Pressemeldung zum Weltbienentag

Noch 14 Tage bis zur Fertigstellung…🌞☺️🐾🐀🌼🌻🌺🌹🌷💐🐚🌾🌻🦅🦆🦄🐝🐛🦋🐌🐞🐞🐞🐞🐞🐞🐜
20. Mai 2020 (UN-Weltbienentag): Fertigstellung des Bundesweit ersten Blühwiesenkorridors zwischen Melle und Hagen a.T.W. (35 Kilometer)
Pressemeldung:
Der „Lückenschluss“ des Blühwiesenkorridores findet am 20. Mai 2020 (UN-Weltbienentag) in Melle/Oldendorf, 16.00 Uhr, Vinckenaue (hinter dem „Assmann-Parkplatz“) statt (aufgrund der Corona-Pandemie nur in einem ganz kleinen Rahmen)
Am 20. Mai („Weltbienentag“) wird nach über 4 Jahren Arbeit innerhalb des ehrenamtlichen Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) der (nach unserer Kenntnis) Bundesweit erste Blühwiesenkorridor auf einer Länge von 35 Kilometern fertiggestellt (von Melle nach Hagen a.T.W. (Nds.)). Dieser ermöglicht es auch Insekten mit geringen Flugradien, „von Blühwiese zu Blühwiese“ zu fliegen und somit den für eine Arterhaltung wichtigen regionalen Genpool zu stabilisieren.
Auf dann 184 Blüharealen (Gesamtvolumen: 380.000 m²) wurden seit Frühjahr 2017 Blühwiesen geschaffen. Zunächst lokal im Projekt „Blumiges Melle“, im Anschluss dann regional im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“.
Die Lage der Blühwiesen und der entstandene Korridor sind unter folgendem Link einsehbar:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12
Insgesamt waren und sind über 1400 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen (Stiftungen, Schulen, Kirchengemeinden, Kommunen, Landwirte, Firmen, JägerInnen, Privatpersonen und Vereine) an der Anlage der Wiesen beteiligt. Der Gesamtaufwand für die Erstellung des Blühwiesenkorridors liegt bei schätzungsweise etwa 9000 Stunden.

Kai Behncke, Projektbetreiber (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe) aus Melle: „Es war ein gutes Stück Arbeit, was hier in den letzten Jahren ehrenamtlich geleistet wurde. Es zeigt was in einem Naturschutzprojekt möglich ist, wenn viele Menschen mitanpacken, trotz zuweilen strömenden Regens oder brütender Hitze. Insbesondere möchten wir uns bei den Stiftungen aus dem gesamten Bundesgebiet bedanken, welches dieses Projekt ermöglicht haben. Namentlich hervorheben möchten wir zudem die Unternehmen „Google“ und „CocaCola“. Ein besonderer Dank gilt auch den Umweltämtern der Stadt Melle, Georgsmarienhütte sowie der Gemeinde Hagen a.T.W.. Diese haben ausgezeichnete Arbeit geleistet und eigens angelegte Blühwiesen in den regionalen Kontext des „Blumiger Landkreis-Projektes“ verortet. Positiv hervorheben möchten wir auch die ehrenamtliche Beteiligung vieler Landwirte, welche die regionalen Blühmischungen ausgesät haben. Gemeinsam können wir das Artensterben verlangsamen.“
Innerhalb des Korridor-Projektes wurde und wird ausschließlich regionales und mehrjähriges Saatgut eingesetzt, welches mindestens 40 Arten aufweist. Die Flächen werden für etliche Jahre nicht „umgebrochen“, da 75% der Wildbienenarten ihre Nachzucht im Boden ablegen. Ein- bis zweimal im Jahr werden die Blühwiesen gemäht und das Mahdgut abgetragen. Dieses führt zu einer Ausmagerung der Areale, was wiederum eine natürliche Entwicklung von Wildblumen begünstigt.
Projektbetreiber Karsten Wachsmuth (gUG Umweltschutz und Lebenshilfe): „Gemeinsam haben wir einiges erreicht, dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass hier
letztlich nur eine Symptombehandlung stattfindet. Die aktuelle Landwirtschaft mit Monokulturen, Pestizideinsatz und häufiger Mahd stellt die wesentliche Ursache des Insektensterbens dar. Verantwortlich dafür ist aber weniger der einzelne Landwirt sondern vielmehr die aktuellen Marktbedingungen und das Konsumverhalten von uns Menschen. Wenn wir bereit sind, mehr Geld in ökologisch-nachhaltig produzierte Lebensmittel zu investieren, dann ändern wir die Rahmenbedingungen über den Markt. Eine nachhaltige Anerkennung ökologisch wertvoller Nahrungsmittel muss sich auch durch den eigenen Geldbeutel an der Ladentheke ausdrücken – anders geht es nicht“.
Wissenschaftlich nahezu einhellig wird betont, dass es die Auswirkungen der industriellen Landwirtschaft sind, welche das Insektensterben maßgeblich zu verantworten haben.

