Insektenschutz-Aktionstag in Ostercappeln Venne

Was für ne Action, den ganzen Tag heute Blühwiesen angelegt.
Bericht mit vielen vielen Bilden folgt morgen Abend.

Hier schonmal die Sendung des NDR zum Aktionstag in Venne:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/Wildbienen-Aktionstag-in-Ostercappeln-Venne,hallonds51380.html
Völlig platt, geht direkt jetzt ins Bett. Hat aber sehr viel SPaß gemacht. Danke an alle, die mitgeholfen haben 🙂
Gute Nacht 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenviefalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Morgen gilt es in Venne

Die ersten Vorbereitungen für den morgigen Insektenschutz-Aktionstag in Venne begannen letztes Jahr im Oktober. Die halbe Mannschaft (also 2 Leute) ist schon heute angereist. Für morgen Urlaub genommen. Morgen früh gehts los, 8.30 Uhr auf der Venner Mühleninsel. Ist die grösste Insektenschutzaktion, welche wir jemals innerhalb von Blumiger Landkreis Osnabrück gemeinschaftlich durchgeführt haben. Ein bisschen nervös sind wir ja schon, aber alles an Vorbereitung, was uns möglich war, haben wir nun abgeschlossen.
Nachdem vorgestern 85!!!!! Personen (was für ein starkes Zeichen!!!!) in Melle bei der Anlage einer riesigen Blühwiese dabei waren wird es morgen auf jeden Fall dreistellig 🙂
Karsten Wachsmuth hat heute ein vom Heimat- und Wanderverein Venne bereitgestelltes Areal für eine Aussaat vorbereitet. Sieht super dort aus und die ersten Nutzniesser sind auch schon da. Eine ganze Menge Stare futtern gerade Würmer zum Abendessen.

Von Melle aus wollen wir bis 2020 einen Blühwiesenkorridor gen Westen (35 Kilometer) bis nach Hagen a.t.w. und nach Norden bis nach Venne schaffen. Noch einiges vor der Brust aber nicht unmöglich, wenn weiterhin so viele mitmachen. Seit 2017 ca. 120 Blühwiesen angelegt. Morgen folgen 6 weitere. Alle gemeinsam – dann stoppen wir das Insekten- und Artensterben.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Aktionstag bei Spies-Packaging im Zeichen der Nachhaltigkeit

Wow! Was für ein starkes Zeichen! Heute bei der Firma „Spies Packaging“ https://www.spies-packaging.com
in Melle/Gesmold eine gigantische Blühwiese auf 3000 m² angelegt. Gemeinsam, 85 Personen waren dabei und haben ihre Freizeit investiert um ordentlich für die Artenviefalt mitanzupacken. Aussäen und festtreten. Großartig!! Wenn viele mitwirken, dann sind 3000 m² in einer Stunde fertig.
https://www.facebook.com/SPIESPackaging/

Insbesondere das Gesamtkonzept des Tages war und ist beeindruckend.
Nicht nur, dass eine Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut (Veitshöchsheimer Bienenweide Nord:
https://www.saaten-zeller.de/landwirtschaft/veitshoechheimer-bienenweide) ausgesät wurde.
Die Fläche ist umgeben von diversen Stauden, welche Lebensräume für viele Tierarten bereitstellen werden.

Zudem gab es heute noch ein schönes Firmenevent.
Während vielerorts dort dann die klassische Würstchenbude mit Fleisch aus Massentierhaltung stehen würde, so war es hier ganz anders!
Hier wurde auf nachhaltige Bioqualität gesetzt. Biogetränke, Biosuppen, und sogar spezielle Suppen für Vegetarier und Veganer. Mega lecker wars, von http://www.mellows-os.de/. Sehr zu empfehlen.
Das ! ist wirklich ein Zeichen.

Danke an alle, die mitgeholfen haben. Die Fläche gehört zu den größten Blühwiesen in Melle und wir haben selten so viele fleißige Helferinnen und Helfer erlebt.
Großartig!

Noch sind es nicht sooooo viele Unternehmen, welche solche Konzepte umsetzen, aber es werden immer mehr.
Vielleicht sorgen Klimaerwärmung und Artensterben noch dafür, dass eine ganz neue Bewegung entsteht. So wie heute kann es was werden.

Mitanpacken! JedeR EinzelnE! In seinem/ihrem Umfeld und drüber hinaus, so schaffen wir das.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Blökmäh und die Blühwiese

Ein Unterstützungsprojekt für das Insekten- und Tierschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ der ganz besonderen Art.
Das sind die Dinge, die uns immer wieder begeistern. 😀😀😍🐝🐛🦋🐑🌿🌴🌸🌼🌻
Die Kinderbuchautorin Ute Ost (Osnabrück) hat ganz aktuell ein neues, liebenswertes Buch veröffentlicht.

„Blökmäh und die Blühwiese“.
In dem lebendig geschriebenen Werk wird Kindern die Bedeutung einer Blühwiese näher gebracht – ein Buch, welches „das Herz berührt“, nicht nur von Kindern.

„Habt Ihr schon von Blökmäh gehört?
Sie ist eine Schiege. Als sie während eines Sturmes auf das Nachbargrundstück
klettert, um Schutz zu suchen, entdeckt sie eine wunderschöne Blühwiese. Sie beginnt zu grasen.
Plötzlich summt und brummt es um sie herum.
Das macht ihr Angst. DIe Biene Melli und die Hummel Bommel machen Blökmäh darauf aufmerksam, dass sie die Blüten frisst, aus denen sie selbst Nektar und Pollen sammeln. Wie können sie das Problem lösen?“

ISBN 978-3-00-0624971-1
5,50 Euro

Mit Bildern von Markus Nimtz. Das ist eben jener Zeichner, welcher auch alle Werbegrafiken und Werbeschilder
für „Blumiger Landkreis“ erstellt.

Von jedem Buchverkauf gehen 50 Cent an das ehrenamtliche Blumiger Landkreis Osnabrück-Projekt.
Wir sagen Danke!!! 🙂

Buchbestellungen bitte direkt an: Bloekmae@web.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Interesse am Insektenschutztag in Venne bricht alle Dämme

Das Interesse am Insektenschutz-Aktionstag in Venne „bricht alle Dämme“. Soeben hat sich der NDR gemeldet.
Diese wollen nun nicht mehr „nur“ Niedersachsenweit sondern sogar Norddeutschlandweit berichten.
Sehr gut 🙂
Auch der Landrat Herr Dr. Lübbersmann hat sich angekündigt.
Die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land verkündet eine Förderung des Projektes.
Das regionale Spitzensatgut ist heute auch angekommen.

Programm (in Kurzform) und offizielle Pressemitteilung hier:

Montag, 6. Mai (8.30 Uhr): Treffpunkt aller Beteiligten in Venne auf der Mühleninsel, Aussaat der ersten Teilfläche gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Gegen 10.00 Uhr: Aussaat einer durch einen Landwirt angelegten Fläche. Mindener Weg 8, Venne

14.00 Uhr: Friedhof Venne (Hauptstraße/Am Friedhof), Aussaat mehrerer Flächen

15.00 Uhr: Erneut Treffpunkt an der Mühleninsel, Aussaat einer weiteren Fläche, gemeinsam mit der Grundschule „Mühlenbachschule“

Ab 15:45 Uhr: Ankunft am Golfplatz des Golfclub Varus e.V.
Im Schlingerort 5
D-49179 Ostercappeln-Venne

Ab dann: Liveberichte und weitere Aussaat einer Teilfläche

Die Pressemeldung:

Großaktionstag in Venne am 6. Mai gegen das Insektensterben und für eine höhere Artenvielfalt

Im Rahmen des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück, Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen“
beteiligen sich am 6. Mai eine Viezahl von Akteuren an der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen.
Mitgestalter sind die Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, der Heimat- und Wanderverein Venne, der Golfclub Varus e.V.,
die Walburgis Kirchengemeinde Venne, die Grundschule Venne, die Gemeinde Ostercappeln, die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle (Projektinitiator) und verschiedenen Privatpersonen.

