Blühwiesen durch Tiere abmähen – Besser geht es kaum

Zukunft des Gnadenhofes „Brödel“ Von Melle/Westerhausen nach Melle/Oldendorf
http://gnadenhof-melle.de

Heute einen Termin mit der Stadt Melle gehabt. Lief ganz entspannt und es wurde eine Lösung gefunden, mit der letztlich „alle leben können“
(Insbesondere auch die Tiere).

Das Gnadenhof-Areal in Melle/Westerhausen wird für eine Tierhaltung aufgegeben. Klar bedauern wir das auch irgendwie.
Nachdem am Anfang noch Unterschriftenlisten gegen die Tierhaltung kursierten haben sich jetzt viele Anrainer damit angefreundet. Nicht selten sehen wir Menschen, welche mit Stühlen am Zaun sitzen, einen Kaffee oder ein Bier in der Hand, und sich die Tiere anschauen, diese mit Gras und Zweigen füttern und sich freuen.

Der Umzug jedoch lässt sich nicht vermeiden. Dadurch, dass die Flächen im „Außenbereich“ liegen
sind leider keine Genehmigungen für Ställe möglich, das ist dann eben so und auch wir müssen das dann akzeptieren.
Der Stall und der Bauwagen werden somit zum Sommer abgebaut.
Auf den gepachteten Flächen werden wir weitere Blühwiesen anlegen, ist ja auch schön.
Vielleicht folgt dort im nächsten Jahr noch ein Storchenmast mit Korb, mal sehen. Zu schauen gibt
es dort jedenfalls genug und der Natur- und Artenschutz wird nicht zu kurz kommen.

Die Tiere ziehen um auf unsere Fläche in Melle/Oldendorf am Kreimerhof.
Dort steht schon ein großer Stall und ein Bauwagen, es gibt Strom und Wasser und genügend Auslauf ist auch möglich.
2 Ponys, 3 Ziegen und 5 Schafe kriegen somit eine neue Heimat.
Durch den Standort wird auch der Meller Jubiläumsweg aufgewertet. Die Tiere dürfen dort dann nämlich besucht werden 🙂
Die Kinder der Grundschule freuen sich schon.

Zum Extensivieren von Blühflächen setzen wir die Tiere natürlich trotzdem ein. Eine mobile Schutzhütte und eine mobile Tränke, ein mobiler Zaun.
So werden Blühflächen schonend abgegrast. Die Hinterlassenschaften der Tiere werden dann abgetragen, und schon sind weniger Nährstoffe im Boden,
sodass auch im Folgejahr etwas schönes für Insekten entsteht. Und wir sparen Futterkosten und die Arbeit des Mähens. Win-Win-Win-Win-Situation.

Paradiesische Zustände

Nachdem die Einsaat-Arbeit nun so gut wie erledigt ist fahren wir im Landkreis herum und begutachten verschiedene Flächen.
Auf den neu eingesäten Arealen ist, durch den fürchterlich trockenen Mai, noch nicht viel zu sehen.
Ein Knaller sind aber die Flächen, welche wir 2017 eingesät und dann im Laufe des letzten Jahres gemäht und abgetragen haben.

Phantastisch 🙂
Hier ein Areal in Buer bei der Firma „Metallbau Heidenreich“.
Dort blüht sogar schon Natternkopf (ich meine, dass es dieser ist, die blaue Pflanze auf den Fotos).
Das wäre toll, denn es gibt eine Wildbienenart (Natternkopf Mauerbiene), welche ausschließlich von dieser Pflanze lebt.
Existiert die Pflanze nicht mehr, so stirbt auch die Wildbienenart aus.

Wir sind froh, dass jetzt bald noch viele weitere Flächen blühende Pflanzen für Insekten anbieten.
Und jetzt haben wir wieder mehr Zeit für andere Dinge. Gestern einen Stall für unseren Mini-Gnadenhof (http://gnadenhof-melle.de) abgeholt.
Keine Sorge, die Kaninchen werden selbstverständlich nicht GESCHLOSSEN in dem Käfig gehalten, die Türen werden immer offen sein, sodass die Fellknäuel
selbst entscheiden können, wann sie dort Unterschlupf suchen (schließlich wollen die ja auch draußen graben, rumrennen und und und :-).

Blühwiesen beim Hof Luckmann

Fläche 84 von 85 (im südlichen Landkreis Osnabrück) wurde geschafft.
Eine fehlt noch, dann „is erstma fertig“.

