Einige interessante Details zum Insektensterben

Der Absatz an Pflanzenschutzmitteln lag in Deutschland zwischen 1995 und 2005 relativ konstant bei 35.000 Tonnen jährlich. Bis 2015 jedoch ist er auf 49.000 Tonnen angestiegen (Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/pflanzenschutzmittelverwendung-in-der#textpart-2)


Pestizide sind aber nur ein „Baustein“ der stattfindenden Intensivierung. Wiesen werden heute oft fünf- bis sechsmal im Jahr gemäht und damit doppelt so häufig wie noch vor 30 bis 40 Jahren.

Zu viel Stickstoff

Auch Stickstoff aus der Luft ist ein Problem. Magerrassen gelten als besonders artenreich. Aus diesem Grunde ist eine Extensivierung von Flächen wichtig. Wird zu viel Stickstoff aufgenommen, dann verschwinden viele Arten und eine eintönige Armutswiesenlandschaft entsteht [siehe:
http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/wirkungen-von-luftschadstoffen/wirkungen-auf-oekosysteme/reaktiver-stickstoff-in-der-umwelt#textpart-4,
http://www.sueddeutsche.de/wissen/umweltbundesamt-stickstoff-bedroht-pflanzen-und-tiere-1.2286099-2,
http://www.umweltbundesamt.de/daten/land-forstwirtschaft/landwirtschaft/naehrstoffeintraege-aus-der-landwirtschaft#textpart-]

Nicht zu vergessen ist auch: Die Intensivierung in der Landwirtschaft ist auch einem gestiegenen Konsumverhalten (von uns allen [?]) geschuldet.

Pestizide sind nicht nur ein Problem in der Landwirtschaft. In vielen Gärten und Vorgärten ist kaum Leben zu sehen. Hunderte von Tonnen landen in Deutschland direkt aus dem Baumarkt auf der heimischen Vegetation. Zierrasen, Kies, Pflanzen ohne Pollen- und Nektar-Nutzen, was soll dort „kreuchen und fleuchen“?

Interessant auch: Straßenlaternen begünstigen einen massenhaften Insektentod. Diese umkreisen die Lichtquelle bis sie vor Erschöpfung sterben. Einer Hochrechnung zufolge verlieren dadurch in einer Sommernacht über 1 Milliarde Insekten ihr Leben [http://www.deutschlandfunk.de/massengrab-fuer-insekten.697.de.html?dram:article_id=74738]

Siehe auch: http://www.spektrum.de/kolumne/insektensterben-und-keiner-will-es-gewesen-sein/1484979