Ausgezeichnete Landwirtschaft für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück

Ausgezeichnete Landwirtschaft für die Artenvielfalt im Landkreis Osnabrück 👑👑🐛🐝🦋🐌🐞🐜🌼🌻🌹🌷🍾🍾🍾🏆🏆🏆🏆🏆🥇🥇🥇🏵🏵🏵🏵
Und nu isset soweit, die Gewinner stehen fest:

In diesem Jahr haben wir uns viel umgehört, recherchiert, zuweilen Landwirte auch besucht und natürlich auch die Erfahrungen aus dem Projekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” einfließen lassen.
Weit über 100 landwirtschaftliche Projekte/Höfe/Familien/Personen im Landkreis Osnabrück sind dabei für ihr positives Engagement und eine entsprechende Auszeichnung in den Fokus gerückt.
Viele viele Aktive haben bzw. hätten einen Preis verdient (leider ist es uns nicht möglich ALLE auszuzeichnen). Die Jury hat nun entschieden. Stellvertretend und aufgrund ihres besonderen Engagements zugleich hervorstechend erhalten dieses Jahr folgende Akteure den Preis “Spitze! Ausgezeichnete Landwirtschaft für die Artenvielfalt!”

* Biohof Brummer Bange (Ankum) (http://brummer-bange.de/, Loxtener Str. 5, Ankum)
(Detert Brummer-Bange) Die Auszeichnung erfolgt für das Bioland-Prinzip und den Naturkostladen “mitten auf dem Lande”. In dem Naturkostladen werden vielfältige regionale Lebensmittel verkauft. Auf dem Hof wird gemäß Bioland-Prinzip nach dem “Kreislauf-Prinzip” gewirtschaftet und darauf geachtet, dass keine Überdüngung stattfindet. Zudem wird gänzlich auf chemisch-synthetische Pestizide verzichtet. Die Akteure “Brummer-Bange” haben zudem vielfach artenreiche Säume angelegt und nehmen seit etlichen Jahren Äpfel für die Mosterei Lammersiek an. Dadurch können hier in der Region auch Obstwiesen erhalten bleiben.
Beeindruckend ist zudem die sehr sympathische und aktive Berichterstattung über soziale Medien, welche einen hohen informativen Mehrwert schafft. Hervorzuheben ist zudem die hohe Transparenz, die der Hof bietet. Spitze!

* Hof Bolte (Georgsmarienhütte) (Marcel Bolte) (https://hofbolte.jimdofree.com/, Am Kuhlenbach 18, Georgsmarienhütte)
Familie Bolte (Georgsmarienhütte) wird u.a. für eine aktive Beteiligung am Projekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” durch eine mehrjährige, artenreiche Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut ausgezeichnet. Die Blühwiese wird für mehrere Jahre von ihnen gepflegt, stetig extensiviert und nicht umgebrochen, sodass sich hier Generationen von Wildbienenarten langfristig entwickeln können. Hervorzuheben ist zudem der Kartoffelanbau – unerwünschte Beikräuter werden hier mechanisch behandelt. Die Kartoffeln werden regional an mehreren Orten im Landkreis vermarktet (Und auch: Mehrere Personen der Jury haben dieses regionale Produkt einige Male getestet: Ausgezeichnet!!!).
Positiv beeindruckend ist zudem der Einsatz und die Sichtbarkeit über soziale Medien. Spitze!

* Ortslandvolk Gesmold (Melle) (http://www.landvolk-gesmold.de/)
Die Auszeichnung erfolgt für eine bunte Vielfalt an Aktionen. Z.B. die Unterstützung des Projektes sperberbaum.de (Förderung der Wiederansiedlung des Speierlings und alter Obstbaumsorten), die Schaffung von groß angelegten Blühstreifen gegen das Insektensterben und das Setzen von Nisthilfen. Auch das hohe Engagement für ein gesellschaftliches Miteinander, einen aktiven Dialog und ein Zusammenkommen auf lokaler Ebene (aktive Lebenskultur) sowie eine sehr sympathisch geförderte Transparenz durch verschiedene Veranstaltungen haben zu dieser Auszeichnung geführt.
In vielen verschiedenen Gesprächen wurde deutlich: “Die packen an! Und die leisten etwas für die Biologische Vielfalt!”. Positiv beachtenswert ist zudem das hohe Angebot an Expeditionen und Führungen, welche das Landvolk Gesmold offeriert. Spitze!

* Biolandhof “Dicke Eiche” (Bissendorf) (http://www.dicke-eiche.de), Dicke Eiche 9, Bissendorf-Astrup
Ausschlaggebend ist dabei insbesondere die Langfristigkeit, welche das Projekt bereits auszeichnet (Seit 1985). Die Tatsache, dass keinerlei Pestizide eingesetzt werden und die Transparenz, welche der Hof leistet, ist hervorragend. Ein weiterer Grund ist die regionale Verankerung der Produkte in dem sehr gelungen geführten Naturwarenladen. Wer hier einkauft, der fördert gesichert die regionale Landwirtschaft vor Ort und leistet zugleich einen Beitrag für die Förderung der Artenvielfalt. Die eigenen Getreideprodukte sind ein herausragender Gaumenschmaus. Spitze!

* CSA Hof Pente (Community Supported Agriculture) (Bramsche) (https://hofpente.de/), Osnabrücker Straße 73, Bramsche
Die Auszeichnung erfolgt für hochgradig wertvolle ökologische Standards (Produktion nach Demeter-Richtlinien) und ein gut funktionierendes Modell der “Solidarischen Landwirtschaft” (BürgerInnen können hier einen Anteil erwerben und sich zugleich aktiv einbringen). Den Hof Pente zeichnet eine hohe Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung aus. Die Betreiber leisten eine wertvolle gesamtgesellschaftliche Bildungsarbeit und bieten eine hervorzuhebende Transparenz ihrer Aktivitäten. Die Arbeit des Hofes geht weit über den Aspekt der Nahrungsmittelproduktion hinaus und stellt ein gesellschaftsverbindendes Modell im ländlichen Raum dar. Spitze!