Siehe z.B. auch https://www.boell.de/sites/default/files/2020-02/insektenatlas_2020_II.pdf?dimension1=ds_insektenatlas, S. 14
Kai Behncke: „Hätten wir einen Wunsch frei, dann würden wir uns eine finanzgewichtige Förderung einer umweltfreundlich ausgerichteten Landwirtschaft wünschen – als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das könnte das Insektensterben eindämmen – und damit auch das rasant fortschreitende Aussterben vieler anderer Tierarten. Es ist falsch, Landwirte für ihr Wirtschaften an den Pranger zu stellen, wenn gleichzeitig nach billigen Nahrungsmitteln gerufen wird. Eine milliardenschwere Unterstützung der Landwirte – ausgerichtet an einem langfristig-nachhaltigem Umstellungs- und Handlungskonzept, wäre angesichts der Herkulesaufgabe des Artensterbens absolut angemessen.“
Der nach 4 Jahren nun fertiggestellte Blühwiesenkorridor soll in seiner Stufe 1 ermöglichen, dass Insekten über eine größere geographische Distanz von Wiese zu Wiese fliegen können. Dieser Austausch ist elementar, damit sich der Genpool stabilisieren kann. Würden sich Insekten lediglich auf einer „Blühwiesen-Insellage“ aufhalten, so würde dieses zu Inzest, einer Reduzierung der genetischen Vielfalt und somit schlussendlich zum Aussterben von Arten führen.
Dennoch ist zu betonen, dass der „Blühwiesenkorridor“ im Sinne einer Behandlung nur „ein großes Heftpflaster und ein großer Löffel Hustensaft“ sind. Zudem stellt der Korridor eher ein „technisch-theoretisches Konstrukt“ als eine wissenschaftlich fundierte Lösung dar. Die weiteste Entfernung von Wiese zu Wiese liegt aktuell innerhalb des Korridors bei 1600 Meter. Es soll dabei nun nicht vergessen werden, dass viele Insektenarten gerade einmal Flugdistanzen von wenigen Hundert Metern zurücklegen können. Zudem ist bei der Vielzahl der Blühareale ein eigentlich wünschenswertes Monitoring von Flora und Fauna innerhalb des ehrenamtlichen Projektes nicht leistbar.
Mit den Flächeneigentümern der Blühwiesen wurde vereinbart, dass diese ein- bis zweimal im Jahr eine Mahd der Wiesen durchführen (für eine langfristige Biotoperhaltung sind Mahdschnitte notwendig). Nach unserer Kenntnis wird dieses auf ca. 90% der Flächen auch tatsächlich durchgeführt.
Karsten Wachsmuth: „Ein Basisgerüst haben wir alle gemeinsam aufgebaut. Das reicht jedoch noch lange nicht, um das Insektensterben zu stoppen. Wir benötigen noch viele Blühareale mehr, Feuchtbiotope, unbehandelte Gewässerrandstreifen und Totholzhaufen, um das Gesamtgefüge zu verbessern.“
Kai Behncke: „Insbesondere Gewässerrandstreifen sind als „heiliger Gral“ der Artenvielfalt anzusehen, sozusagen das „Tafelsilber der Biodiversität“. Wir freuen uns sehr über die aktuelle Entwicklung, dass viele Landwirte aus dem Landkreis mit dem Umweltforum Osnabrücker Land an den Gewässerrandstreifen gemeinsam an Lösungen für mehr Artenvielfalt arbeiten – ein ganz positiver, ausgezeichneter Weg! Das Insektensterben können wir bezwingen, wenn wir die Probleme gemeinsam angehen und den Blick auf das große Ganze richten.“
Eine Besonderheit des Blühwiesenkorridors ist, dass auf diversen Flächen eine schonende Wiesenmahd durch Ziegen, Schafe und Ponys des Gnadenhofes Brödel (http://gnadenhof-melle.de) stattfindet. Eine Vielzahl von Insekten profitiert von den Hinterlassenschaften von Weidetieren in der freien Natur.

Für eine weitere Arbeit freut sich das ehrenamtliche Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ immer über eingehende Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck
Aktuell wird von einer Reduzierung der globalen Insektenmasse pro Jahr von etwa 2,5% ausgegangen:
https://www.boell.de/sites/default/files/2020-02/insektenatlas_2020_II.pdf?dimension1=ds_insektenatlas, S. 14
Alarmierende Studien in Deutschland sind die 2017 erschienende „Krefelder Studie“ (Rückgang der Insektenmasse in ausgewählten Gebieten Deutschlands um 75% (Zeitraum: 28 Jahre)):
https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0185809
sowie eine neuere Analyse der TU München aus dem Jahre 2019 (https://www.nature.com/articles/s41586-019-1684-3).

Das Finale ist eingeläutet!!

Das Finale ist eingeläutet!! Der Countdown läuft! Weitere 10 Kilogramm Saatgut sind heute geliefert worden.
😀🐛🐝🦋🐌🐞🐜🐾🐾🦔🌼🌼🌻🌷🥀🥀🌺🌺🌸🌞
Noch 16 Tage bis zur Fertigstellung des Bundesweit ersten Blühwiesenkorridors (von Melle nach Hagen a.T.W., 35 Kilometer).
Heute in Wissingen eine Blühwiese an der Wissinger Mühle (https://wissinger-muehle.de/) angelegt. Das wäre dann Nummer 181 seit 2017. Danke an dieser Stelle an Carsten Nieragden.
Auch hier wird es bald auf einem großen Streifen blumig bunt (mehrjährig und natürlich regionales Saatgut („Blühende Landschaft Nord“ mit über 40 Arten).
Bei der „Wissinger Mühle“ kaufen wir übrigens auch einen Großteil des Futters für unseren Gnadenhof Brödel. Lohnt sich da mal reinzuschauen.
Gutes Zeug, faire Preise, top Beratung.
Ein kleiner Marienkäfer sah sich das Treiben hhier heute auf einem Grashalm an: „Ok, nicht übel, was Ihr da macht! Ganz so blöd wie ich dachte seid Ihr Menschen scheinbar doch nicht.“
Wenn ein Marienkäfer das sagt, dann ist das ein Kompliment! 🙂

