Genug Plätzchen gegessen

So schön Weihnachten auch ist: Irgendwann hängt mir das Gedudel zu den Ohren raus.
Also wieder ab aufs Feld…ran an die Arbeit!
Heute zwei Riesen-Hinweisschilder am Gasthaus Hotel Hubertus Wiesehahn aufgestellt.
Einmal zur Blühwiese „Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“
und einmal zum Meller Jubiläumsweg.
Auf der Karte sind nämlich auch alle Blühflächen im Umkreis eingetragen.

Vorhin noch die Eumels versorgt. Die Lämmer sind mittlerweile eine Woche alt.
Leni (die kleine braun weiße) springt schon munter in der Gegend umher und erkundet neugierig ihr Umfeld.
Catrinchen bleibt lieber noch bei ihrer Mutter und schläft gerne etwas länger. Auch sehr schön 🙂

JAHRHUNDERTBLÜHWIESE auserwählt

JAHRHUNDERTBLÜHWIESE liegt an der Grenze zwischen Melle und Bissendorf
Im Rahmen von „Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“ haben sich ja eine Vielzahl ganz ausgezeichneter Blühwiesen entwickelt.
Insgesamt wurden knapp 100 Areale angelegt.
Nun haben wir von all diesen Flächen die JAHRUNDERTBLÜHWIESE gewählt.
Diese liegt an der Grenze zwischen Melle und Bissendorf, in Sichtweite des Campingplatzes „Grönegau-Park Ludwigsee“ (https://www.camping-ludwigsee.de/).

Warum diese Blühwiese?
Zunächst einmal besticht sie in ihrer Größe. Der Betreiber des Campingplatzes hat hierfür ein Areal von 6000 m² zur Verfügung gestellt.
Dazu kommt, dass diese Fläche ein wertvolles Bindeglied zwischen den Blühbiotopen in Bissendorf und Melle darstellt.
Außerordentlich beeindruckend ist insbesondere aber die Vielfalt der sich hier entwickelnden Blühpflanzen.
Während es im Jahre 2018 auf einigen Flächen aufgrund der hohen Trockenheit relativ artenarm blieb, so konnten wir hier eine Biodiversität entdecken, welche ihresgleichen sucht. Ein weiteres Kriterium zur Wahl der JAHRHUNTERTBLÜHWIESE ist die Lage an einem touristisch gut genutzten Radweg. Durch das Schild sollen hier viele Spaziergänger und Radfahrer auf die Wichtigkeit des Insektenschutzes aufmerksam gemacht werden.
Besonders positiv hervorhebenswert ist zudem das ehrenamtliche Engagement des Campingplatzbetreibers Peter Grothaus, welcher das Areal ehrenamtlich mäht und pflegt.
Von verschiedenen Naturbeobachtern wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass die Fläche tatsächlich eine Art „Rettungsinsel“ inmitten „grüner Wüsten“ darstelle. Insbesondere die Schmetterlingsvielfalt sei hier beachtlich.
Ein Ornithologe wies uns im Herbst darauf hin, dass ein ganzer Schwarm Stare auf seinem Zug nach Süden die Fläche als „Energiespende“ aufgesucht hätte. Das ist großartig!!

Im Frühling, wenn es dort wieder blüht (man wird sich kaum „sattsehen“ können) wird die Fläche im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung
(mit Presse) ausgezeichnet und das Schild (natürlich DIN-A0) eingeweiht.

Wir haben den Umwelt- und Naturschutzpreis der Teutoburger Energie Netzwerk eG gewonnen!!!

Wir haben den Umwelt- und Naturschutzpreis der Teutoburger Energie Netzwerk eG gewonnen!!!
„Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurde gestern Abend offiziell ausgezeichnet.
Vielen Dank an die TEN eG (https://www.ten-eg.de) sowie die Volksbank GMHütte-Hagen-Bissendorf eG.

Simone Brockmann und Karsten Wachsmuth nahmen gestern in Bad Iburg den Preis entgegen.
Wir freuen uns sehr. Im Rahmen einer Online-Abstimmung fielen 42 % der Stimmen auf unser Projekt.
Vielen Dank an alle, die für „Blumiger Landkreis Osnabrück“ abgestimmt haben,

Mit dem Geld werden wir z.B. in Hagen a.T.W. sowie in weiteren Gemeinden/Städten des südlichen Landkreises Osnabrück Blühwiesen anlegen.
Das ehrgeizige Ziel: Bis 2020 wollen wir einen Flugkorridor für Wildbienen schaffen, der von Hagen a.T.W. bis nach Melle reicht (siehe Bild, Rot= Blühwiese 2017 angelegt,
Gelb= Blühwiese 2018 angelegt).
Wildbienen weisen geringe Flugradien auf (maximal 2000 Meter, oftmals sogar deutlich weniger, je nach Art).
Das Ziel soll es sein, Schutzzonen und Rettungsinseln (Blühwiesen) zu schaffen, auf welchen unsere Insekten Pollen und Nekar finden.
Gleichzeitig gilt es für die Erhaltung der Arten einen genetischen Austausch zu fördern.
Dieser kann nur dann sinnvoll stattfinden, wenn er auch über größere Distanzen ermöglicht wird. Dafür müssen die Blühareale auch „flugtechnisch“ erreichbar sein.
Zudem wollen wir zusätzliche Nisthilfen durch Totholz anbieten.
Zwar nisten ca. 75 % aller Wildbienen in Bodensubstraten, jedoch gibt es auch diverse Arten, welche z.B. in Stängeln oder eben in altem, vertrocknetem Holz ihre Nachzucht ablegen.

