Nisthilfen, wie z.B. Totholz oder Trockensteinmauern sorgen. Ein gedeckter Tisch ist schön. Ohne ein Haus in der Nähe – Wildbienen haben nur geringe Flugradien – würde jedoch nur eine Seite
der Infrastruktur für Insekten ausgebaut.“

Aktuell suchen die beiden Betreiber noch leihweise, für einige Jahre, Flächen, um eine geplante Biotopverknüpfung zu forcieren. So werden z.B. noch ganz gezielt Areale in Hagen a.T.W. sowie in Venne (Osterappeln)
für eine kostenlose Anlage von Blühwiesen gesucht.
Kai Behncke ergänzt: „Ein herausragendes Projekt, welches mit unseren Insektenschutzmaßnahmen gut kombinierbar ist, ist der maßgeblich vom TSV Westerhausen und seinem Vereinsvorsitzenden Frank Strötzel initiierte „Meller Jubiläumsweg“.
Dieser Wanderweg, welcher auch wichtige Aspekte der Umweltbildung beinhaltet, führt durch die Ortschaften Melle-Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf und Oberholsten.
Wir suchen hier noch händeringend nach sonnigen Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen und für einige Jahre an uns kostenlos verliehen werden. Auch hier
werden wir wunderschöne Blühwiesen, Trockenmauern und Nisthilfen schaffen. Das wird für Freude bei naturbewussten Wanderern aber insbesondere bei hungrigen Insekten und Kleintieren sorgen.“

Die beiden Betreiber des Projektes betonen jedoch auch, dass sie dringend auf Finanzspenden angewiesen sind.
Karsten Wachsmuth: „Unsere Kassen sind mittlerweile definitiv leer. Wir sind bereit weiterhin ehrenamtlich einen hohen Zeitaufwand für den Naturschutz zu leisten, wir würden uns jedoch außerordentlich über Spenden
freuen. Ein Kilogramm regionales, artenreiches Saatgut liegt bei 170 Euro, das reicht etwa für 500 m² Blühwiese. Ohne zusätzliche Spenden können wir nur noch mit „angezogener Handbremse“ arbeiten.
Geld ist leider eindeutig der limitierende Faktor, da Saatgut und Maschinen nicht günstig sind.“

Auf der Homepage der Organisation „Umweltschutz und Lebenshilfe“ finden sich verschiedene Spendenmöglichkeiten.
Der für die Preisverleihung professionell erstellte Film über „Blumiges Melle“ kann auf YouTube
eingesehen werden:

Spenden- und Unterstützungsmöglichkeiten:
Kauft unser einpflanzbares Naturschutzbuch

https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck
https://www.gooding.de/gnadenhof-broedel-melle-77700

Die Siegerehrung im Ticker:

07:58 Uhr:
Heute Termin in Hannover, beim Ministerpräsidenten (kein Witz). Niedersächsischer Ehrenamtspreis, vielleicht gibt es was :-). Wir müssen also in die Stadt, wir beiden Dorfdeppen, nach Hannover. Ungewohntes Terrain. Unser Kumpel Willi sagt die Leute in der Stadt tragen keine Gummistiefel und sehen nicht aus, als ob sie nachts im Heu geschlafen hätten. Also versuchen wir das auch, die Mistforken bleiben zu Hause…und die Heupullover werden gewechselt, schade, ich mag den Geruch und es ist gemütlich. Ich trage ein Hemd, eigentlich war das für Weihnachten gedacht. Naja, Hannover ist nur einmal im Jahr 🙂
Blumiges Melle, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen. Http://blumiges-melle.de

10:00 Uhr:
Die Landeier sind in hannover angekommen. Die menschen hier tragen wirklich keine gummistiefel und es liegt auch nirgendwo heu rum. An so komischen masten blinken lichter in grün, rot und orange. Sie nennen es „ampeln“. Die sind dafür da, dass die pferdekutschen nicht ineinander rauschen. Nur bei den kutschen sieht man garkeine pferde???. Bestimmt sind die ganz ganz klein. Damit die nicht nass werden laufen die ganz vorne unter der pferdehaube. Wir steigen in ein gefährt welche sie „taxi“ nennen (???). Der kutscher sagt, sein gefährt hätte 180 pferdestärken. Ich frage ihn, wie die denn alle unter die haube passen und wo sein möhrenvorrat sei? Da könne doch was nicht stimmen. Nur weil wir vom land kommen sei das kein grund sich über uns lustig zu machen. Wir merken sofort was sache ist, sind ja nicht doof. Der kutscher kuckt mich irritiert an und nuschelt was von: „verrückte welt, verrückte kunden“. Ja, die stadt ist wirklich verrückt. Wir kucken aus dem fenster (die kutsche fährt ohne dass wir hufgetrappel hören !!!!!???? unheimlich, ghostriders in the storm). Draussen sieht man nur beton. Ich will nach hause, da wo man weit kucken kann und schöne dinge sieht.
Verleihung des niedersächsischen ehrenamtspreis, gleich sind wir da.

