Neue Blühflächen in Melle/Westerhausen und Melle/Oldendorf

Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück
Andererseits…ist heute ein guter Tag 🙂

Bei @I-DATA (Danke an Anja Lange-Huber) eine Blühfläche angelegt.
http://www.al-data.net/ – Nicht nur ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz,
auch beeindruckend, was hier für ein Unternehmen aufgebaut wurde.
Danke auch für die Spende, denn auch wenn „Blumiges Melle“ zwar im August ausläuft, so wollen wir natürlich
in 2019 weiter an einer Biotopvernetzung arbeiten und auch dann frisches Saatgut für weitere Areale erwerben.
Und Hund Frieda freut sich auch 🙂
Schaut Euch mal die Blühwiesenkarte von Westerhausen an, das ist wirklich beachtlich mittlerweile.

Danke auch an Simone, den Ortsrat Oldendorf und Anwohner des Friedensgartens in Oldendorf.
Dort wurde heute auf etwa 100 m² eine tolle Blühfläche angelegt.
Die Insekten freuen sich jetzt schon. Wichtig dabei (siehe Karte):
Das Blühareal liegt nur 500 m² entfernt von der Blühfläche am Kreimerhof. Viele Wildbienen schaffen diese Distanz
gerade so mit ihrem Raumschiff (eine kleine Distanz für die Menschheit, eine große Distanz für viele Insektenarten –
und wichtig für einen genetischen Austausch).

Eines muss/soll wirklich an dieser Stelle einmal gesagt werden.
Melle kann stolz sein auf die vielen Beiträge zum Artenschutz.
Gemeinsam schaffen wir GROSSES im Kleinen, herausragend!

Die Blühwiesen entwickeln sich – und wie :-)

Heute einige Blühwiesen besucht. Was für eine Farbenvielfalt 🙂
In Melle an der Bifurkation blüht noch sehr viel Magerite.
Die tollste Blühwiese ever (bislang), also quasi eine „Jahrhundertblühwiese“
ist bei Brockmeyer’s Gasthaus ‚Zur Bifurkation‘ (Allendorfer Str. 59, 49326 Melle) zu bestaunen.
Etwas vergleichbares habe ich noch nie gesehen, in allen Farben und Formen. Und es summt und brummt.
Die zweijährige Nachtkerze, Natternkopf, Großblütige und mehlige Königskerze, und so viel Leben. Es ist so einfach und doch so selten, leider!

Manchmal ist es nicht nachzuvollziehen, warum gerade dort so viel blüht. Die Fläche wurde nicht anders bearbeitet als andere Flächen auch. Wir haben dort letztes Jahr lediglich eine Mahd durchgeführt.
Das Saatgut ist „Blühende Landschaft Nord“ sowie der Schmetterlings- und Wildbienensaum von Rieger Hofmann.
Naja, es ist wie es ist und wir brauchen mehr davon.
Auch die tolle Fläche beim Stahlwerk Georgsmarienhütte entwickelt sich. Große Kolonien „Blauer Lein“ und Kornrade finden sich dort. Auch einiges an Phacelia hat sich durchgesetzt.
Herrlich 🙂

Weidetiere sorgen für natürlichen Wildblumenbewuchs – und fördern sandige Offenflächen (wichtige Nisthilfen für viele Wildbienen)

Unterschriftenliste für den Verbleib der Tiere des Gnadenhofs Brödel (Melle/Westerhausen) – Melle ist nicht Tokio ****
Kostenloser Wurmhumus abzugeben (komplett Öko, Top für Tomaten, Gurken, Kürbisse) ****
Heute Gesundheitstag der Ponys

Gnadenhof

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Nachdem das Bauamt der Stadt Melle uns informiert hat, dass nun die Unterkünfte für Ponys, Ziegen und Schafe
in Melle/Westerhausen entfernt werden müssen (aber in Melle/Oldendorf am Kreimerhof wieder aufgebaut werden dürfen), haben sich
bei uns eine Vielzahl besorgter, verstimmter, enttäuschter, trauriger und auch verärgerter Nachbarn gemeldet.

„Die Tiere sollen bleiben, sie stören doch niemanden, sorgen für so viel Ruhe, wir wohnen doch auf dem Land!!“
Was wir toll finden: Eine sehr nette Anrainerin der Gnadenhoffläche (Vielen Dank an Karin :-)) hat sogar eine Unterschriftenliste rumgehen lassen.
Bis auf eine Partei (so unsere Information) sollen alle Anrainer für den Verbleib der Tiere unterschrieben haben. Wir sagen danke!!! (:-) und sehen das als Auftrag an,
diesbezüglich noch einmal mit der Stadt zu reden.
Die Argumente für den Verbleib der weidenden Tiere, gemäß vieler Nachbarn: Sie sorgen für so viel Ruhe, Unterhaltung und nette Abwechslung.
Gerade bei der unglaublich lauten Bahnstrecke tut die Gelassenheit der Tiere sehr gut.

Ein Nachbar hat es auf den Punkt gebracht: „Was soll das. Warum sollen die weg? Wir wohnen hier auf dem Land – Tiere waren immer da – das gehört hier dazu. Melle ist nicht Tokio, zum Glück!“
Noch einige Argumente mehr: Die Beidung der Tiere sorgt dafür, dass sich viele Wildblumen durchsetzen können – auf natürliche Art.
Das ist aktiver Natur- und Insektenschutz – durch Wiedetiere!!
Zudem entstehen sandige Offenflächen, wichtige Refugien für viele Wildbienen – auch wichtig!
Die entstehenden Emissionen (Tiermist) werden regelmäßig abgeäppelt und kompostiert (dafür haben wir ja sogar den Klimaschutzpreis der Stadt Melle erhalten).
Toller Öko-Humus für Tomaten, Gurken und Kürbisse (siehe unten), der noch dazu verschenkt wird.