Wir alle können diesbezüglich aktiv werden. Im Garten Wildblumen aussähen, Nisthilfen schaffen. Jeder Beitrag zählt.
Unsere Tiere des Gnadenhofes Brödel (Melle) freut das auch, werden diese doch im nächsten Jahr beginnen sehr schonend Blühwiesen zu beweiden.
Durch die dadurch stattfindende Mahd (bei Blühwiesen für eine langfristige Erhaltung sehr wichtig) werden kaum
Insekten oder Kleintiere in Mitleidenschaft gezogen.

Wir freuen uns und sagen Danke!!!


Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
Blühwiesen schonend beweiden durch Gnadenhoftiere.
http://blumiger-lkos.de

Die Bewegung zur Rettung der Insekten wird größer und größer

Blumiger Landkreis Osnabrück
Gestern wurden die Preise für den Foto-Wettbwerb vergeben.
Marianne Wünning und Tanja Menke nahmen tolle Wildbienen-Nisthilfen in Empfang.

Die Fotos waren aber auch wirklich außergewöhnlich gut.

Hier nochmal die Top-Bilder aus 2018:
http://blumiger-lkos.de/die-schoensten-bluehwiesenfotos-2018/

Und hier aus 2017:
http://blumiger-lkos.de/schoenste-bluehwiesenfotos-2017/

Im nächsten Jahr gibt es natürlich wieder einen Foto-Wettbwerb 🙂

Nachmittags gab es noch netten Besuch.
Werner Meyknecht plant in einer Gemeinde in der Nähe des Landkreises Osnabrück die Anlage von Blühwiesen.
Ehrenantlich, aus freien Stücke, einfach, weil unbedingt noch mehr passieren muss,
GROSSARTIG!! Das war ein schöner Austausch, viele gute Ideen erfahren (Insbesondere die Gewinnung von Saatgut gemeinsam mit Schulklassen durch eine
„Schlägel-Waschtrommel“ (mit ein paar Steinen gefüllt) ist eine schöne Idee).
Eventuell können wir unsere Projekte irgendwie vernetzen. Wir brauchen größere Flugkorridore, damit sich die Insekten auch genetisch austauschen können.
Danke auch für die Spende 🙂
Natürlich bist auch Du jetzt in der Hall of Fame.
Das Geld wird in gänze im Jahre 2019 für regionales Saatgut verwendet.

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Eine gute Idee auch: Werner hat einen Bierdeckel eines „Hummel-Biers“ mitgebracht (Werner, wie heißt nochmal die Biersorte?)
und hinten eine Anstecknadel angebracht. Perfekt!! Eine Art Logo einer stetig wachsenden Bewegung, sehr schön 🙂

Unterstützung durch den Ortsrat Melle/Oldendorf

Das ist Spitze!! Der Ortsrat Melle-Oldendorf unterstützt unsere Tier- und Naturschutzarbeit
mit einem nicht unbeträchtlichen Betrag 🙂 Wir sagen vielen vielen Dank an alle Beschlussbeteiligten, wow !!

Das Schöne ist: Unsere Tierschutztätigkeit im Rahmen des Gnadenhofs Brödel sowie des Naturparks Kreimerhof
ist ja, in Bezug auf die meisten Tiere, gleichzeitig auch aktiver Naturschutz. Wir versuchen, soweit es möglich ist, in natürlichen Kreisläufen zu denken und zu handeln.
Im nächsten Jahr werden wir einen Großteil unserer Ponys, Ziegen und Schafe für eine natürliche Pflege von Blühwiesen einsetzen.
Auch mit dem Umweltamt der Stadt Melle haben erste Gespräche begonnen (ebenfalls für eine Fläche in Oldendorf).
Hier geht es nicht um die Pflege von Blühwiesen sondern um eine Beweidung einer Kompensationsfläche,
um dadurch einem Entwicklungsziel für bestimmte Pflanzenarten zu dienen.

Wir freuen uns total über die Unterstützung des Ortsrates. Und wir merken: Es kommt ganz schön was Positives zusammen, wenn
alle an einem Strang ziehen. Der Meller Juibläumsweg (maßgeblich ins Leben gerufen vom TSV Westerhausen)
ist ein gutes Beispiel dafür.
Zuweilen berührt es uns richtiggehend, wenn wir aktuell sehen, wie viele Menschen für die Projekte spenden
oder diese durch andere Formen unterstützen. Dankeschön 🙂
In Melle/Oldendorf am Kreimerhof kommen immer mal wieder Menschengrüppchen zusammen, um sich die entstehenden Projekte
anzuschauen. An der Fläche am Wulberg hilft uns jetzt ein Jugendlicher aus einer betreuten Wohngruppe,
der sich in Richtung „Arbeit mit Tieren“ orientieren möchte.
Immer wieder gibt es auch hier Besuchsanfragen – uns freut das sehr. Leider ist es jedoch so, dass wir aus zeitlichen Gründen
oft bei Besuchen nicht anwesend sein können, die Umsetzung der Projekte ist sehr zeitintensiv und der Frühling
ist schneller da, als man „Pieps“ sagen kann (aber anschauen könnt Ihr die Projekte jederzeit,
nur bitte die Tiere nicht füttern (außer mit Zweigen oder mit Gras, eine Kolik wäre eine Katastrohpe,
aber dafür sind ja auch die Hinweisschilder vor Ort da ;-))

Wenn wir etwas bekommen (Spenden), dann wollen wir immer auch etwas zurückgeben.

Was werden wir 2019 im Ortsteil Oldendorf an neuen Projekten umsetzen?
Was wünschen wir uns noch?

