Für einen Erhalt des Gnadenhofes in Melle/Westerhausen

Die Stadt Melle (Bauamt) hat einen Betrieb unseres kleinen Gnadenhofes „Brödel“ in Melle/Westerhausen untersagt – Dagegen wehren wir uns.

Das Bauamt der Stadt Melle hat uns aufgefordert, die Stallungen unseres Gnadenhofes zu entfernen. Auch eine Beweidung der Flächen wird untersagt – mit dem Hinweis, diese befänden sich in einem Wohngebiet (dies ist gemäß Flächennutzungsplan nur zum Teil richtig!). Die Ironie: Es gibt keine Einwände der Nachbarn.
Bis auf eine Partei haben sich in einer Unterschriftsliste sogar alle Anrainer explizit FÜR einen Erhalt der Tiere ausgesprochen (ein Anrainer verhält sich dabei neutral).

Zur Einstimmung sei an dieser Stelle einmal die Präambel des „Einpflanzbuches“ gepostet:

Dieses Buch ist all denen gewidmet, die sich auch für die Belange der „kleinen Tiere“ (Ergänzung: Und großen Tiere) in der Natur interessieren.
Es ist geschrieben für die Menschen, welche sich aktiv in Natur- und Arten- und Tierschutz einbringen (wollen).
Es ist ein Kompliment an jene, welche sich abmühen, kämpfen, sich nicht unterkriegen lassen, querköpfig bleiben und auch bei Gegenwind nicht umfallen.
Lasst Euch von Eurem Weg nicht abbringen und bleibt standhaft, Ihr Helden des Alltags!
Euer Handeln ist wichtig und grandios!
JedEr für sich kann „Großes“ bewirken. Egal ob im eigenen Garten, auf dem Balkon, in den Köpfen der Mitmenschen etc.

Und: Werden wir gemeinsam aktiv, dann versetzen wir Berge!

Aus: Die Wubbjes helfen der Natur – Das Einpflanzbuch
http://das-einpflanzbuch.de

Argumente für den Verbleib des Gnadenhofes in Melle/Westerhausen

Weiß-Gelb in Osnabrück

Gestern auf die alten Tage eine Vorlesung an der Uni gegegeben – Räumliche Datenbanken.
Und vor dem Unigebäude an der Barbarastraße in Osnabrück blüht es in gelb und weiß herrlich.
Das weiße dürfte (glaube ich) Fenstrahl sein (Berufkraut).
Es tut der Schönheit zwar keinem Abbruch, aber das gelbe Jakobskreuzkraut ist hochgradig giftig.
Würden unsere Gnadenhoftiere das futtern, so würden sie nach einiger Zeit tot umfallen.
Sogar im Heu bleibt es toxisch. Die Vergiftung wirkt kumulativ – und trotzdem kann es schnell gehen.
Würde eine 40 Kilogramm schwere Ziege insgesamt etwa 80 Kilogramm der Pflanze fressen
(15 Triebe wiegen bereits 1 Kg) – so wäre das der Existus.

Miniaturförderung gegen des Insektensterben in Sichtweite

Bekannterweise starten ja auch die Niedersächsische Landesregierung sowie die Bundesregierung
zu 2019 Förderprogramme gegen das Insektensterben.
Die Bundesregierung stellt 5 Millionen Euro – Was immerhin ein Anfang und ein politisches Zeichen ist.
Im Gesamthaushalt jedoch ist es ein schlechter Witz.
Der Gesamthaushalt (Ausgaben) liegt im Jahre 2018 z.B. bei ca. 335 Milliarden Euro, 5 Millionen sind somit:
ca. 0,0015 % des Jahres-Haushaltsvolumens.
Es ist übrigens nahezu genau so viel wie für die Vorbereitung des Beethovenjubiläums 2020 im Jahre 2017 ausgegeben wurden (ca. 4 Millionen)
oder aber für Orgelsanierungen (5 Mio in 2017).
Bei der Relevanz des Artensterbens: Viel zu wenig!