Mit diesen Auszeichnungen soll ein kleines Zeichen gesetzt und BürgerInnen ermuntert werden, sich aktiv für nachhaltige Produktionsweisen einzubringen. Den “Stimmzettel”, in welcher Welt wir ALLE leben wollen, geben wir letztlich AUCH an der Kasse ab – Durch die Entlohnung von Anbauweisen und Praktiken, welche ein generationsübergreifendes, nachhaltiges Leben ermöglichen.
Für uns Konsumenten gilt: Ein “Meckern” und “Fordern” (sofern es denn dabei bleibt) ist nicht der richtige Weg. Entscheidend ist ein AKTIVES Handeln und eine faire Entlohnung – denn ökologisch hochwertige Produkte gibt es nicht zum Billigtarif.
Und auch: Die Auszeichnungen sollen zu einem Gesamtbild beitragen, dass es in der vielschichtigen Landwirtschaft bereits (teilweise seit vielen Jahren) Wege und Modelle gibt, welche ökologisches Bewusstsein, Nachhaltigkeit, Transparenz und Regionalität vereinen. Eine entsprechende Wertschätzung ist dafür außerordentlich angemessen.
Die Auszeichnung beinhaltet ein schickes Schild mit den entsprechenden Hinweis- und Lobestexten und erfolgt etwa Mitte November.

gUG Umweltschutz und Lebenshilfe Melle
Betreiber des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de

Blumiger Landkreis Osnabrück im aktuellen Greenpeace-Magazin

Na so was! Blumiger Landkreis Osnabrück im aktuellen Greenpeace Magazin 🙂 ☺️☺️🐛🐛🐸🙃🙂🦹🦹🦹🦇🐛🦋🦋🐝🐝
Jetzt fehlen nur noch die New York Times und die Super-Illu.
https://www.greenpeace-magazin.de/wegweiser/kai-behncke

In diesem Jahr werden noch diverse Blühwiesen gemäht und nächstes Jahr geht es weiter.
Die 200er-Marke wollen wir auf jeden Fall knacken (aktuell sind wir bei 191 Blühaealen).

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Damit es weitergeht: Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Actionday für den Artenschutz

Was für eine Action heute.
2 Blühwiesen gemäht damit es dort auch nächstes Jahr wieder blumig bunt wird.
Mit den Flächenbesitzern wird in der Regel vereinbart, dass diese dann das Mahdgut wegharken, denn wenn man selber
an einem Biotop Hand angelegt hat, dann steigert das den Wert automatisch.
Es ist wichtig, dass sich Menschen mit “ihrem” Biotop identifizieren. Das klappt in der Regel sehr gut, man sieht es schnell an den leuchtenden Augen…

Immer wieder interessant ist es mit Naturschützern der “älteren” Generation zu sprechen. Häufig höre ich:
“Vor 40-50 Jahren, da gab es sooo viel mehr Leben in der Natur”.
Ja, das Artensterben ist fürchterlich. Aber Aufgeben gilt nicht. Jedes Kleinod hilft.
Und viele Blühwiesen blühen auch jetzt im Oktober noch ganz wunderbar.
Einer der Herren sagte heute: “Die Blühwiese war wieder wundervoll in diesem Jahr. Ich konnte meiner Frau alle 2 Wochen einen
Blumenstrauß in unterschiedlichen Farben
pflücken”. Sehr gut! 🙂
Vielen herzlichen Dank auch an Ruth Wernicke. Heute gemeinsam mit ihr Sanddorn und Schlehen-Ableger ausgegraben.
Sehr wertvolle Pflanzen mit hohem Vitamin C-Gehalt. Die Ableger werden an verschiedenen Stellen wieder eingesetzt, sehr hilfreich für ganz viele Vogelarten.
Wo Sanddorn und Schlehen wachsen, da wimmelt es nur so von Vogelarten.

Zudem heute das Gehege für Gänse, Hühner und Laufenten um 500 m² erweitert. Das Federvieh freut sich. Da Gänse jedoch sehr gerne
an Baumsetzlinge gehen wurden diese heute erstmal eingezäunt.
Bäume werden gesichert an Bedeutung zunehmen (was für ein Satz…), es lohnt sich für jedes Exemplar einiges an Aufwand zu betreiben.

Mit dem Verpächter einer unserer Flächen heute auf die gute alte Art den Pachtvertrag verlängert.
“Verlängerung?”, “Logo! Hier die Pacht.”, “Prima, Danke”, “Alles klar”.
Auf dem gepachteten Areal zudem die Zusage bekommen, dass wir dort langfristig eine Streuobstwiese anlegen bzw. erhalten können.
Die Obstbäume werden im November gemeinsam mit der Grundschule eingepflanzt.

Am Schürenort heute Igel-Überwinterungshilfen geschaffen. Ganz einfach…
Erst Äste und Zweige hinlegen und dann Mahdgut drauf stapeln. Wird muckelig warm und ist ein guter Winterschutz.
Nen Graben fertig ausgemäht…Feierabend

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, das geht sehr gut hier:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Naturschutzsport ein Segen und ein Privileg

Naturschutzarbeit – Bewegung auf dem Feld ein echter Segen und ein Privileg 🙂🦹‍♂️🦹‍♂️🦹‍♂️🦹‍♀️🦹‍♀️🧙‍♀️🧙‍♀️🙆‍♂️🙋‍♀️🙋🐸🐵🐻🦅🐝🐛🦋🐌🐞
Und 1: Alte Maschine schrott, dank Georgs Bioladen und vieler Spenden geht es zum Glück weiter
Und 2: Nationale Akademie der Wissenschaften warnt vor dramatischem Artensterben in der Agrarlandschaft – und nimmt ALLE (!) in die Pflicht

Auch wenn die Naturschutzarbeit zuweilen ganz schöner (zeitlicher) Stress sein kann (in schlecht gelaunten Zeiten fragt man sich,
wieso man sich als Hobby keine Modelleisenbahn zugelegt hat):
Ganz ganz häufig ist es auch ein Segen und ein Privileg und einfach eine ganz herrliche Beschäftigung 🙂

Heute den ganzen Tag “im normalen Job” programmiert. Um dann den Kopf frei zu kriegen
abends den Balkenmäher und ne Heuharke geschnappt und Wiesen gemäht und extensiviert.