1. Gesichert:

A) Umweltbildung – Kostenloses Angebot für Schulklassen an der Fläche am Wulberg
Gemeinsam eine kleine Ackerfläche (ca. 300-400 m²) aufbereiten, Düngen ohne chemischen Dünger, Pflanzenschutz ohne Pestizide,
Angepflanzt werden dann Kartoffeln, Radieschen, Gurken, Tomaten, Zuchinis etc.
Natürlich wird dann auch gemeinsam geernet und alle Kinder können etwas von dem Gemüse mit nach Hause nehmen

Lernziel: Bedeutung von Lebensmitteln schätzen lernen, Erfahrungen beim Anbau und der Wachstumspflege von Gemüse machen
(Verantwortung übernehmen, erlben, was eigenes Handeln bewirkt).
Erfahren, dass es auch Alternativen zur industriellen Landwirtschaft gibt und sehen, welche positiven Auswirkungen das auf die Flora und Fauna im direkten Umfeld haben kann.
Die Frage stellen:
Warum schmeckt das selbst angebaute Gemüse eigentlich viel intensiver als so manches „herkömmliches“ Gemüse aus so manchem Supermarkt?

B)
Bereits eingesät wurden in Melle „Am Wulberg“ 4 kleinere Blühflächen (ca. 20-80 m²),
3 mittlere Blühareale (jeweils bis zu 300 m²)
und ein großes Blühareal (1000 m²)
(dieses war auch Bestandteil eines ausgehandelten Kompromisses mit der Stadt Melle
im Zuge der Gnadenhof-Diskussion). Genutzt wurde erstklassiges (zum Teil regiozertifiziertes) Saatgut verschiedener Mischungen.
Von einer Feldblumenmischung bis hin zu einer Blühwiese für Sandmagerflächen).

Auch wird gesichert eine weitere Fläche (ca. 200 m²) direkt am Meller Jubiläumsweg eingesät.

Gesichert ist auch, dass unsere gemütlichen Tiere (die „Eumels“, wie wir sie liebevoll nennen)
auf verschiedenen Arealen grasen werden und damit Ruhe und Gemütlichkeit
(in einen manchmal stressigen Lebensalltag) einbringen können.
Wer eine stressigen Tag hatte und sich dann mal eine Stunde an eine der Flächen setzt und einfach nur den Eumels zuschaut,
der weiß, wie Stressabbau funktionieren kann 🙂

2. Mit ca. 80%iger Wahrscheinlichkeit
Aufbau mindestens eines weiteren Storchenkorbes (vermutlich aber sogar 2) „Am Wulberg“

3. Mit hoher Wahrscheinlichkeit:
Beweidung einer Kompensationsfläche in Melle/Oldendorf

4. Wahrscheinlich

Aufbau von Totholz-Haufen als Nistmöglichkeiten für Insekten
(Der gedeckte Blühwiesentisch ist schön, es sollen aber auch noch Unterkünfte her)

5. Vielleicht 2019, vielleicht aber auch erst 2020: Aufbau eines weiteren Feuchtbiotops (Ort noch unklar)

Nach wie vor würden wir uns über leihweise zur Verfügung gestellte Flächen (Mindestens 50m² bis zu 500 m²,
sehr wichtig wäre eine sonnige Lage)
am Meller Jubiläumsweg freuen, um auch hier Blühstreifen, Trockenmauern und Totholzhaufen anlegen zu können.

Sofern es nicht direkt am Meller Jubiläumsweg möglich ist (es macht den Anschein, als ob wir hier keine Angebote finden):
Wir würden ansonsten gerne auch Flächen abseits davon anlegen (auch in Privatgärten, oder z.B. auf nicht genutzten
landwirtschaftlichen Arealen?).
Wer also gerne ein Areal (wichtig ist viel Sonne, im Schatten wird es leider nichts) für ein Insektenparadies leihweise
für einige Jahre zur Verfügung stellen möchte
(In Melle/Westerhausen, Föckinghausen, Oldendorf, Niederholsten) schreibt uns gerne eine Mail an:
info@umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Kosten fallen nicht dafür an, wir machen das ehrenamtlich und es ist nahezu sicher, dass wir auch im nächsten Jahr
genügend erstklassiges Saatgut zur Verfügung haben werden 🙂

Es macht uns Spaß ein Teil einer insgesamt sehr aktiven Bewegung im Ort und in der Stadt zu sein, Danke!! 🙂
Vom Lokalen zum Globalen – Wir haben noch viel vor!

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Gnadenhof Brödel Melle
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Frühsport und Vorbereitungen für 2019

Die Vorbereitungen für 2019 sind in vollem Gange. Täglich kommen Materiallieferungen,
Abstimmungen mit Sponsoren, Flächenanbietern etc. werden getätigt und und und…
Und auf touristische Besonderheiten sollte man aufmerksam machen, gerade wenn Sie Besonderheiten des Naturschutzes sind 🙂
Unser genialer Zeichner Markus Hamburger hat ein neues Schild zur „Deutschlands Naturwunder Blühwiese“ erstellt,
das wird am Wochenende hinter dem Gasthof Hotel Hubertus Wiesehahn in Melle/Westerhausen (Oldendorf) aufgestellt (direkt an der Wunderfläche).
So werden auch viele Besucher die Infos aufnehmen.
Dank vieler Spenden und einem guten Verkauf der „Einpflanzbücher (http://das-einpflanzbuch.de) haben wir schon mal eine Menge
Zaunpfosten für die nächsten Beweidungsflächen gekauft (Schonende Blühwiesenbeweidung durch Gnadenhoftiere). Der Buchstapel wird kleiner und kleiner 🙂
Und dann kam heute noch Heu, 300 Kilogramm. Unsere Tiere haben Kohldampf. Bevor es ins Büro geht noch ordentlich Frühsport, hah!
Und am Wochenende geht der Sport weiter: Heu in die Schuppen bringen. Riecht gut, macht Spaß und hält fit.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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Gnadenhof Brödel Melle
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Tolle Buchbewertung im ZenDeNa-Blog zum Einpflanzbuch