Und morgen geht eine Menge Saatgut in die Post. Z.B. an die Tischlerei Huth (Christian Huth), welche ebenfalls eine Blühwiese anlegt.
Der TSV Westerhausen (Frank Strötzel) schafft ein blühendes Biotop auf 200 m². Von einer aktiven Person aus der
tollen Initiative für ein grünes Gewerbegebiet Gesmold (Anne Katrin Kruckemeyer) wird gleichfalls eine Blühwiese angelegt (Saatgut vorhin in den Briefkasten geworfen :-)),
der Kleingartenverein Eicken-Bruche e.V. (Danke an Ralf Niemann für die Initiative) erhält mit der Post 1 Kilogramm Saatgut, auch hier wird viel getan.
Ein Landwirt aus Buer (Danke an Herrn Blumenberg) wird ein tolles Insektenbiotop schaffen. Danke auch an Herrn Dieter Finke-Gröne, der gleichfalls eine Fläche bereitgestellt hat.
Bis zum 20. Mai werden wir noch ordentlich rödeln, und dann haben wir alle zusammen wirklich GROSSES geschaffen (auch wenn es zunächst nur ein Blühwiesenkorridor als
„rudimentäres Basisgerüst“ ist). Kein Grund sich zurückzulehnen. Alles beginnt im Kleinen (in diesem Falle schon im größeren Kleinen). Und wenn wir alle gemeinsam weitermachen,
dann schaffen wir es, den südlichen Landkreis Osnabrück zu einer Vorzeiregion für den Insektenschutz auszubauen. Möglich ist das.
Um das zu fördern sind einige Anträge gestellt….

Hute stand im Meller Kreisblatt, dass auch die Grundschule Riemsloh eine Blühwiese angelegt hat:
https://www.noz.de/lokales/melle/artikel/2046844/meller-schueler-mit-harke-und-walze-im-einsatz

Ausgezeichnet! Eine Aktion im Projekt „Artenschutz im ländlichen Siedlungsraum“,
das von der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON) initiiert wurde.
Unterstützt wurde die Aktion vom Landwirt Jürgen Sixtus:
„Diese Initiative passt gut zu unseren Aktionstagen für mehr Biodiversität“, ergänzte Sixtus als Vorsitzender des Meller Landvolkverbandes.
Sehr sehr gut!

Verschieden Aktionen aus verschiedenen Projekten. Unter welchem „Namen“ eine Aktion für die Artenvielfalt geschieht ist letztlich auch zweitrangig.
Toll ist, dass so viel von so vielen unterschiedlichen Akteuren geschieht. Top!!!

Der aktuelle Blühwiesenkorridor (eingetragen sind hier Blühwiesen, welche auf regionalem Saatgut mit mindestens 40 Arten basieren.
Zudem gilt hier: Er findet kein Bodenumbruch statt, da eine Stabilisierung des Wildbienenbestandes vorrangig im Boden stattfindet (75% aller Wildbienen nisten in Bodenrefugien)):
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12

Bei der Vielzahl der Flächen wird einem fast schwindelig.
Dennoch gilt: Es ist ein großes Heftpflaster und ein großer Löffel Hustensaft.
Ein Anfang. Nicht mehr aber auch nicht weniger…

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Finnische Seenplatte wird nachgebaut

Das nächste (kleine) Feuchtbiotop ist fertig.
Wir bauen die „Finnische Seenplatte“ nach (im Maßstab 1:10.000) 😉 💦💧🐳🐬🐟🐋🦈🐊💦💦💧
Teil 1: Der Saamani-See

Feuchtbiotope in unserer Kulturlandschaft werden durch die Klimaerwärmung überlebenswichtig für viele Arten.
Auch Insekten benötigen insbesondere im Sommer händeringend Trinkmöglichkeiten.
Wichtig immer dabei: Ausstiegsmöglichkeiten für Kleintiere.

Dort, wo wir das Substrat für unsere Baumaufzucht herausbuddeln, entstehen nun nach und kleine Bade- und Trinkmöglichkeiten.
Diese werden noch mit Lehm angereichert, denn viele Insekten saugen dort dann die Feuchtigkeit heraus (der Zitronenfalter z.B.).

Zudem heute eine Menge Nordmannstannen eingepflanzt. Werden vor Weihnachten dann gegen Spende abgegeben, aber nur, wenn diese
im heimischen Garten (oder sonstwo) weiterleben dürfen :-). So kann nachhaltig CO2 gespeichert werden.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Nächste Woche kommt endlich unsere Blühwiesen-Saatgutmischung für das Finale

Nächste Woche kommt endlich unsere Blühwiesen-Saatgutmischung für das Finale.
Ein bisschen was werden wir noch verschicken und hier und dort noch einige Flächen selber anlegen,
bevor dann am 20. Mai der Blühwiesenkorridor fertiggestellt wird.
Endlich….Noch 19 Tage, der Countdown läuft.

Derweil fangen die Wildblumenwiesen (die letztes Jahr angelegt wurden) nun endlich in allen Farben an zu strahlen
(die dieses Jahr angelegten Wiesen brauchen sicherlich noch 5 bis 6 Wochen).
Heute ganze Inseln vom „gewöhnlichen Reiherschnabel“ entdeckt (sehr schön, eine Sand-Mager-Art), weiße Lichtnelke,
die Acker-Ringelblume (immer wieder ein Highlight), Hederich (glaube ich), Ackersenf und die erste Kornblume in diesem Jahr 🙂

Heute die Ponys geschnappt, lange im Wald gewesen und über neue Projekte nachgedacht. Muss ja weitergehen, wenn wir den Planeten etwas gesünder machen wollen.