In Venne werden an insgesamt 6 Standorten Blühwiesen, basierend auf regionalem Saatgut, angelegt.
Auch ein Kamerateam des NDR hat sich angekündigt. Die Berichterstattung erfolgt „Norddeutschlandweit“.

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Allen Beteiligten gebührt ein hervorgehobener Dank. Der Aktionstag in Venne
stellt im Rahmen des Projektes Blumiger Landkreis Osnabrück die bislang größte gemeinsam durchgeführte Aktivität dar – das ist ein tolles Zeichen für den Artenschutz,
auch über den Landkreis hinaus. Ein besonderer Dank gilt zudem der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, welche einen hohen Betrag für das Projekt gespendet hat
und dadurch den Aktionstag ermöglicht.“

In Abstimmung mit dem Landrat Dr. Michael Lübbersmann hat zudem auch die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land eine Förderung des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück PLUS“ zugesagt.
Neben der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen wird hierbei auch eine schonende Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere des Gnadenhofs „Brödel“ aus Melle (http://gnadenhof-melle.de) unterstützt.
Zudem steht die Schaffung von Nisthilfen durch Totholz-Areale im Blickpunkt des Projektes.
Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines Blühwiesenkorridors von Hagen a.T.W. bis zur „Blühwiesenhauptstadt“ Melle sowie von Melle bis nach Ostercappeln.

Zudem werden im Rahmen des Projektes verschiedene Landwirte bei der Schaffung artenreicher Blühwiesen finanziell unterstützt.

Karsten Wachsmuth, Projektgestalter von Blumiger Landkreis Osnabrück: „Wir danken der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und Landrat Michael Lübbersmann.
Wir sind überwältigt davon, wie viele Menschen sich mittlerweile für das Projekt engagieren. Insbesondere die Gestaltung des Blühwiesenkorridors hat eine hervorgehobene Bedeutung für uns, da erst dadurch eine für den genetischen Austausch wichtige Vernetzung ermöglicht wird.“

Dr. Michael Lübbermannn, Landrat des Landkreises Osnabrück: „Nie waren unsere heimischen Insekten bedrohter als heute,
deshalb haben für den Landkreis Osnabrück die Insektenschutzprojekte höchste Priorität. So konnten in den letzten Jahren durch die Projekte „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“
nahezu 120 Blühwiesen im Umfang von etwa 250.000 m² ehrenamtlich angelegt und gepflegt werden. Dank des außerordentlichen Engagement aller Projektbeteiligten
und Förderer konnten diese tollen Projekte umgesetzt werden. Nun sollen weitere Blühwiesen und insbesondere Brut- und Nisthilfen geschaffen werden.
Ziel ist es, die wichtigen Blühwiesen noch flächendeckender für das Osnabrücker Land zu entwickeln. Dabei sollten die Blühwiesen wieder im Sinne praxisnaher
Umweltbildung mit Schulklassen angelegt werden. Wir begrüßen dieses Engagement ganz ausdrücklich.“

Ralf Hellige, Bereichsleiter Vorstandsstab, äußert im Namen der Sparkassenstiftung Osnabrücker Land:
„Der Natur- und Umweltschutz ist der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück ein wichtiges Anliegen.
Daher engagieren wir uns sehr gerne für dieses tolle Vorhaben. Wir möchten ausdrücklich allen danken, die durch ihr großes persönliches Engagement
zum Schutz der heimischen Insekten beigetragen haben.“

Kai Behncke: „Auch die Unterstützung der Landwirtschaft gerät immer stärker in den Fokus des Projektes. Bäuerinnen und Bauern genießen bei der Förderung der Biodiversität eine hervorgehobene Rolle.
Aufgrund der angespannten ökonomischen Situation vieler Betriebe verdienen diese dabei unserer aller Unterstützung. Wir als Gesellschaft, jeder Einzelne, kann hierbei etwas
tun und beispielsweise Bio-Produkte erwerben oder Landwirte
gezielt durch die Zahlung eines angemessenen Produktpreises und den Abkauf direkt vom Hof, fördern. Auch eine Beteiligung und die Zahlung eines Monatspreises innerhalb der „solidarischen Landwirtschaft“
sind probate Aktionsmittel zut Förderung der ökologischen Landwirtschaft.
Wenn wir ökologisch nachhaltige Produktionsweisen wollen, dann müssen wir als Gesellschaft auch bereit sein, unsere Portemonnaies dafür ggf. sogar weit zu öffnen – es ist unmöglich,
dass Landwirte diese Herausforderungen finanziell alleine stemmen können.“

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden seit 2017 in ca. 4500 ehrenamtlichen Stunden bis zum jetzigen Zeitpunkt 120 Blühwiesen, oftmals gemeinsam mit Schulklassen, angelegt.
Beteiligt haben sich in Kooperation mit der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle viele Schulklassen, Firmen, Vereine, unterschiedliche Kommunen, Landwirte und viele Privatpersonen.
Auch diverse Jägerschaften haben im Landkreis wertvolle Biotope für Insekten geschaffen. Die BUND-Kreisgruppe Osnabrück gehört ebenso zu den wichtigen Förderern von Blühwiesen im südlichen Landkreis, genauso wie die
„Naturfreunde Glandorf e.V.“. In der Stadt Osnabrück genießt das „Bienenbündnis Osnabrück“ eine wichtige BEdeutung.

Die Standorte der Blühflächen im Landkreis sind unter der URL http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/ einsehbar.
In der Bundesweiten Blühwiesenliga (http://bluehwiesenliga.de), in welcher Deutschlandweit viele Gemeinden, Städte und Akteure ihre Blühflächen zur Planung einer gezielten Vernetzung eintragen,
befinden sich mit Melle, Bissendorf und Dissen am Teutoburger Wald insgesamt drei Städte/Kommunen aus dem Landkreis Osnabrück in den „Top Ten“.

In Niedersachsen leben etwa 360 Wildbienenarten, von denen sehr viele bedroht sind. Da Wildbienen, anders als die Honigbiene,
nur sehr geringe Flugradien aufweisen (je nach Art zuweilen nur mehrere Hundert Meter) ist es wichtig, eine räumliche Vernetzung von artenreichen Blüh-Biotopen zu fördern.
Nur dadurch ist ein regionsübergreifender genetischer Austausch möglich, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.

Karsten Wachsmuth: „Das bislang Erreichte insbesondere im südlichen Landkreis Osnabrück ist einmalig. Bundesweit existiert nach unseren Kenntnissen nirgendwo eine solche Blühwiesendichte wie hier.
Das muss Ansporn sein, noch viel viel mehr zu schaffen. Es gibt keinen Grund, zufrieden sein und sich zurückzulehnen – dafür ist die Situation schlichtweg zu dramatisch!. Unser Ziel ist es den Landkreis Osnabrück
zu einer Besonderheit für den Artenschutz auszubauen. Das funktioniert jedoch nur, wenn alle Menschen mitmachen – wir können das gemeinsam schaffen. Es ist mehr als nur eine Vision!
Das wäre zudem nicht nur für den Tourismus ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal. In Ergänzung des Natur- und UNESCO Geoparks TERRA.vita wollen wir hier bunte, artenreiche und ökologisch nachhaltige Zeichen setzen.“

Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird bundesweit durch unterschiedliche Stiftungen unterstützt.
Neben der Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, der Beatrice Nolte Stiftung für Natur- und Umweltschutz (Lübeck),
der Europa Möbel Umweltstiftung (Bayern), der Haarmann Stiftung Umwelt und Natur, der Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück, der Tierschutz-Stiftung Wolfgang Bösche (Braunschweig),
dem Landschaftsverband Osnabrücker Land und dem Netzwerk Blühende Landschaft wird das Projekt beispielsweise auch durch die Unternehmen „SPIES Packaging“,“Häcker Küchen GmbH & Co. KG“, „Runge GmbH & Co. KG“, „Zentrale Autoglas GmbH“
„Ost&Koch Immobilien GmbH“, „cool it Isoliersysteme GmbH“, „Tischlerei Huth“,“LVM Versicherung Frank Strötzel“, „Georgs Bioladen“ (Melle), „Hof Luckmann“, „Atelier Schimmöller – Innenarchitektur, Tischlerei“ durch Spenden gefördert. Auch der VFL Osnabrück hat sich bereits an einer gemeinsamen Aktivität beteiligt.