Ein Meer von Kamille (auch die „unechte“ ist schön)

Auch in Melle Oldendorf am Kreimerhof geht es weiter.
Feuchtbiotop und Gnadenhofausbau „Brödel“ (http://gnadenhof-melle.de).
Noch einmal ordentlich Lehm in einem der Feuchtbiotope verlegt. Damit sich das Wasser konstant hält, muss eine Lehmschicht mindestens 20 cm hoch sein.
Der Lehmberg ist fast abgetragen, morgen wird nachbestellt.
Und es blüht dort Blutweiderich, auch sehr schön für Insekten. Zudem: Auch Insekten müssen trinken, da sind Wassernischen sehr wichtig und hilfreich.

Karsten hat schon begonnen auf der Fläche weitere Zäune zu ziehen.
Bald werden wir wohl den ungenehmigten Bauwagen in Westerhausen abbauen (wir haben eine Frist bis zum 1. September),
um diesen dann als Stall z.B. für Hühner, einige Schafe, einige Ziegen etc. am Kreimerhof wieder aufzubauen. Wir bereiten dieses aktuell vor.
Für die Gesamtheit unserer Tiere jedoch ist dieses Areal ohne Diskussion und ohne jeglichen Zweifel viel zu klein – Wir werden gesichert keine
Ponys dauerhaft auf 400 m² (+-) halten.
Toll ist, wie es am Kreimerhof blüht. Es ist zwar doch nicht die „echte“ sondern die „falsche“ Kamille (die echte wird bis 50 cm hoch,
die falsche bis 80 cm; die echte weist ein Loch unter dem Blütenknopf auf, die falsche nicht; die echte riecht sehr intensiv, die falsche kaum).

Wir machen weiter – Unter veränderten Rahmenbedingungen

Blumiger Landkreis Osnabrück/Blumiges Melle

Wir machen weiter – Unter veränderten Rahmenbedingungen
Blumiges Melle läuft ja im August 2018 aus – und wird doch fortgeführt (sofern unsere Anträge durchkommen)

Wir brauchten ja einige Wochen etwas Verschnaufpause und haben nun entschieden,
dass wir die Projekte – auch aufgrund des großen Rückhaltes in der Bevölkerung, weiterführen – jedoch unter veränderten Rahmenbedingungen.

War es bislang in den meisten Fällen so, dass wir die Flächen ehrenamtlich, kostenfrei, in Eigenregie und ohne Unterstützung angelegt haben
(und doch: Es gab auch ganz ganz viele Wiesen, die gemeinschaftlich mit viel Input vieler HelferInnen geschaffen wurden),
so wird diese Form der Blühwieseanlage von uns nicht mehr fortgeführt.

Die Bedingungen für die weitere Schaffung von Blüharealen im Jahre 2019 ist, dass:
a) Diese möglichst selber durch die Flächeneigentümer angelegt wird (wir stellen das Saatgut gegen eine kleine Spende, sofern unsere Anträge dafür durchkommen)

oder

b) Diese in einer Gemeinschaftsaktion geschaffen wird

oder

c) Eine Teilfinanzierung bezahlt wird (dann machen wir es in Ausnahmefällen auch eigenständig, ohne Unterstützung)

UND:

Für alle Blühwiesen gilt, dass sich die Flächeneigentümer bereit erklären, die Mahd und Pflege der Blühwiesen eigenständig zu übernehmen.
Natürlich beraten wir gerne und geben Tipps.

Ausnahmen sind natürlich möglich, wenn keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen oder aber
z.B. aufgrund körperlicher Schwierigkeiten eine Unterstützung nicht möglich ist.

Ein anderes Modell wäre leider für uns nicht mehr schaffbar,
da im südlichen Landkreis im Rahmen der Projekte mittlerweile 85 Blühflächen entstanden sind.

Anträge werden wir zu Beginn des Jahres 2019 stellen, wenn die Insektenschutz-Rettungsprogramme der Niedersächsischen Landesregierung
und der Bundesregierung herauskommen (die Eckdaten dafür sind im Detail noch ziemlich unklar).

Die beiden Bilder stellen ein tolles Beispiel dar übrigens. Hier haben wir im April lediglich da Saatgut verschickt. Alles andere
haben die Gartenbesitzer geregelt 🙂 Top!