Unsere Schafe und Ziegen sind von dem Paradies in Melle am Schürenort übrigens völlig begeistert.
Sehr schön auch: Es entstehen dort durch die Tiere Triffpfade. Für den NAturschutz sehr interessant, weil sich genau dort eine ganz andere Artenzusammensetzung als auf dem Rest der Fläche einstellen wird.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Abstimmung für Blumiger Landkreis Osnabrück

Bitte teilen und abstimmen…
„Blumiger Landkreis Osnabrück“ hat die Ehre, von „onefortheplanet“
als eines von drei unterstützenswerten Projekten vorgeschlagen worden zu sein 😊💝🏆🥇🥈🥉🎷🎷🎷🎺🐾🌻🌼🌸🌺🥀🌷🌹🐛🐛🐝🐝🦋🐌🐞🐜🐜🦟🕷:

https://onefortheplanet.de/projektwahl/

Erhalten wir die meisten Stimmen, dann bekommt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ 250 Euro für weiteres Blühwiesen-Saatgut und den Kauf weiterer Speierling-Setzlinge 🙂
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr für uns abstimmen würdet.

Vielen herzlichen Dank 🙂

Wiederansiedlung des Speierlings

Ein weiteres (Langzeit)-Projekt ist die Wiedereinführung des Speierlings in die Landschaft. 😊😊🌞🌞🍏🍏🍏
Vorzugsweise in Melle werden wir versuchen Einzelbäume zu integrieren.
In einigen Monaten erhalten alle regelmäßigen UnterstützerInnen unseres Gnadenhofes einige Baumsetzlinge.
Aktuell ziehen wir diese hoch und pflanzen Samen dieses selten gewordenen Baumes.

Danke auch an Frank Strötzel und den TSV Westerhausen (der Vorbildverein schlechthin für die Kombination aus Sport und Naturschutz), welcher einige Setzlinge einpflanzen wird.

Der Speierling ist eine Wildobstart und gehört zu den seltensten Baumarten in Deutschland.
Aktuell wird von nur noch wenigen Tausend Exemplaren in der Bundesrepublik ausgegangen (nur noch wenige Hundert „alte“ Exemplare).
Der Speierling ist ein sehr empfindlicher Baum. Sehr (!) platz-, licht- und wärmebedürftig.
Er wächst sehr langsam, ist konkurrenzschwach und anfällig für einen Verbiss durch Wildtiere –
all diese Faktoren erklären seine besondere Seltenheit.
Zu empfehlen ist es, die Setzlinge sechs bis 8 Jahre (!) mit Draht zu schützen.
In jungen Jahren ähnelt er sehr stark der Vogelbeere und wird aus diesem Grunde häufig kaum beachtet.
Der Speierling ist ein Einzelgängerbaum. Wer diesen erhalten möchte, der sollte um den Baum herum Pflanzen entfernen (gegen die Buche z.B. hat er keine Chance).
Jungpflanzen sind sehr anfällig gegen Schorfkrankheiten. Güsse mit Zwiebelwasser, Kieselsäure- und Brennnesseljauche können da helfen.
Das Obst gilt als ausgesprochen edel und wird liebend gerne von einer Vielzahl von Tierarten verspeist.
Aber: Es kann bis zu einem Vierteljahrhundert dauern, bis dieser Baum Früchte (Bildquelle: Wikipedia) trägt.
In früheren Zeiten wurden häufig Musikinstrumente, Holz- und Zahnräder aus ihm hergestellt. Bereit in der Antike wurde er rege kultiviert. Auch im Mittelalter erlebte er eine (im wahrsten Sinne des Wortes) „Blütezeit“, geriet jedoch im 18. und 19. Jahrhundert fast völlig in Vergessenheit.
Zuweilen wurden ihm in der Mythologie metaphysische Wirkungen zugeschrieben. Ähnlich der Vogelbeere und Elsbeere soll er im Dach vor Blitz schützen und in der Stube Geister verscheuchen. Außerdem wurde er im Schiffsbau verwendet: Eingebaut in den Schiffsbug soll er den Wellenzauber zu brechen und Stürme zu mildern vermögen.
Der Speierlings-Baum kann bis zu 300 Jahre alt werden.
Und übrigens – im Rahmen der Klimaerwärmung sehr wichtig – Der Speierling ist sehr resistent gegen Trockenheitsperioden.
Wer es schafft einen Speierling bis zur Obsternte groß zu ziehen, der hat wirklich etwas seltenes für die Artenvielfalt geschaffen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Spenden:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Das Paradies auf Erden

Diverse unserer Tiere haben wir heute ins „Paradies auf Erden“ in Melle/Oldendorf am Schürenort gebracht.😊🐞🍀🐾🐾🐾🐾🦒
Dort können sie nun so richtig herrlich frisches Gras futtern und die Wiese am Wulberg kann sich etwas erholen.
Alle Schafe und Ziegen wurden zudem gegen Haarlinge behandelt.
Da es für die Jahrezeit deutlich zu warm ist haben einige der Schafe schonmal eine „Zwischenschur“ bekommen.
Auch Lotta ist auf einmal nur noch „halb so gross“. Der Unterstand wurde neu aufgebaut, einige Bäume eingezäunt
und danach – wie es sich für Blühwiesenpiraten gehört – einige Piratenbier getrunken.