Wir freuen uns sehr über eine schöne Buchbewertung zu „Die Wubbjes helfen der Natur – Das Einpflanzbuch) im ZenDeNa-Blog (Zentrum für Nachhaltigkeit – Für eine bessere Welt).
Siehe dazu: https://zendena.de/buecher/die-wubbjes-helfen-der-natur-das-einpflanzbuch/

Wer noch ein wirklich orginielles, einzigartiges, ökologisches und tierschutzfreundliches Geschenk zu Weihnachten sucht:
http://das-einpflanzbuch.de

Oder bei Ebay: https://www.ebay.de/itm/Die-Wubbjes-helfen-der-Natur-Das-Einpflanzbuch/332637348094

Weitere Beweidungsfläche geplant

Die Gespräche um Beweidungsmaßnahmen einer weiteren Fläche in Melle/Oldendorf haben begonnen.
Insbesondere mit dem Umweltamt der Stadt lässt sich gut zusammenarbeiten.
Durch eine gezielte extensive Beweidung ist es möglich, dass eine natürliche Mahd durchgeführt wird und zugleich Aspekte des Naturschutzes berücksichtigt werden.
Die Tiere erhalten frisches Futter, die Stadt spart Kosten und für viele Insekten (z.B.) entwickelt sich ein hilfreiches Areal.
Alle profitieren 🙂

Ziegen sind optimale „Landschaftspfleger“ wenn es um die Stutzung von Gehölzen geht.
Derweil planen wir für das nächste Jahr mit vier unterschiedlichen regionalen Saatgutmischungen für verschiedene Blühwiesen aufzuwarten.
Blühende Landschaft Nord (mit vielen Kulturpflanzen), Schmetterlings- und Wildbienensaum, einer Feldblumenmischung und einem
Blühmischung für magere Sandböden. Das wird ein Paradies für die Aufgaben.
Eine hohe anonyme Spende hat uns erreicht, welche auch gezielt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ fördert.
Dankeschön 🙂 Davon kaufen wir Saatgut, Zaunpfosten und einen Sicherungszaun, damit Schafe und Ziegen nicht auf die Straße flitzen
(Ziegen sind sprungakkrobaten, 1,60 Meter schaffen die, wenn die wollen).

Der Rest des Geldes für den Gnadenhof wurde und wird in Futter investiert. Unsere 4 Ponys erhalten ab und an kleine Mengen Mineralfutter.
Zudem in unregelmäßigen Abständen eine kleine Gabe Kräuter-Müsli-Mix. Das allerbeste aber ist natürlich frisches und gutes Heu. Davon erhalten die soviel, wie sie wollen.
Danke an die anonyme Spenderin. Auch Du bist jetzt in unserer Hall of Fame:

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Gnadenhof Brödel Melle und Blumiger Landkreis Osnabrück
http://gnadenhof-melle.de
http://blumiger-lkos.de

Briefe an den Weihnachtsmann? Für mehr Blühwiesen…

Sonntagabendbeschäftigung. Bettelbriefe an den Weihnachtsmann?
Naja, so ähnlich. Um genügend Geld für die Insektenschutzprojekte und den Gnadenhof „Brödel“
zu bekommen, müssen wir im Prinzip permanent aktiv sein.
Im juristischen Verzeichnis der gemeinnützigen Einrichtungen als Empfänger von Geldauflagen sind wir.
Nun müssen wir aber auch die entsprechenden Richter davon überzeugen, dass wir
als Empfänger von Geldbußen (welche z.B. Straftätern auferlegt werden) auch „Gehör finden“.
Also werden heute ca. 100 Briefe verpackt. Inklusive Aufkleber „Blumiger Landkreis Osnabrück“
(Die Blühwiesenpiraten. Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen).
Katze Yemi und Hund Merlin leisten mir Gesellschaft und müssen mein Gequatsche ertragen.
Hund Merlin stellt sich vorsorglich schonmal schlafend. Ich merke das 😉
Katze Yemi fährt irgendwann dieselbe Strategie. Labere ich halt nachher den Mond voll, ich nehme das nicht persönlich.

Umweltschutz und Lebenshilfe
http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
Wer für unsere Projekte zu Weihnachten etwas spenden möchte bekommt für das nächste Leben 1000 Karmapunkte:
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere
Und:
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Unser Jahresfazit

Auch der Bürgermeister gratuliert: Zeit für ein Jahresfazit
Wir freuen uns über die Glückwunsche von Herrn Scholz und Frau Rauer (siehe Bild).
Kriegt man ja auch nicht jeden Tag 🙂

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. An dieser Stelle einmal ein subjektives Jahresfazit (Kai)

Was haben wir in diesem Jahr geschafft?

******** Anlage von etwa 40 Blühwiesen (ca. 90.000 m²) (7 davon gemeinsam mit Schulen, sieht dann
ungefähr so aus:
)

* Errichtung eines neuen Gnadenhof Hauptquartiers in Melle/Oldendorf
* Errichtung eines Winterquartierts (Blühwiesenbeweidungsstation)
* Aktuell beherbergen wir knapp 50 Tiere (vom Meerschweinchen bis zum Ponys)
* Fertigstellung eines Feuchtbiotops (ok, etwas Lehm fehlt noch, kommt demnächst)
* Aufbau eines Storchenkorbes
* Mitwirkung beim Meller Jubiläumsweg (super Projekt!!)