10:30 Uhr:
Die Ehrung findet heute in einer grossen Scheune statt, aus Glas, im Hintergrund eine
neuartige Schweinerasse. Fast wie zu Hause. Strenge Einlasskontrollen. Wir zeigen unser Ticket und raunen:
„Gummistiefel“. Das war das Codewort, wir sind drin. Drin alles vom Feinsten. Gut dass ich mein Weihnachtshemd anhab.
Mutti wird verstehen, wenn ich vor dem Weihnachtsbaum mit Heupullover sitzen. Auch für Karsten eine andere Welt.
Wohl reflexierend schaut er sich in der Glasscheune um, keine Landmaschinen, nix. Vielleicht ist es auch dass, was sie „Bank“ nennen,
also sowas wie der Umschlag unter unserer Matratze.
Egal. Erstmal was essen. Ich vermisse Kartoffeleintopf mit steckrüben.
Verleihung niedersächsischer ehrenamtspreis in hannover, wir höhlenmenschen sind auch eingeladen.

11:04:
Laut jubelnd begrüsst uns Ministerpräsident Weil (wir dürfen ihn Weily nennen). „Da seid Ihr ja Ihr Blühwiesenmonkeys“,
„Weily, alte Ratze“. Strahlend klopfen wir uns auf die Schultern. Alte Kumpels unter sich 🙂

11:51 Uhr:
Der Niedersächsische Ehrenamtspreis im Sektor „Umwelt“ goes to: ….Blumiges Melle!!!!!Wow!!!!!!!! Was für ein Erfolg !!!
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen. Http://blumiges-melle.de, http://blumiger-lkos.de

12:23 Uhr:
Hier fliegen die Gummistiefel durch die Luft, Karsten und ich tanzen auf Heuballen,
ein grosser Trog Gülle wird hereingerollt, wir springen mit dem Hintern voran voll rein.
Etiquette ist jetzt hier egal. Die beiden Flitzpiepen vom Dorf gehören zu den Siegern,
welche sich unter 300 Bewerbern durchgesetzt haben. WOW!!!!!Wildbienen und Schmetterlinge
senden wilde Glückwunsche durch die Luft.
Danke!!!! An alle, die Blumiges Melle unterstützt haben. Und gleich gehts zurück aufs Land,
sone Grossstadt ist nix für uns. Zu wenig grün, obgleich sonst ganz nett 🙂

Weitere Flächen in Melle für Blühwiesen und Insektennisthilfen gesucht

Die Vorbereitungen für eine weitere Gestaltung des Meller Jubiläumsweg beginnen: Jetzt

Flächen am Meller Jubiläumsweg gesucht für Natur- und Artenschutzprojekte

Unser Kernthema ist ja der Insektenschutz.
Wir wollen weitere Blühwiesen anlegen (toll fürs menschliche Auge, wertet einen Wanderweg zusätzlich auf. Hier kann man stundenlanng verweilen und den Schmetterlingen und Nahrung suchenden Vögeln zuschauen),
Nisthilfen errichten (Totholzhaufen anlegen, dort legen viele
Wildbienen ihre Eier ab) und Trockensteinmauern schaffen.

Wir suchen nun Flächen, welche direkt an den Wanderweg angrenzen (siehe Karte).
Wichtig dabei: Es müsste sich bitte um sonnige (mindestens: halbsonnige) Flächen handeln.
Die Größe ist nicht soooo ausschlaggebend, es können auch Feldstreifen sein etc.

Da wir nur über geringe Finanz-Mittel verfügen müssten die Flächen bitte kostenlos sein.
Dafür: Investieren wir kostenlos unsere Arbeitskraft und -Zeit, sorgen dafür dass hochwertiges Saatgut eingesät wird bzw. die Materialien finanziert werden.
Auch werden wir dort gezielt UmweltbildungsTafeln aufstellen.

Eine Blühwiese sieht dann z.B. so aus:
https://www.youtube.com/watch?v=VIH7Sf5ySO0

Bei Interesse schreibt uns bitte eine Mail an: info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de