Das Artensterben können wir nur gemeinsam verhinden. Blumiger Landkreis Osnabrück, http://blumiger-lkos.de

Blüherfolg in Kerßenbrock

Einige Bilder einer von uns im Jahre 2017 angelegten Blühwiese in Kerßenbrock (Melle).
Total gut. Um die Mahd im letzten Jahr haben sich die Flächeneingentümer gekümmert und die Wiese durch Schafe abgrasen lassen.
Der Blüherfolg in diesem Jahr kann sich sehen lassen 🙂

Neue Blühflächen in Melle/Westerhausen und Melle/Oldendorf

Blumiges Melle/Blumiger Landkreis Osnabrück
Andererseits…ist heute ein guter Tag 🙂

Bei @I-DATA (Danke an Anja Lange-Huber) eine Blühfläche angelegt.
http://www.al-data.net/ – Nicht nur ein wichtiger Beitrag für den Artenschutz,
auch beeindruckend, was hier für ein Unternehmen aufgebaut wurde.
Danke auch für die Spende, denn auch wenn „Blumiges Melle“ zwar im August ausläuft, so wollen wir natürlich
in 2019 weiter an einer Biotopvernetzung arbeiten und auch dann frisches Saatgut für weitere Areale erwerben.
Und Hund Frieda freut sich auch 🙂
Schaut Euch mal die Blühwiesenkarte von Westerhausen an, das ist wirklich beachtlich mittlerweile.

Danke auch an Simone, den Ortsrat Oldendorf und Anwohner des Friedensgartens in Oldendorf.
Dort wurde heute auf etwa 100 m² eine tolle Blühfläche angelegt.
Die Insekten freuen sich jetzt schon. Wichtig dabei (siehe Karte):
Das Blühareal liegt nur 500 m² entfernt von der Blühfläche am Kreimerhof. Viele Wildbienen schaffen diese Distanz
gerade so mit ihrem Raumschiff (eine kleine Distanz für die Menschheit, eine große Distanz für viele Insektenarten –
und wichtig für einen genetischen Austausch).

Eines muss/soll wirklich an dieser Stelle einmal gesagt werden.
Melle kann stolz sein auf die vielen Beiträge zum Artenschutz.
Gemeinsam schaffen wir GROSSES im Kleinen, herausragend!

Die Blühwiesen entwickeln sich – und wie :-)

Heute einige Blühwiesen besucht. Was für eine Farbenvielfalt 🙂
In Melle an der Bifurkation blüht noch sehr viel Magerite.
Die tollste Blühwiese ever (bislang), also quasi eine „Jahrhundertblühwiese“
ist bei Brockmeyer’s Gasthaus ‚Zur Bifurkation‘ (Allendorfer Str. 59, 49326 Melle) zu bestaunen.
Etwas vergleichbares habe ich noch nie gesehen, in allen Farben und Formen. Und es summt und brummt.
Die zweijährige Nachtkerze, Natternkopf, Großblütige und mehlige Königskerze, und so viel Leben. Es ist so einfach und doch so selten, leider!

Manchmal ist es nicht nachzuvollziehen, warum gerade dort so viel blüht. Die Fläche wurde nicht anders bearbeitet als andere Flächen auch. Wir haben dort letztes Jahr lediglich eine Mahd durchgeführt.
Das Saatgut ist „Blühende Landschaft Nord“ sowie der Schmetterlings- und Wildbienensaum von Rieger Hofmann.
Naja, es ist wie es ist und wir brauchen mehr davon.
Auch die tolle Fläche beim Stahlwerk Georgsmarienhütte entwickelt sich. Große Kolonien „Blauer Lein“ und Kornrade finden sich dort. Auch einiges an Phacelia hat sich durchgesetzt.
Herrlich 🙂

Weidetiere sorgen für natürlichen Wildblumenbewuchs – und fördern sandige Offenflächen (wichtige Nisthilfen für viele Wildbienen)

Unterschriftenliste für den Verbleib der Tiere des Gnadenhofs Brödel (Melle/Westerhausen) – Melle ist nicht Tokio ****
Kostenloser Wurmhumus abzugeben (komplett Öko, Top für Tomaten, Gurken, Kürbisse) ****
Heute Gesundheitstag der Ponys

Gnadenhof

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Nachdem das Bauamt der Stadt Melle uns informiert hat, dass nun die Unterkünfte für Ponys, Ziegen und Schafe
in Melle/Westerhausen entfernt werden müssen (aber in Melle/Oldendorf am Kreimerhof wieder aufgebaut werden dürfen), haben sich
bei uns eine Vielzahl besorgter, verstimmter, enttäuschter, trauriger und auch verärgerter Nachbarn gemeldet.