Eine liebenswerte Idee hat auch ganz aktuell die Kinderbuchautorin Ute Ost (Osnabrück) umgesetzt. Von ihrem neu erschienenen Kinderbuch „Blökmäh und die Blühwiese“ gehen 50 Cent pro verkauftem Buch an das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (ISBN 978-3-00-062497-1).

Die Webseite des Projektes lautet:
http://blumiger-lkos.de

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

Auf den Bildern hier (Quelle: gUG Umweltschutz und Lebenshilfe):
Nur noch wenige Tage: Die Wiesen-Margerite steht kurz vor der Blüte. Für mehr Wildheit und farbenfrohe Wildblumenwiesen zum Wohle aller Lebewesen.

Eröffnung des Lehr-Lern-Öko-Bio-Mitmach-Gartens in Melle

Am Samstag ist es soweit. Vielen haben an der Vorbereitung mitgewirkt. Danke insbesondere an Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth. Der Öko-Lehr-Lern-Mitmach-Garten in Melle wird eröffnet:-)

Die offizielle Meldung:
Am Samstag, 4. Mai (ab 10.00 Uhr, Am Wulberg 31 in Melle/Westerhausen) findet die Einweihung des ökologischen Lehr- und Lerngartens für Schulklassen und Nachbarschaftsanlieger in Melle statt.

Auf 300 m² wird hier ohne jeglichen Einsatz von Pestiziden oder Kunstdünger Gemüse aller Art angebaut und dann kostenlos an alle Beteiligten sowie in der Nachbarschaft verteilt.
Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulen können hier praktische Erfahrungen im Gemüseanbau machen und lernen mittels welcher nachhaltiger Anbau-Methoden Gemüse gepflanzt und geernet werden kann.
Durch das Projekt soll eine besondere Wertschätzung für Lebensmittel gefördert und zugleich dargestellt werden,
dass ein effektives Gärtnern auch ohne chemische Pestizide möglich ist.
Die Grundschule Westerhausen und die IGS Melle sind die ersten Projektpartner des ökologischen Lehr- und Lernprojektes.

Simone Brockmann, ehrenamtliche Aktive der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und Leiterin des Projektes:

„Ich hoffe, dass die Schüler durch dieses Projekt das Gemüse und somit ihre Arbeit wertschätzen und vielleicht in Zukunft sich und ihre Eltern dazu bewegen können, auf dem Markt oder im Bioladen ihr Gemüse zu kaufen oder vielleicht, wenn es richtig gut läuft, selbst Gemüse anzubauen.“

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe: „Wenn Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrer aktiv Zeit in die Anpflanzung von Gemüse investieren,
dann erhält dieses eine ganz andere Wertigkeit.
Ökologisch nachhaltige Produkte können nur durch intensiven Einsatz und unter Nutzung besonderen Wissens produziert werden. Wollen wir dem Artensterben Einhalt gebieten, dann
benötigen wir viel mehr Betriebe, die diesen Weg gehen. Und viel mehr Menschen, die bereit sind Menschen für diesen Einsatz auch angemessen zu bezahlen.“

Innerhalb des bio-ökologischen Projektes werden zur Düngung die Tier-Hinterlassenschaften des Gnadenhofs Brödel sowie Humus aus Regenwurmkompostierungen verwertet.
Um das Gemüse vor schädlichen Einflüssen zu schützen werden unterschiedliche Nützlinge (z.B. Marienkäfer, Florfliegen) gezielt eingesetzt.
Zudem existieren eine Vielzahl ökologischer Tricks, um z.B. unerwünschten Beikräutern oder für das Gemüse schädlichen Einflüssen entgegen zu wirken.
Kümmel und Meerrettich sind beispielsweise ein effektives Mittel, um Kartoffelkäfer fernzuhalten.
Radieschen sind wirksam gegen Fraßschädlinge wie Erdflöhe, auf dem Gnadenhof gehaltene Laufenten kümmern sich um eventuellen Schneckenbefall und angepflanzte Linien aus Tagetes helfen gegen für Gemüse schädliche Nematoden.
Um Kartoffeln oder Kohl zu schützen, hat sich die zudem von Insekten gerne beflogene Ringelblume bewährt.

Innerhalb des Projektes werden zudem speziell angesetzte Jauchen aus beispielsweise Brennnesseln oder Schachtelhalm dafür sorgen,
dass das Gemüse großflächig zu einer Ernte kommen kann.
Als Kartoffelpflanzen werden aus dem Bio-Anbau erworbene Pflanzkartoffeln der Sorten
„Blaue Schweden“, „Rote Emmalie“, „Aran Victory“ und „Antonia“ eingesetzt.

Kai Behncke: „Im Spätsommer planen wir ein gemeinschaftliches Erntefest, damit alle Beteiligten auch die Früchte ihrer Arbeit ernten können.
Es freut uns sehr, dass das Projekt einen so guten Zuspruch erfährt. Ökologische Alternativen zu ausgetretenen Pfaden sind wichtiger denn je. Es zeigt auch, dass Themen wie Klimaerwärmung und Artensterben Dinge sind, welche die Menschen mittlerweile ganz intensiv beschäftigen.
Je mehr Menschen nun aktiv werden, desto besser.“

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Danke an die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land und Landrat Dr. Lübbersmann

Eine gute Nachricht am heutigen Tage.
Die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker Land in Abstimmung mit Landrat Dr. Lübbersmann (Vors. des Stiftungsrates)
hat uns heute darüber informiert, dass das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück (plus)“ mit einem sehr hohen Förderbetrag unterstützt wird.
Das Geld wird für Saatgut, die Reparatur unserer Maschinen und für Beweidungszäune für Gnadenhoftiere investiert.

Unsere Gnadenhof-Tiere (aktuell etwas weniger als 30 Schafe und Ziegen sowie 2 Ponys) werden innerhalb des Projektes Blühwiesen schonend beweiden.
Wir sagen ausdrücklich Danke!!!
Die Unterstützung ermöglicht es, viele weitere artenreiche Blühwiesen anzulegen und zudem noch einige (wenige) tierische „Mäh-äh-äh-Maschinen“ vor dem Schlachthof zu retten.
Danke!