Anmerken möchten wir jedoch: Die Zusammenarbeit mit der Stadt Melle (insbes. Bau- und Umweltamt) läuft sehr gut. Nächste Woche findet z.B.
ein Informationsgespräch mit Stadtvertretern wegen der Anlage von Blühwiesen statt. Auch die Anlage der Feuchtbiotope fand in Abstimmung mit dem Bau- und Umweltamt statt.
Zwei städtische Blühareale werden zudem von uns ehtrenamtlich gepflegt. Für das nächste Jahr steht eine extensive Beweidung städtischer Flächen durch unsere Tiere im Raum.
Das Bauamt hat sich zudem in der Vergangenheit immer sehr kooperativ und kulant erwiesen und
den vorhandenen Bauwagen auf dem Gnadenhof Brödel (Unterkunft der Hühner, Ziegen und Schafe) und den Stall im Rahmen einer Duldung sehr lange toleriert.
Wenn die Bauvorschriften so sind wie sie sind, dann hat auch das Bauamt diesbezüglich
kaum Möglichkeiten – das möchten wir hier betonen bevor Missverständnisse entstehen. Bauwagen und Stall werden somit im Sommer durch uns umgesiedelt.
Bezüglich einer Beweidung werden wir nach dieser tollen Solidarität und der Unterschriftenliste noch einmal das Gespräch mit der Stadt suchen –
denn auch wir wünschen uns, dass die Tiere bleiben können.

Kostenloser Wurmhumus abzugeben

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Die Pferdeäpfel unserer Tiere werden regelmäßig „abgeäppelt“. Das ist wichtig für eine Weidehygiene und die Gesundheit der Tiere – und auch damit es nicht stinkt.
Auch Schafs- und Ziegenmist werden teilweise entfernt und landen dann auf unserer Wurmfarm:

Dieser ist komplett natürlich, enthält wertvolle Ton-Humus.Verbindungen und ist ein toller Bodenverbesserer.

Und so wächst Kresse auf unterschiedlichen Mistformen:
http://wurmpalast.de/wp-content/uploads/2017/09/7tage.png

Legende:
A= Schafs- und Ziegenmist (1 Monat abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
B= Schafs- und Ziegenmist (3 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
C= „Normale“ Erde [keine Wurmverarbeitung]
D= Frischer Pferdemist [keine Wurmverarbeitung]
E= Pferdemist (2 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
F= Pferdemist (6 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
G = Wurmhumus

In Melle/Westerhausen könnt ihr diesen nun kostenlos abholen (Am Wulberg 15, in gelben Gewebesäcken, einfach mitnehmen ohne zu klingeln, nur solange der Vorrat reicht).
Ganz toll für Gemüse. Ihr habt Zweifel: Dann schaut Euch mal die Fotos mit unseren Kürbispflanzen auf der Wurmfarm an. Noch Fragen?
Manchmal gehe ich früh morgen zu den Tieren und plötzlich greift mich eine große Kürbisranke von hinten und nimmt mich in den Schwitzkasten.
Ein grimmiger Killerkürbis schaut mich dann an und wispert mit heiserer Stimme: Sofort eine große Schubkarre Pferdemist. Aber Pronto!!!
Sonst hast Du Deine Ziegen das letzte Mal gesehen!
Ich gehorche dann lieber…

Naja, wie auch immer: In den Gewebesäcken findet Ihr tollen Wurmhumus, gemischt mit Pferdeäpfeln und Hinterlassenschaften von Schafen und Ziegen (auch etwas Stroh kann dabei sein).
Viele Wurmkokons und diverse Kompostwürmer sind auch dabei.
Wer das nicht kostenlos nehmen möchte kann auch gerne freiwillig spenden:

https://spenden.stadtwerke-osnabrueck.de/project/gnadenhof-broedel-melle/ (jede Spende wird von den Stadtwerken verdoppelt)

https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Heute Gesundheitstag der Ponys

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Heute stand die erneute Impfung unserer Ponys an (gegen Tetanus und Tollwut). Das hat den garnicht gefallen. Vielen Dank an Tierärztin Eva Stenscke,
welche das sehr souverän durchgeführt hat. Am Ende gabs einige Leckerlis für die Shettys und alles war wieder gut.
Eines unserer Ponys hatte eine leichte/mittlere Hufreheerkrankung. Das kann böse enden. Extra dafür heute eine Weidefläche in einen sandigen Paddock umgewandelt
(es ist, so haben wir gelernt, oft sogar das ganz ganz kurze Gras, welche die Hufrehe fördern kann. Zwischen Wurzeln und Grasansatz sitzen sog. „Fruktane“, welche die im schlimmsten Falle sogar
tödliche Krankheit fördern). Tagsüber werden die Tiere nun auf dem sandigen Paddock verbringen, mit frischem Wasser und Heu. Erst Abend skönnen sie dann auch mal über die Fläche galoppieren (sind schließlich ursprünglich Steppentiere).

Trinkende Insekten am neuen Feuchtbiotop in Melle/Oldendorf

Heute mit vielen Schülern der IGS Melle das zweite Feuchtbiotop am Kreimerhof angefangen.
Hunderte Kilo Lehm wurden verlegt und tolle Pflanzen eingesetzt (z.B. Wasserlilien, Froschbiß, Seerosen).
Die Schüler haben die Pflanzen im Unterricht eigenständig ausgesucht.

Danke an die eifrigen Helfer und
insbes. Frau Remmers, welche immer wieder Schülerinnen und Schüler für Naturschutzprojekte motiviert. So lernen die Kinder in Theorie und Praxis.

Sehr schön auch: Auf der Blühwiese direkt neben dem Bachlauf tummeln sich ja Hunderte Schmetterlinge. Immer wieder sieht man diese,
wie sie sich an kleine Wasserstellen oder auf nasse Erde des neuen Biotops setzen und trinken. Am Kreimerhof ist die Welt noch in Ordnung 🙂

Das Feuchtbiotopprojekt wird durch Gelder der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe (1000 Euro), durch die NBank (Landesmittel Niedersachsen „Richtlinie Landschaftswerte“) sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Erste Lesung gehabt (Grundschule Westerhausen)

Heute eine erste Lesung gehabt, an der Grundschule Westerhausen/Melle, hat Spaß gemacht 🙂
Das Buch „Die Wubbjes helfen der Natur – das Einpflanzbuch“ vorgestellt.
Die Kleinen waren gespannt dabei und voll bei der Sache. Beeindruckend, wie viel die Kinder schon über viele Dinge in der Natur wissen.

Das Buch gibt es in Melle bei der Bücherei Sutmöller oder im Internet http://das-einpflanzbuch.de
Soweit ich weiß auch über die Facebook-Gruppe „Wir in Melle und im Grönegau“.

Mit einpflanzbarem Buchdeckel, aus dem hilfreiche Pflanzen für Insekten wachsen. Kinder für Natur begeistern!