Die Schafwolle legen wir in einem Umring auf viele viele Baumsetzlinge, welche wir gepflanzt haben. Darunter z.B. die Atlaszeder aus Nordafrika.
Die wird auf jeden Fall gegen die Klimaerwärmung bestehen.

Ein schweisstreibender Tag, aber hat sehr viel Spaß gemacht.

Danke an Simone Brockmann, Karsten Wachsmuth, Markus Schlie und Philipp Horstmann.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-broedel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabrueck

Und Diogenes sprach: Geh mir nur ein wenig aus der Sonne!

Und Diogenes sprach: Geh mir nur ein wenig aus der Sonne!

Auf einer unserer Versuchsflächen beginnt die Arbeit „Früchte zu tragen“.
Auf einem Teilstück einer gepachteten Fläche haben wir auf 400 m² eine Blühwiese ausgesät.
Direkt daneben, etwa auf 2000 m² wird „nur“ extensiviert (also Nährstoffe ausgetragen, die dann als
Mahdgut an unsere Schafe und Ziegen verfüttert werden). Genau auf diese Art und Weise haben sich „in der guten alten Zeit“ Blühwiesen
schließlich als Kultur-Form der Landwirtschaft (zwei Mal im Jahr eine Mahd) entwickelt.
Nachdem auf dem „Extensivierungsareal“ im ersten Jahr (2016) fast nur „fettes“ Gras wuchs, steigt die Artenanzahl
jedes Jahr merklich an. Schritt für Schritt.
Heute dort Gundermann, Günsel, größere Bestände des Wiesenschaumkrautes, Hirtentäschel, Ackerstiefmütterchen, Ackersenf (sieht aus wie Raps, ist aber keiner),
Färberwaid (sieht z.T. auch aus wie Raps, ist aber auch keiner), etwas rapsartiges und:

DAS ERSTE EXEMPLAR DER ROTEN LICHTNELKE (Silene dioica) in diesem Jahr entdeckt.
Laut johlend die Faust in den Himmel gereckt.

Die rote Lichtnelke verdreht die Augen. „Der Freak schon wieder. Mann ey!“
Einen lauten Jubelschrei (bis nach Gesmold) ausstoßend kann ich mich kaum satt sehen.
„Mann, verpiss Dich! Geh mir nur ein wenig aus der Sonne!“

Ich verstehe. Die Flockenblume hat wohl Diogenes gelesen.
In Ordnung. Genau wie damals Alexander nehme ich ihr das nicht krum und gehe fröhlich vor mich hinflötend
Mahdgut für unsere Tiere aufladen. Über diesen Flockenblumen-Rotzlöffeln muss man einfach drüberstehen.

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Weitere Blühwiesen in Melle-Buer

Gestern Abend noch ein sehr nettes und produktives Treffen mit Dieter Finke-Gröne und einigen Landwirten gehabt. Vielen Dank dafür.
Auch in Buer werden zwei weitere schöne Blühwiesen entstehen. 🦋🐛🐝🐞🐞🌼🌻🌺🌷🌺🌺🐾🐾
Auf der Karte (siehe Bild: rot-gelbe Punkte) gut zu erkennen: Die Blühwiesen-Verdichtung wird dort immer größer. Total klasse immer wieder auch, wie viele Landwirte sich gegen das Insektensterben stark machen. Sehr gut!!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabrueck

Auch heute findet durch die Firma „Coffee Perfect“ wieder ein Eintopf-Verkauf zu Gunsten unseres „Gnadenhofs Brödel“ statt

Auch heute findet durch die Firma „Coffee Perfect“ wieder ein Eintopf-Verkauf zu Gunsten unseres
„Gnadenhofs Brödel“ statt 😀😀🌷❤️🦔🐝🍲🍎🥝🍇🥨
(Römereschstraße 38
49090 Osnabrück, 11.00 bis 14.00 Uhr) [https://www.coffee-perfect.de/]…

Vielen herzlichen Dank dafür (Ute Ost).
Gebeten wird um eine Spende von 3 Euro pro Portion.

Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung.