Danke an die emsige Arbeitsbiene Karsten Wachsmuth. Danke auch an Claudia und Karsten Luckmann vom vom Hof Luckmann
(http://hof-luckmann.de). Toller Biergarten und mehr in Bissendorf Nemden. Die beiden haben sogar noch für das Projekt gespendet, vielen Dank dafür 🙂
In einigen Wochen werden sich auf den beiden Arealen in der Nähe des Biergartens Schmetterlinge und andere tolle Insekten tummeln 🙂
Und anhand der Schilder könnt Ihr Euch vor Ort informieren und erhaltet wichtige Hintergrundinfos zum Insektenschutz.

Google-Abstimmung – Übermorgen gilt es

Übermorgen geht es nach Berlin. Erhalten wir von Google 20.000 Euro für weitere Insektenschutzmaßnahmen im Landkreis Osnabrück sowie die Entwicklung
einer „Blühwiesensoftware“?
Oder erhalten wir: NIX ?
Ein bißchen aufgeregt sind wir ja schon.
Stimmt gerne bis morgen Abend für uns ab:

https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz

Durch die Nutzung unterschiedlicher Browser könnt Ihr übrigens mehrere Stimmen vergeben 😉

Bild: Blühwiese in Melle/Westerhausen (hinter dem Gasthaus/Hotel Hubertus/Wiesehahn, direkt beim Gnadenhof „Brödel“ (http://gnadenhof-melle.de).

Feuchtbiotop Melle/Oldendorf + dortige Blühwiese

So langsam kehrt etwas Ruhe ein, es tut sooooo gut die „Ernte“ der gemeinsamen Arbeit zu betrachten 🙂
Die Blühwiese am Kreimerhof nimmt Formen an.
Das Feuchtbiotopprojekt in Melle/Oldendorf (gemeinsam mit dem Förderverein der Grundschule Oldendorf und der IGS Melle)
[Förderung der Wiederansiedlung von Störchen in Melle] geht in den nächsten Wochen auch voran. Bald kommt der Lehm und der Boden wird verlegt.
Die Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen hatten zudem die Möglichkeit, im Unterricht Pflanzen für die Ufer-, Feuchtwasser-, Flachwasser- und Tiefwasserzone auszusuchen. So wurde das Thema auch im Unterricht behandelt und die Schülern helfen in der Praxis dabei die Biotope anzulegen. Direkter Bezug zum Natur- und Artenschutz, in Theorie UND Praxis, herrlich :-). Diese Pflanzen werden Anfang dieser Woche bestellt.

Es ist toll zu sehen, was in Melle/Oldendorf „am Kreimerhof“ passiert. Es brummt und summt und flattert. Die Feuchtbiotope werden ja durch Regenwasser unseres vorhandenen Stalles gespeist werden. Am m oberen Feuchtbiotop (hat eine Fläche von 60 m²) bildet sich auf ca. 80 m² eine große Kolonie Kamille. Soooo toll, und wie das riecht….:-)
Zwischen dem oberen und dem unteren Feuchtbiotop (40 m²) befindet sich ja ein kleiner Bauchlauf, welcher von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam
gestaltet wird (Kies, Lehm etc.). Am Bachlauf und am unteren Feuchtbiotop sowie auf einem großen Blühstreifen entwickelt sich schon wunderbar eine tolle Blühwiese.
Neben dem Feuchtbiotop werden sandige und lehmige Offenflächen für Wildbienen entstehen. Wichtig ist auch das dortige Totholz als zusätzliche Nisthilfe für Insekten. Zudem wurden „künstliche“ Gehölzstrukturen z.B. für Vögel und Kleinsäuger errichtet.
„Abgerundet“ wird das ganze durch eine Trockensteinmauer für Insekten, Amphibien, Eidechsen etc.

Das Feuchtbiotopprojekt (ca. 11.000 Euro) wird zu 10% aus Eigenmitteln der gUG Umweltschutz und Lebenshilfe sowie zu 90% aus Mitteln der NBANK und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert.

http://umweltschutz-und-lebenshilfe.de
„Blumiges Melle“ und „Blumiger Landkreis Osnabrück“
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiges-melle.de; http://blumiger-lkos.de

Traumhafte Blühwiesen

Was für traumhafte Blühwiesen in Melle Westerhausen
(hinter dem Hotel Restaurant Hubertus, direkt beim Gnadenhof Brödel Melle).
Die eine wurde letztes Jahr von der Grundschule Wetserhausen angelegt.
Im Herbst haben wir unsere Gnadenhoftiere die Arbeit des Mähens erledigen lassen.

