Nach der Arbeit zum Blühwiesensport

Und: Projektabsage des Großprojektes durch das Bundesamt für Naturschutz

Gewogen und für zu leicht befunden – Weitere Diskussion mit dem großen grünen Heupferd

Es ist herrlich wie sich die Blühwiesen entwickeln, nachdem auf diesen ein Sommerschnitt durchgeführt wurde. Auf den Arealen, auf denen der Schnitt Anfang Juli umgesetzt wurde, hat sich bereits eine neue, ganz wunderbare Blühfläche entwickelt. Auf den Flächen, an denen der Schnitt etwas später stattfand, geht es auch so langsam wieder los.

Bis Ende Oktober wird hier noch einiges an Pollen und Nektar zur Verfügung stehen.

Tja, und dann war heute die Absage des Bundesamtes für Naturschutz im Briefkasten. Für ein geplantes Großprojekt in Oldendorf. Es hätte nicht die gewünschte Bundesweite Bedeutung und sei nicht innovativ genug. Ok, Botschaft verstanden, es hat nicht gereicht. Alles klar. Sind ja nicht doof.

Schade um die vielen investierten Stunden. Aber was ist schon Zeit. Zeit vergeht ja bekanntlich wie im Flug (hahahah). Viel unschöner ist es für die Vision, die erst einmal „zerplatzt“ ist (für den Moment, aufgeben is nicht!).

Naja, ok. Vermutet hatten wir es ja schon, die Chance wurde von Anfang an auf geringe Prozentzahlen eingeschätzt. Das blöde Papier trotzdem heute erstmal mit Schmackes zerknüddelt, zweimal auf dem Knie balanciert und dann volley, mit Vollspann,  Maradona-mäßig gegen die Wand geknallt. Wer braucht schon 200.000 Euro?

Zur Frustbewältigung erstmal den Rest des Schnittgutes einer Blühwiese an der Oldendorfer Straße abgeharkt, um diese auszumagern. Ohne Pflege haben Blühareale keine Chance nachhaltig zu wachsen.

Wie üblich saß das Grüne Heupferd dort wieder auf der Mauer und schlenkerte mit den Beinen.

„Watt is? Scheiß Laune?“, fragt es.

„Alles Scheiße! Das Scheiß BFN hat uns ne Absage erteilt.“

„Bee Eff ENN? Watt is dat?“

„Egal, mann! Projektabsage. Ne Menge Zeit investiert. Alles for Nothing! Nischt haben die kapiert! Nischt!“

Das Heupferd juckt sich mit dem Hinterbein an seinem Heupferdkopf.

„Dann müsst Ihr besser werden mit Euren Anträgen! Der Antrag war nicht gut genug! Läuft gerade nicht so bei Euch was?? Eine Hiobsbotschaft jagt die Andere, was??“

„Jaaaaaahhh“, antworte ich gereizt. Auf solche Diskussionen habe ich gerade überhaupt keine Lust.

„Geh mir nicht auf den Nerv!“, denke ich. Ich versuche es mit einem billigen Trick.

„Die haben das Potenzial nicht erkannt. Und Du solltest eigentlich Projektmanager der Brigade „Rote Abendsonne“ werden, drei große Biotope solltest Du in der Erstellung leiten. Die Blödis haben das jetzt kaputt gemacht!“

„Was? Ich sollte Projektleiter der Brigade „Rote Abendsonne“ werden?“ Das Heupferd errötet leicht. „Das traust Du mir zu?“

„Klaaaaaaar!“, sage ich und merke erleichtert, dass heute keine nervigen Diskussionen mehr aufkommen.

„Und noch vieeeeel mehr!“, sage ich. „Das ganze Drumherum solltest Du auch leiten!“

Was das „Drumherum“ ist, interessiert das Heupferd nicht. Hektisch zieht es eine klapprige, rostige Schreibmaschine aus einem Erdloch hervor.

„Diese Scheiß Blattlaus-Idioten! Nix haben die kapiert. Diese BeeEFFENN-Blattläuse!!“

Vorsichtig frage ich, was denn jetzt die Blattläuse dafür können?

„Ach, das verstehst Du nicht!“, fährt mir das Heupferd über den Mund.

„Ist son persönliches Ding zwischen Heupferden und Blattläusen. Diese Idioten!“

Ich frage nicht weiter nach. Hitzig spannt das Heupferd einen Bogen Papier in die Maschine und fängt an zu tippen.

„Liebes Beeee EFFFF ENNNN!!…..“,

Ich denke so: Lass den mal machen. Zu verlieren haben wir ja nix.

„Wir brauchen Kohle, Viel viel viel Kohle! Sagen wir mal 130.000!“, sage ich.

„Macht es doch wie Staub, Garweg und Klette, die alten Überbleibsel. Raubt doch Geldtransporter aus!“

„Oh Mann“, sage ich. „Heupferd!! Absoluter Bullshit! So geht das nicht! Wir arbeiten friedlich, alles andere ist Schwachsinn!“

„Nee, is klar“, sagt das Heupferd. „Und die Vernichtung unser Lebensräume ist auch friedlich, oder was? DAS ! ist ein Akt der Gewalt! Dann raubt doch das Beeeee EFFFFF ENNNN aus!“, und tippt weiter hektisch auf seiner Schreibmaschine herum.

Auf dem Nachhauseweg fluche ich wild vor mich hin. „Scheiß Beeee EFFFFF ENNNN – Blattlaus-Kacke. Fuck off!!! ShitKackDreck! ScheißeFuckOff-Kotze!“

Und ich denke heimlich: „Bee Eff ENN ausrauben, gar keine so schlechte Idee. Irgendwo muss der Tresor da ja stehen.“

Auch wenn mal was nicht so läuft. Dran bleiben. Manchmal braucht man Platz, um Anlauf zu nehmen, um dann (irgendwann) ganz weit nach vorne zu springen…

Trotzdem: Blattlauskacke!

Blumiger Landkreis Osnabrück

Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen

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