„Die Tiere sollen bleiben, sie stören doch niemanden, sorgen für so viel Ruhe, wir wohnen doch auf dem Land!!“
Was wir toll finden: Eine sehr nette Anrainerin der Gnadenhoffläche (Vielen Dank an Karin :-)) hat sogar eine Unterschriftenliste rumgehen lassen.
Bis auf eine Partei (so unsere Information) sollen alle Anrainer für den Verbleib der Tiere unterschrieben haben. Wir sagen danke!!! (:-) und sehen das als Auftrag an,
diesbezüglich noch einmal mit der Stadt zu reden.
Die Argumente für den Verbleib der weidenden Tiere, gemäß vieler Nachbarn: Sie sorgen für so viel Ruhe, Unterhaltung und nette Abwechslung.
Gerade bei der unglaublich lauten Bahnstrecke tut die Gelassenheit der Tiere sehr gut.

Ein Nachbar hat es auf den Punkt gebracht: „Was soll das. Warum sollen die weg? Wir wohnen hier auf dem Land – Tiere waren immer da – das gehört hier dazu. Melle ist nicht Tokio, zum Glück!“
Noch einige Argumente mehr: Die Beidung der Tiere sorgt dafür, dass sich viele Wildblumen durchsetzen können – auf natürliche Art.
Das ist aktiver Natur- und Insektenschutz – durch Wiedetiere!!
Zudem entstehen sandige Offenflächen, wichtige Refugien für viele Wildbienen – auch wichtig!
Die entstehenden Emissionen (Tiermist) werden regelmäßig abgeäppelt und kompostiert (dafür haben wir ja sogar den Klimaschutzpreis der Stadt Melle erhalten).
Toller Öko-Humus für Tomaten, Gurken und Kürbisse (siehe unten), der noch dazu verschenkt wird.

Anmerken möchten wir jedoch: Die Zusammenarbeit mit der Stadt Melle (insbes. Bau- und Umweltamt) läuft sehr gut. Nächste Woche findet z.B.
ein Informationsgespräch mit Stadtvertretern wegen der Anlage von Blühwiesen statt. Auch die Anlage der Feuchtbiotope fand in Abstimmung mit dem Bau- und Umweltamt statt.
Zwei städtische Blühareale werden zudem von uns ehtrenamtlich gepflegt. Für das nächste Jahr steht eine extensive Beweidung städtischer Flächen durch unsere Tiere im Raum.
Das Bauamt hat sich zudem in der Vergangenheit immer sehr kooperativ und kulant erwiesen und
den vorhandenen Bauwagen auf dem Gnadenhof Brödel (Unterkunft der Hühner, Ziegen und Schafe) und den Stall im Rahmen einer Duldung sehr lange toleriert.
Wenn die Bauvorschriften so sind wie sie sind, dann hat auch das Bauamt diesbezüglich
kaum Möglichkeiten – das möchten wir hier betonen bevor Missverständnisse entstehen. Bauwagen und Stall werden somit im Sommer durch uns umgesiedelt.
Bezüglich einer Beweidung werden wir nach dieser tollen Solidarität und der Unterschriftenliste noch einmal das Gespräch mit der Stadt suchen –
denn auch wir wünschen uns, dass die Tiere bleiben können.

Kostenloser Wurmhumus abzugeben

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Die Pferdeäpfel unserer Tiere werden regelmäßig „abgeäppelt“. Das ist wichtig für eine Weidehygiene und die Gesundheit der Tiere – und auch damit es nicht stinkt.
Auch Schafs- und Ziegenmist werden teilweise entfernt und landen dann auf unserer Wurmfarm:

Dieser ist komplett natürlich, enthält wertvolle Ton-Humus.Verbindungen und ist ein toller Bodenverbesserer.