******** Preise:

Auszeichnung „UN Dekade Biologische Vielfalt“ für Blumiges Melle (2018)
3. Platz Niedersächsischer Umweltpreis
Gewinn Google Impact Challenge 2018
1. Platz Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten der Heinz Sielmann Stiftung und EURPOARC Deutschland
Platz 2, Deutschland summt. Kategorie: „Firmen-, Institutions- und Vereinsgärten“
Platz 1 Bereich Umwelt (2018): Niedersächsischer Engagementspreis „unbezahlbar und freiwillig“

Viele Hände durfen wir schütteln. Danke für die Glückwünsche.
Sind wir aber mal ganz ehrlich: Hätte es die Preise nicht gegeben, dann gäbe es uns heute nicht mehr (siehe weiter unten: Der Konflikt um unseren Gnadenhof).
Dann wären wir Geschichte. Der Räumungskonflikt hätte uns mit hoher Wahrscheinlichkeit „pulverisiert“ (auch wenn wir noch zwei „Kampf-Asse“ in der Hinterhand hatten).
Wir heben hervor: DANKE DANKE DANKE, an alle, die uns in unterschiedlicher Form unterstützt haben oder unterstützen. IHR gehört zu den Guten!

******** Weiterentwicklung der Strukturen

Zum Glück ist das Team größer geworden. Julia, Simone und Sabine sind am Kreimerhof dazu gekommen.
Auch am Wulberg wirkt jetzt noch jemand mit (Steffen).
Danke !!! 🙂
Wir haben mehrere Flächen dazu gepachtet, haben Ausweichareale für unsere Tiere, bessere Zäune, noch mehr Zaunpfosten, viele viele Kooperationspartner mittlerweile, gut!

******** Energie

Schier unerschöpflich, aber eben doch (leider) manchmal endlich. Wir machen das alles ehrenamtlich in unserer Freizeit
und gehen ansonsten „ganz normal“ arbeiten. Haben mehrfach im Jahr gemerkt, dass wir uns zuweilen „verhoben“ haben.
Dann sind wir genervt, schlecht gelaunt und einmal hatten wir sogar überlegt, die Brocken hinzuwerfen (hätten wir nie gemacht ;-)).
Hoffentlich haben wir draus gelernt. Nächstes Jahr wird es etwas weniger.

******** Der Konflikt rund um unseren Gnadenhof (alte Flächen)
Im Sommer mussten der Gnadenhof umgesiedelt werden, weil sich (gemäß Aussage der Stadt Melle) eine Person verbal beschwert hatte
(Tiere zu laut und würden stinken…ach sei doch ruhig!!) [wohlgemerkt in einer landwirtschaftlich geprägten Region, ca. 100 Meter entfernt von der Bahnlinie Amsterdam – Berlin].
Ok, der Konflikt ist erledigt, der Stadt machen wir keinen Vorwurf. Diese musste handeln und gemeinsam wurde ein guter Kompromiss gefunden.
Gute Arbeit vom Bauamt, soll auch mal hervorgehoben werden.

Uns hat das Theater ca. 9000 Euro gekostet, viel Zeit geraubt und Energie gekostet.
Es zeigt: Wir leben in einer Welt, in der trotz hohem ehrenamtlichen Einsatz und viel Engagement es immer noch Menschen gibt, die
etwas kaputt machen können (und wollen?). Das ist schade. Wir sind, man kann es nicht anders sagen, einige Zentimeter an der Insolvenz
der gemeinnützigen Einrichtung vorbeigeschrammt. Danke Danke Danke an alle, die gespendet haben!! Ohne Euch wären wir (wahrscheinlich) nicht mehr.

Noch ein Wort zu der Person, welche sich nach Angaben der Stadt beschwert hatte: Von dieser kam kein Wort der Entschuldigung, kein Wort des Bedauerns.
Vielleicht ein gutes Wort und die Bereitschaft einen Teil der horrenden Kosten zu übernehmen?
Im Gegenteil: Sie drohte sogar noch mit mit einer Zivilklage wegen Beleidigung (***** !!!). DAS !! hätte einen Knall gegeben.
Während der Karsten beispielsweise ja eine besonnene Person ist, sieht es beim Kai da schon mal anders aus.
Gerne wird da schon mal mit viel Gebrüll und schnell pochender Halsschlagader aus 50 Metern Anlauf genommen und zur „Blutgrätsche“ angesetzt.
Rüdes Foul? Rote Karte? Blödsinn! Wann wir vom Platz gehen bestimmen wir immer noch selber…

Naja, trotzdem, auch wir haben derbe Kratzer abbekommen und haben gelernt. wir sind vorsichtiger geworden. Während das Credo „früher“ lautete: „Erstmal machen, dann fragen“, so gestalten wir das mittlerweile
anders. Schlimm war insbesondere jene Erfahrung:
Es gibt Menschen, welche sich nicht im Ansatz darum scheren, was ihre „Beschwerde“ anrichten kann.
Das Ende einer Gnadenhof-Tierhaltung und den finanziellen Exitus einer ehrenamtlichen Einrichtung (mit dem damit verbundenen Ende aller Projekte) war denkbar und nahe.

Nun gut, selbstverständlich legen wir die Gesamtheit „unserer Karten“ nie komplett offen. Eines ist gewiss: Ein oder zwei Asse (zur Not auch gezinkt) hatten wir natürlich
noch in der Hinterhand. Wir sind aber froh, dass wir diese nicht ausspielen mussten, denn das wäre wirklich unschön geworden. Im Sinne der Tiere: Schwein gehabt
(alle Beteiligten) 😉
In der Tiersprache ausgedrückt: Wenn eine Ratte in die Ecke gedrängt wird, dann ist sie zu allem bereit.

