Weiter gehts im Projekt Sperberbaum.de.
Heute gemeinsam mit Gabriele Mörixmann (http://aktivstall-fuer-schweine.de) weitere Obstbäume eingepflanzt.
Eine weitere Streuobstwiese wurde heute somit größer und größer (hinter dem Gasthof/Hotel Wiesehahn/Hubertus
in Melle/Föckinghausen).

Im Film dazu ein kleines Interview von heute…

Es macht Spaß, ein Projekt gemeinsam mit Jemandem aus der Landwirtschaft zu gestalten.
Der Lerneffekt ist groß und es tut auch mal ganz gut „über den eigenen Tellerrand hinaus“ zu schauen.

Interessant ist, dass in den sozialen Netzwerken für viele Menschen „Die Landwirte“ (die es so ja garnicht gibt)
ein willkommener Blitzableiter zu sein scheinen (Nach dem Motto: DIE (!) sind Schuld am Artensterben,
dann brauche ich ja nichts machen!).
Ist vermutlich irgendwie dieselbe Logik, die hier manchmal ankommt: „Die Naturschützer sollen das machen. Das ist deren Job.
Ich selber mache da nichts…“. JaJa, ganz so einfach ist es aber nun einmal nicht.

Die Agrarwirtschaft gestalten wir alle durch unser subjektives Einkaufsverhalten.
Wir wollen, dass anders produziert wird? Dann zahlen wir doch einfach dafür…
Einen Wandel und ökologische Nachhaltigkeit gibt es nicht zum Nulltarif.

Und: Nahezu 20% aller Pestizide im Jahr werden übrigens von Privatpersonen erworben.
Und (Teil 2): Es wird gerufen, nach Vorgaben und Regelungen für die Landwirtschaft.
Wenn diese Vorgaben und Regelungen jedoch für private Gärten (Stichwort: Stein- und Schottergärten)
gelten sollen, dann wird protestiert: „Das ist meine Freiheit! Der Staat/ Das Land / Die Kommune hat sich da rauszuhalten….“.

„Soso“…könnte man sagen. „Wird da nicht ein wenig mit Zweierlei Maß gemessen? Raushalten, wenn Du einen Schaden
für die Allgemeinheit anrichtest? Im Zeitalter des größten Artensterbens
in der Geschichte der Menschheit? Wieso sollte man sich da raushalten?“

Völlig richtig ist: (Subjektive Meinung von Kai): Natürlich brauchen wir z.B. durch den Niedersächsischen
Weg oder das Volksbegehren Artenvielfalt Vorgaben und Gesetze auch für die Landwirtschaft, damit das Artensterben so nicht weitergeht.
Und:
Ein Gesamtgefüge von Entscheidungen und Maßnahmen begünstigt das Artensterben.
Dazu gehören Versiegelungen und Zerschneidungen von Biotopverbünden.
Dazu gehören Stein- und Schottergärten.
Dazu gehören auch die konventionelle Landwirtschaft, die Lichtverschmutzung der Kommunen, die Ausgestaltung von Verkehrssystemen, ganz massiv auch der Klimawandel und Maßnahmen der Energiegewinnung (Stichwort: Monokulturen für Biogasanlagen).
Dazu gehören Teile der Politik, welche die Brisanz der Situation zuweilen immer noch nicht verstanden haben und deren Zukunftsdenken (manchmal) am Tellerrand der nächsten drei Dekaden aufhört (die ollen Lobbystinker).
Insbesondere aber auch das Konsumverhalten von uns BürgerInnen ist dabei zu benennen.

Wissenschaftlich klar und durch Tausende Studien belegt ist, dass verschiedene Ausprägungen der konventionellen Landwirtschaft eine Mitverantwortung für das Artensterben tragen – da gibt es nichts schön zu reden. Diese Mitverantwortung ist bei dem hohen landwirtschaftlichen Flächenanteil
natürlich nicht gerade klein. Aber Mitverursacher sind wir alle. Es gibt keinen Alleinschuldigen! Wir alle sind verantwortlich! Denn was soll denn ein Landwirt bitte machen?
Viele werden erdrückt durch hohe Schulden, der Klimawandel wird gesichert schon dieses Jahrzehnt zu Ernteeinbußen führen und ein hoher Wettbewerbsdruck durch das irrsinnige Paradigma
des „Freier-Markt-und-noch-mehr-Wettbewerb-über-alles“ führt zu absurd niedrigen und vor allen Dingen schwankenden Preisen.
Der große Naturschützer Professor Berthold beschreibt es in seinem Buch „Unsere Vögel. Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“ treffend:
„Den längst (…) von einem Großteil der Bevölkerung im Stich gelassenen Landwirten bleibt gar nichts anderes übrig, als aus ihren Flächen herauszupressen, was geht, wenn sie in der heutigen gnadenlosen Konsum- und Freizeitgesellschaft überleben wollen.
Und selbst so bleiben noch jedes Jahr nach wie vor viele von ihnen auf der Strecke.“

Übrigens: Wenn Ihr über https://sperberbaum.de/setzlinge-erhalten/
Speierling-Setzlinge oder alte Obstsorten erwerbt, dann leistet Ihr nicht nur etwas
für die Artenvielfalt in Eurem Garten sondern untersützt zudem noch weitere sinnvolle Projekte:
Vom Kaufpreis gehen 1,50 Euro an den Gnadenhof Brödel (http://gnadenhof-broedel.de), 1,50 Euro an das Insektenschutzprojekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ (http://blumiger-lkos.de) und 3 Euro an den Bildungsträger „Transparenz schaffen“ Melle (https://www.transparenz-schaffen.de).
Über einen “Aufschlag” auf den Versandpreis werden zudem Obstbäume gekauft, welche dann in Melle zu Streuobstwiesen gestaltet werden.

Und: Bitte stimmt hier für uns ab (Ihr könnt jeden Tag wieder neu abstimmen):

https://voting.pitmodule.de/o/fb135fc6914eb45/vote/10132/284

Falls Ihr schon einmal abgestimmt habt nutzt bitte diesen Link:
https://voting.pitmodule.de/o/fb135fc6914eb45/revote/10132

Danke sehr 🙂

Aktuell sind wir auf Platz 7. Wenn wir Platz 5 schaffen, dann können wir Obstbäume für eine komplette
Streuobstwiese erwerben.

Sperberbaum.de
Biodiversität durch alte (Wild-)Obst-Sorten fördern

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