Und jetzt seht selbst:
Wilde Malven, Gemeines Leimkraut, Färber-Waid, Wiesen-Flockenblumen, Gelbe Resede, Wiesen-Bocksbart und und und
Und was in den Wiesen los ist….Gerade mal ne halbe Stunden mit dem Liegestuhl reingesetzt. Es summt und brummt, zig Vögel holen sich ihr Abendessen, der Wahnsin….

Biotopvernetzung durch Behörden behindert! Keine Blühwiesen auf Dauergrünland erlaubt – Lassen die Blühwiesenpiraten sich das gefallen?

Wie viele ja vielleicht wissen liegt ein wesentliches Element der Insektenrettung in einer Biotopverknüpfung.
So weit ist es schon gekommen. Während es früher kein Problem war, dass viele Wildbienenarten durch z.B. Ackerrandstreifen von sagen wir mal „Melle“
nach „Bissendorf“ fliegen konnten, um sich genetisch auszutauschen, ist das heute für viele Arten aufgrund der geringen Flugweite (und nicht vorhandener Rettungs-Blühinseln) kaum möglich.

Also: Gezielt Blühwiesen zwischen anderen Blühwiesen anlegen, ist doch logisch oder? Vernetzung! Biotopvernetzung, capice?

Nun hatten wir ein Stück Dauergrünland angeboten bekommen (mit der Auflage, dass dieses nicht in eine andere „Landnutzungsform“ umgewandelt werden darf).
Also bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen angerufen und höflich gefragt: Was passiert denn, wenn wir dort eine Blühwiese anlegen,
ist das eine andere Nutzungsform? Ja isset. Der Bauer würde dann den Nachweis für Dauergrünland verlieren, den er aber scheinbar benötigt, um
eine gewisse Anzahl von Tieren halten zu dürfen (völlig egal, ob das Dauergrünland in irgendeiner Form genutzt wird oder nicht). Ok…

Nichts gegen Regeln und Verordnungen. Brauchen wir nunmal in einer Gesellschaft, um einigermaßen miteinander auszukommen….

Aber watt wird denn nu mit die Biotopverknüpfung?

Wenn wir diese Regelung beachten: NIX!

Aber dett Insektensterben iss doch jetzt, oda nich?

Doch!

Also mit dem Landwirt geredet. Ok, macht mal, ich weiß von nischt.

Jutti! Aber das kann ordentlich Zoff geben mit die Behörden, oda nich….?

Der große Knall

Plötzlich verschwimmt die Realität etwas, ein Grauschleier, es macht Puff, viele Blumen, Sterne, Saatgut fällt vom Himmel, Blaulicht, Hubschrauberknattern, Rauch…ziemliches Chaos.
Wir kommen zum „Dauergrünland“. Dort stehen schon Ordnungsamt und Polizei mit Hundertschaften, Wasserwerfern, mobile Einsatztrupps, Räumpanzer, das ganz große Gesteck.

„Ejjjj! Hier is Dauergrünland! Legt Eure Blühwiese woanders an!!!“ schallt es per Megaphon aus nem Räumpanzer.

„Nee, jeht nich. Haben nur diese Fläche als Vernetzungsstück. Haut ab. Wir müssen JETZT etwas tun!! Biotopvernetzung, ihr wisst schon!!!“

Langes Palaver, angespannte Stimmung. Reiterstaffeln tauchen am Horizont auf, noch mehr Hubschrauber. Kamerateams. Gorlebenatmosphäre.

„Ihr kriegt jetzt nen Platzverweis. Verschwindet. Sonst buchten wir Euch ein. Wir sind im Recht. Verordnung xyz, blablabla“

„Wir scheißen auf Eure Scheiß-Verordnung. Das soll Demokratie sein? wir sind jedenfalls nicht gefragt worden! Komplett sinnlos diese Verordnung.
Und die EU-Glyphosat-Entscheidung? Fürn Arsch! Wurden wir auch nich gefragt! Machen wir nicht mit. Wir sind auch das Volk und so!!
Haut ab mit Euren Wasserwerfern,
wir legen jetzt hier ne Blühwiese an, ich glaub ich spinne!!!!!“

Plötzlich ein großer Knall. Eine riesiger Dreimaster, ein „fliegender Holländer“ schippert mit einer Horde wild aussehender Gesellen über
ein glyphosatverseuchtes Feld. Die BLÜHWIESENPIRATEN!!! Monotone Einheitswiesen entern, ordentlich durchwirbeln und blühende Artenvielfalt hinterlassen.
Der Kapitän ist sturzbetrunken, wie sich das für nen echten Kapitän wohl auch so gehört. Offensichtlich hat das Schiff fässerweise Granitbier aus Hofstetten geladen.