So wird es auch nächstes Jahr hier entweder WIEDER artenreich oder aber ENDLICH artenreich.
Beides ist super.
Dafür lohnt es sich, sich zu bewegen.
Der Balkenmäher und der Einachser, welchen wir 2017 für das Projekt erworben haben, haben beide unabhängig voneinander innerhalb weniger Tage schlapp gemacht.
Eventuell kann man die Dinger nochmal reparieren (Heftpflaster Eintausendunddrölf…).
Dank der hohen Spende von “Georgs Bioladen” aus Melle sowie vieler vieler SpenderInnen auf Betterplace jedoch
konnten wir zum Glück bereits vor einigen Wochen Ersatz beschaffen (das Ende war absehbar). Danke noch einmal!
So geht es weiter mit der Förderung der Artenvielfalt.

Heute war in Melle/Oldendorf ein Stück neben der Beweidungsfläche “Schürenort” dran.
Damit Wildblumen dort langfristig eine Chance haben muss der sehr nährstoffreiche Boden ausgemagert werden. Also heute
neben der Weidefläche einen Blühstreifen gemäht
und geharkt und geharkt und geharkt.
Das beweidete Areal soll auf Dauer durch die Tierbeweidung artenreicher werden.
Neben der Weide und dem Wasserablauf jedoch ist auch noch ein Stück (etwa 150 m²), welches sich nächstes Jahr über eine sehr artenreiche
mehrjährige und regionale Wildblumenmischung freuen wird.
Zudem den Wassergraben frei geschnitten. Ordentlich durch den Matsch gewatet. Auch das gehört dazu.

Es ist herrlich! Frische Luft, Bewegung und man sieht, was man geschaffen hat.
Anschließend stinkt man oft wie ein Iltis, ist ordentlich eingesaut, klitschnass geschwitzt, aber dennoch irgendwie glücklich.
Und der Hausarzt freut sich über gute Messwerte ob der ganzen Bewegung. Na also, geht doch 🙂

Klingt etwas schrullig (aber von Naturschützern erwartet man ja nichts anderes), aber man baut irgendwie auch
“Kontakt zu der Fläche” auf (die man bearbeitet).
Jetzt nicht so metaphysisch-esoterisch “ich war noch nie so eine Einheit mit Dir, wie jetzt, Planet Erde. Du bist Ich und Ich bin Du!” (es gibt ja nichts, was es nicht gibt),
sondern eher so, dass man von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr sieht, was
sich dort ansiedelt und welches neues Leben sich auf einer vormals relativ artenarmen Fläche entwickelt.

Wenn man wirklich will und bereit ist, etwas zu tun, dann kann man (ganz allgemein gesprochen) aus sehr monotonen grünen Einheitswiesen-Wüsten (häufig sind diese leider
ziemlich überdüngt, dann haben Wildblumen langfristig leider keine Chance) Paradiese für die Artenvielfalt gestalten.
Dauert etwas…zuweilen Jahre, aber lohnt sich.

Gestern ist eine vielbeachtete Studie u.a. der Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften,
der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und der Union der
Deutschen Akademien der Wissenschaften (noch mehr Wissenschaft geht nun wirklich nicht ;-)) erschienen:

https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/biodiversitaet-und-management-von-agrarlandschaften/
Zur Originalpublikation geht es hier:
https://www.leopoldina.org/publikationen/detailansicht/publication/biodiversitaet-und-management-von-agrarlandschaften-2020/

Klar und deutlich wird in dem Bericht zu “Biodiversität und Management von Agrarlandschaften” beschrieben,
dass die Situation ganz massiv und hochgradig dramatisch ist.
“Der beobachtete Rückgang der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft in Deutschland wird zukünftig die
Funktionsfähigkeit der Agrarökosysteme einschränken und spürbare Folgen für Mensch und Umwelt haben.”

Die aktuelle europäische Agrarpolitik zerstöre die Artenvielfalt, und die derzeit geplante Reform
gehe längst nicht weit genug, um das Artensterben aufzuhalten.

In dem Bericht findet jedoch keine “Schuldzuweisung” statt (wie sie in sozialen Medien gerne praktiziert wird).
Sehr gut! Beleuchtet wird, dass die Situation viel viel viel komplexer ist, als dass man nur auf den Landwirten eindreschen (welch schlechter Wortwitz an dieser Stelle)
könnte.
Die aktuell stattfindenden Praktiken werden als logische Prozesse bezeichnet, denen sich Landwirte zu unterwerfen haben, sofern sie überleben wollen.
Dazu gehören Monokulturen, ein großflächiger Pestizideinsatz, größere Flächen und mehr Tiere. Letztlich alles, was die Landwirtschaft effizienter macht.

Daher empfehlen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine systemische Herangehensweise mit vielfältigen, parallelen Lösungsansätzen. Der wichtigste Ansatzpunkt seien die Subventionszahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP).
Diese sollten zukünftig stärker an tatsächlich erbrachte und messbare Ökosystemleistungen geknüpft werden.

Hervorgehoben wird auch:
Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben: Für landwirtschaftliche Betriebe muss biodiversitätsfreundliche Produktion wirtschaftlich attraktiv sein. Sie sollten bei der Umsetzung entsprechender Bewirtschaftungsmethoden sowie bei Investitionen in innerbetrieblichen Naturschutz unterstützt werden. Neben dem ökologischen
Landbau sollten innovative Konzepte für den integrierten Anbau ausgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Auch der Handel wird in die Pflicht genommen (Auszug):
Einfluss durch Handel und Märkte: Produkte aus regionaler biodiversitätsfreundlicher Produktion sollten im Handel entsprechend gekennzeichnet werden. Zudem müsse die Infrastruktur verbessert werden, um regionale landwirtschaftliche Produkte lokal weiterverarbeiten zu können.

Klar benannt wird auch die Verantwortung der Kommunen:
“Verantwortung der Kommunen: Als sichtbare Vorreiter und Multiplikatoren sollten sie sich
stärker dafür einsetzen, die biologische Vielfalt auf ihren Flächen zu erhalten, zu pflegen und zu erhöhen.”