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de

Das Schicksal am Schopfe packen – um es dann voll auf die Tischplatte zu donnern

Das Schicksal am Schopfe packen – um es dann voll auf die Tischplatte zu donnern
Neuer Trockenheitsrekord im April in Deutschland (?)
Was in den nächsten Jahren (vermutlich) folgen wird…
Und: Schweinemastanlage in Melle/Oldendorf sorgt weiter für Wut, Frust und Empörung…Dabei sind die Verursacher „Wir selber“
Einige unserer frisch angelegten Blühwiesenflächen erinnern aktuell an den „Dust Bowl“ in den USA in den 30er Jahren. Wer etwas mehr erfahren möchte, der lese einmal „Früchte des Zorns“ von John Steinbeck (publiziert 1939).
Nicht auszuschließen, dass dieser Roman in den nächsten 30 Jahren auch für viele hiesige Landwirte einen traurigen Aktualitätsbezug erzeugen wird (postum).
Nach Deutschem Wetterdienst fielen in der 1. Hälfte des April 2020 im Mittel in Deutschland nur knapp 3 Prozent der sonst im ganzen Monat typischen 58 L/m2. Ein neuer Trockenheitsrekord kündigt sich an (siehe Grafik).
Die Klimaerwärmung schlägt mit voller Wucht zu.
Heute nen Tag Urlaub und bei einigen Anrainern unserer angelegten Blühwiesen gegen das Insektensterben nachgefragt, ob diese die Flächen ab und an bewässern würden. Die „Staubschüsseln“ haben kaum eine Chance aktuell zur Blüte zu kommen.
Sehr positiv: Alle kontaktierten Personen haben sich bereit erklärt hier ab und zu zu wässern. Die Trockenheit sorgt nicht nur für massive Probleme im Einsatz gegen das Artensterben, auch die Landwirtschaft wird derbe darunter leiden. Und viele Gartenbesitzer machen sich Sorgen um ihre mühsam angelegten Gärten und grünen (leider manchmal millimeterkurzen) Rasenflächen.
Jammern nützt nichts. Jammern ist die passivste Form sich einer Jahrhundertaufgabe zu stellen. Die ewige Jammerei – ohne „Handlungsverbund“ (also ohne selber anzupacken und etwas zu ändern) ist fürchterlich (!!!) und langweilt mittlerweile ganz massiv.
Heute also weitere Zäune gezogen, um die letztes Jahr eingepflanzten Baumsetzlinge vor dem Tierverbiss zu schützen.
Bäume gegen die Klimaerwärmung. Es liegt so nahe. Und doch ist vielleicht einfach die Zeit gekommen einzusehen, dass wir verloren haben und verlieren werden – es geht (vielleicht) nur noch um kleine Korrekturen des sich global anbahnenden Massivschadens der Klimaerwärmung.
„Wir waren halt einfach zu doof“ – so wird es in den nächsten Jahrzehnten heissen.
Nur ein Beispiel von vielen:
Die Klimaerwärmung ist (bei halbwegs geistig „auf der Höhe seienden Personen“) kein Konstrukt mehr.
Und dennoch:
Gemäß Statista-Plattform lag die Anzahl der Flüge in Europa in den letzten Jahren so hoch wie noch nie. Als ob es die Klimaerwärmung nicht gäbe….
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/255880/umfrage/anzahl-der-flugbewegungen-in-europa/
„Scheiß doch drauf! Malle ist nur einmal im Jahr“…
Wir haben nun (in langsam und kontinuierlich ansteigender Verzweifelung) jede Menge Saatgut bestellt. Zum Beispiel von der Orient-Fichte, um Baumarten hochzuziehen,
die gegen die Klimaerwärmung bestehen können.
David gegen Goliath?
Wohl eher Davids Augenbraue gegen Goliath…
Eine subjektive Meinung: Die Position, dass heimische, naturbelassene Wälder in den kommenden 30 Jahren dem Klimawandel trotzen können,
wirkt angesichts der Minimal-Niederschläge fast schon lächerlich. Wie sollen heimische Baumarten bestehen können, wenn die Niederschläge kontinuierlich geringer werden?
Und doch gilt: Aufgeben gilt nicht!
Nun, was passieren (vermutlich) wird? So genau weiß das Niemand. Aber nicht unwahrscheinlich ist: Die Klimazonen verschieben sich rasant. Diverse sogenannte „Umkehrpunkte“ sind mittlerweile überschritten worden.
Das führt z.B. dazu, dass Permaforstböden auftauen, welche gleichfalls sehr viel CO2 freisetzen.
Der Klimawandel gewinnt dadurch zusätzlich an Tempo.
Evolutive Anpassung? Was für ein Blödsinn. An das Tempo der rasanten Klimaveränderung kann sich kaum eine Art anpassen. Diese Behauptungen sind schlichtweg Schwachsinn! Die Selektion ist groß, ok.
Survival of the fittest, auch ok. Aber Charles Darwin wäre (vermutlich) überrascht, wie wenig Arten am Ende noch über bleiben.
Sicherlich macht es Sinn, sich zusätzlich „zu rüsten“, also Arten hochzuziehen, welche in den kommenden „Dust Bowls“ noch Schatten spenden und überleben können. Heute zudem einen Strohhut gekauft. Wird diesen Sommer herausragende Dienste leisten.
Beste (perönliche) Investition der letzten 10 Jahre.
Interessant auch: Hier in unserem Ort wird aktuell eine Schweinemast-Großanlage gebaut.
Diese wird mehrere Tausend Liter Grundwasser pro Tag benötigen. Alles legal, und: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Die „Schuld“ (der ökologischen Scheiß-Egal-Mentalität) liegt also weniger bei dem einzelnen Landwirt als vielmehr beim Markt als „Geld-bestimmt-die Welt-Motor“.
In vielen vielen Gesprächen erleben wir: Die Menschen machen sich große große Sorgen. „Wir haben jetzt schon zu wenig Niederschläge. Unsere Gärten trocknen aus. Die Schweinemastanlage wird dem Ganzen den Rest geben. Das Grundwasser wird absinken.
Und dann?“
Ja, und fairerweise muss man sagen: Die Verantwortung liegt nicht nur bei den Errichtern einer solchen Anlage (mit den vermutlich folgenden schlimmen Folgen
für die lokale Ökologie. Der Ausspruch „Man könnte kotzen“ ist hier noch sehr zurückhaltend formuliert).
Die Verantwortung liegt bei den Menschen (uns (fast) allen, welche nach der günstigen Bratwurst schreien).
Bereits einige Male erlebt und gehört: Scheiß Schweinestall da!!! Absolute Umweltschänder! Und mein Garten verbrennt und ich
darf nicht mehr gießen oder was!! Aber geiles Wetter, lass doch heute Abend mal grillen. Aber mit die günstigen Würste, mein Geldbeutel ist knapp zur Zeit!“
Hmmmh…Danke für die komplexe Analyse.
Auch das wird in den nächsten Jahren eine krasse Folge werden. Die Landwirtschaft wird noch stärker am Pranger stehen als jetzt schon (offen gesagt: Zu Unrecht).
Wer glaubt, dass der Reputationsverlust der letzten Jahre nicht zu steigern ist, der wird massiv eines Besseren belehrt werden.
„Die Landwirte graben uns das Wasser ab“, wird es heißen.
Und gleichzeitig wird übersehen: Wir graben uns das Wasser selber ab! Wir als „der Markt“, die wir (ihr) fressen und fressen und fordern und fordern („muss günstig sein, günstig! Geiz ist geil!“).
1 Kilogramm Rindfleisch verbraucht 15.000 Liter Wasser
Zitat:
Eine Kuh nimmt in ihrer kurzen Lebenszeit von drei Jahren, bis sie für ihr Fleisch getötet wird, 1.300 Kilogramm Getreide und 7.200 Kilogramm Heu oder Silage zu sich.
Für ein Kilo Rindfleisch werden bis zu 16 Kilogramm Futtermittel benötigt. Den größten Anteil am Wasserverbrauch bei tierischen Produkten hat das für den Futtermittelanbau verschwendete Wasser. So kommen bei dem genannten Futterverbrauch 15.300 Liter genutztes Wasser für ein Kilogramm Rindfleisch zustande. Hinzu kommen noch das Trinkwasser für die Tiere und das Wasser, das für die Reinigung der Ställe genutzt wird. Rindfleisch hat also nicht nur den eigenen „Wasserrucksack“,
sondern belädt diesen auch mit den kleineren „Wasserrucksäcken“ aus dem Pflanzenanbau. Dadurch ergibt sich die unglaubliche Summe von 15.500 Litern Wasser
für ein Kilogramm Rindfleisch. Quelle: https://www.peta.de/wasser, vergleich auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser
1 Kilogramm Schweinfleisch: Ca. 4500 Liter !!! Wasser
Quelle z.B.: https://www.sonnenseite.com/de/umwelt/diese-lebensmittel-verbrauchen-am-meisten-wasser-in-der-herstellung.html
4500 Liter Wasser für ein einziges Kilo Schweinfleisch!!
1 Kilogramm Äpfel:
Ca. 700 Liter Wasser
1 Kilogramm Kartoffeln:
Ca. 200 Liter
1 Kilogramm Tomaten
Ca. 110 Liter
Tja, wir schaffen uns also rasant unser eigenes Grab und können offenbar garnicht tief genug buddeln.
Wenn wir nicht alle schneller handeln und die Politik (in vielen Teilen (nicht in allen) in ihrer Trägheit
optimal adaptiert an die „träge Masse der Gesellschaft“) mitzieht sind wir ohne jegliche Chance.
Da helfen auch Orientfichten für die globale Agonie der nächsten 50 Jahre und Blühwiesen nicht mehr.
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
Spenden für den Überlebenskampf vieler Insektenarten:
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck

Blühwiese 180 ist nun auch fertig

Blühwiese 180 ist nun auch fertig. Danke an unseren Hufschmied Niño Escher (Der beste Hufschmied von hier bis Kathmandu :-)). https://www.hufbeschlag-ninoescher.de

Auch in Bissendorf werden es immer mehr Blühwiesen. Bei Nino Escher sogar direkt gewässert. Und nach getaner Arbeit ein eiskaltes Heineken. Herrlich 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Bauprojekt um eine Tulpe herum – ein klassischer Sonntag auf dem Gnadenhof Brödel

Bauprojekt um eine Tulpe herum – ein klassischer Sonntag auf dem Gnadenhof Brödel 🌷🌷🌷🐝🐝☺️🦔🙂🙂

Am Wochenende ist hier die Zeit, in der wir etwas schaffen können.
Heute war wieder ganz schön was los..
Einige Wildtulpen blühen und viele Hundert Baumsetzlinge, die letztes Jahr gepflanzt wurden, bekommen die ersten Blätter.
So wertvoll! Den Kampf gegen die Klimaerwärmung nehmen wir auf! Mehr Bäume! Mehr Mehr Mehr…so schaffen wir auch Kleinklima-Gebiete, in denen das Leben (vielleicht) auch in 30 Jahren, trotz Klimaerwärmung, (vielleicht) noch eine Chance hat.

Immer wieder beeindruckend: Weidenstecklinge. Eigenlich nur ein „Stock“, nach etwa 5-6 Jahren eine meterhohe Weide.

Danke insbesondere an Philipp Horstmann, der heute hier etliche Stunden gerödelt hat.

Wir haben Baumsetzlinge durch Zäune vor dem Verbiss der Tiere geschützt. Eine Wiese extensiviert, damit dort Nährstoffe entzogen werden (erst dann können
sich viele Wildblumen dort ansiedeln). Die Überdüngung von Flächen ist ein großes Problem. Sind dort zu viele Nährstoffe drin, dann „gewinnen beim „Wachstumswettbewerb“ einige wenige Grasarten. Die Artenvielfalt hat dann keine Chance. Das frische Grün sorgt für große Freude bei den Tieren.

Kartoffeln wurden eingesetzt, die Weiden abgeäppfelt, die Pferdeäppel sorgen für einen guten Dung beim Anpflanzen neuer Baumsetzlinge (z.B. beim Speierling).
Jetzt können wir Baumsetzlinge aussäen. In Gewebesäcken, in einem Mix aus Tierdung und Erde, schaffen wir für verschiedene Arten entsprechende Bedingungen.