Was wir nicht wussten (bevor wir mit unseren Projekten angefangen haben): Auch bei Natur- und Tierschutzprojekten kann es massiven Gegenwind gegeben.
Es gibt einige Personen, bei welchen wir vermutlich „verhasst“ sind (vielleicht). Einer Person mussten wir ein Hausverbot aussprechen.
Man muss (sollte) leider auch bei solchen Projekten in der Lage sein zuweilen auch mal seine Ellenbogen „mit Schmackes“ einzusetzen. Leider! Schöner wäre es anders.
Herzlich willkommen in der Realität der Menschheit.
Arbeit ohne Emotionen? Ein Graus! Geht nicht. Trotzdem ist die „Hitzkopf-Herangehensweise“ die Ausnahme, zum Glück. Eta 98% der Arbeit läuft freundlich, nett, sachlich, höflich, konstruktiv,
gemeinschaftlich, nachhaltig, politisch zukunftsträchtig, bedacht, geplant, korrekt.
Mittlerweile werden auch wir ruhiger und flippen nicht mehr bei jedem Nervtöter sofort aus.

Und: Der Streit hatte auch etwas Gutes. Sehr Sehr Sehr viel Aufmerksamkeit, sehr viel Implementierung von sinnvollen Inhalten in einen politischen Diskurs.
Oder anders ausgedrückt: wer gegen uns klagt (oder eine Räumung/Verlagerung oder was auch immer für Probleme macht), der wird von uns:
Politisch „instrumentalisiert“. Ohne Schonung, ohne Schonfrist, mit (fast) allen Mitteln, ohne besondere Rücksicht.
Wer auf uns keine Rücksicht nimmt oder unsere Arbeit (massiv) behindert oder beinträchtigt (und das im Zeitalter des größten Artensterbens seit ca. 66 Mio Jahren),
der kriegt eine Quittung serviert (nicht auf dem Silbertablett, mindestens aber im Schweinetrog, mit politischer Tragweite).
Das kann dann auch manchmal nicht so nett ausfallen. Und?
Wie man es in den Wald hineinruft so schallt es heraus. Eine Behindungen von Tier- und NAturschutzarbeit ist kein Kavaliersdelikt. Das war es noch nie und wird es auch nie sein.

Naja, ist ja noch mal gut gegangen. Zum Glück ist der Streit ja auch Geschichte. Dieser Jahresrückblick musste aber sein.
Ein „Sturkopf“ vergisst nie. Nicht im Guten (1000 Dank an so viele Menschen,
welche sich (teilweise bundesweit) mit uns solidarisch erklärt haben. Das war großartig!!!!)…
und auch nicht im „Schlechten“.

Finanzen:

Die ganz ganz schlimme Zeit haben wir mit einigen Dellen überstanden. Gottseidank!
Trotzdem bleibt unsere Lage immer noch „angespannt“.
Wer spenden möchte:

Gerne:
https://www.betterplace.org/de/projects/66360-insektensterben-stoppen-bluhwiesen-anlegen-pflege-durch-gnadenhoftiere?
Oder hier:
https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen?

Oder hier:

Ihr kriegt dafür einen Platz in der Hall of Fame und in den Herzen unserer Tiere:
https://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/
Definitiv können wir nach wie vor jeden Cent gut gebrauchen.

In diesem Sinne. Einen schönen 2. Advent.

Umweltbildung mit Schulklassen: Blühwiesen und Öko-Landbau

Alles „Scheiße“ oder was? Umweltbildung mit Pferdemist?

Sieht zwar „gewöhnungsbedüftig“ aus, ist aber ein wertvoller Rohstoff.
Eine Weidehygiene, mehrfach in der Woche durchgeführt, ist ganz wichtig, damit die Tiere gesund bleiben.
Die Pferdeäppel und auch gröberer Schafs- und Ziegenmist werden also regelmäßig eingesammelt.

Zum Teil landet er dann auf unserer Wurmfarm:

https://www.youtube.com/watch?v=ZDlJDwzpY6Q&t

Der Tiermist wird dann ganz schnell zu wertvollem biologischen Pflanzendünger umgewandelt.
Das spart sogar Treibhausgase ein. Dafür gab es von der stadt Melle 2017 einen der Klimaschutzpreise:

http://wurmpalast.de/regenwurmprojekt-erhaelt-innogy-klimaschutzpreis-2017-der-stadt-melle/
Und im nächsten Jahr werden wir mit Schulklassen ein gemeinsames Öko-Landwirtschaftsprojekt beginnen.
Wir stellen dafür ca. 400 m² zur Verfügung. Mit den Schülern wird dann Gemüse angebaut (Setzlinge ausschließlich aus Bio-Betrieben werden eingepflanzt).
Kartoffeln, Gurken, Zucchini, Tomaten, Bohnen, Radieschen etc.
Gut gedüngt mit dem Tiermist der Blühwiesen-Beweidungs- und Gnadenhoftiere. So pflegen diese nicht nur wertvolle
Blumenwiesen für Insekten sondern helfen mit ihrem „Mist“ sogar noch dabei, dass Kinder etwas über die Bedeutung
von natürlicher Landwirtschaft (ökologisch wertvoll) lernen.
Kein Witz: In den vergangenen Jahren haben wir manchmal erlebt, dass Kinder nicht wissen, wie man eine Schaufel oder einen Spaten ansetzt,
da wollen wir etwas machen. Die IGS Melle hat sich schon bereit erklärt, mitzumachen. Weitere Schulen werden folgen.