Und sehr positiv:
Veränderung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Wertschätzung: Das Bewusstsein für die Bedeutung biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft sollte grundlegend gestärkt werden und müsse sich auch in einem geänderten Konsumverhalten zeigen. Besonders wichtig sei es, die Bereitschaft zum Kauf biodiversitätsfreundlicher Produkte zu erhöhen und den Fleischkonsum zu reduzieren.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Blühwiese am Waldorf-Kindergarten geplant

Heute Besichtigung eines Areals am Waldorf-Kindergarten in Melle. 🌺🌺🐿🐿🙂🙂👍👍🦉🦋🦋🐛🐛🐝🐝🐝🦆🐥
Eigentlich machen wir bei geplanten (kleineren) Projekten keine Vorabbesichtigungen mehr, es fehlt die Zeit.
Mittels eine Luftbildes kann man in der Regel problemlos erkennen, ob hier ein Biotop möglich ist.

Beim Waldorf-Kindergarten wird nächsten Jahr vermutlich jedoch gemeinschaftlich ein (vielleicht perspektivisch) größeres Naturschutzprojekt begonnen.
Eventuell sogar mit schonender Tierbeweidung.
Eine Umsetzung vermutlich gemeinsam mit den Kids. Praktische Umweltbildung kann garnicht früh genug anfangen 🙂
Das Areal ist sehr schön und liegt sehr sonnig. Begonnen wird vermutlich mit einer Blühwiese.
Weitere Elemente für den Insektenschutz können folgen.

Dann hat heute die heiße Phase der Blühwiesenmahd (so ganz langsam) begonnen. 3 Areale gemäht und abgeharkt.
Dann jedoch: Finito. Maschinenschaden des Balkenmähers aufgrund eines Steines. Mal wieder!
Naja, kennen wir ja schon. Drecks-Scheiße!
Zum Glück haben wir noch einen zweiten Balkenmäher.

Jede Menge Blühwiesen-Mahdgut direkt an die Ziegen verfüttert. Leckere Kräuter, finden sie super.
Zu tun gibts auch darüber hinaus genug. Ziegen z.B. sind schlaue Köpfchen und wahre Ausbruchkünstler.
Wenn es sein muss, dann arbeiten sie sogar im Team. Ziege Elli drückt den Zaun herunter und Senior Kuno (der Hürdenspringer)
versucht drüber zu hopfsen. Damit das nicht passiert heute erst einmal jede
Menge Stabilisierungspfähle am Campingplatz Ludwigsee eingeschlagen.
Dann kam der Regen. Endlich mal wieder Duschen 🙂
Bei dem kleinsten Tropfen ziehen sich die Ziegen in ihre muckeligen Behausungen zurück. Sieht gemütlich aus.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de

Spenden für das Projekt:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Sperberbaum.de – Alte (Wild-)Obsorten für mehr Artenvielfalt

Weiter gehts im Projekt Sperberbaum.de.
Heute gemeinsam mit Gabriele Mörixmann (http://aktivstall-fuer-schweine.de) weitere Obstbäume eingepflanzt.
Eine weitere Streuobstwiese wurde heute somit größer und größer (hinter dem Gasthof/Hotel Wiesehahn/Hubertus
in Melle/Föckinghausen).

Im Film dazu ein kleines Interview von heute…

Es macht Spaß, ein Projekt gemeinsam mit Jemandem aus der Landwirtschaft zu gestalten.
Der Lerneffekt ist groß und es tut auch mal ganz gut “über den eigenen Tellerrand hinaus” zu schauen.

Interessant ist, dass in den sozialen Netzwerken für viele Menschen “Die Landwirte” (die es so ja garnicht gibt)
ein willkommener Blitzableiter zu sein scheinen (Nach dem Motto: DIE (!) sind Schuld am Artensterben,
dann brauche ich ja nichts machen!).
Ist vermutlich irgendwie dieselbe Logik, die hier manchmal ankommt: “Die Naturschützer sollen das machen. Das ist deren Job.
Ich selber mache da nichts…”. JaJa, ganz so einfach ist es aber nun einmal nicht.

Die Agrarwirtschaft gestalten wir alle durch unser subjektives Einkaufsverhalten.
Wir wollen, dass anders produziert wird? Dann zahlen wir doch einfach dafür…
Einen Wandel und ökologische Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif.

Und: Nahezu 20% aller Pestizide im Jahr werden übrigens von Privatpersonen erworben.
Und (Teil 2): Es wird gerufen, nach Vorgaben und Regelungen für die Landwirtschaft.
Wenn diese Vorgaben und Regelungen jedoch für private Gärten (Stichwort: Stein- und Schottergärten)
gelten sollen, dann wird protestiert: “Das ist meine Freiheit! Der Staat/ Das Land / Die Kommune hat sich da rauszuhalten….”.

“Soso”…könnte man sagen. “Wird da nicht ein wenig mit Zweierlei Maß gemessen? Raushalten, wenn Du einen Schaden
für die Allgemeinheit anrichtest? Im Zeitalter des größten Artensterbens
in der Geschichte der Menschheit? Wieso sollte man sich da raushalten?”

Völlig richtig ist: (Subjektive Meinung von Kai): Natürlich brauchen wir z.B. durch den Niedersächsischen
Weg oder das Volksbegehren Artenvielfalt Vorgaben und Gesetze auch für die Landwirtschaft, damit das Artensterben so nicht weitergeht.
Und:
Ein Gesamtgefüge von Entscheidungen und Maßnahmen begünstigt das Artensterben.
Dazu gehören Versiegelungen und Zerschneidungen von Biotopverbünden.
Dazu gehören Stein- und Schottergärten.
Dazu gehören auch die konventionelle Landwirtschaft, die Lichtverschmutzung der Kommunen, die Ausgestaltung von Verkehrssystemen, ganz massiv auch der Klimawandel und Maßnahmen der Energiegewinnung (Stichwort: Monokulturen für Biogasanlagen).
Dazu gehören Teile der Politik, welche die Brisanz der Situation zuweilen immer noch nicht verstanden haben und deren Zukunftsdenken (manchmal) am Tellerrand der nächsten drei Dekaden aufhört (die ollen Lobbystinker).
Insbesondere aber auch das Konsumverhalten von uns BürgerInnen ist dabei zu benennen.