Auch Feuchtbiotope können hilfreich für Insekten sein

Heute das erste der beiden Feuchtbiotope in Melle/Oldendorf (Am Kreimerhof) gemeinsam mit der Grundschule Oldendorf angelegt.
Es blüht dort ja schon eine tolle Blühwiese, aber Bienen wollen natürlich auch etwas trinken. zudem fördert es die Ansiedlung von Störchen etc etc.
Und gerade Wildbienen mögen lehmigen Boden. Das Feuchtbiotop wurde mit einer großen Lehmschicht ausgestattet,
ein großer Haufen aber wird als zusätzliche Nisthilfe übrigen bleiben.
Damit das Wasser nicht versickert sind 20 cm Lehmschicht (mindestens) nötig.

Die Kinder waren begeistert dabei. Zunächst wurde der Lehmboden verlegt. In den letzten Wochen durften ja für 200 Euro
Wasserpflanzen eingekauft werden. Fein getrennt nach Uferzone, Feuchtwasser- und Flachwasserzone sowie Schwimmpflanzen.
Die Kinder haben sich u.a. für die Gauklerblume (siehe Foto, blüht schön gelb), Rohrkolben, Sumpfgarben, Wasserdost, Frauenmantel, Hornkraut und eine gelbe große Seerose entschieden.
Auch die Pflanzen wurden heute eingesetzt. Aktuell läuft Wasser in den Teich.

Vielen Dank an die Firma Röhr Garten & Landschaft GbR (http://gartenbau-roehr.de), welche die Areale ausgebaggert und den Lehm beschafft hat. Das lief sehr gut!!
Danke an alle Teilnehmer der Grundschule Oldendorf und natürlich an den Förderverein der Grundschule (Julia und Simone).
Das Projekt wird wesentlich gefördert durch die NBank (Landesmittel Niedersachsen „Richtlinie Landschaftswerte)
sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Morgen geht es an das zweite Biotop, gemeinsam mit der IGS Melle.

Und insgesamt:

Durch die Anlage der Feuchtbiotope (Teiche und Bachlauf) entsteht ein zusätzlicher Lebensraum für eine Vielzahl von Arten (Flora & Fauna). Durch die Schaffung einer Ufer-, Flach-, Seicht- und Tiefwasserzone werden z.B. Lebensbedingungen für Frösche, Molche, Wasserkäfer, Libellen und auch Wasservögel geschaffen. Zum anderen dienen die Biotope auch einem größeren Nahrungsangebot (z.B. Frösche und Libellen für Störche). Es werden Flachstellen zum Ablaichen angelegt. In einem bestimmten Bereich ist das Wasser so tief, dass es selbst bei Frostperioden noch flüssig und damit bewohnbar bleibt.

Direkt am nordwestlichen Rand des Geländes befindet sich der Wanderweg „Meller Jubiläumsweg“. Wanderer und Spaziergänger können die Fläche besuchen und sich dort über die Projekte informieren. Auch das ist wichtig für eine aktive Umweltbildung und erlebnisorientiertes Wandern.

Vorgesehen ist, dass die beiden Teiche durch Regenwasser, welches von einem nahe gelegenen Stall mit einer Dachfläche von ca. 60 m² abfließt, gespeist werden (sog. „Himmelsteiche“). Zwischen den Teichen wird ein kleiner Bachlauf, ausgelegt mit Kies, geschaffen. Natursteine/-steinhaufen werden Teile der Uferzone begrenzen und solarstrombetriebene Umwälz-/Sauerstoff- und Schlammpumpen werden in die Teichanlagen integriert. Einer der Teiche weist eine Grundfläche von 60 m² sowie eine Maximaltiefe von etwa einem Meter auf (der zweite Teich: .40 m², Tiefe von 80 cm). Zwischen den Teichen liegt etwa eine Entfernung von ca. 30 Metern. Über eine Pumpe wird das Wasser aus dem unteren Teich in den oberen Teil zurück gepumpt (was zu einer hohen Sauerstoffanreicherung des Wassers führen wird).

Durch die Feuchtbiotope entsteht ein wichtiger Schutzpuffer gegen im Sommer auftretende Starkregen. Dieses ist nicht nur für Menschen wichtig sondern insbesondere auch für Tiere. Am unteren Rand des Geländes befindet sich ein umfassender Blühstreifen mit Offensandflächen. Diese werden von unterschiedlichen Wildbienenarten für ihre Nachzucht genutzt. Durch den „Puffer“ der Feuchtbiotope werden diese von abfließendem Starkregen geschützt. Eine Schutzzone für insekten entsteht.

Biotopvernetzung

In unmittelbarer Nähe der neuen Feuchtbiotope (etwa 100 Meter) fließt ein kleiner Bach (der „Oldendorfer Mühlenbach“). In etwa 800 Meter Entfernung befindet sich der Grönegausee (ein 3 ha großer Angelsee des Sportfischereiverein Bakum – Melle e.V.). In etwa 300 Meter Entfernung befinden sich zudem ein kleinerer See (ca. 200 m² groß).

Durch die Mittellage zwischen dem Bach und den bereits vorhandenen Seen wird zusätzlicher Lebensraum für „Feuchtbiotop-Bewohner“ geschaffen und eine Biotop-Vernetzung erreicht. Darüber hinaus wird für zusätzliche Nahrung der aktuellen Lebewesen der bereits existierenden Feuchtbiotope gesorgt. Die Anlage unseres Feuchtbiotopes wird einer wertvollen Biotopvernetzung dienen. Das integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) der Stadt Melle „Fabelhafter Grönegau“ (2014) hebt als wesentliches Ziel explizit einen Ausbau des Biotopverbundes hervor. In Bezug auf den Ortsteil Melle/Oldendorf wird betont, dass dieser im hochwassergefährdeten Bereich liegt und Schutzmaßnahmen zu entwickeln und zu realisieren seien. Als Leitprojekt (S. 68) wird im ILEK sogar ein Gewässerentwicklungsplan hervorgehoben. In diesem Sinne wird die Erstellung der Feuchtbiotope auch in Kommunikation mit der Stadt Melle (Umweltamt) realisiert.