Wie läuft das dann ab: Die Schulklassen kommen vorbei, lernen etwas über ökologische Anbaumethoden und sollen dann selber auf den Flächen loslegen.
Jederzeit können diese dann auch mit ihren Eltern vorbei kommen und sich ein Bild von der Entwicklung der Pflanzen machen.
Sie können dann natürlich auch wann immer sie wollen bei der Pflege des Gemüses helfen (Unkraut zupfen, Nachdüngung etc.).
Und wenn das Gemüse so weit ist, dann wird gemeinsam geernet und alle Kinder sollen natürlich ordentlich was davon mit nach Hause nehmen.
Fördert die Identifikation mit „ihren“ Projekten und sorgt für eine Wertschätzung von Lebensmitteln.
Gleichzeitig wollen wir darauf aufmerksam machen, dass die „industrielle Landwirtschaft“ (mit Pestiziden & Co.) ein „Auslaufmodell“ ist und
schon sehr bald für eine noch größere Katastrophe sorgen wird, als sie bereits schon vorhanden ist.

Interessant ist: In diesem Jahr gab es zuweilen schon Mißbekundungen, weil Gemüseernten in Privatgärten so schlecht ausgefallen sind. Kein Wunder, ohne Bestäbung und ohne Insekten.
An der öffentlichen Umweltbildungs-Schulgartenflächen werden wir daher in direkter Nähe unterschiedliche Blühareale anlegen, damit sich die Gemüseernte durch viele viele Insekten auch lohnt.

Attraktiver als das Louvre

Ok, touristisch ist eine Blühwiese vielleicht nicht das Louvre oder das Kolosseum oder so.
Dennoch hatten wir im Sommer einige Liebhaber, welche gezielt angereist sind, um die in allen Farben blühenden Blumenwiesen zu bestaunen (einer kam sogar aus Frankfurt :-)).

Eine durch unsere Gnadenhoftiere abgeweidete Wildblumenwiese (direkt beim Hotel Restaurant Wiesehahn Hubertus) hat ja im Sommer den Titel
„Deutschlands Naturwunder 2018 – Letzte Refugien für Insekten“ gewonnen (ausgezeichnet von der Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e.V.). Nominiert durch den Naturpark TERRA.vita.

http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/pokaluebergabe-fuer-deutschlands-naturwunder-2018/
https://www.sielmann-stiftung.de/artikel/blumenwiese-in-niedersachsen-ist-deutschlands-naturwunder-2018/
Darauf werden wir nun mit einem tollen Tourismus-Umweltbildungs-Hinweisschild aufmerksam machen (DIN A0).
Das Hotel hat einen gut besuchten (und lohnwenswerten) Biergarten. Somit ist wahrscheinlich, dass das Schild und die Wiese auch oft bestaunt werden.
Wenn einige die dargestellten Informationen mitnehmen und zu Hause umsetzen, dann ist wieder etwas gewonnen. 🙂

Weitere Förderung für Blumiger Landkreis Osnabrück

Tolle Sache.
Blumiger Landkreis Osnabrück – Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen, erhält weitere Förderung


Im Rahmen einer Online-Abstimmung der Teutoburger Energie Netzwerk eG sind 42 % der Stimmen auf unser Projekt gefallen.
Wow!!! Das bedeutet, dass wir eine zusätzliche Förderung des Unternehmens erhalten, mit welcher wir Saatgut für 2019 erhalten werden.

https://ten-eg.de/news?newsid=145

Im nächsten Jahr werden wir ja auf verschiedenen Flächen unsere Gnadenhof-Tiere für
eine Mahd der kräuterreichen Blühwiesen einsetzen – die freuen sich schon. Und die Wiesen werden viel schonender bearbeitet, als wenn
wir diese mit Maschinen mähen.

Die Biotopvernetzung der bisherigen Blühwiesen schreitet somit weiter voran.
Wir bedanken uns bei der TEN eG und bei allen, die für uns gestimmt haben, richtig gut!!! 🙂

Preise für die schönsten Blühwiesenfotos

Die Preise für die „Schönsten Blühwiesenfotos 2018“ sind da und werden demnächst an
Tanja Menke, Suse und Marianne Wünning verschickt/vergeben. Tolle Nisthilfen warten darauf, im nächsten Frühjahr
bezogen zu werden.
Noch einmal herzlichen Glückwunsch:
http://blumiger-lkos.de/die-schoensten-bluehwiesenfotos-2018/

Die Vorbereitungen für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 laufen auch Hochtouren.
Es sind mittlerweile genügend Flächen gefunden worden (lediglich in Ostercappeln/Venne, Hasbergen
und rund um den „Meller Jubiläumsweg“ suchen wir noch Areale.

Vielen herzlichen Dank an David J. Seifert für eine Spende. Von dem erhaltenen Geld werden wir auf jeden Fall Saatgut für 2019
kaufen. David, auch Du bist jetzt in der Hall of Fame:
http://www.umweltschutz-und-lebenshilfe.de/hallo-of-fame-spenden/

Vielen Dank an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“

Danke an die „Ost und Koch Immobilien Gmbh“ [https://ostundkoch.de/immobilien/]
Ein schönes Beispiel, wie es auch gehen kann…

Vielen herzlichen Dank an die Firma „Ost & Koch Immobilien GmbH“ (insbesondere an Frau und Herrn Ost) für eine erneute (und sehr hohe) Spende.
Angelegter Storchenkorb wird den Namen der Firma tragen

Das gespendete Geld wird komplett in den Artenschutz fließen.
Zum Einen wird davon eine große Menge frisches Saatgut für weitere Blühwiesen im Jahre 2019 gekauft.
Auch bei der „OKI“ haben wir in diesem Jahr mit toller Unterstützung der Firma sowie Schülern der IGS Osnabrück eine solche Wiese angelegt:
http://blumiger-lkos.de/bluehwiese-in-der-stadt-osnabrueck-angelegt/
https://ostundkoch.de/immobilien/blumiger-landkreis-osnabrueck/
https://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1189340/gesamtschueler-der-igs-osnabrueck-saeen-fuer-die-artenvielfalt
Auch 2019 soll es natürlich weitergehen. Im März werden wir wieder erstklassiges Saatgut erwerben, um weitere artenreiche Blühwiesen für Insekten zu schaffen.
In diesem Jahr haben wir alles bis auf das letzte Körnchen ausgesät.