„Platz da!! Wir sind die Blühwiesenpiraten!!! Wir quatschen nicht lange rum. Haut ab!!“ Brüllt er. Ein einäugiger Schmetterling auf seiner Schulter fletscht wild seine (winzigen) Zähne.
Auf dem Schiff, in der Takelage, eine wilde Meute. Freddy Fräse, Siggy Sichel, Seppl Saatgut und Winny Walze sehen nicht aus, als ob sie große Kompromisse machen würden.
Auf dem Deck ein großes Gewusel laut brüllender, gröhlender Umweltaktivisten mit Augenklappen, geballten Fäusten. Geballte Wut über das Artensterben!


„Nix da!!!“ brüllt der Einsatzleiter. „Hier is Dauergrünland. Fragt bei der Landwirtschaftskammer nach!!!“

„Schnauze!!!“, brüllt Freddy Fräse. „Wir sind Piraten! Was interessiert uns die Landwirtschaftskammer? Steck Dir dein Dauergrünland sonstwohin! Du tickst wohl nicht richtig!!!“

Der wilde Kampf

Die wilde Meute springt beherzt vom Piratenschiff und beginnt sofort mit der Umwandlung. Und nu is Chaos. Wasserwerfer kommen zum Einsatz,
die Reiterstaffel versucht die Piraten zurückzudrängen. Ein großes Chaos, ein RiesenTohubawohu, und wir mittendrin….

Die Piraten lassen sich nicht den Schneid abkaufen, werfen immer wieder mit regionalem Saatgut um sich herum und versuchen das lange, monotone Gras, wo nun wirklich nix blüht,
abzusensen. Ein echter Pirat kennt keine Verordnung. Braucht er auch nicht. Ein echter Pirat schafft sich seine Verordnungen selber!

Stundenlang geht das Geraffel hin und her. Wir greifen von hinten jetzt auch an. Klares Votum für die Blühwiesenpiraten. Die Verordnung ist sinnlos,
nicht zeitgemäß und an der Praxis vorbei. Selbst der letzte Idiot müsste das eigentlich sehen.
Mit unseren kleinen Motorfräsen versuchen wir verzweifelt auf den Acker zu gelangen.
Tränengas, Hubschrauber, muss das denn sein?
Plötzlich ein Riesengejohle. Aus den Wäldern rast eine wilde Horde ziemlich verrückter Öko-Hooligans heran.
In Islandpullovern, Birkenstocksandalen, wild Müsli kauend, bis obenhin zugedröhnt mit Mate-Tee. In den Händen Schaufeln, Sicheln, Sensen, Harken.
Jede Menge Bodenfräsen, säckeweise Saatgut, das gute regionale!!
Die „Schlacht“ ist entschieden. Konsterniert ziehen sich Polizei und Ordnungsamt zurück.

Biotopvernetzung geschafft

Die Biotopvernetzung ist geschafft. Auf einer hier nicht näher spezifizierten Fläche haben wir heute 150 m² Wildblumenwiese angelegt – auf offiziellem DAUERGRÜNLAND! So!!!!
Die Wildbienen (einige Arten) können nun bald von Melle nach Bissendorf fliegen und sich auf den vernetzten Blühflächen den Bauch vollschlagen.
Ein anonymes Bekennerschreiben geht heute noch an DPA, den Spiegel, die TAZ und die BILD.


























Mehr verrückte Geschichten von uns gibts in unserem tollen Buch:
http://das-einpflanzbuch.de

Übrigens: Auf den Blumenbildern:
Ne Malve, Fingerhut, ein kleiner grüner Käfer auf ner Wiesen-Flockenblume, ne gut gelaunte Piratenhummel auf Phacelia
Dauergrünland, was erlauben Dauergrünland?!!!
Dauergrünland, ich glaub ich spinne!