Fokussiert steht im ILEK: „Ein weiteres strategisches Ziel ist der flächendeckende Biotopverbund. Dessen Fehlen wurde von den Naturschützern in Verbindung mit den schwindenden Lebensräumen in Siedlungsgebieten als Bedrohung der Artenvielfalt identifiziert“ (S. 70). Unser Projekt unterstützt somit die Ziele des regionalen Entwicklungskonzeptes und stellt einen Faktor innerhalb des regionalen Biotopverbundes dar. Die Anlage der Feuchtbiotope dient naturgemäß auch der Wasserspeicherung bzw. -rückhaltung. Durch die erhöhte Lage an einem Hang ist dieses besonders wichtig, da ansonsten bei Starkregen das gesamte Wasser in den „Oldendorfer Mühlenbach“ fließt (Gefahr von Überschwemmungen).

Umweltbildung

Die aktive Einbindung von Schülerinnen und Schülern (Planung und Beteiligung an der Umsetzung der Biotope durch die Grundschule Oldendorf sowie die IGS Melle) stellt einen wesentlichen Faktor der Umweltbildung dar. Die Kinder werden sich theoretisch mit dem Wert von Feuchtbiotopen auseinandersetzen (Warum sind diese wichtig? Wer lebt hier? Wer profitiert von diesen?) und lernen, welche Bedeutung die Lebensgrundlage Wasser besitzt. Zudem erfahren sie ganz praktisch, wie solche Biotope angelegt werden. Die Biotope werden anschließend aus einem Schutzabstand zu betrachten sein. Die Kinder werden also „live“ erleben können, welche Flora und Fauna sich im Laufe der Zeit ansiedelt.

In der Niedersächsischen Naturschutzstrategie genießt der Faktor der Umweltbildung eine hervorgehobene Position. Dieses deckt sich mit unserem Projekt.

Osnabrücker Mischung – Blüht denn da noch was?

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden ja 10.000 Saatguttütchen mit der Osnabrücker Mischung verteilt und diverse Kilo ausgesät. Zuletzt kamen einige Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, wann denn das Saatgut beginne zu blühen?

Sicherheitshalber haben wir auch einmal beim Osnabrücker Bienenbündnis (https://www.osnabrueck.de/bienenbuendnis.html) und auch bei der Firma Rieger Hofmann nachgefragt.
Vielen Dank für viele Anregungen und Tipps.
Nun, die Frage ist pauschal nicht zu beantworten (abhängig vom Aussaatzeitpunkt, Boden, Bewässerung, Licht etc.).
Tatsache ist, dass natürlich der unglaublich trockene Mai für Verzögerungen sorgt.
Grundsätzlich sind in dem Saatgut einige sog. „Akzeptanzarten“ (schnelle Blüte) wie Kornblume und Mohn,
welcher unter Umständen schon in diesem Jahr blühen.
Hauptsächlich jedoch befinden sich in der Mischung mehrjährige, regionale Arten. Mehrjährig heißt hier:
Zwei durch eine Kälte- oder Trockenperiode getrennte Vegetationsperioden bis zur Blüte.
Es ist also etwas Geduld gefragt.
Auch wenn in diesem Jahr noch nicht allzuviel blühen sollte, so ist es wichtig, die Flächen dennoch entsprechend zu pflegen, also eine Mahd im Sommer und eine im Herbst durchzuführen. Das bunte Bild zeigt Euch übrigens, was aus dem Saatgut entstehen kann.

Auf einer Versuchsfläche haben wir mal „Blühende Landschaft Nord“ (viele einjährige Kulturpflanzen) und die „Osnabrücker Mischung“
nebeneinander ausgesät (siehe Bilder). Auf „Blühende Landschaft Nord“ ist schon ein ausgeprägtes Insektenleben zu verzeichnen (auf der lilafarbenen Phacelia). Die Osnabrücker Mischung blüht bislang nur leicht ausgeprägt durch Schafgarbe und Mohn.
Es sind Fälle bekannt, in welchen die „Osnabrücker Mischung“ im ersten Jahr kaum Blühaspekte setzte,
das Folgejahr dann jedoch ein „Traum für die Augen war“.
Etwas Geduld (ggf. bis zum nächsten Jahr) ist hierbei gefragt.
Anbei noch einmal die Artenliste: http://blumiger-lkos.de/om.pdf

Grundsätzlich wurde durch die Aussaat der „Osnabrücker Mischung“ ein „Artenviefaltskonto“ mit ausgezeichneten regionalen Arten im Boden angelegt.
Wird die Fläche entsprechend gepflegt und wurde die Aussaat korrekt vorgenommen, so wird sich die Vielfalt insbesondere im zweiten Jahr durchsetzen, sobald die klimatischen Bedingungen stimmen. Natur ist nicht planbar, hält aber viele großartige Überraschungen vor 🙂

Falls Ihr Saatgut sucht, welches schon im ersten Jahr ein Knaller ist:
Der Schmetterlings- und Wildbienensaum (regiozertifiziert) wäre hier zu beziehen:
http://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/08-schmetterlings-und-wildbienensaum.html
Das Saatgut „Blühende Landschaft Nord“ ist hier zu erwerben:
http://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/mischungen-fuer-die-land-und-forstwirtschaft/23-bluehende-landschaft-mehrjaehrig.html

Blühwiesen zu bestaunen

Uns erreichen viele Anfragen, wo die Blühwiesen denn zu bestaunen sind….
Hier folgen auszugsweise diverse Adressen.
Bitte habt Verständnis, dass nicht alle Wiesen für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Die Blühwiesen bitte zudem nicht betreten oder abpflücken.
Sollen ja zwar auch fürs menschliche Auge aber im Wesentlichen für die Insekten sein 😉

Melle:
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Tischlerei Huth, Ochsenweg 2
Liegt auf Firmengelände, vom Bürgersteig aus zu betrachten
Zustand: In voller Blüte

Gnadenhof Brödel/ | Gasthof/Hotel Wiesehan/Hubertus
Westerhausener Str. 50
Liegt auf Gnadenhofgelände sowie Gelände des Gasthofes
Als Gasthofbesucher zu betrachten
Zustand: In voller Blüte

Brockmeyer’s Gasthaus ‚Zur Bifurkation‘
Allendorfer Str. 59
Liegt direkt neben dem Gasthof auf dessen Gelände
Vom Gehweg aus zu betrachten
Zustand: In voller Blüte

Bunny Tierernährung GmbH
Krukumer Str. 3
Liegt auf Firmengelände
Vom Parkplatz aus zu betrachten
Es blüht schon, aber noch keine „Vollblüte“, zudem sehr hohe Gräser