Heute morgen, vor der Arbeit, noch einige Wiesen besucht. Es ist phänomenal:
Dort, wo unsere Gnadenhoftiere (http://gnadenhof-melle) letztes Jahr Blühwiesen beweidet haben,
finden sich auch in größerem Abstand zu den Blühwiesen (auf eigentlichem Grünland oder Sand-Magerrasen) punktuell jede Menge Keimlinge oder kurz vor der Blüte stehende Wildblumen.
Es ist großartig!!! Die Tiere (Unsere „Eumels“, wie wir sie nennen) tragen das Saatgut an Fell, Wolle und Hufen weiter, bis es dann irgendwann
in den Boden eingetreten wird. So breiten sich die Blühwiesen natürlich aus.
Eine klassische Win-Win-Situation:
Tiere landen nicht im Schlachthaus und sorgen durch ihr natürliches Verhalten dafür, dass eine Artenvielfalt gesteigert wird, welche wiederum uns allen zu Gute kommt.
Anders formuliert: „Nutztiere“ stabilisieren Artenvielfalt und Biodiversität.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Atrtenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Natürliche Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere des Gnadenhofs „Brödel“ Melle
http://blumiger-lkos.de

Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit (ist immer relativ)

Bundesweite Insektenschutz-Hochburg Melle…
Und gleichzeitig: Lokal-/RegionalpolitikerInnen sorgen für Reduzierung einer Schutzzone im FFH-Gebiet der Stadt…
Zudem: Neues Pilot-Projekt zur Unterstützung von Landwirtschaft und Artenviefalt beginnt Ende Mai hier vor Ort.

Dieser Text stellt eine individuelle Sichtweise dar und hat nicht den Anspruch „die absolute Wahrheit und nichts als die absolute Wahrheit“ zu sein…
Den „richtigen“ Weg zu finden ist unstrittig alles anderes als einfach.

Zu Beginn mal einige Fakten:
——————————

Eine Fülle von WissenschaftlerInnen spricht mittlerweile vom größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren.

Vorgestern begann die Weltartenschutzkonferenz in Paris mit einem eindringlichen Appell.
Robert Watson, Präsident des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), erklärte zum Auftakt des Treffens:
„Die Belege sind unbestreitbar: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht,
das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel.“
https://www.tagesschau.de/ausland/konferenz-artenvielfalt-103.html

Es gibt mittlerweile Myriaden von wissenschaftlichen Untersuchungen, welche nachweisen können, dass die konventionelle, intensive Landwirtschaft einer der größten
Verursacher des Insektensterbens ist. Nur eine ganz kleine Auswahl davon:
http://insektenrettung.de/ursachen-des-insektensterbens/

Zudem: Die Stadt Melle gehört mittlerweile zu den Vorzeigestädten/Kommunen im Bundesgebiet, wenn es um die Anzahl
insektenfreundlicher Blühwiesen geht:
http://bluehwiesenliga.de

Dieses ist ein Resultat einer großen Anzahl beteiligter Menschen zum Beispiel innerhalb der Projekte „Blumiges Melle“
und „Blumiger Landkreis“ (z.B. Firmen, Schulen, PrivatbürgerInnen, unterschiedliche Vereine etc.) sowie z.B. der Aktivitäten
der Stadt Melle.

Und gleichzeitig?
——————

Und gleichzeitig schockiert die naturschutzbewussten Menschen in der Stadt Melle (sowie im gesamten Landkreis) eine Entscheidung des Kreistages,
dass „Pestizid-Schutzstreifen“ an Gewässern (Else, Obere Hase) in einem Meller FFH-Gebiet (und im gesamten Landkreis) nur eine winzige Beite von 1 Meter betragen müssen.
Zum Vergleich: Im Rahmen des „Volksbegehrens Artenvielfalt“ in Bayern wurde eine Schutzzone von 5 Metern gefordert und jetzt auch von der CSU
beschlossen. In Baden-Württemberg liegt diese Schutzzone sogar zwischen 5 und 10 Metern.

Als Öko-Freak könnte man sich zu der Aussage hinreissen lassen: „Ja, wenn denn sogar die CSU schon bereit ist…wäre es nicht nett, wenn auch im Landkreis Osnabrück…?
Sind die Schutzgebiete im Landkreis denn weniger wert?
Und die SPD wirbt doch hier im Landkreis mit Wahlwerbung für den Klimaschutz. Ja gehen denn Klima- und Artenschutz nicht „Hand in Hand“?
Wäre da nicht sogar eine gewisse Ambivalenz feststellbar??

Anders formuliert: Wie in drei Teufels Namen konnte DAS (!!!) (also die Entscheidung im Kreistag) passieren? Im Jahre 2019?????!“

Der gerechtfertigte Aufschrei ist groß. Der Landkreis steht medial fürchterlich dar, das überregionale Interesse wächst und wächst.
Auch das Bundesumweltamt hat sich gemeldet.
Und: Jene PolitikerInnen haben nicht nur dem Arten- und Naturschutz einen grandiosen Bärendienst erwiesen, vermutlich wird noch eine Millionenstrafe nach Brüssel folgen.
Ganz toll gemacht! Verantwortungsvolles Handeln im Interesse der WählerInnen und Wähler sieht anders aus!

Nachfolgend einige LeserInnenbriefe, z.B. von WissenschaftlerInnen der Uni Osnabrück, die sich mit so etwas auskennen:

https://www.pressreader.com/germany/neue-osnabrucker-zeitung-wallenhorst/20190328/282737703184840

https://www.pressreader.com/germany/neue-osnabrucker-zeitung-stadt-osnabruck/20190330/282784947829986

Bei der Schadensanalyse (wer hat eigentlich diese Entscheidung demokratisch zu verantworten?) fällt auf, dass auch LokalpolitikerInnen aus Melle
für diese (aus ökologischer Sicht völlig fatale) Entscheidung gestimmt haben. Es stellt sich die Frage:

Wenn im Rahmen einer Demokratie noch nicht einmal gewählte Personen aus der eigenen Stadt für einen Erhalt einer sinnvollen Schutzzone
in einem (wohlgemerkt!!) FFH-Gebiet [in eben jener Stadt stimmen], ja WER DENN BITTE DANN ??? (man möge mir hier eine etwas bzw. tiefgreifende emotionale Verstimmung verzeihen…)

Ist es nicht viel komplexer?
——————

Ist es wirklich so einfach? Es wäre schön wenn es so wäre…Die „Wahrheit“ ist (vermutlich) wie immer komplexer.
Jegliche politische Entscheidung wird immer einem (größeren) politischen Kontext gefällt, ein legitimer Abwägungsprozess.
Auch wenn der Autor dieses kleinen Textes – schon aus wissenschaftlichen und naturschutzfachlichen Gründen – der festen Überzeugung ist, dass diese Entscheidung
für einen „1-Meter-Nicht-Schutz-Puffer“ sachlich falsch ist, so darf bei der Diskussion nicht vergessen werden, dass wir nicht nur
ein massives und katastrophales Arten- sondern auch ein Bauernsterben verzeichnen.

Anders formuliert: Bäuerinnen und Bauern gehen – trotz massivem Arbeits- und Zeiteinsatz – pleite und es spielen sich vor unserer Haustür nicht nur dramatische Szenen
des Artensterbens sondern auch menschliche Dramen ab. Vom Gros der Gesellschaft: Unbeachtet („ICH gehe ja nicht pleite. MIR ist das egal. Ich kaufe meine Lebensmittel ja beim Aldi/Lidl
oder wo auch immer…“ (ernsthaft, genau diese „Argumentationskette“ schon gehört).
Oder jetzt wieder mit anderem Blickwinkel:
„In MEINEM Gartenteich sind ja keine Pestizide. MEINEM Goldfisch geht es doch gut.“
Thank you for nothing!