Und so wächst Kresse auf unterschiedlichen Mistformen:
http://wurmpalast.de/wp-content/uploads/2017/09/7tage.png

Legende:
A= Schafs- und Ziegenmist (1 Monat abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
B= Schafs- und Ziegenmist (3 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
C= „Normale“ Erde [keine Wurmverarbeitung]
D= Frischer Pferdemist [keine Wurmverarbeitung]
E= Pferdemist (2 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
F= Pferdemist (6 Monate abgelagert) [keine Wurmverarbeitung]
G = Wurmhumus

In Melle/Westerhausen könnt ihr diesen nun kostenlos abholen (Am Wulberg 15, in gelben Gewebesäcken, einfach mitnehmen ohne zu klingeln, nur solange der Vorrat reicht).
Ganz toll für Gemüse. Ihr habt Zweifel: Dann schaut Euch mal die Fotos mit unseren Kürbispflanzen auf der Wurmfarm an. Noch Fragen?
Manchmal gehe ich früh morgen zu den Tieren und plötzlich greift mich eine große Kürbisranke von hinten und nimmt mich in den Schwitzkasten.
Ein grimmiger Killerkürbis schaut mich dann an und wispert mit heiserer Stimme: Sofort eine große Schubkarre Pferdemist. Aber Pronto!!!
Sonst hast Du Deine Ziegen das letzte Mal gesehen!
Ich gehorche dann lieber…

Naja, wie auch immer: In den Gewebesäcken findet Ihr tollen Wurmhumus, gemischt mit Pferdeäpfeln und Hinterlassenschaften von Schafen und Ziegen (auch etwas Stroh kann dabei sein).
Viele Wurmkokons und diverse Kompostwürmer sind auch dabei.
Wer das nicht kostenlos nehmen möchte kann auch gerne freiwillig spenden:

https://spenden.stadtwerke-osnabrueck.de/project/gnadenhof-broedel-melle/ (jede Spende wird von den Stadtwerken verdoppelt)

https://www.betterplace.org/de/projects/61174-gnadenhof-melle-brodel-melle-westerhausen

Heute Gesundheitstag der Ponys

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Heute stand die erneute Impfung unserer Ponys an (gegen Tetanus und Tollwut). Das hat den garnicht gefallen. Vielen Dank an Tierärztin Eva Stenscke,
welche das sehr souverän durchgeführt hat. Am Ende gabs einige Leckerlis für die Shettys und alles war wieder gut.
Eines unserer Ponys hatte eine leichte/mittlere Hufreheerkrankung. Das kann böse enden. Extra dafür heute eine Weidefläche in einen sandigen Paddock umgewandelt
(es ist, so haben wir gelernt, oft sogar das ganz ganz kurze Gras, welche die Hufrehe fördern kann. Zwischen Wurzeln und Grasansatz sitzen sog. „Fruktane“, welche die im schlimmsten Falle sogar
tödliche Krankheit fördern). Tagsüber werden die Tiere nun auf dem sandigen Paddock verbringen, mit frischem Wasser und Heu. Erst Abend skönnen sie dann auch mal über die Fläche galoppieren (sind schließlich ursprünglich Steppentiere).

Trinkende Insekten am neuen Feuchtbiotop in Melle/Oldendorf

Heute mit vielen Schülern der IGS Melle das zweite Feuchtbiotop am Kreimerhof angefangen.
Hunderte Kilo Lehm wurden verlegt und tolle Pflanzen eingesetzt (z.B. Wasserlilien, Froschbiß, Seerosen).
Die Schüler haben die Pflanzen im Unterricht eigenständig ausgesucht.

Danke an die eifrigen Helfer und
insbes. Frau Remmers, welche immer wieder Schülerinnen und Schüler für Naturschutzprojekte motiviert. So lernen die Kinder in Theorie und Praxis.