An der Bifurkation
Stadtisches Gelände
Voll zugänglich
Es blüht schon, aber noch keine „Vollblüte“

Melle/Oldendorf
Am Kreimerhof, gegenüber vom „Am Kreimerhof 8“,
Voll zugänglich (noch)
Es blüht schon, in ca. 7 Tagen in voller Blüte

Zentrale Autoglas GmbH
Rottwiese 11,
Firmengelände, aber von außen einsehbar
Beginnt in ca. 7-10 Tagen zu blühen

Zwickenbach
Am Zwickenbach, hinter dem Bahndamm
Liegt auf Privatgelände, vom Gehweg aus zu sehen
In voller Blüte

Bissendorf:
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Nemdener Straße 44
Liegt direkt am beliebten Fahradweg beim Campingplatz Ludwigsee
Privatgelände, aber vom Weg aus voll einsehbar
Beginnt aktuell zu blühen

Hof Luckmann – Toller Biergarten und mehr in Bissendorf/Nemden
Kummetstr. 5
Für Besucher des Biergartens einsehbar
Beginnt in ca. 5-6 Wochen zu blühen

Meller Bruch, zwischen Bissendorf und Nemden (siehe Bild, Quelle: Google Earth)
6000 m², liegt auf Privatgelände, vom Fahrradweg aus zu betrachten, Nähe Campingplatz Ludwigsee
Blüht in ca. 2 Wochen

Runge GmbH & Co. KG
Rudolf-Runge-Str. 2
Liegt auf Firmengelände
Vom Parkplatz aus, hinter einem Zaun, zu betrachten
Blüht in ca. 1 Woche

Hilter a.T. W.:
……………….
Rothenfelder Str. 4,
Liegt auf Firmengelände bei Schimmoeller
Vom Radweg aus leicht zu betrachten
Blüht in ca. 2-3 Wochen

Bad Essen
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Alter Kurpark
Blüht in: ?? (Zustand nicht bekannt)

Glandorf:
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Glandorf/Schwege
Ecke Hauptstraße/An der Wüste
Voll zugänglich
Beginnt zu blühen

Bad Laer:
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Auf dem Blomberg
Voll zugänglich
Beginnt zu blühen ?? (Zustand nicht bekannt)

Osnabrück:
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Firmengelände der Ost und Koch Immobilien GmbH, Emsweg
Hinter dem Zaun zu betrachten oder über Webcam:
http://baudoku.1000eyes.de/cam/ostundkoch1/ACCC8E4C6884/

Aufgrund der Trockenheit und des sandigen Bodens etwas verzögert

Erfolg genießen und weitermachen – Wichtich is aufm Platz

Den Erfolg genießen, erstmal etwas kürzer treten
Und: Zukunft „Blumiges Melle“,“Blumiger LKOS“, Gnadenhof Brödel/Melle und Kreimerhofprojekt (Melle/Oldendorf)

Es war ja alles etwas irreal auf der Google-Impact-Siegerehrung.
And the winner is: Wir! Wow! Die beiden verschrobenen Sonderling-Freaks aus Melle.
Naja, was sagt uns das: Mit Herzblut und Hartnäckigkeit, wenig Geld, vielen Ideen und etwas (viel!!) Spinnerei lässt sich eine Menge erreichen.
Ohne die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer jedoch wäre das nicht möglich gewesen,
das soll an dieser Stelle noch einmal klar und deutlich hervorgehoben werden.
Nochmals vielen vielen Dank!!
Siehe z.B.:

Blumiges-Melle.de – Vielen Dank an unsere Unterstützer

und:

Unterstützer

Und heute die nächste tolle Nachricht: Ein netter Mensch aus Melle hatte den Bericht heute in der Zeitung gelesen
und schenkt uns tatsächlich einen Bandheuwender für einen Trecker. Danke an Swen Meyer!! 🙂 Jetzt werden wir einen Heuwender
für unseren Motoreinachser kaufen und sparen mittelfristig auf einen Kleintrecker (Kommunaltrecker), damit schaffen wir mehr in kürzer Zeit 🙂
Ein großer Anhänger (um den Trecker zu transportieren) und ein Kommunaltrecker sind somit die nächsten Ziele.
Das schaffen wir auch noch irgendwie.

So eine Siegerehrung wie in Berlin ist nicht jedermanns Sache. Für solch gesellschaftliche Events muss man glaub ich geboren sein. Man sitzt viel rum, mit großen Augen,
und im entscheidenden Moment weis man nicht, was man sagen soll 😉
War ein schöner Abend, mit viel TamTam und so aber noch schöner ist die praktische Arbeit (in aller Ruhe vor sich hinbrödeln,
nicht viel quatschen, einfach machen und sich übers Ergebnis freuen…Entspannung für Einsteiger).

„Wichtich is auf`m Platz“.

Im Augenblick haben wir nun erstmal 4-5 Gänge runtergeschaltet.
Ging nicht mehr, waren platt, erledigt, mies gelaunt, ausgebrannt, hatten keinen Bock mehr.
Aber frische Energie wird kommen…
Wie gehts weiter??

Naturprojekt Kreimerhof und Gnadenhof Brödel

:
Nächste Woche werden mit der Grundschule Oldendorf und der IGS Melle am Kreimerhof in Oldendorf 2 Feuchtbiotope angelegt.
Der Lehm für den Boden ist geliefert worden, los geht 🙂
Anfang der Woche kommen die Wasserpflanzen.
Heute mal die Fläche mit der dortigen Blühwiese angeschaut. Großartig, selten so viele Schmetterlinge auf einem Fleck gesehen.
Die Blühwiese ist aufgegangen, und wie!!

Dann werden im Sommer nach und nach unsere Großtiere vom Gnadenhof Brödel in Westerhausen nach Melle/Oldendorf umziehen (müssen).
Wir bedauern das, akzeptieren es aber. Auch das Bauamt und natürlich auch wir sind an Gesetze gebunden.
Überflüssig zu sagen, dass wir im Hintergrund natürlich an Ideen tüfteln, wie unsere Tiere ab und an
auch in Melle/Westerhausen noch rechtskonform grasen können („Rechtskonformes Grasen“, was für ein Ausdruck… (Punkrock total!!)).
Aber grundsätzlich halten wir uns natürlich an die Auflage
(naja, so ganz natürlich ist das nicht unbedingt immer, aber das ist ein anderes Thema).