Was also sollen wir Bürgerinnen und Bürger tun?

a) Als WählerInnen gegenüber den PolitikerInnen Mißfallen ob dieser Entscheidung bekunden? Klingt irgendwie plausibel und ist (in einem sachlichen Ton) eine/r jeden Wählers/Wählerin
gutes Recht – um nicht zu sagen sogar eine Verpflichtung (schweigen ist feige). Doch dennoch und wie gesagt:
Die (interessengebundene) (PolitikerInnen-)Realität ist (vermutlich?) viel komplexer (wer von uns WählerInnen kann denn schon sagen, wie sich der Entscheidungsprozess
einer solchen Abstimmung innerhalb einzelner Fraktionen strukturell gestaltet?). Genausowenig wie Bäuerinnen und Bauern glücklich darüber sein werden, todbringende Pestizide
auszubringen, so dürfte das PolitikerInnen ähnlich gehen (…sofern nicht ein größerer Scheck von Bayer oder wem auch immer unter dem Türschlitz durchgeschoben wurde.
Aber weit hergeholte Verschwörungstheorien bringen an dieser Stelle nicht viel…).

b) Es einfach so hinnehmen? So tun als ob (im Kreistag) nichts gewesen wäre? NEVER EVER und NIE und NIMMER! Völlig falsch!
Ein „weiter so wie immer“ (in der Landwirtschaft, im passiven Wegschauen, im „Alles einfach so hinnehmen. in meinem Gartenteich stimmt ja die Wasserqualität“) ist Grütze
(fast hätte ich gesagt: Entengrütze) und darf NIEMALS passieren!

c) Emotionale Empörung (welche nicht falsch kanalisiert und komplett unsachlich ausgetragen wird): Auf jeden Fall richtig!
Wir reden hier immerhin über Lebewesen, denen (allerspätestens bei Starkregen) Pestizide in die heimische Badewanne gespühlt werden.
Und dann flüchten (also die Lebewesen in der Else-Oberen Hase-FFH-Badewanne)? Wohin denn bitte? Der erste Fisch, dem Beine wuchsen, hat in der Evolution Millionen von Jahre dafür gebraucht…

NATÜRLICH und SELBSTVERSTÄNDLICH ist hier eine hohe Emotionalität angemessen. Wenn man sich über das Artensterben in Schutzgebieten nicht aufregt,
worüber soll man sich bitte denn dann aufregen???!!
Und gleichzeitig wiederum auch immer die Erinnerung, dass nur „Emotionen“ keine angemessene Entscheidung herbeiführen können und
eine sachliche Nüchternheit (trotz aller Aufgeladenheit) (trotzdem) ganz wichtig ist. Einfach ist das nicht immer…

d) Die (alleinige) Forderung an PolitikerInnen und BäuerInnen richten: Hört auf mit dem Scheiß! Ihr macht alles kaputt! [ohne selbst aktiv zu werden]
Natürlich auch völlig falsch, viel zu passiv und viel zu monokausal!

Offen gesagt: Wenn ein Landwirt/In finanziell mit dem Rücken zur Wand steht, seine Kredite nicht mehr bezahlen kann, vielleicht kein Futter mehr für seine Tiere kaufen kann
(hat es alles schon gegeben), was tut er dann (was würde (fast) jedEr EinzelnEr) tun?…. Er holt aus seinem Land „alles raus was irgend geht“. Logisch irgendwie…
Bevor „alles dann Bach runtergeht“, dann doch lieber Pestizide im Bach (und die eigene Existenz retten). JedEr, der/die gerne auf Landwirte schimpft, sollte sich fragen, ob er/sie denn anders handeln würde, wenn Pestizide die einfachste und einzige Möglichkeit wären (weil z.B. die Investitionsmöglichkeiten für eine Bio-Produktion fehlen)
den eigenen Betreib kostenneutral „über Wasser zu halten“…, wir würden wir selber handeln?

Und warum ist das so? Z.B. Weil wir (als Gesellschaft) nach immer günstigeren Preise für Lebensmittel schreien. Wenn ein Apfel im Supermarkt nur wenige Cent kostet, wie viel
davon kommt wohl bei dem produzierenden Landwirt an? und dann wäre da noch die Klimaerwärmung.
Es bedarf nicht viel Einfühlungsvermögen sich vorzustellen, was in der Landwirtschaft passiert, wenn noch zwei, drei Hitzesommer in der nächsten Zeit auftreten.
Und sie werden kommen!! Das ist so sicher, wie Pestizidrückstände in der Else oder oberen Hase!

Wir brauchen ein Umdenken. MEHR Unterstützung für nachhaltigere Produktionsmethoden in der Landwirtschaft.
In Melle geht es z.B. über die „solidarische Landwritschaft“:

https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1687862/meller-biobauer-sucht-mitglieder-fuer-solidarische-landwirtschaft

oder:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/1716896/in-melle-gruendet-sich-die-solidarische-landwirtschaft

Oder den Einkauf von Bio-Produkten (z.B. bei Georgs Bioladen).

Und: Auch im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wollen wir ein bißchen dazu beitragen.
Wir werden noch Ende Mai/Anfang Juni damit beginnen, ein bißchen was unserer (knappen) Gelder in die Hand zu nehmen, um lokale
Landwirte bei der Anlage insektenfreundlicher Blühwiesen/Blühstreifen finanziell zu unterstützen
bzw. sogar komplett zu entschädigen. Auch sollen Gelder zur Verfügung gestellt werden, damit deren Nutztiere diese Blühwiesen schonend beweiden können.
Denn vergessen wir eines Nicht: Jegliche Tätigkeit in einem Wirtschaftsunternehmen kostet erstmal Zeit und Geld. Und: Unternehmen sind auf Profit ausgerichtet. Also seien wir bereit diesen zu zahlen!
Weitere Maßnahmen darüber hinaus werden folgen…

Wenn wir als Gesellschaft fordern, dass die Landwirte ökologisch nachhaltig arbeiten sollen, dann müssen wir akzeptieren, unsere Portemonnaies zu öffnen und das zu unterstützen
(und nicht nur nach „der Politik“ schreien). Wenn nicht jedEr EinzelnEr SELBER aktiv wird, wie können wir uns das Recht herausnehmen,
nach Aktivitäten von Landwirten und PolitikerInnen zu rufen? Richtig! Garnicht!

Das Pilotprojekt „Artenschutz durch Blühwiesen und Landwirtschaft“ ist zunächst einmal ein kleines Projekt und wird erstmal nur in Melle umgesetzt, mit zunächst vermutlich erst einmal nur zwei Betreibern.
Ähnlich wie ja auch „Blumiges Melle“ vor einigen Jahren „ganz klein“ angefangen hat…
Alles beginnt im Kleinen. Ob daraus etwas „Großes“ erwächst entscheiden wir alle gemeinsam durch unsere Mitwirkung.
Unser Grafiker jedenfalls beginnt schon intensiv mit den ersten Werbetafeln…

Wichtig:
Eines dann doch noch:
In unserem Projekt unterstützen wir KEINE Landwirte/innen, welche eine intensive Massentierhaltung (z.B. Massen-Schweineställe, Massen-Hühnerställe) betreiben.
Wir brauchen zweifelsfrei eine stärkere (ökonomische) Solidarität mit der Landwirtschaft, als Betreiber eines Gnadenhofes hört diese jedoch bei der
Solidarität mit Massen-Leid in der Tierhaltung mit 100%iger Sicherheit auf.
Und es soll jetzt keiner mit diesem völlig idiotischem „Tierwohl-Label“ und „2,5m²-in-der-Schweinehaltung-sind-doch-eine-tolle-Sache“ angekrochen kommen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere

Insektenschutz-Paradies bei SPIES Packaging in Melle

Einweihung unserer neuen Fräse „King Kong 2“. Kongeniale Zusammenarbeit mit dem Batman mobil.
Danke an Spies Packaging aus Melle/Gesmold. Hier entsteht ein Insektenschutz-Biotop mit Leuchtturm-Charakter.