Wissenschaftlich klar und durch Tausende Studien belegt ist, dass verschiedene Ausprägungen der konventionellen Landwirtschaft eine Mitverantwortung für das Artensterben tragen – da gibt es nichts schön zu reden. Diese Mitverantwortung ist bei dem hohen landwirtschaftlichen Flächenanteil
natürlich nicht gerade klein. Aber Mitverursacher sind wir alle. Es gibt keinen Alleinschuldigen! Wir alle sind verantwortlich! Denn was soll denn ein Landwirt bitte machen?
Viele werden erdrückt durch hohe Schulden, der Klimawandel wird gesichert schon dieses Jahrzehnt zu Ernteeinbußen führen und ein hoher Wettbewerbsdruck durch das irrsinnige Paradigma
des „Freier-Markt-und-noch-mehr-Wettbewerb-über-alles“ führt zu absurd niedrigen und vor allen Dingen schwankenden Preisen.
Der große Naturschützer Professor Berthold beschreibt es in seinem Buch „Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“ treffend:
„Den längst (…) von einem Großteil der Bevölkerung im Stich gelassenen Landwirten bleibt gar nichts anderes übrig, als aus ihren Flächen herauszupressen, was geht, wenn sie in der heutigen gnadenlosen Konsum- und Freizeitgesellschaft überleben wollen.
Und selbst so bleiben noch jedes Jahr nach wie vor viele von ihnen auf der Strecke.“

Übrigens: Wenn Ihr über https://sperberbaum.de/setzlinge-erhalten/
Speierling-Setzlinge oder alte Obstsorten erwerbt, dann leistet Ihr nicht nur etwas
für die Artenvielfalt in Eurem Garten sondern untersützt zudem noch weitere sinnvolle Projekte:
Vom Kaufpreis gehen 1,50 Euro an den Gnadenhof Brödel (http://gnadenhof-broedel.de), 1,50 Euro an das Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) und 3 Euro an den Bildungsträger „Transparenz schaffen“ Melle (https://www.transparenz-schaffen.de).
Über einen “Aufschlag” auf den Versandpreis werden zudem Obstbäume gekauft, welche dann in Melle zu Streuobstwiesen gestaltet werden.

Und: Bitte stimmt hier für uns ab (Ihr könnt jeden Tag wieder neu abstimmen):

https://voting.pitmodule.de/o/fb135fc6914eb45/vote/10132/284

Falls Ihr schon einmal abgestimmt habt nutzt bitte diesen Link:
https://voting.pitmodule.de/o/fb135fc6914eb45/revote/10132

Danke sehr 🙂

Aktuell sind wir auf Platz 7. Wenn wir Platz 5 schaffen, dann können wir Obstbäume für eine komplette
Streuobstwiese erwerben.

Sperberbaum.de
Biodiversität durch alte (Wild-)Obst-Sorten fördern

Vorhof zur Hölle und starke Gegenbewegung

Mannomann, es rappelt im Karton, und der Vorhof zur Hölle öffnet seine Türen.
Und gleichzeitig: Großer Motivationsschub auch im Landkreis Osnabrück…👍👍👏🤝👏🤝✌️🌳🌱🌿☘️🌻🌼🌱🌳🐿🦔

In der Gesellschaft entwickelt sich ein nie geahnter Kampfgeist und eine Gegenbewegung, wie sie vor einigen Jahren kaum möglich schien….
Wir verändern die Welt. Mit noch mehr Ideen und noch mehr Einsatz – auch im Landkreis Osnabrück.

Im “Spiegel” wird heute erläutert, dass die Eisschilde Grönlands und der Antarktis derzeit so viel Eis verlieren, wie es nur die schlimmsten Klimaszenarien überhaupt vorhersagen:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/eis-der-antarktis-simulationen-warnen-vor-langfristigem-auftauen-a-ee20e95d-f682-46e4-bb3f-dc1a4c607c4a
…und sich der Anstieg des Meeresspiegels seit 2006 verzehnfacht hat
In der “Zeit” ist zu lesen, dass der CO2-Wert in der Atmosphäre 2025 auf den höchsten Wert seit
3,3 Millionen Jahren steigen könnte: https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-07/klimaforschung-studie-co2-gehalt-atmosphaere-hoechstwert-university-southhampton

Spricht man aktuell mit Umweltaktivisten und vielfach auch mit eigentlich “unpolitischen” Menschen aus der Bevölkerung, so werden plötzlich ganz neue Töne laut.
Von “Es reicht jetzt aber!!!” (das ist noch so ziemlich das Harmloseste) bis hin zu “Jagen wir diese Nichtstuer, Artenvernichter und Klimaschutz-Verzögerer mit Schimpf und Schande aus ihren politischen Ämtern, ganz egal mit welchen Mitteln!!”

Morgen findet wieder ein “Global Action Day von Fridays for Future” statt, und die Solidarität war vermutlich noch nie so groß wie jetzt. Sehr gut so!!! Genau richtig!!

Auch Strömungen eines (massenhaften ?) zivilen Ungehorsams werden immer lauter. Angesichts dessen, dass wir in den nächsten Dekaden unser Quartier auf dem Vorhof zur Hölle aufschlagen werden (und in vielen Gegenden des Planeten schon weit drüber hinaus) irgendwie verständlich und nachvollziehbar. So lange es friedlich bleibt (das muss es!) ist alles gut.

Gestern schrieb der Spiegel:
Klimawandel bringt öfter Wetterextreme in Deutschland. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es in Deutschland fast zwei Grad wärmer geworden.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-bringt-oefter-wetterextreme-in-deutschland-a-6ae73fda-46e7-4b58-890a-de9cefdf58ee

Der Klimawandel fördert auch ganz massiv das Artensterben.
Heute sind hier wieder etliche alte Obstsorten angeliefert werden. Z.B. die Pflaumensorte “Graf Althanns Reneklode” (seit 1850 kultiviert) oder auch die Sorte “Große Prinzessin Napoleon” (seit etwa 1830).
In den nächsten Tagen wird eine weitere Streuobstwiese (Standort 2) ausgebaut.
Standort 1 (siehe Karte) (In Melle/Oldendorf) wurde letztes Jahr begonnen und dieses Jahr auf 40 Bäume ausgebaut. Standort 2 wird Ende Oktober 25 Obstbäume aufweisen. Standort 3 wird im November gemeinsam mit Gabriele Mörixmann und der Grundschule Westerhausen neu angelegt.
25 Obstbäume, darunter viele viele alte Sorten, werden hier angepflanzt.