Viele Kleintiere (Kaninchen, Hühner etc.) bleiben aber auf dem Areal (Privatgelände) in Westerhausen.
Ein weiterer Storchenkorb ist in Planung.

Heute und gestern dann ganz in aller Ruhe einige Dinge abgeholt, die es bei Ebay-Kleinanzeigen kostenlos gab.
Sparsam müssen wir trotz der Google-Kohle sein. 20.000 Euro sind sehr sehr viel Geld, aber im Naturschutz auch sehr schnell aufgebraucht.
Gehwegplatten, alte Paletten, einen alten Kleinstall haben wir organisiert. Wir nennen das Upcycling.
Das Ergebnis: Ein neues kleines Gehege für (vermutlich) einige Meerschweinchen, oder Laufenten oder oder oder oder….
Es kommen unglaublich viele Anfragen zur Zeit.
Wir würden gerne allen helfen, leider geht es nicht (noch nicht mal ansatzweise, schön wäre ein anderes menschliches
Bewusstsein für die Bedeutung von Tieren (und deren Leben + Gesundheit)).

Im Sommer (also ab jetzt) wird dann der Kreimerhof umgestaltet. Hier liegen ja diverse Baugenehmigungen vor, welche wir nun umsetzen.

Blumiges Melle

Im August läuft das Projekt aus. Die Finanzierung für Saatgut, Benzin, Reparaturen, Maschinen etc. „is over“ – nix mehr da.
Wir sind zufrieden. Gemeinsam mit vielen vielen Akteuren aus Melle haben wir einiges geschafft. Reicht das? Natürlich nicht.
Wir haben in den letzten Wochen viele Flächeneigentümer der aktuellen Blühwiesen in Melle angeschrieben. Bislang haben etwa 80% zurück gemeldet,
dass sie diese in Eigenregie abmähen, abtragen und pflegen werden. Das ist super!
Top!!! Auf diese Art und Weise werden die Wiesen noch einige Jahre tolles Futer für Insekten liefern.
Leider können wir uns nicht auf allen Flächen beteiligen. Es sind mittlerweile 150.000 m² und 84 Areale – gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe.
Überall zu wirbeln und zu mähen, abzutragen etc. ist leider komplette Illusion und von uns auch nicht gewollt.
Wir ALLE müssen aktiv werden.
Wir werden deutlich kürzer treten (sind schlichtweg in dieser Saison zu viel gerannt, ist ja halt eine Sache NACH dem eigentlichen Job und so)
aber definitiv auch selbst beim Abmähen und Abtragen noch aktiv werden.
Auch werden wir in 2019 noch die eine oder andere Blühwiese neu anlegen.
Wir schauen mal, ob wir das mit dem Kleintrecker hinkriegen. Wenn ja, dann ist noch deutlich mehr möglich.

Blumiger Landkreis Osnabrück

Läuft natürlich weiter. Nicht mehr mit ganz so viel Power wie in diesem Jahr, aber wir werden gezielt an
Biotopverknüpfungen arbeiten (Blühwiesen-Vernetzung),
Flächen abmähen und Mahdgut abtragen und auch neue Flächen anlegen. Letztlich werden wir aber hier 2-3 Gänge runterschalten (müssen),
da wir ja auch noch eine Blühwiesensoftware mit dem Google-Geld entwickeln sollen und wollen (das ist der Kern der Google-Förderung).

Es ist toll, wie viele Menschen mittlerweile aktiv gegen das Insektensterben sind. Weiter so.
Und noch so: Heute die erste in diesem Jahr neu angelegte Blühwiese besucht (zwischen Melle und Bissendorf bei Franz Josef Pabst. Es summt dort, dass man meinen könnte
auf einem Insekten-Flugplatz zu sein. Insbesondere Phacelia ist unglaublich attraktiv für viele Insekten
(auch wenn viele Naturschützer die Pflanze als Neophyt „verteufeln“). Die brummenden Summer fliegen drauf (im wahrsten Sinne….).

Und: Eine richtig tolle Blühwiese blüht übrigens aktuell in Melle vor der Tischlerei Huth (Ochsenweg 2).

Initiatoren von Blumiges Melle/Blumiger Landkreis gewinnen beim „Google-Finale“ 20.000 Euro

Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück erhält von Google 20.000 Euro
Unter 2500 Bewerbergruppen durchgesetzt – Wir sind glücklich

Am gestrigen Abend des 7. Juni wurden die Initiatoren von „Blumiges Melle“ & „Blumiger Landkreis Osnabrück“ beim „Google Impact Finale“ in Berlin für die geplante Idee einer innovativen Blühwiesensoftware ausgezeichnet.
Die gUG Umweltschutz und Lebenshilfe aus Melle erhält damit von Google 20.000 Euro, um das geplante Vorhaben umzusetzen. Die kleine Initiative ist damit eine von 4 Akteursgruppen aus Niedersachsen, welche sich über den Preis freuen darf.

Beim diesjährigen Wettbewerb hatten sich insgesamt 2500 Projekte beworben. 50 Projekte haben nun die begehrten 20.000 Euro erhalten, 10 Projekte wurden mit Summen in Höhen von teilweise
deutlich über 250.000 Euro ausgezeichnet.

https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer: „Gerade für uns als kleine Gruppe – Wir bestehen im Kern aus 2 Personen – ist das herausragend. Wir freuen uns sehr. In den letzten Wochen und Monaten, eigentlich schon seit über einem Jahr, haben wir mit viel Unterstützung unterschiedlicher Akteure im südlichen Landkreis Osnabrück einiges auf die Beine gestellt.
Insgesamt wurden dort gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe Osnabrück Blühwiesen auf 84 Arealen und einer Fläche von 150.000 m² erstellt. Jetzt werden wir das Geld von Google nutzen, um eine Software zu entwickeln, welche die Auswirkungen dieser Blühwiesen auf unterschiedliche Insektenarten präsentiert.“

Karsten Wachsmuth, Projektleiter Technik: „Von dem Geld können wir nun auch den dringend benötigten Bandheuwender kaufen. Wir arbeiten ehrenamtlich und mit rudimentären Gerätschaften gegen das Insektensterben. Es ist ein bißchen wie bei „David gegen Goliath“.
In der konventionellen Landwirtschaft werden mit Hochleistungsmaschinen großflächig Pestizide gespritzt, welche mitverantworlich für das Aussterben einer Vielzahl von Arten sind. Unsere Maschinen werden „zu Fuß“ geführt, sind alle handbetrieben und mit wenigen PS ausgestattet. Trotzdem geben wir nicht auf.
Mit dem Bandheuwender können wir nun leichter Flächen extensivieren. Das ist für eine Pflege von Blühwiesen sehr wichtig.“

Innerhalb der nun zu entwickelnden Websoftware werden die räumlichen Auswirkungen von Blühwiesen präsentiert werden.
Zudem wird in einer Webanwendung zu erkennnen sein, an welchen Orten noch dringender Handlungsbedarf besteht und welche Arten davon profitieren. Bürgerinnen und Bürger werden zudem Informationen erhalten, welches Saatgut an ihrem Standort als geeignet erscheint. Das Release der Software ist für Februar 2019 vorgesehen.