Heute die Vorbereitung für den 4. Mai fortgesetzt.
Mit unserer neuen Fräse „King Kong 2“ (DANKE!!! an alle Menschen, die gespendet haben) wurde hier munter gerödelt,
unterstützt durch das „Batman mobil“. Hätten wir doch immer solche Werkzeuge zur Hand (seufz…).
Ein Victory-Zeichen in die Kamera :-). Der „Kampf“ GEGEN das Artensterben und FÜR eine hohe biologische Vielfalt ist noch nicht verloren,
schon garnicht mit dieser Unterstützung.

Vorgestern begann die Weltartenschutzkonferenz in Paris mit einem eindringlichen Appell.
Robert Watson, Präsident des Weltbiodiversitätsrats (IPBES), erklärte zum Auftakt des Treffens:
„Die Belege sind unbestreitbar: Die Zerstörung der Artenvielfalt und der Ökosysteme hat ein Niveau erreicht,
das unser Wohlergehen mindestens genauso bedroht wie der durch den Menschen verursachte Klimawandel.“
https://www.tagesschau.de/ausland/konferenz-artenvielfalt-103.html

Umso wichtiger sind die Aktivitäten, mit welchen Spies Packaging das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenviefalt steigern, Insektensterben stoppen“
unterstützt.
Zudem ein Dank für eine hohe finanzielle Spende.
Das Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wird ehrenamtlich betrieben und ist auf Spenden angewiesen.
Dank dieser Unterstützung bleiben wir weiter handlungsfähig.

Am Samstag [ab 10.00 Uhr, Straße „Im Gewerbepark“, rückseitig des Hochregallagers, direkt neben dem AWIGO Recyclinghof Melle]
wird hier mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von „Spies Packaging“
ein wertvolles Biotop geschaffen, wie es in dieser Form nur wenige in der Stadt gibt.
Auf 3000 m² wird eine Blühwiese basierend auf regionalem Saatgut angelegt. Zudem sind bereits eine große Vielzal von Stauden gepflanzt worden,
welche wertvolle Nahrung für Insekten bereitstellen und gleizeitig wichtige
Rückzugsmöglichkeiten für eine Vielzahl von Tierarten kreieren.
Die Blühwiese dort ist „strategisch“ sehr wichtig, da diese eine große Vernetzungslücke schließt und so vielen Insekten mit geringen Flugradien ermöglicht,
von Standort zu Standort zu fliegen (wichtig für einen genetischen Austausch) [siehe Karte].

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=929867&mlon=6835712&zoom=12

Als Betreiber des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ bemerken wir vielerorts ein Umdenken.
Viel mehr Mut zur Wildheit (bunt und farbenfroh) und weg von artenarmen Millimeterrasen.

Nachfolgend die offizielle Pressemeldung:

SPIES sät eine Blumenwiese
3.000 m2 für die Artenvielfalt und das Überleben von Insekten in der Region Melle,
wichtige Lücke im Blühwiesen-Korridor wird geschlossen, eines der größten Blühareale im Landkreis wird geschaffen

Am Samstag, den 04. Mai sät die Unternehmensgruppe SPIES Packaging (SPIES Kunststoffe GmbH & SPIES Formen- und Werkzeugbau GmbH)
am Standort Gesmold (Straße Im Gewerbepark, rückseitig des Hochregallagers) aus
regionalem Saatgut eine 3.000m2 große, artenreiche Wildblumenwiese. Dieses wertvolle Refugium für Insekten und eine Vielzahl
von Folgenutzern, wie Vögel und Kleinsäuger, wird mittelfristig durch die Anpflanzung einer Vielzahl von Stauden begleitet,
wodurch zusätzliche Lebensräume entstehen.

SPIES unterstützt dadurch die bereits vorhanden, intensiven Aktionen von Privatpersonen und Firmen,
die im Landkreis Osnabrück durch Artenschutzmaßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt und gegen das Insektensterben, arbeiten.

Im Rahmen eines kleinen Events, bei dem auch die Familien der Mitarbeitenden eingeladen sind,
darf jede/r aktiv werden und nach einer kurzen Einführung selbst säen.

Christof Spies, Geschäftsführender Gesellschafter:
„Die Region ist uns sehr wichtig. Wir freuen uns, durch die Bepflanzung einer von uns nicht genutzten Fläche
einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Wir sind schon gespannt, wie die Wiese wachsen wird.“

Bei der Säaktion werden, um auf größere Zusammenhänge aufmerksam zu machen,
Lebensmittel mit Bio-Qualität angeboten. Als kleines Dankeschön für die Teilnahme erhalten
alle Teilnehmer/innen noch etwas Saatgut für den heimischen Garten oder Balkon.

Freya Pelsis, Assistenz der Geschäftsführung: „Es fühlt sich toll an, etwas Handfestes für die Insekten, insbesondere die Bienen zu tun.
Ich bin dankbar, dass sich schon so viele SPIESer angemeldet haben und am Samstag mitwirken werden.“

Die Anlage der Blühwiese integriert sich in ein Netzwerk von Blüharealen, welches in Melle kontinuierlich ausgebaut wird.
Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe und Mitgestalter der Veranstaltung:

„An dieser Stelle soll ein hervorgehobener Dank an SPIES ausgesprochen werden. Diese haben nicht nur eine hohe Spende für Artenschutz-Aktivitäten geleistet,
sondern werden auf ihrem Firmengelände auch selbst aktiv.
Die Anlage einer außergewöhnlich großen Wildblumenwiese ist genau die richtige Mentalität, um dem Artensterben die Stirn zu bieten.
Wir arbeiten im Rahmen von „Blumiger Landkreis Osnabrück“ nach wie vor vehement daran, einen Blühwiesen-Korridor von Hagen a.T.W. bis nach Melle zu schaffen. Die nun auf dem Firmengelände
angelegte Blühfläche schließt dabei eine bislang vorhandene Vernetzungslücke.“

In Niedersachsen leben etwa 360 Wildbienenarten, von denen sehr viele bedroht sind. Da Wildbienen, anders als die Honigbiene,
nur sehr geringe Flugradien aufweisen (je nach Art zuweilen nur mehrere Hundert Meter) ist es wichtig, eine räumliche Vernetzung von artenreichen Blüh-Biotopen zu schaffen.
Nur dadurch ist ein regionsübergreifender genetischer Austausch möglich, welcher elementar für eine Arterhaltung ist.
In den Maßnahmen gegen das Insektensterben nimmt Melle mittlerweile eine bdeutende Schlüsselposition ein.

In der sogenannten „Blühwiesenliga“ (http://bluehwiesenliga.de) steht Melle bundesweit unangefochten auf Platz 1. Die bei SPIES angelegte Fläche stellt in der stadt Nummer 92 dar und gehört
dabei zu den größten Blüharealen im Landkreis.

Kai Behncke: „Das Engagement solch vieler Akteure in Melle ist herausragend.
Dennoch bleiben wir als Naturschutzgruppe hungrig nach mehr.
Noch im Mai starten wir z.B. ein Pilotprojekt mit Landwirten aus Melle, welche für die Schaffung von Insektenschutzmaßnahmen finanziell unterstützt werden.
Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft auch die Landwirtschaft fördern und beispielsweise höhere Preise für ökologisch produzierte Lebensmittel akzeptieren.
Um die Probleme des Artenschutzes zu lösen besitzen Bäuerinnen und Bauern eine herausragende Schlüsselposition.
Dafür verdienen sie unser aller Unterstützung – insbesondere auch finanziell.“

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Kann z.B. durch die aktive Anlage einer Blühwiese unterstützt werden, oder durch eine Spende:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

King Kong 2 ist da

Unser neuer Motor-Einachser „King Kong 2“ ist da.
Danke insbesondere an George Trenkler, Marion Dehmel, Vanessa N., Verena S., Reiner Schooss, Sonja S. und Claudia S. für Eure spenden! Das ist großartig. Ohne diese wäre es nicht gegangen, Ihr habt dem Projekt damit ganz schön „aus der Patsche“ geholfen.
Gesichert lässt sich sagen: Ihr habt somit dazu beigetragen, dass eine ganze Fülle von Insekten weitere Blühwiesen auffinden werden. Davon wiederum werden viele Vögel, Kleinsäuger und und und ihren Nutzen ziehen und in Reichweite der Wiesen weiterleben können.
Wiesen, auf denen sich das pralle Leben in Hülle und Fülle abspielt. Danke!

