Na also, ab jetzt dürfen wir (nach Absprache mit Waldbesitzern) auch „amtlich zertifiziert“ mit einer Motorsäge im Wald arbeiten…
Den Kurs absolviert und nun ist die Genehmigung vorhanden, perfekt!
Warum ist das wichtig für Insekten? Wir können jetzt Nisthilfen aus Totholz zur Verfügung stellen, sehr schön 🙂
Eine Blühwiese „allein“ ist schon eine tolle Sache. Aber:
75 % der Wildbienen nisten im Boden. Und die anderen?
Z.B. in Stängeln oder: in Totholz…
Aber das gibt es (leider) viel zu wenig.
Das müssen wir ändern, und daran arbeiten wir…..
30 Kubikmeter Holz planen wir neben den Blühwiesen in diesem Jahr zur Verfügung zu stellen.
Immerhin mal ein Anfang.

Das „klassisch, ökonomisch angepflanzte“ Holz interessiert uns dabei nicht so sehr.
Für unsere Zwecke ist insbesondere Holz interessant, welches z.B. vom Borkenkäfer bereits mit Gängen versehen wurde.
Je zernagter und zerfressener desto besser.

Bäume fällen macht übrigens wenig Spaß, tut irgendwie in der Seele weh. Im Sinne der Nutzung „nachwachsener Rohstoffe“ ist es aber absolut alternativlos.
Immerhin (und sehr gut): Waren heute in einem zur gezielten Nutzung angelegten Waldstück, in welchem sog. „Habit-Bäume“ (entsprechend gekennzeichnet) nicht gefällt werden dürfen (wenn dort z.B. Totholz in der Krone
ist oder ein Specht sein Nest dort hat)…

Diese „Totholz-als-Nisthilfe-Zur-Verfügung-Stellung“ ist irgendwie auch ein Wahnsinn.
Da müssen wir mittlerweile Restholt zersägen, weit transportieren, gezielt an Blühwiesen abladen, da innerhalb
einer aufgeräumten und viel-zu-ordentlichen „Kulturlandschaft“ so etwas schlichtweg Mangelware ist.
Was für eine armselige Welt, in der wir leben…aber aufgeben gilt nicht.

Lang lebe Blumiger Landkreis! Viva Insektenschutz!
Blumiger Landkreis Osnabrück
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
http://blumiger-lkos.de

…manchmal macht die allgemeine Situation des Artensterbens irgendwie auch wütend (die Verzweifelung ist lange vorbei). Und Wut macht erfinderisch 😉

Allgemein