Und wir beginnen jetzt wieder mit Schmackes die landkreisweite Aktion
“500 Aktiv für Klima- und Artenschutz im Landkreis Osnabrück” auszubauen.
http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de/
Corona war ja ein ziemlicher Hemmschuh, es muss jetzt aber endlich voran gehen.
Das Projekt wird ja bereits von mehreren Prominenten symbolisch unterstützt (Udo Lindenberg, Sarah Wiener, Thomas D., Guido Maria Kretschmar (siehe Bild)). Darüber hinaus haben auch Teile des Ortsrates Melle, Teile von „Melle for Future“, Personen des TSV Westerhausen, diverse Firmen, Fridays for Future Osnabrück, der Verein “Leben und Lernen Bissendorf”, die Wildtierhilfe Osnabrück, der BUND Kreis Gütersloh, der BUND Osnabrück, Fridays for Future AK Wittlage, der NABU Kreis Coesfeld sowie Fridays for Future Ibbenbüren eine unverbindliche Unterstützung zugesagt. Ebenfalls unterstützt wird das Projekt von Teilen der UWG, der SPD, der ÖDP sowie der GRÜNEN (Gruppierungen Melle/Fraktionen Landkreis Osnabrück).
Was möglich ist wird man sehen. Ist auch abhängig von der Förderung für Klimaschutz-Bäume, Hecken, Feuchtbiotope, Streuobstwiesen, Blühwiesen, Trockensteinmauern, Totholzhecken etc.
Wer für das Projekt spenden möchte (mit Spendenbescheinigung).
Das geht hier:
https://www.betterplace.org/de/projects/75774-landkreis-osnabrueck-500-menschen-im-einsatz-fuer-klima-und-artenschutz?utm_source=project_widget&utm_medium=project_75774&utm_campaign=widget

Heute Besuch von VertreterInnen der SPD/UWG-Kreistagsfraktion gehabt.

Heute Besuch von VertreterInnen der SPD/UWG-Kreistagsfraktion gehabt. 😊👍
Das war sehr wirklich sehr nett und interessant. Einiges über die Anlage von Blühwiesen erläutert und über verschiedene Klimaschutzmaßnahmen gesprochen.
Zudem auch über die Problematik geredet, dass ehrenamtliche Gruppen im Naturschutz oft einen Eigenanteil für Projekte bereitstellen müssen (das ist ja noch ok),
aber Förderbeträge für Projekte häufig in ihrer Gesamtheit erst nach einem Projekt erhalten, man also neben dem Eigenanteil noch einen sehr hohen Beitrag zusätzlich auslegen muss. Durch diese Regularien ist es leider verständlich, dass viele Gruppierungen gar nicht erst aktiv werden und besser keinen Projektantrag stellen. Kaum einer kann diese Hürde stemmen und das Risiko ist einfach zu hoch.

Insgesamt ein sehr nettes Gespräch.
Die UWG/SPD haben z.B. einen sehr positiven Antrag zur Förderung von Lastenrädern initiiert
(Matthias Pietsch z.B. hat dafür unermüdlich die Werbetrommel gerührt).
Auch sehr positiv war der Antrag, Gewässerrandstreifen im Artland auf 5 Meter Breite auszudehnen (z.B. Jürgen Lindemann).
Und eine “klare Kante” hat Jutta Dettmann im Zuge des Thüringen-Kemmerich-FDP-CDU-AFD-Skandals gezeigt.
Die Nachricht war kaum draussen, vielfach (so schien es) wussten PolitikerInnen noch nicht so recht, wie und ob man sich positionieren sollte,
da hatte Frau Dettmann schon eine klare und unmissverständliche Haltung mit präzisem Bezug zur Deutschen Geschichte geäußert.
Das war beeindruckend!

Für den Fall, dass unser Projekt http://500-aktiv-fuer-klima-und-artenschutz.de (mit symbolischer Unterstützung durch Udo Lindeberg ;-)) etwas wird (die Anträge laufen),
so wurde ein hohes Unterstützungsinteresse geäußert. Und vermutlich werden wir auch nächstes Jahr noch eine große Blühwiese gemeinsam schaffen.
War ein guter Tag 🙂
Sehr erschreckend allerdings zugleich: Diverse unserer Obstbäume haben wieder Blüten, Ende September! Ein klares Ergebnis von Hitzestress und der Klimaerwärmung.
Die Bäume haben fürchterlich Durst gehabt, haben den Hitzestress überwunden und glauben, jetzt sei wieder alles ok. Nur leider kommt der Herbst :-/
Umso wichtiger:
Jeder Bürger/in hat die Möglichkeit, sich aktiv zu äußern und ein Stimmungsbild zu möglichen Maßnahmen des Landkreises zu Klimaschutz und auch zur Biodiversität
abzugeben:
https://klima-beteiligung.lkos.de/lkos/de/home

Leute beteiligt Euch und äußert Eure Meinung!

Der neue Balkenmäher ist da

Und da ist das Ding!!! Der neue Balkenmäher ist da!!
Ein Doppelmessermähwerk mit Schwinghebelbalken.

Vielen vielen Dank an die Menschen, welche für Blumiger Landkreis Osnabrück
gespendet haben. Vielen vielen Dank an Georgs Bioladen aus Melle (http://georgs-bioladen.de) (Eike Stolzenburg).
Ein solcher Balkenmäher (nur der Mähaufsatz selber) kostet mal eben schlappe 2300 Euro.
Damit jedoch können wir noch etliche Jahre viele viele Blühwiesen mähen, damit sich dort
die Artenvielfalt frei entfalten kann.