Sehr schön auch: Auf der Blühwiese direkt neben dem Bachlauf tummeln sich ja Hunderte Schmetterlinge. Immer wieder sieht man diese,
wie sie sich an kleine Wasserstellen oder auf nasse Erde des neuen Biotops setzen und trinken. Am Kreimerhof ist die Welt noch in Ordnung 🙂

Das Feuchtbiotopprojekt wird durch Gelder der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe (1000 Euro), durch die NBank (Landesmittel Niedersachsen „Richtlinie Landschaftswerte“) sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

Erste Lesung gehabt (Grundschule Westerhausen)

Heute eine erste Lesung gehabt, an der Grundschule Westerhausen/Melle, hat Spaß gemacht 🙂
Das Buch „Die Wubbjes helfen der Natur – das Einpflanzbuch“ vorgestellt.
Die Kleinen waren gespannt dabei und voll bei der Sache. Beeindruckend, wie viel die Kinder schon über viele Dinge in der Natur wissen.

Das Buch gibt es in Melle bei der Bücherei Sutmöller oder im Internet http://das-einpflanzbuch.de
Soweit ich weiß auch über die Facebook-Gruppe „Wir in Melle und im Grönegau“.

Mit einpflanzbarem Buchdeckel, aus dem hilfreiche Pflanzen für Insekten wachsen. Kinder für Natur begeistern!

Auch Feuchtbiotope können hilfreich für Insekten sein

Heute das erste der beiden Feuchtbiotope in Melle/Oldendorf (Am Kreimerhof) gemeinsam mit der Grundschule Oldendorf angelegt.
Es blüht dort ja schon eine tolle Blühwiese, aber Bienen wollen natürlich auch etwas trinken. zudem fördert es die Ansiedlung von Störchen etc etc.
Und gerade Wildbienen mögen lehmigen Boden. Das Feuchtbiotop wurde mit einer großen Lehmschicht ausgestattet,
ein großer Haufen aber wird als zusätzliche Nisthilfe übrigen bleiben.
Damit das Wasser nicht versickert sind 20 cm Lehmschicht (mindestens) nötig.

Die Kinder waren begeistert dabei. Zunächst wurde der Lehmboden verlegt. In den letzten Wochen durften ja für 200 Euro
Wasserpflanzen eingekauft werden. Fein getrennt nach Uferzone, Feuchtwasser- und Flachwasserzone sowie Schwimmpflanzen.
Die Kinder haben sich u.a. für die Gauklerblume (siehe Foto, blüht schön gelb), Rohrkolben, Sumpfgarben, Wasserdost, Frauenmantel, Hornkraut und eine gelbe große Seerose entschieden.
Auch die Pflanzen wurden heute eingesetzt. Aktuell läuft Wasser in den Teich.

Vielen Dank an die Firma Röhr Garten & Landschaft GbR (http://gartenbau-roehr.de), welche die Areale ausgebaggert und den Lehm beschafft hat. Das lief sehr gut!!
Danke an alle Teilnehmer der Grundschule Oldendorf und natürlich an den Förderverein der Grundschule (Julia und Simone).
Das Projekt wird wesentlich gefördert durch die NBank (Landesmittel Niedersachsen „Richtlinie Landschaftswerte)
sowie aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Morgen geht es an das zweite Biotop, gemeinsam mit der IGS Melle.

Und insgesamt:

Durch die Anlage der Feuchtbiotope (Teiche und Bachlauf) entsteht ein zusätzlicher Lebensraum für eine Vielzahl von Arten (Flora & Fauna). Durch die Schaffung einer Ufer-, Flach-, Seicht- und Tiefwasserzone werden z.B. Lebensbedingungen für Frösche, Molche, Wasserkäfer, Libellen und auch Wasservögel geschaffen. Zum anderen dienen die Biotope auch einem größeren Nahrungsangebot (z.B. Frösche und Libellen für Störche). Es werden Flachstellen zum Ablaichen angelegt. In einem bestimmten Bereich ist das Wasser so tief, dass es selbst bei Frostperioden noch flüssig und damit bewohnbar bleibt.

Direkt am nordwestlichen Rand des Geländes befindet sich der Wanderweg „Meller Jubiläumsweg“. Wanderer und Spaziergänger können die Fläche besuchen und sich dort über die Projekte informieren. Auch das ist wichtig für eine aktive Umweltbildung und erlebnisorientiertes Wandern.