Mehr relevante Informationen zum Artenschutz (insbesondere für Kinder) gibt es in unserem einpflanzbaren Kinderbuch

Die Preisverleihung im Ticker (mit Bildern) kann hier eingesehen werden:

7.6., 17:02 Uhr

bin gerade in berlin auf der google impact siegerehrung. ob unser projekt blumiger landkreis osnabrück 20.000 euro gewinnt?
hier sind nur die schönen, reichen und erfolgreichen (jedenfalls sehen die alle so aus). mich haben die trotzdem reingelassen, sehr nett 🙂
hab einige gesehen die ich ausm fernsehen kenne, weiss aber nicht wie die heissen. es gibt bier umsonst und gekühlt,
und ich hab 1 monat alkpause, grrrr, wenn wir nix gewinnen klaue ich auf jeden fall pfand

7.6., 17:24

ich muss sagen dass ist echt beeindruckend hier. google impact finale in berlin, in gummistiefeln aus melle dabei. super viel tv, mannomann sind die hip, die leute hier. alle lächeln oder lachen,
ich sitze etwas überfordert in ner dunklen ecke und schaue mir den spass von weitem an. 50% der leute haben nen headset auf und brabbeln was in kleine knöpfe.
um dazuzugehören brummel ich was in den knopf meines hemdkragens,
ich will ja nicht auffallen. die gummistiefel werden langsam warm.
irgendwie glaub ich wir gewinnen heute nix. hab nen kumpel in berlin, der hat nen 3tonner. den ruf ich gleich an, damit wir das pfand hier klauen und dann aufteilen.
blumiger landkreis osnabrück, artenvielfalt steigern und insektensterben stoppen.
und: ohne gummistiefel ist alles nix

7.6.,17:51

Wow, was für ein zufall!!!!! es gibt hier heute mein lieblingsessen, buchweizenrisotto mit baby spinat, gojibeeren, avocadocubes und kerbel-tofu-creme, wird aber nur „im flying serviert“. watt heisst dat?
muss ich hier von der balustrade fliegen und krieg nur dann das essen? im ernst: watt zur hölle sind gojibeeren? ich frag gleich mal einen der googleleute, die wissen das bestimmt. trinke gerade meinen 5. bio-direktapfelsaft, schmeckt super. hier is einer, der sieht aus wie bob geldorf, wahrscheinlich issers sogar. hab mir den irgendwie anders vorgestellt,
vielleicht issas auch garnicht. hier kommen immer mehr hippe und coole leute. es brabbeln immer noch viele in ihre headsets. ich gehöre mittlerweile voll dazu, brabbel in intervallen intensiv in meinen hemdknopfkragen und nicke vehement,
muss man so machen hab ich gesehn. mein kumpel willi ist mit seinem 3tonner jetzt auf der stadtautobahn,
das leergut hier ist unser!!!

7.6.,18:24

bob geldorf, der pabst, die queen und ich sitzen beim googlefinale an nem tisch. das gab ein Hallo!!! Wir reden über alte zeiten und stellen fest dass wir alle ruhiger geworden sind. es fliesst bioappelsaft in strömen. der pabst fragt wieso ich
gummistiefel anhab und einen enterharken über der schulter.
„junge, bin doch jetzt blühwiesenpirat. blumiger landkreis osnabrück und so…“.
der pabst schlägt mir johlend auf die schulter. „alter, ich wusste immer dass aus dir was wird.“, die queen klatscht und verdrückt gerührt eine träne. willi ruft an, will plötzlich 60% des leergutes für sich….

7.6., 18:50

vor den grossen glasfenstern flattern 1000ende bienen, schmetterlinge und flugkäfer „Gogogogogogo“ brüllen sie. aber ne menge auszeichnungen sind schon weg und wir sind noch nicht dabei gewesen. ich höre willi wie er beginnt leergut in den 3tonner zu tragen. umsonst gehen wir hier nicht raus, das ist man klar!!!

7.6., 19:10 Uhr

naja, 2500 projekte waren dabei, 60 kriegen preise,
aber einige bienen lassen draussen mittlerweile schon die köpfe hängen. paar chancen sind noch. leute, wenn nicht heute dann ein anderes mal… denn aufgeben is nich!!!!!!

7.6., 19:34 Uhr

Offen gesagt, ich glaubs erst wenn es „amtlich“ ist, aber (Stand jetzt) haben wir 20.000 Euro gewonnen!!!!!!!!!!Draussen purzeln Bienen über Hummeln, Käfer liegen sich in den Armen. Eine dicke Erdhummel holt ne Flasche Schampus raus,
1000ende Schmetterlinge klatschen sich mit ihren Flügeln ab, „give me one!!!“ jubeln sie. Ich fliege vor Freude aus dem Fenster und krieg dann hoffentlich mein Risotto on the fly….Es gab hier ziemliche verwirrung mit blauen punkten und gelben und wer davon was gewonnen hat.
hab extra gerade nochmal nachgefragt, scheinbar kriegen alle namensschilder mit gelben punkten 20.000 mücken (haha welch wortwitz). Wenns tatsächlich so ist:
Blumiger Landkreis Osnabrück gewinnt von google bei 2500 bewerbungen als eines von
60 projekten 20.000 blühende Euros!!!!!!! (und ich werd gleich NOCHMAL fragen und jemand soll mich kneifen).