Mit Schwinghebelbalken. Was soll uns jetzt noch aufhalten 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Spenden für das Projekt
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Die Partei Die Partei, die hat immer Recht

Alter Schwede, heute (fast) ein ganzer Tag im Dienst für die Partei.
Und: Wette wegen einer Blühwiese gewonnen ;.)
Los ging es morgens ganz früh in Melle/Gesmold. An der Gesmolder Straße, direkt dort, wo das neue Gewerbegebiet hin soll,
eine Blühwiese gemäht. Die Flächen hier waren bunt und pollenreich, allerdings wurde die Wiese erst dieses Jahr angelegt.
Nächstes Jahr blühen die mehrjährigen Pflanzen. Der “Volltreffer-Effekt” bei Blühwiesen kommt fast immer erst im zweiten Jahr.
Immer wieder erhalten wir im Projekt “Blumiger Landkreis Osnabrück” auch Unterstützung von PolitikerInnen.
Total gut. Heute stand Action für Flächen an, die durch Vermittlung der GRÜNEN zustande kamen.
Der GRÜNE Johannes Bartelt z.B. hat für das Projekt eine Wiese in Georgsamrienhütte/Kloster Oesede vermittelt.
An der “Lindenbreede”. Diese Fläche konnten wir sogar für 0 Euro pachten. Total gut 🙂
Heute dort 2/3 der Fläche gemäht und auch eine Wette gewonnen. Zu Beginn der Anlage hieß es nämlich von einem der Anwohner:
“Niemals wird das hier was, nie! Der Boden ist viel zu hart.”
“Kiste Bier, das schaffen wir”.
Ok, die Wette gilt.
Allerdings: Einen Boden so wie dort haben wir im gesamten Landkreis noch nicht gesehen.
6 bis 8 mal musste der Boden gefräst werden, fast wie Beton.
Heute jedoch das Resultat gesehen und sofort die Kiste Lammsbräu (alkoholfrei) abgeholt.
Für einen Klugscheißer (damit wäre dann wohl ich selber gemeint) gibt es ja nichts Schönes, als Recht (gehabt) zu haben.
“Ich will ja nicht sagen, dass ich Recht hatte. Aaaaber: Hatte ich Recht oder hatte ich Recht?”
Zwar kein “Volltreffer” die Fläche, aber immer noch gut. Und nächstes Jahr wird es perfekt.
Heute dort z.B. den Hauhechel-Bläuling und (vielleicht) den Kleinen Sonnenröschen-Bläuling fotografiert (was allerdings schon irgendwie ein ziemlicher Hammer wäre, so ganz glaube ich das ja nicht).
Martin Robert Gach, kannst Du weiterhelfen?
Und munter gemäht und geharkt und geharkt und geharkt.
Dabei fröhlich vor mich hingesummt: “Die Partei Die Partei Die Partei hat immer Recht”…
Tüdelüdü, Tüdelüda….
“Sie hat uns alles gegeben.
Sonne und Wind und sie geizte nie.
Wo sie war, war das Leben.
Was wir sind, sind wir durch sie.
Sie hat uns niemals verlassen.
Fror auch die Welt, uns war warm.
Uns schützt die Mutter der Massen.
Uns trägt ihr mächtiger Arm.”
Und jetzt alleeee: “Die Partei, Die Partei…hat immer Recht”.
Die Wiese abgeharkt und große Stängelhaufen aufgeschichtet. Dort können sich Kleintiere ihr Nest für den Winter vorbereiten.
Geräumige Mehrzimmerwohnungen, kuschelig warm. An den Rändern werden Brennnesselkulturen entstehen, so wichtig für die Raupen der nächsten Tagfalter-Generation.
Am Abend ging es dann weiter im Parteidienst auf einer Fläche von George Trenkler (bei den Meller GRÜNEN).
George unterstützt das Projekt schon seit vielen Jahren und hat uns schon verschiedene Hilfen vermittelt.
Immer wieder gut sind auch die Äpfel seiner Streuobstwiese.
Auch dort gemäht und gemäht und über die reiche Artenvielfalt dort gefreut. Als Dankeschön gab es noch eine Kiste leckeres Lammsbräu
und Treibstoff.
Tja, und der “Rote Drachen” (so nennen wir unseren Einachser) hat dann, durch Verschleiß, einen Flügel verloren, siehe Bild.
Das juckt den “Roten Drachen” natürlich nicht, der kann auch mit einem Flügel weitermachen.
Und ein Tagpfauenauge flatterte zudem noch ganz handzahm auf die Hand, und stimmte dann laut ein:
“Und, Genossen, es bleibe dabei;
Denn wer kämpft für das Recht,
Der hat immer Recht.
Gegen Lüge und Ausbeuterei.
Der das Leben beleidigt,
Ist dumm oder schlecht.
Wer die Menschheit verteidigt,
Hat immer recht.
Die Partei, die Partei, die hat immer Recht!”
Und am Ende der parteiinterne Fahnenappell. “Grüner Genosse, In Anbetracht der Leistungen für die Grüne Revolution freue ich mich, Ihnen mitzuteilen…”
(“dass heute Ihre Ausreise…” (denke ich verschmitzt))….
“dass Ihnen heute der Grüne Salamanderorden – Kategorie B – feierlich überreicht werden kann….”
Ich freue mich sehr und bin gerührt. Eine große Tüte Dinkelmehl und ein neues Paar Birkenstocksandalen sind auch dabei…
Im Ernst: Hat Spaß gemacht heute. Immer wieder schön zu sehen, wie sich Artenvielfalt entwickeln kann.
Wir alle haben es selber in der Hand.
“Die Partei hat immer Recht”, siehe: https://www.youtube.com/watch?v=dzdBE6c1cwA
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Spenden für das Projekt
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Roter Mohn im September

Vor der Arbeit noch schnell ein paar Blühwiesen besucht. Ungewöhnlich und schön, auf einer der Flächen entwickelt sich aktuell ganz viel Mohn. Brigade Roter Sonnenaufgang beim Morgenappell 😉 Und in den nächsten Tagen wird unser neuer Mähaufsatz geliefert. Bis Ende Oktober folgen noch diverse Pflegeschnitte, damit es dann von Neuem blüht. Der grosse Knalleffekt bei mehrjährigen Blühwiesen folgt ja erst im zweiten Jahr. Für das nächste Jahr ist das Projekt voll ausgebucht. Das Ziel wird der Lückenschluss ins Stadtgebiet von Osnabrück sein. Insgesamt 14 Flächen planen wir dafür noch ein.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Weltrettung geht weiter