Blühwiese auf dem Felix-Magath-Hügel

Heute bei sehr netten Leuten in Osnabrück eine Fläche bearbeitet. Ein toller Südhang, etwas liebevoll auch den „Felix Magath Hügel“ genannt
(bestimmt ne Steigung von 10% oder so). Aber sowas macht auch Spaß, das ist mal echter Sport, komplett die Klamotten durchgeschwitzt-
Auch hier entsteht ein tolles Insektenparadies.

Erfreulich auch, dass sich die Besitzer der Fläche sogar noch finanziell an dem Projekt beteiligen, vielen Dank dafür 🙂
Ist ein leidiges Thema ja, und leider und oft genug schon thematisiert.
Ist ja schließlich schon toll, dass Menschen eine eigene Fläche für die Insektenrettung anbieten. Dann noch Geld beizusteuern kann man sicherlich nicht unbedingt erwarten.
Leider mussten wir in diesem Projekt feststellen, dass es nicht anders geht. Egal, anderes Thema…
Der Felix-Magath-Hügel wurde jedenfalls ordentlich bearbeitet. Wenns ab und zu regnet, dann wirds auch hier blumig bunt 🙂

Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

Wird „Blumiges Melle“ Projekt des Monats (UN Dekade Biologische Vielfalt)?

Hallo liebe Leute,

„Blumiges Melle“ (Insektenschutz durch Blühwiesen) wurde nominiert für die Auszeichnung „Projekt des Monats“ im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt.
Wir würden uns freuen, wenn Ihr unter folgendem Link für uns abstimmt:

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/projekt-des-monats-waehlen/projekt-details/wahl2/Wettbewerb/2198/

Vielen Dank 🙂

Wir sind platt wie Flundern – Blumiger Landkreis Osnabrück

Blumiger Landkreis Osnabrück – Wie läuft denn die Insektenrettung so?

Platt sind wir, müde und ausgebrannt. Ne Menge Maschinen kaputt oder „geklebt“, ein Haufen Schulden, und nicht zu knapp, und noch nicht alle Rechnungen bezahlt. Krumme Rücken, schlaflose Nächte („Wie bezahlen wir dies? Wie bezahlen wir das?“), ab und zu nen Vollrausch, manchmal fürcherlich schlecht gelaunt, und wofür das ganze????
Naja….es war ja aber auch SEHR VIEL SPASS (das war es wirklich, trotz alledem :-))!!!
Und wenn wir jetzt nicht handeln, wann dann? Keinen Grund auf was zu warten, denn da wird nichts mehr kommen….Jemand anderes wirds kaum machen, oder doch?
In die Schlange einreihen und auf die Uhr kucken ist nicht!
Und viele haben mitgehandelt, und wie!! Das war toll – es sind viele, die etwas ändern wollen!
Und wenn wir jetzt sehen, wie es blüht und summt: Das !!! ist großartig !!!!
Ok, es sind nur kleine Mosaiksteinchen, aber: GROSSARTIGE KLEINE MOSAIKSTEINCHEN.
Reden kann jeder, oft sehr anstrengend und zeitraubend! Besser mal schweigen und was tun…

Hat sichs gelohnt?

Naja, nochmal werden wir es so in dieser Form vermutlich nicht machen, never ever!!!Oder doch??? Na, mal nix überstürtzen, erstmal einige Nächte schlafen. Insbesondere der finanzielle Druck war und ist ein Damoklesschwert! Aber jeder kriegt, was er verdient. Die Verantwortung für sein Handeln trägt auch jeder selber – insoweit – immer schön an die eigene Nase fassen.
Machen wir. Selbstzweifel, reicht der Aktionismus? Genügt das Konzept?
Oft haben wir uns gefragt: WIE DOOF KÖNNEN WIR EIGENTLICH SEIN????
Naja, da scheint keine Grenze gesetzt zu sein, irgendwie…(so die Antwort).
Aber irgendwie war und ist es auch toll – die Phase 1 in unserem Projekt
(und das Projekt geht auch noch über 3 Jahre weiter, in welcher Form wird dann die Zukunft zeigen…)
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt stabiliseren, Insektensterben stoppen, http://blumiger-lkos.de

Interessant ist: Massive Finanzierungslücke beim Naturschutz

Viel gelernt, viel geschafft. Biotopvernetzung, viele Flächen umgewandelt, und man kann es sehen, auch das ist schön 🙂 Viele nette Menschen kennengelernt, viele Erfahrungen, die wirklich nichts mit dem desaströsen Mainstream gemein haben. („Es müsste mal jemand…Es sollte doch mal jemand….
Es muss doch möglich sein, dass jemand…….gähn, hören Sie bitte auf uns zu langweilen, gehen Sie weiter bitte.
Vielleicht noch etwas shoppen oder Fleisch aus Massentierhaltung reinpfeifen oder das Eheaus von Lilly und Bumm-Bumm-Boris diskutieren oder so…haun Sie ab!)
Ein „Mainstream“, der uns dahin geführt hat, wo wir gerade stehen, auch das muss gesagt werden.