Vorgesehen ist, dass die beiden Teiche durch Regenwasser, welches von einem nahe gelegenen Stall mit einer Dachfläche von ca. 60 m² abfließt, gespeist werden (sog. „Himmelsteiche“). Zwischen den Teichen wird ein kleiner Bachlauf, ausgelegt mit Kies, geschaffen. Natursteine/-steinhaufen werden Teile der Uferzone begrenzen und solarstrombetriebene Umwälz-/Sauerstoff- und Schlammpumpen werden in die Teichanlagen integriert. Einer der Teiche weist eine Grundfläche von 60 m² sowie eine Maximaltiefe von etwa einem Meter auf (der zweite Teich: .40 m², Tiefe von 80 cm). Zwischen den Teichen liegt etwa eine Entfernung von ca. 30 Metern. Über eine Pumpe wird das Wasser aus dem unteren Teich in den oberen Teil zurück gepumpt (was zu einer hohen Sauerstoffanreicherung des Wassers führen wird).

Durch die Feuchtbiotope entsteht ein wichtiger Schutzpuffer gegen im Sommer auftretende Starkregen. Dieses ist nicht nur für Menschen wichtig sondern insbesondere auch für Tiere. Am unteren Rand des Geländes befindet sich ein umfassender Blühstreifen mit Offensandflächen. Diese werden von unterschiedlichen Wildbienenarten für ihre Nachzucht genutzt. Durch den „Puffer“ der Feuchtbiotope werden diese von abfließendem Starkregen geschützt. Eine Schutzzone für insekten entsteht.

Biotopvernetzung

In unmittelbarer Nähe der neuen Feuchtbiotope (etwa 100 Meter) fließt ein kleiner Bach (der „Oldendorfer Mühlenbach“). In etwa 800 Meter Entfernung befindet sich der Grönegausee (ein 3 ha großer Angelsee des Sportfischereiverein Bakum – Melle e.V.). In etwa 300 Meter Entfernung befinden sich zudem ein kleinerer See (ca. 200 m² groß).

Durch die Mittellage zwischen dem Bach und den bereits vorhandenen Seen wird zusätzlicher Lebensraum für „Feuchtbiotop-Bewohner“ geschaffen und eine Biotop-Vernetzung erreicht. Darüber hinaus wird für zusätzliche Nahrung der aktuellen Lebewesen der bereits existierenden Feuchtbiotope gesorgt. Die Anlage unseres Feuchtbiotopes wird einer wertvollen Biotopvernetzung dienen. Das integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) der Stadt Melle „Fabelhafter Grönegau“ (2014) hebt als wesentliches Ziel explizit einen Ausbau des Biotopverbundes hervor. In Bezug auf den Ortsteil Melle/Oldendorf wird betont, dass dieser im hochwassergefährdeten Bereich liegt und Schutzmaßnahmen zu entwickeln und zu realisieren seien. Als Leitprojekt (S. 68) wird im ILEK sogar ein Gewässerentwicklungsplan hervorgehoben. In diesem Sinne wird die Erstellung der Feuchtbiotope auch in Kommunikation mit der Stadt Melle (Umweltamt) realisiert.

Fokussiert steht im ILEK: „Ein weiteres strategisches Ziel ist der flächendeckende Biotopverbund. Dessen Fehlen wurde von den Naturschützern in Verbindung mit den schwindenden Lebensräumen in Siedlungsgebieten als Bedrohung der Artenvielfalt identifiziert“ (S. 70). Unser Projekt unterstützt somit die Ziele des regionalen Entwicklungskonzeptes und stellt einen Faktor innerhalb des regionalen Biotopverbundes dar. Die Anlage der Feuchtbiotope dient naturgemäß auch der Wasserspeicherung bzw. -rückhaltung. Durch die erhöhte Lage an einem Hang ist dieses besonders wichtig, da ansonsten bei Starkregen das gesamte Wasser in den „Oldendorfer Mühlenbach“ fließt (Gefahr von Überschwemmungen).