Ein Anteil der Spende wird zudem in die Errichtung eines Storchenkorbes fließen.
Der Storchenkorb wird auf einem 9 Meter-Mast (unterhalb 10 Meter sind diese Masten genehmigungsfrei)
auf dem Blühwiesen-Beweidungs-Winterquartier „Am Wulberg“ in Melle/Westerhausen errichtet.
Die neue Storchenheimstätte wird „OKI“-Storchenkorb heißen (Ost & Koch Immobilien GmbH).

Da bekannterweise Nisthilfen nur ein Teil des Artenschutzes und Nahrungsquellen mindestens ebenso wichtig sind, wird der größte Teil der Spende
jedoch in den Ankauf einer großen Menge Lehm fließen (eine entsprechende Firma wurde bereits beauftragt, kann noch etwas dauern,
Lehm ist immer schwer zu kriegen).
Lehm wofür?
Nun, die Feuchtbiotope am Kreimerhof sind „nicht ganz dicht“. eine ganze Truppe Maulwürfe macht sich am Kreimerhof den Spaß, immer wieder den Stöpsel
aus den bereits mit einigen Tonnen Lehm ausgelegten Biotopen zu ziehen (kein Witz, stimmt wirklich in gewisser Weise :-/).
Das Wasser der sog. „Himmelsteiche“ fließt ja von einem Stall in die beiden Biotope, doch offenbar ist die Lehmschicht noch nicht dick genug.
Immer wieder graben sich die kleinen Kollegen von unten oder von der Seite zum Biotop hin. Wir haben ihnen 1000mal gesagt, sie sollen das lassen,
doch das interessiert sie bislang nicht. Manchmal sieht man ganze Kolonnen von Ihnen in Badelatschen und mit einem Handtuch bewaffnet zu den Teichen stromern.
Davor haben sie sich sogar eine Art Ministrand eingerichtet, auf welchem sie zuweilen in kleinen Sonnenstühlen sitzen und Dosenbier trinken (nehmt mal lieber Flaschen).
Im Spätsommer haben wir einige auf Luftmatratzen mit kleinen Cocktailgläsern (mit winzigen Sonnenschirmchen) gesehen.
Dann buddeln sie wieder etwas und plötzlich ist der Teich leer. Fließt in die unterirdische Maulwurfs-Lagune. Kucken wir dann mit
Taschenlampen da rein, dann sehen wir die Stinker auf Banana-Booten über ihren unterirdischen Privat-See flitzen.
Was sind die am Johlen….Spaß haben sie scheinbar (sei ihnen ja auch gegönnt).
Unter dem Wasser blitzen zuweilen dann im Taschenlampenlicht Fragmente des Bernstein-Zimmers auf, da ist es also. Wer hätte das gedacht…(kann leider nicht geboren werden, die
Feuchtbiotope haben Vorrang).
Wie dem auch sei: Die Maulwürfe können ja gerne den Bachlauf der Biotope als ihren Privatstrand nutzen, die Teiche jedoch erhalten jetzt noch eine große Schicht Lehm,
damit das Wasser auch drin bleibt.

Wofür ist Lehm wichtig?
Der Landesbund für Vogelschutz z.B. warnt, dass Schwalben kaum noch Baumaterialien für Ihre Nester finden:
https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-haus/voegel-am-haus/schwalben/baumaterial-fuer-schwalben/
Zitat: „Aus dem Mangel an feuchten Lehm- und Erdböden folgt, dass die Nester der Rauch- und Mehlschwalben
teilweise nicht richtig fertig gebaut werden können. Sie sind instabil und drohen, auseinanderzubrechen.
Dadurch sind nicht nur die Jungvögel in Gefahr, die Nester halten den Witterungsbedingungen auch weniger stand
und werden im nächsten Jahr eventuell nicht mehr vorhanden sein.“

Wildbienen z.B. nisten gerne in lehmigen Steilwänden (welche sich auch nachbauen lassen).
Auch als Wasserquelle sind feuchte Lehmböden außerordentlich wichtig. Im Sommer konnten wir das am Kreimerhof oft beobachten,
als Schmetterlinge und verschiedene Bienenarten die wenige vorhandene Feuchtigkeit aus dem Lehm sogen.

Zu künstlich angelegten Lehmbiotopen siehe auch:
https://niedersachsen.nabu.de/imperia/md/content/niedersachsen/schwalben/anleitung_lehmpf__tze.pdf
Und: Verschiedene Insekten nutzen Lehm um ihre Brutröhren zu verschließen.
https://www.nabu-oldenburg.org/fragen-zum-naturschutz/insekten/

In diesem Sinne: Die Spende der OKI hilft uns, eine große Lehmquelle anzulegen. Danke 🙂

Denn: Wir als gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sind nachwievor „kleine Krauter“ mit viel Energie (aber wenig „Masse“).
Zwar sind bei uns ehrenamtlich – mit hohem zeitlichen Einsatz – nicht mehr nur zwei Personen aktiv (insbesondere am Kreimerhof würde es nicht funktionieren,
wenn wir nicht mit Julia und Simone zwei weitere Personen in unserem Team hätten), aber dennoch sind wir eine „Mini-Gruppe“,
welche aber mit viel Herzblut eine ganze Menge hinbekommt.
Danke an alle Personen, welche uns in unterschiedlicher Weise unterstützen.
Danke auch an die Stadt Melle, welche uns beispielsweise Flächen, für unsere Naturschutzarbeit zur Verfügung stellt. So kann es gehen 🙂