Hier Eurer Platz in der Hall of fame:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Mit dem Gerät werden wir wieder eine Menge m² fräsen um dort weitere Blühwiesen anzulegen.
King Kong 1 hat 80.000 m² geschafft, da hat King Kong 2 noch einiges vor sich….;-)

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Aktionstag für den Insektenschutz in Venne

6. Mai – Großaktionstag für den Insektenschutz in Venne/Ostercappeln (Blumiger Landkreis Osnabrück)
NDR schickt Kamerateam

Am 6. Mai findet der Insektenschutz-Aktionstag in Venne statt.
Der NDR hat angekündigt ab frühem Nachmittag (ab 14.00 Uhr) dort Aufnahmen zu machen und am Abend eine Liveschaltung („Hallo Niedersachsen“) zu bringen.

In Venne geht es darum, auch dort unterschiedliche Blühwiesen, basierend auf verschiedenen regionalen Saatgut-Mischungen, anzulegen.
Zudem soll mittelfristig (bis 2020) ein Blühwiesenkorridor von Melle bis nach Ostercappeln angelegt werden, um dadurch den regionalen genetischen Austausch, der so wichtig für eine Arterhaltung ist,
voran zu bringen. Der Aktionstag stellt einen Programmpunkt innerhalb des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ dar
und wird gemeinsam mit der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, dem Heimat- und Wanderverein Venne, dem Golfclub Varus e.V.,
der Walburgis Kirchengemeinde Venne, der Grundschule Venne, der Gemeinde Ostercappeln, der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle (Projektinitiator) und verschiedenen Privatpersonen durchgeführt.
Der Golfclub Varus e.V. hat zusätzlich zu den dort bereits vorhandenen wichtigen Biotopen für eine Vielzahl unterschiedlicher Wildbienen
einige Insektenhotels aufgestellt.

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden seit 2017 ehrenamtlich etwa 120 Blühwiesen im südlichen Landkreis Osnabrück angelegt:

http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=10

In der bundesweiten Blühwiesenliga (http://bluehwiesenliga.de) befinden sich mittlerweile 3 Städte/Gemeinden aus dem Landkreis Osnabrück
unter den „Top Ten“. Es passiert was hier…

Die Zeiten für Venne:

Montag, 6.5., 8.30 Uhr
Treffen auf der Mühleninsel, Beginn der Einsaat der ersten Teilfläche u.a. auch mit Schulkindern der Grundschule

Ab ca. 10.00 Uhr: Aussaat auf einer Privatfläche (ca. 2000 m²)

14.00 Uhr
Treffen am Friedhof der Walburgis-Gemeinde.
Ort: Zwischen den Straßen „Am Friedhof“ und „Hauptstraße“
Bearbeitung von verschiedenen Teilflächen.

15.00 Uhr
Erneutes Treffen auf der Mühleninsel und Aussaat der zweiten Fläche

Ab 16.00 Uhr wird der NDR dann am Golfplatz beginnen, am Kamerawagen die technischen Installationen vorzunehmen.
Eine Liveschaltung ist dann für ca. 19.30 Uhr geplant.

Beeindruckende Biotope in Venne auf dem Golfplatz

Insektenschutz-Groß-Aktionstag am 6. Mai in Venne
Besuch auf dem Golfplatz

Wenn man eine vorgefertige Meinung ohne Substanz über bestimmte Orte hat (im Volksmund auch „Vorurteil“ genannt),
dann tut es gut sich selbst dabei zu ertappen, offensichtlich noch einiges dazu lernen zu können.
Heute im Vorfeld des Insektenschutz-Groß-Aktionstages in Venne (gemeinsam mit der Firma Häcker Küchen GmbH & Co. KG, dem Heimat- und Wanderverein Venne, dem Golfclub Varus e.V.,
der Walburgis Kirchengemeinde Venne, der Grundschule Venne und verschiedenen Privatpersonen) beim Golfclub Varus e.V. gewesen.
Örtliche und überregionale Poilitprominenz hat sich für den Tag gleichfalls angekündigt (z.B. der Landrat). Morgen entscheidet sich, ob der NDR ein Kamerateam schickt.

Die vorgefertige Meinung (heute, vor dem Besuch des Golfplatzes): „Bestimmt jede Menge dicke Karren auf dem Parkplatz,
vermutlich ein durchschnittliches Öko-Bewusstsein und alles wahrscheinlich irgendwie elitär. Naja, trotzdem hin. Ist ja prima, dass die mitmachen…“

Die Meinung danach: „Jede Menge dicke Karren auf dem Parkplatz (aber auch dünne ;-)), ein (ohne Witz) umwerfend hohes Öko-Bewusstsein und sehr angenehme und nette Leute. Und: Ökotope, wie ich sie ganz offen gesagt
im Landkreis Osnabrück selten gesehen habe…“

Wow! Hätte ich nie gedacht. Der Golfplatz beinhaltet eine Fläche von ca. 100 Hektar. Erst kürzlich wurde eine Vielzahl von Obstbäumen dort angelegt.
Diverse Feuchtbiotope, gewachsene Schutzräume (z.B. dichte Birkenwäldchen) für eine Vielzahl von Arten und:

Umwerfend viele Sand-Magerrasen. In dieser Region noch nie in der Form erblickt. Dachte eigentlich sowas gibt es nur in Brandenburg auf ehemaligen Truppenübungsplätzen.

Sand-Magerrasen sind ganz ganz wichtige und nützliche Biotope für unterschiedliche Wildbienenarten.
Mit einem der Greenceaper heute besprochen, dass im Rahmen des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ auf verschieden Flächen noch ganz gezielt
eine entsprechende regionale Mischung ausgesät wird, nämlich diese:
https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/05-mager-und-sandrasen.html

Kam aus dem Staunen garnicht heraus. Blühende Hirtentäschel-Streifen, sehr viele Schafgarbe-Gesellschaften, Rainfarn, Totholz-Stapel, ein Paradies für viele Insekten.
Tja, Vorurteile revidiert, so schnell geht das…
Am 6. und 7. Mai werden dort noch ganz gezielt Blühflächen (z.T. gemeinsam mit der Grundschule) geschaffen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Aufbau der „Hall of Shame!“

Ein Todesfall in unserem Projekt, nicht schön.
„Reste in peace“ kleiner Motoreinachser. Und: Aufbau der „Hall of Shame“ für ProjektausnutzerInnen.
Wir lassen uns nicht mehr alles gefallen!

Heute hat es unseren Motoreinachser „King Kong“ endgültig erwischt. Seit Beginn unserer Blühwiesenprojekte ist es damit Maschine Nummer 4,
welche irreversibel „das Zeitliche“ gesegnet hat. „King Kong“ wurde schon diverse Male repariert, hat eine Fülle von neuer Ersatzteile erhalten, irgendwann jedoch, nach geschätzt etwa 80.000 m², ist es dann mal vorbei. Er wird nun dafür genutzt werden, um Ersatzteile auszubauen und lebt dann in verschiedenen
Folge-Einachsern weiter.