Weiter wirds gehen…

Und: Noch ist nicht aller Tage Abend, die Gehirne rattern und wenn wieder mehr Energie da ist, dann werden noch einige Ballons steigen…:-)
Am 9. Juni ist erstmal FINITO!! Dann ist alles gefräst und eingesät und auch schon die erste Extensivierung begonnen.

Natürlich werden wir dann später aber auch beim Extensivieren helfen…zu diesem Punkte werden wir uns noch äußern.
Wir helfen selbstverständlich insbesondere gerne bei Leuten, welche das Projekt auch unterstützt haben.
Wir haben/hatten jedoch desöfteren den Eindruck, dass einige (zum Glück wenige) Leute einfach nur kostenlose Hilfsgärtner suchen, die ehrenamtlich was umsetzen
(und sogar noch Maschinen, Sprit, viel Zeit und schweineteures Saatgut mitbringen). Auch das wird in Zukunft anders werden, soviel ist klar…(manchmal die Faxen satt gehabt bei einigen wenigen)…

Aber, heute Abend, wie man sieht: Zum „glücklich sein“ gehört eigentlich nicht viel. Manchmal ist es der Moment der zählt. Unsere Tiere auf dem Gnadenhof, eine Blühwiese, erstes Abweiden. Gemeinsame Zeit und ein Sonnenuntergang. Und gesund! Dazu Melone, wow!!
Es summt und brummt und unsere Tierchen sagen: Fein gemacht (mein Hund hat mich gerade mit seiner Pfote getätschelt, „hast Du fein gemacht“ hat er gebrummelt,
dachte, das wäre meine Aufgabe :-/),
…und das zählt auch im Leben 🙂
83 Blühwiesen, 150.000 m² in den letzten 15 Monaten, gemeinsam mit der BUND-Kreisgruppe Osnabrück

Unterstützung

Wer etwas spenden möchte: Gerne über das Portal der Stadtwerke: Die verdoppeln nämlich jeden Euro:

https://spenden.stadtwerke-osnabrueck.de/project/blumiger-landkreis-osnabrueck/

https://spenden.stadtwerke-osnabrueck.de/project/gnadenhof-broedel-melle/

Oder kauft unser Kinderbuch:
https://doktor-kalle.de/produkt/buch-die-wubbjes-helfen-der-natur-das-einpflanzbuch/

Aber wir wissen auch: Die Leute, die sich finanziell/mit Man/Womenpower etc. beteiligen sind letztlich wenige (umso größer ist unser Dank, das war wirklich toll :-)). Viele klicken auf ein Like und teilen gerne
(ein Teilen bei Facebook „kostet“ ja auch nichts). Es hat somit herzlich wenig z.B. mit „Brot teilen“ gemeinsam…
Auch das fällt auf, ist aber auch irgendwie nix Neues.

Trotzdem können auch Klicks und „Teilungen“ sehr sehr sehr wertvoll sein, z.B. bei dieser 20.000-Euro-Abstimmung:
https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland2018/charities/pro-insektenschutz

Sorry, für ein etwas miesepetriges Halb-Fazit von Phase 1, das Gesamtfazit folgt in 2 Wochen. Vieles war und ist super! Und vieles war und ist auch absoluter Fuck-OFF-Mist.
Schönreden jedenfalls werden wir nix. Schlechtreden auch nicht. In diesem Sinne….

Extensivierte Blühwiese am Zwickenbach blüht in voller Pracht

Heute ganz früh in Melle am Zwickenbach gewesen (Straße „Am Zwickenbach“ am Bahndamm 100 Meter lang, und da ist sie….)
und geschaut, ob sich die Extensivierung des Spätherbstes gelohnt hat. Hat sie. Was für eine Freude für Insekten und für die Augen.
Eine tolle Blühwiese: Margeriten, Mohn, Schafgarbe, einige Malven, Flockenblumen, toll 🙂
Blumiger Landkreis Osnabrück