Allright, vermutlich kann man alleine die Welt nicht ändern, akzeptiert (schweren Herzens).
Aber vielleicht zu zweit?
Staubkorn Phillip und Staubkorn Kai heute den Planeten in die Zange genommen.
Und los! Drei..zwei…eins! Ändere Dich!!! (und ordentlich von beiden Seiten gegen den Planeten drücken!!!).
Im Ernst. Hänger, Frustrationen, Enttäuschungen, Aufgabegedanken gehören zum Naturschutz in einigen Phasen leider dazu wie das tägliche Saatkorn.
Danke für die vielen aufmunternden Worte. 🙂 🙂 Heute ging es weiter.
Zunächst im Winzlings-Rahmen im Projekt “Sperberbaum.de – Speierlinge und alte Obstsorten für mehr Artenvielfalt” ein paar alte Obstbaumsorten gepflanzt.
Jeder Obstbaum aber kann ein kleines Paradies werden.
Falls jemand alte Sorten erwerben möchte: Das geht prima über unseren Shop:

https://sperberbaum.de/setzlinge-erhalten/

Nicht ganz billig. Aber Naturschutz ist nunmal nicht ganz billig. Ein Smartphone oder ein Auto sind schließlich auch nicht ganz billig!!!
Und anschließend Klimaschutzbäume (Setzlinge) gepflanzt. Schlussendlich dann in einem der größten Herzblut-Projekte von uns gewirbelt.
“Blumiger Landkreis Osnabrück”. Einige Hammeraufnahmen von Insekten mit dem Handy gemacht, aber seht selbst 🙂
Vorsicht: Film mit Inhalt 😉
Und heute Abend gibts nochmal ne doppelte Portion Pommes mit dreifach-Ketchup!!
P.S. Kann leider keine Sprachnachrichten mehr empfangen, das Handy wurde umgerüstet um den Social-Media-Kram
anders zu gestalten

Aufgeben is nicht!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
González-Romero-Blühwiesenkorridor Blumiger Landkreis Osnabrück
http://blumiger-lkos.de
Spenden für das Projekt
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Sperberbaum.de nimmt an Fahrt auf

Auch das gemeinsame Artenschutzprojekt mit der Landwirtschaft (Gabriele Mörixmann) nimmt an Fahrt auf.
http://sperberbaum.de 🐞😀🐝🌦😀🐝🐛🦋🐌🌳🌳🌳🍏🍎🍐🍒🍒🍐🍎🍏
Das Ziel des Projektes ist eine Wiederansiedlung und -anpflanzung alter Obstsorten sowie des selten gewordenen Speierlings (auch Sperberbaum genannt).
Konkret sollen beispielsweise in Melle auf mindestens 3 Flächen (aktuell in Melle/Oldendorf und Melle/Bakum) Streuobstwiesen mit alten Obstsorten geschaffen werden. Diese Wiesen werden durch eine Anpflanzung des Speierlings ergänzt.
Durch ausgedehnte Streuobstwiesen können bis zu 5000 Arten profitieren. Eine Besonderheit wird dann erreicht, wenn explizit “alte” Sorten angepflanzt werden. Dadurch wird für einen Erhalt des Genpools wertvoller Obstsorten gesorgt.
Auch kulturhistorisch ist das sehr interessant. Die Birnensorte “Stuttgarter Gaishirtle” z.B., von welcher es in ganz Deutschland nur noch etwa 100 Altbäume gibt (gemäß Slow Food Deutschland e.V.).
Als einst ein Ziegenhirte im Jahre 1750 in Stuttgart eine Birne eines wild gewachsenen Birnenbaums aß, soll er überwältigt vom einzigartigen Geschmack dieser Frucht gewesen sein. Von da an wird diese Sorte nach Ihrem Entdecker „Stuttgarter Gaishirtle“ (schwäbisch für Ziegenhirte) genannt.
Im angehenden 19.Jahrhundert wurde die Frucht vermehrt in schwäbischen Streuobstwiesen angebaut. Allerdings nahm der Baumbestand im Laufe der Jahre auf Grund der sehr kurzen Lagerfähigkeit der Frucht ab.
Um dieses Kulturgut auch weiterhin zu bewahren, werden sie heute wieder zunehmend von Baumschulen aufgezogen, kultiviert und zum Verkauf angeboten.
Wer gleichfalls einen Speierling aufziehen möchte oder alte Obstsorten für seinen Garten benötigt, der wird hier fündig:
https://sperberbaum.de/setzlinge-erhalten/
Heute morgen als kleines Dankeschön schon einige alte Obstsorten an den “Markant Markt Breeck” in Melle/Gesmold geliefert.
Von dort bekommen wir täglich abgelaufenes Obst und Gemüse für unsere Tiere. Und heute gab es sogar Tortenböden (ein Festtag für Schweine und Hühner).
Und auch die Ziegen und Schafe haben kleine Mengen Gemüse bekommen (zu viel ist nicht gut, sonst kriegen sie eine Kolik).
So kann der Tag beginnen.
Gnadenhof Brödel
http://gnadenhof-broedel.de
Wer unsere Tier- und Artenschutzarbeit unterstützen möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Vielen Dank an Georgs Bioladen

Vielen Vielen Dank an dieser Stelle an Conny von “Georgs Bioladen” (https://www.georgs-bioladen.de). 😀😀🐛🦋🐝🐞
Georgs Bioladen hat nicht nur das Klimaschutzcamp in hohem Maße unterstützt sondern auch Spenden für das Projekt
“Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen” gesammelt.
2500 Euro sind dafür zusammengekommen. Absolut klasse!
Das Geld fliesst in den Kauf eines neuen Balkenmähers und jede Menge frisches Blühwiesensaatgut für das nächste Jahr.
Die Insekten summen und brummen jetzt schon vor Freude. Danke 🙂
Aufgeben is nicht!
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Das Leben ist größer als das, was wir sehen

Auf den Blühwiesen tummelt sich das pure Leben.🥰🥰😍🌼🌻🌺🌸🌞🌈🌈🌦
Kein Geld der Welt kann das ersetzen…
Artenreiche Flächen (mindestens 40 Arten), basierend auf regionalem Saatgut.
Mehrjährig angelegt, ohne umgepflügt zu werden (das würde die Nachzucht vieler Wildbienenarten vernichten)…
Kontinuierlich ausgemagert, so entwickelt sich eine hohe biologische Vielfalt.
Heute auf einer Fläche hinter dem Gasthaus-Hotel Hubertus/Wiesehahn in Melle/Föckinghausen gefilmt.
Zeitaufwand: 30 Minuten…man weiß garnicht, wo man zuerst hinzoomen soll.
Volksbegehren Artenvielfalt Niedersachsen unterstützen

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Mehr von unseren Projekten auf unserem YouTube-Kanal:
https://www.youtube.com/channel/UCza7czZJAJh_ffy7BsB6Ofw