Wer etwas für „King Kong 2“ (soll in Kürze erworben werden) spenden möchte:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

….An dieser Stelle, wenn schon unschöne Nachrichten verbreitet werden, zudem noch etwas „Unschönes“ in eigener Sache:

Jedes Jahr erleben wir, dass etwa 5-8 % (je nach Jahr, kein Witz, 8!! %) aller Projektpartner (also Bürgerinnen und Bürger) uns Versprechen machen, welche dann nicht eingehalten werden.
Fast immer handelt es sich um Aussagen wie: „Satz 1 (die Frage): Könnt ihr nicht mal schnell eben ausser der Reihe bei uns den Garten fräsen? Satz 2 (die nächste Frage):… uns kostenlos Regio-Saatgut vorbei bringen?
Satz 3 (noch eine Frage)…die Wiese mähen? Den Vorgarten? etc. Satz 4 (das Lob) Das ist so toll, was Ihr macht!. Satz 5 (das Versprechen): Wir spenden Euch auch ganz sicher etwas,
auf jeden Fall! Das muss man doch unterstützen“

Satz 1,2,3 und 4 werden dann umgesetzt. Die Umsetzung von Satz 5 passiert bei einigen dann leider nie.

Eine Klarstellung:
a) Wir fordern im Vorfeld kein Geld ein.

Blumiger Landkreis ist ein ehrenamtliches Projekt. Ca. 20-30 % aller Ausgaben tätigen wir privat.
Ca. 20 % kommen aus Spenden. Ca. 50% des Geldes stammt von Stiftungen.

Wenn jemand kein Geld hat oder z.B. aus gesundheitlichen Gründen nicht bei der Erstellung einer Blühwiese, einer Mahd etc. mithelfen kann, dann ist das ok.
Bitte einfach nur sagen, in der Regel findet sich eine Lösung. Das Projekt ist nicht darauf angelegt, Geld zu verdienen oder kommerzielle Dienstleistungen zu erbringen.
In der Regel finden wir es selber absolut ok, wenn wir kostenlos Saatgut rausschicken oder kostenlos Blühwiesen anlegen (sofern es keine später nicht eingehaltenen Versprechen gibt).
Trotzdem freuen wir uns generell immer sehr über Spenden, schon weil es die eigenen Privatausgaben minimiert und auch eine Wertschätzung, eine Anerkennung, eine Respekt-Bekundung der eigenen Arbeit ist
(von Lob oder Facebook-Likes wurde noch nie ein Saatgut-Körnchen finanziert).

b) Jeder kann auch mal was vergessen…
Ist auch voll ok. Wir Menschen haben einen Trubelalltag, schnelllebig mit vielen Verantwortungen. Da kann eine gut gemeinte Absicht auch schon mal durchrutschen, kein Problem.

c)
NICHT OK IST:
Wenn etwas angekündigt wird (also z.B. eine Spende)…und nach unserer grandios selbstlosen, aufopfernden, vor Altruismus nur so strotzenden, sich hingebenden, nicht auf die Uhr schauenden Tätigkeit für eine
höhere Artenvielfalt und und und (im Ernst, es ist echte Arbeit in echter Freizeit, und die Freizeit ist knapp)….

…dann erstmal nichts kommt. Dann fragen wir nach: „Entschuldigung, wollten mal hören, Sie hatten doch gesagt, Spende und so….Hatten Sie denn schon die Gelegenheit. Sie verstehen, die Projektkosten, das Saatgut kommt ja nicht durch den Schornstein geflogen…?“
….und dann kommt wieder nichts. Die Anfrage wird einfach ignoriert (und z.B. bei Facebook lässt sich nunmal bequem sehen,
ob jemand ne Nachricht geöffnet oder eben nicht geöffnet hat)….das sorgt hier für echte Verstimmungen und derbe Verärgerung.

Wenn etwas finanziell Unvorhersehbares geschehen ist (das Auto ist explodiert, das Dach wurde von einem Tornado abgedeckt, die Garage von einer Lawine verschüttet und und und…“)
dann haben wir dafür Verständnis. Kein Problem. Alles Gut, kurze Nachricht, geht leider nicht, tut mir leid, kann das Versprechen nicht umsetzen, ok. Kann passieren.

Jedoch: Etwas ankündigen, es nicht umsetzen, auf mehrfache Nachfrage nicht antworten…das haben wir nicht so gerne. Das ist in Anbetracht des Aufwandes
und des Projektzieles respektlos und unsozial (anders formuliert: Erstklassige Asi-Mentalität!!).

Nachdem dieses 2017 etwa 3-4 Mal vorgekommen ist, 2018 insgesamt 7-8 mal und in diesem Jahr (das Jahr ist noch lange nicht um) ebenfalls schon 8 mal, werden wir nun
eine „Hall of Shame“ einrichten.
Die „gute“ Hall of Fame, all derjenigen, welche gespendet haben (und das oft OHNE Ankündigung), könnt Ihr hier einsehen:

Hallo of Fame (Spenden)

Die „Hall of Shame“ wird dann in ca. 2 Wochen öffentlich gemacht.

Wer jetzt plötzlich merkt: „Oh, ich hab ja was von denen bekommen. Ich hatte denen ja was zugesagt…Mh….Da waren etliche Nachfragen von den Öko-Spinnern, ich hab diese Nervtöterei lieber schnell gelöscht….
Ist mir doch egal. Hab ja bekommen, was ich wollte. Oh, die wollen mich jetzt namentlich an den Pranger stellen. Das geht doch nicht, das darf man doch nicht, also das ist doch Rufmord, ist das doch!!! Ein Skandal!!!…)…

…der sollte dann jetzt bitte SEHR schnell reagieren. Ansonsten heisst es bald öffentlich: „SHAME ON YOU“.

Und: Weil dieses Phänomen so oft auftaucht: „Menschen, vom Stamme „AUSNUTZEN und NEHMEN““, und leider kein Einzelfall ist (das sagt einiges über unsere Gesellschaft aus), habe ich (Kai)
nicht die geringste Skrupel, die Hall of Shame einfach mal öffentlich zu machen, irgendwann ist auch mal gut.
Wer sich nicht wehrt, und alles mit sich machen lässt, der säuft ab (und das nicht nur wegen steigender Meeresspiegel in Folge des Klimawandels).

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt stabiliseren, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Heute die (natürlich nur vorerst) allerletzten Saatgut-Krümel ausgesät

Heute die (vorerst) allerletzten Saatgut-Krümel ausgesät

Auch wir sind von den Liefer-Engpässen reionalen Saatgutes betroffen.
Heute wurden die allerletzten Lager-Reste an Saatgut aufgebraucht.
Bei einem sehr netten Naturliebhaber in Melle-Gesmold wurden 150 m² einer an sich sehr schönen (aber dennoch artenarmen) Wiese umgewandelt.
Mitten in einem Wohngebiet, gut einsehbar von allen Nachbarn, wird auch hier eine wundervolle Blühwiese entstehen.
Auch in Melle/Gesmold wächst somit das Blühwiesen-Netzwerk stetig weiter (siehe Karte http://insektenrettung.de/den-standort-einer-bluehwiese-planen-2/).

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Danke an die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte

Was für eine tolle Nachricht!! Die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte
fördert Blumiger Landkreis Osnabrück (plus) mit einem sehr hohen Betrag. Danke!!!
Das ermöglicht uns weitere Blühwiesen anzulegen und Zäune sowie einen mobilen Unterstand für die Gnadenhof-Beweidungstiere anzuschaffen.
Eine weitere Blühiwese wurde nun in Hagen a.T.W. angelegt, der Vernetzungskorridor wächst und wächst und wächst 🙂 Danke an alle, die mitgeholfen haben, total klasse!