7.6., 20:08

jetzt ist es offiziell, siehe bild. google beauftragt uns mit 20.000 euro eine software zur optimierten anlage von blühwiesen mit allem pipapo zu erstellen.
blumiger landkreis osnabrück, artenvielfalt steigern, insektensterben stoppen, http://blumiger-lkos.de

7.6., 20:16 Uhr

Danke !!!! für alle die für uns abgestimmt haben, grosse klasse, auf einmal sind viele kopfzerbrecher und probleme nicht mehr existent 🙂 blumiger landkreis osnabrück – gemeinsam gegen das insektensterben, http://blumiger-lkos.de

P.S. Mal unabhänggig davon, dass die Auszeichnung tatsächlich real ist. Mehr witzige Geschichten von uns gibt es in unserem einpflanzbaren Buch:
http://das-einpflanzbuch.de

Blühwiesen durch Tiere abmähen – Besser geht es kaum

Zukunft des Gnadenhofes „Brödel“ Von Melle/Westerhausen nach Melle/Oldendorf
http://gnadenhof-melle.de

Heute einen Termin mit der Stadt Melle gehabt. Lief ganz entspannt und es wurde eine Lösung gefunden, mit der letztlich „alle leben können“
(Insbesondere auch die Tiere).

Das Gnadenhof-Areal in Melle/Westerhausen wird für eine Tierhaltung aufgegeben. Klar bedauern wir das auch irgendwie.
Nachdem am Anfang noch Unterschriftenlisten gegen die Tierhaltung kursierten haben sich jetzt viele Anrainer damit angefreundet. Nicht selten sehen wir Menschen, welche mit Stühlen am Zaun sitzen, einen Kaffee oder ein Bier in der Hand, und sich die Tiere anschauen, diese mit Gras und Zweigen füttern und sich freuen.

Der Umzug jedoch lässt sich nicht vermeiden. Dadurch, dass die Flächen im „Außenbereich“ liegen
sind leider keine Genehmigungen für Ställe möglich, das ist dann eben so und auch wir müssen das dann akzeptieren.
Der Stall und der Bauwagen werden somit zum Sommer abgebaut.
Auf den gepachteten Flächen werden wir weitere Blühwiesen anlegen, ist ja auch schön.
Vielleicht folgt dort im nächsten Jahr noch ein Storchenmast mit Korb, mal sehen. Zu schauen gibt
es dort jedenfalls genug und der Natur- und Artenschutz wird nicht zu kurz kommen.

Die Tiere ziehen um auf unsere Fläche in Melle/Oldendorf am Kreimerhof.
Dort steht schon ein großer Stall und ein Bauwagen, es gibt Strom und Wasser und genügend Auslauf ist auch möglich.
2 Ponys, 3 Ziegen und 5 Schafe kriegen somit eine neue Heimat.
Durch den Standort wird auch der Meller Jubiläumsweg aufgewertet. Die Tiere dürfen dort dann nämlich besucht werden 🙂
Die Kinder der Grundschule freuen sich schon.

Zum Extensivieren von Blühflächen setzen wir die Tiere natürlich trotzdem ein. Eine mobile Schutzhütte und eine mobile Tränke, ein mobiler Zaun.
So werden Blühflächen schonend abgegrast. Die Hinterlassenschaften der Tiere werden dann abgetragen, und schon sind weniger Nährstoffe im Boden,
sodass auch im Folgejahr etwas schönes für Insekten entsteht. Und wir sparen Futterkosten und die Arbeit des Mähens. Win-Win-Win-Win-Situation.

Paradiesische Zustände

Nachdem die Einsaat-Arbeit nun so gut wie erledigt ist fahren wir im Landkreis herum und begutachten verschiedene Flächen.
Auf den neu eingesäten Arealen ist, durch den fürchterlich trockenen Mai, noch nicht viel zu sehen.
Ein Knaller sind aber die Flächen, welche wir 2017 eingesät und dann im Laufe des letzten Jahres gemäht und abgetragen haben.

Phantastisch 🙂
Hier ein Areal in Buer bei der Firma „Metallbau Heidenreich“.
Dort blüht sogar schon Natternkopf (ich meine, dass es dieser ist, die blaue Pflanze auf den Fotos).
Das wäre toll, denn es gibt eine Wildbienenart (Natternkopf Mauerbiene), welche ausschließlich von dieser Pflanze lebt.
Existiert die Pflanze nicht mehr, so stirbt auch die Wildbienenart aus.

Wir sind froh, dass jetzt bald noch viele weitere Flächen blühende Pflanzen für Insekten anbieten.
Und jetzt haben wir wieder mehr Zeit für andere Dinge. Gestern einen Stall für unseren Mini-Gnadenhof (http://gnadenhof-melle.de) abgeholt.
Keine Sorge, die Kaninchen werden selbstverständlich nicht GESCHLOSSEN in dem Käfig gehalten, die Türen werden immer offen sein, sodass die Fellknäuel
selbst entscheiden können, wann sie dort Unterschlupf suchen (schließlich wollen die ja auch draußen graben, rumrennen und und und :-).

Blühwiesen beim Hof Luckmann

Fläche 84 von 85 (im südlichen Landkreis Osnabrück) wurde geschafft.
Eine fehlt noch, dann „is erstma fertig“.

Danke an die emsige Arbeitsbiene Karsten Wachsmuth. Danke auch an Claudia und Karsten Luckmann vom vom Hof Luckmann
(http://hof-luckmann.de). Toller Biergarten und mehr in Bissendorf Nemden. Die beiden haben sogar noch für das Projekt gespendet, vielen Dank dafür 🙂
In einigen Wochen werden sich auf den beiden Arealen in der Nähe des Biergartens Schmetterlinge und andere tolle Insekten tummeln 🙂
Und anhand der Schilder könnt Ihr Euch vor Ort informieren und erhaltet wichtige Hintergrundinfos zum Insektenschutz.

Google-Abstimmung – Übermorgen gilt es

Übermorgen geht es nach Berlin. Erhalten wir von Google 20.000 Euro für weitere Insektenschutzmaßnahmen im Landkreis Osnabrück sowie die Entwicklung
einer „Blühwiesensoftware“?
Oder erhalten wir: NIX ?
Ein bißchen aufgeregt sind wir ja schon.
Stimmt gerne bis morgen Abend für uns ab:

https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz

Durch die Nutzung unterschiedlicher Browser könnt Ihr übrigens mehrere Stimmen vergeben 😉

Bild: Blühwiese in Melle/Westerhausen (hinter dem Gasthaus/Hotel Hubertus/Wiesehahn, direkt beim Gnadenhof „Brödel“ (http://gnadenhof-melle.de).