Beim Zaunbau einen Dialog mit einer Wildtulpe geführt:

„Ey, hier lebe icke! Ihr wollt doch woll nicht durch meen Vorgarten oder watt ey?!!“ (aggressiver Unterton).

„Oh Sorry, nein natürlich nicht. Da machen wir einen Bogen drum herum.“

„Na also, meen ick doch!“

Puh..ein Glück. Mit einer Tulpe will sich bekanntlich niemand gerne anlegen. 🌷🌷🌷💥💥

Danke an Annika Potthoff, welche uns viele Setzlinge des Blutweiderichs vorbei gebracht hat. Total klasse! Blutweiderich ist eine tolle Insektenpflanze und benötigt viel Feuchtigkeit.
Das ein oder andere Feuchtbiotop wird von uns diese Jahr noch gestaltet und optimiert. Da wird sich der Blutweiderich wohlfühlen.

Danke an Sandra Hielscher und Julia Behncke, welche einen Sichtschutz für die Ziegen-Streihähne „Apollon“ und „Elli“ gebaut haben.
Die Vergesellschaftung (durch einen Zaun getrennt) läuft noch ein wenig hörnerkrachend.

Danke an Saskia Niemeyer, Angie Black und weitere Personen für den netten Besuch. 🙂

Und im Gemüsegarten wurde heute tatkräftig agiert. Ein Unterstand für die Tomaten wurde geschaffen und noch viel viel Gemüse ausgesät.
Eine kleine Krähe hatte großen Spaß, auf dem Rücken von Pony „Chayenne“ herumkutschiert zu werden und das zahme Huhn Trude ist bei jeder Aktion dabei und hofft, das hier und da ein Würmchen oder ein Sonnenblumenkern abfällt.

So ist jeden Tag alle watt 🙂

Gnadenhof Brödel Melle
http://gnadenhof-melle.de
https://www.betterplace.org/de/projects/71760-gnadenhof-brodel-melle-artenschutzprojekt-blumiger-landkreis-osnabruck

Artensterben stoppen

Blühwiese 180 ist nun auch fertig. Danke an unseren Hufschmied Niño Escher (Der beste Hufschmied von hier bis Kathmandu :-)). https://www.hufbeschlag-ninoescher.de

Auch in Bissendorf werden es immer mehr Blühwiesen. Bei Nino Escher sogar direkt gewässert. Und nach getaner Arbeit ein eiskaltes Heineken. Herrlich 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

5-Sterne-Artenparadies

Blühwiese Nummer 179, heute vormittag in Melle/Oberholsten angelegt.

Was hier entsteht ist ein Naturparadies a la bonheur. Fünf Sterne (und nicht einer weniger) 🌱🌻🌼🐞💦🌧💪🦹‍♂️🐭🐹🦉🦋🐝🐌🦋🦋🦋😀😀
Nicht nur 2 Blühwiesen (eine davon wurde bereits im März angelegt) sondern auch eine Streuobstwiese, Schmetterlingsflieder und und und befinden sich hier.
Danke an Marco Lülf, Kilian Lülf, Dirk Lülf, Maike Lülf, Mirna Lülf, Mattis Lülf
Das ist richtige Einstellung!! Naturschutz enntsteht durch Handeln und aktiv werden.
Familie Lülf hat z.B. auch einen Schleiereulenkasten aufgebaut. Bereits nach 4 (!) Tagen wurde dieser bezogen, durch 2 Turmfalken 🙂 (Fotos von Hans Lumme).

Auf dem mittlerweile staubtrockenen Boden (betonhart) heute mit 2 Fräsen gearbeitet.
Diverse Blühareale werden (vermutlich) in diesem Jahr (sofern sie dieses Jahr ausgesät wurden) nur marginal blühen.
Das macht aber nichts. Im nächsten Jahr wird es dann umso schöner (die Feuchtigkeit des Winters lässt das Saatgut in der Regel dann im Fühjahr keimen).
In diesem Sinne ist es auch bei Blüharealen (die im ersten Jahr nicht so gut wachsen) wichtig, diese im Herbst zu mähen und das Mahdgut abzutragen.

Und: Verschiedene Saatgut-Varianten benötigen eine Frostperiode und keimen erst, wenn das passiert ist.
Klingt komisch, ist aber so.
Im Fachjargon nennt man das Einlegen des Saatgutes in Kühlkammern auch „Stratifizieren“.
Ein pfiffiger Schutzmechanismus der Evolution.
Das Saatgut keimt erst NACH dem Frost…(denn wenn es vor dem Frost keimen würde, dann wäre das ja wirklich nicht so günstig).

Schön zu sehen ist aber: Auf der im März ausgesähten Fläche sind trotz der massiven Trockenheit verschiedene Keimlinge am Wachsen: Sonnenblumen, Phacelia,
Ackersenf…

Noch 32 Tage bis zur Fertigstellung des Bundesweit ersten Blühwiesenkorridors (35 Kilometer von Hagen a.T.W. bis nach Melle).
Das, was mit so vielen vielen Beteiligen, vom Landwirt bis zur Grundschulklasse, geschaffen wurde,
ist wirklich stark.
Der aktuelle Blühkorridor lässt sich hier einsehen:
http://insektenrettung.de/karte/oltest/dist/pollenversorgung2.html?mlat=915031&mlon=6847523&zoom=12

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de
https://www.betterplace.org/de/projects/61252-blumiger-landkreis-osnabruck