Umweltbildung

Die aktive Einbindung von Schülerinnen und Schülern (Planung und Beteiligung an der Umsetzung der Biotope durch die Grundschule Oldendorf sowie die IGS Melle) stellt einen wesentlichen Faktor der Umweltbildung dar. Die Kinder werden sich theoretisch mit dem Wert von Feuchtbiotopen auseinandersetzen (Warum sind diese wichtig? Wer lebt hier? Wer profitiert von diesen?) und lernen, welche Bedeutung die Lebensgrundlage Wasser besitzt. Zudem erfahren sie ganz praktisch, wie solche Biotope angelegt werden. Die Biotope werden anschließend aus einem Schutzabstand zu betrachten sein. Die Kinder werden also „live“ erleben können, welche Flora und Fauna sich im Laufe der Zeit ansiedelt.

In der Niedersächsischen Naturschutzstrategie genießt der Faktor der Umweltbildung eine hervorgehobene Position. Dieses deckt sich mit unserem Projekt.

Osnabrücker Mischung – Blüht denn da noch was?

Innerhalb des Projektes „Blumiger Landkreis Osnabrück“ wurden ja 10.000 Saatguttütchen mit der Osnabrücker Mischung verteilt und diverse Kilo ausgesät. Zuletzt kamen einige Fragen von Bürgerinnen und Bürgern, wann denn das Saatgut beginne zu blühen?

Sicherheitshalber haben wir auch einmal beim Osnabrücker Bienenbündnis (https://www.osnabrueck.de/bienenbuendnis.html) und auch bei der Firma Rieger Hofmann nachgefragt.
Vielen Dank für viele Anregungen und Tipps.
Nun, die Frage ist pauschal nicht zu beantworten (abhängig vom Aussaatzeitpunkt, Boden, Bewässerung, Licht etc.).
Tatsache ist, dass natürlich der unglaublich trockene Mai für Verzögerungen sorgt.
Grundsätzlich sind in dem Saatgut einige sog. „Akzeptanzarten“ (schnelle Blüte) wie Kornblume und Mohn,
welcher unter Umständen schon in diesem Jahr blühen.
Hauptsächlich jedoch befinden sich in der Mischung mehrjährige, regionale Arten. Mehrjährig heißt hier:
Zwei durch eine Kälte- oder Trockenperiode getrennte Vegetationsperioden bis zur Blüte.
Es ist also etwas Geduld gefragt.
Auch wenn in diesem Jahr noch nicht allzuviel blühen sollte, so ist es wichtig, die Flächen dennoch entsprechend zu pflegen, also eine Mahd im Sommer und eine im Herbst durchzuführen. Das bunte Bild zeigt Euch übrigens, was aus dem Saatgut entstehen kann.

Auf einer Versuchsfläche haben wir mal „Blühende Landschaft Nord“ (viele einjährige Kulturpflanzen) und die „Osnabrücker Mischung“
nebeneinander ausgesät (siehe Bilder). Auf „Blühende Landschaft Nord“ ist schon ein ausgeprägtes Insektenleben zu verzeichnen (auf der lilafarbenen Phacelia). Die Osnabrücker Mischung blüht bislang nur leicht ausgeprägt durch Schafgarbe und Mohn.
Es sind Fälle bekannt, in welchen die „Osnabrücker Mischung“ im ersten Jahr kaum Blühaspekte setzte,
das Folgejahr dann jedoch ein „Traum für die Augen war“.
Etwas Geduld (ggf. bis zum nächsten Jahr) ist hierbei gefragt.
Anbei noch einmal die Artenliste: http://blumiger-lkos.de/om.pdf

Grundsätzlich wurde durch die Aussaat der „Osnabrücker Mischung“ ein „Artenviefaltskonto“ mit ausgezeichneten regionalen Arten im Boden angelegt.
Wird die Fläche entsprechend gepflegt und wurde die Aussaat korrekt vorgenommen, so wird sich die Vielfalt insbesondere im zweiten Jahr durchsetzen, sobald die klimatischen Bedingungen stimmen. Natur ist nicht planbar, hält aber viele großartige Überraschungen vor 🙂

Falls Ihr Saatgut sucht, welches schon im ersten Jahr ein Knaller ist:
Der Schmetterlings- und Wildbienensaum (regiozertifiziert) wäre hier zu beziehen:
http://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/08-schmetterlings-und-wildbienensaum.html
Das Saatgut „Blühende Landschaft Nord“ ist hier zu erwerben:
http://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/mischungen-fuer-die-land-und-forstwirtschaft/23-bluehende-landschaft-mehrjaehrig.html