Ein weiteres (Langzeit)-Projekt ist die Wiedereinf├╝hrung des Speierlings in die Landschaft. ­čśŐ­čśŐ­čî×­čî×­čŹĆ­čŹĆ­čŹĆ
Vorzugsweise in Melle werden wir versuchen Einzelb├Ąume zu integrieren.
In einigen Monaten erhalten alle regelm├Ą├čigen Unterst├╝tzerInnen unseres Gnadenhofes einige Baumsetzlinge.
Aktuell ziehen wir diese hoch und pflanzen Samen dieses selten gewordenen Baumes.

Danke auch an Frank Str├Âtzel und den TSV Westerhausen (der Vorbildverein schlechthin f├╝r die Kombination aus Sport und Naturschutz), welcher einige Setzlinge einpflanzen wird.

Der Speierling ist eine Wildobstart und geh├Ârt zu den seltensten Baumarten in Deutschland.
Aktuell wird von nur noch wenigen Tausend Exemplaren in der Bundesrepublik ausgegangen (nur noch wenige Hundert „alte“ Exemplare).
Der Speierling ist ein sehr empfindlicher Baum. Sehr (!) platz-, licht- und w├Ąrmebed├╝rftig.
Er w├Ąchst sehr langsam, ist konkurrenzschwach und anf├Ąllig f├╝r einen Verbiss durch Wildtiere –
all diese Faktoren erkl├Ąren seine besondere Seltenheit.
Zu empfehlen ist es, die Setzlinge sechs bis 8 Jahre (!) mit Draht zu sch├╝tzen.
In jungen Jahren ├Ąhnelt er sehr stark der Vogelbeere und wird aus diesem Grunde h├Ąufig kaum beachtet.
Der Speierling ist ein Einzelg├Ąngerbaum. Wer diesen erhalten m├Âchte, der sollte um den Baum herum Pflanzen entfernen (gegen die Buche z.B. hat er keine Chance).
Jungpflanzen sind sehr anf├Ąllig gegen Schorfkrankheiten. G├╝sse mit Zwiebelwasser, Kiesels├Ąure- und Brennnesseljauche k├Ânnen da helfen.
Das Obst gilt als ausgesprochen edel und wird liebend gerne von einer Vielzahl von Tierarten verspeist.
Aber: Es kann bis zu einem Vierteljahrhundert dauern, bis dieser Baum Fr├╝chte (Bildquelle: Wikipedia) tr├Ągt.
In fr├╝heren Zeiten wurden h├Ąufig Musikinstrumente, Holz- und Zahnr├Ąder aus ihm hergestellt. Bereit in der Antike wurde er rege kultiviert. Auch im Mittelalter erlebte er eine (im wahrsten Sinne des Wortes) „Bl├╝tezeit“, geriet jedoch im 18. und 19. Jahrhundert fast v├Âllig in Vergessenheit.
Zuweilen wurden ihm in der Mythologie metaphysische Wirkungen zugeschrieben. ├ähnlich der Vogelbeere und Elsbeere soll er im Dach vor Blitz sch├╝tzen und in der Stube Geister verscheuchen. Au├čerdem wurde er im Schiffsbau verwendet: Eingebaut in den Schiffsbug soll er den Wellenzauber zu brechen und St├╝rme zu mildern verm├Âgen.
Der Speierlings-Baum kann bis zu 300 Jahre alt werden.
Und ├╝brigens – im Rahmen der Klimaerw├Ąrmung sehr wichtig – Der Speierling ist sehr resistent gegen Trockenheitsperioden.
Wer es schafft einen Speierling bis zur Obsternte gro├č zu ziehen, der hat wirklich etwas seltenes f├╝r die Artenvielfalt geschaffen.

Blumiger Landkreis Osnabr├╝ck
Artenvielfalt steigern, Insektensterben stoppen
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